ARTENSCHUTZRECHTLICHE EINSCH£â€‍TZUNG 2020-05-12¢  Artenschutzrechtliche Relevanzbegehung ¢â‚¬â€Sommerresidenz¢â‚¬“

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  • Stockach - Espasingen

    ARTENSCHUTZRECHTLICHE

    EINSCHÄTZUNG

    (RELEVANZBEGEHUNG)

    § 44 BNatSchG

    „SOMMERRESIDENZ“

    IN STOCKACH - ESPASINGEN

    12.05.2020

    SeeConcepteCo Büro für Landschafts- und Umweltplanung

  • Stockach - Espasingen

    ARTENSCHUTZRECHTLICHE RELEVANZBEGEHUNG „SOMMERRESIDENZ“ IN STOCKACH - ESPASINGEN Auftraggeber

    Helmut Hornstein Freier Landschaftsarchitekt BDLA Freier Stadtplaner SRL Aufkircher Straße 25 88662 Überlingen / Bodensee Bearbeitung

    SeeConcept Büro für Landschafts- und Umweltplanung Frank Nowotne Waldweg 28

    88690 Uhldingen Tel.: 07556/931911, Fax.: 07556/931912 e-mail: seeconcept@t-online.de www.seeconcept.de

    Bearbeitung Frank Nowotne, Dipl. – Geol., Ökologe

    aufgestellt: Uhldingen, 12.05.2020

    Frank Nowotne

  • Artenschutzrechtliche Relevanzbegehung Bebauungsplan „Öschle“ in Herdwangen 3

    TEXTTEIL Seite

    I. EINLEITUNG 4

    1.1 Aufgabenstellung 4

    1.2 Rechtliche Grundlagen 6 II. BESCHREIBUNG DES BESTANDES 7

    2.1 Vegetationsstrukturen / Habitate 7

    2.2 Europäische Vogelarten nach Art. 1 der Vogelschutzrichtlinie 12

    2.2.1 Konkret nachgewiesene Vogelarten 12

    2.3 Fledermäuse 12

    2.4 Reptilien 12

    2.5 Insekten …14 III. BEURTEILUNG DES PLANGEBIETES AUS NATURSCHUTZ-

    FACHLICHER SICHT 15 IV. BEWERTUNG DER ZU ERWARTENDEN BEEINTRÄCHTI-

    GUNGEN 16 V. FAZIT 19 VI. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 20

  • Artenschutzrechtliche Relevanzbegehung „Sommerresidenz“ in Stockach-Espasingen 4

    I. EINLEITUNG

    1.1 Aufgabenstellung

    Im Bereich der „Seestrasse“ auf Gemarkung Espasingen, Flurstück 53/10 soll auf einer Fläche von rd. 480 m2 (Gemeinde Stockach) am nordöstlichen Ortsrand von Espasingen ein Wohnhaus („Sommerresidenz“) mit 7 Wohneinheiten errichtet werden (vgl. Abb. 1). Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens ist auch eine artenschutzrechtliche Relevanzbegehung (gem. § 44 NatSchG). Die „Artenschutzrechtliche Relevanzbegehung“ ist dabei insbesondere auch für die Zauneidechse (Lacerta agilis) Art nach Anhang IV FFH-Richtlinie) im Bereich des Plangebietes vorzunehmen. Das Plangebiet stellt entlang der „Seestrasse“ eine Baulücke dar und wird dabei gegenwärtig von einer Abraumhalde, entlang einer Stützwand im Bereich eines Molassesteilhanges bestimmt, das aus naturschutzfachlicher Sicht prinzipiell von unterdurchschnittlichem Interesse ist.

    Abb. 1: Lageplan mit Eintrag des Untersuchungsgebietes am nordöstlichen Ortsrand von Espasingen (LANDESVERMESSUNGSAMT BADEN- WÜRTTEMBERG)

  • Artenschutzrechtliche Relevanzbegehung „Sommerresidenz“ in Stockach-Espasingen 5

    Abb. 2: Luftbild mit Eintrag des Plangebietes am nordöstlichen Ortsrand von Espasingen (LUBW 2020) Abb. 3: Gebäudeschnitt zur gepl. „Sommerresidenz“ in Espasingen (HORNSTEIN in lit. 2020)

  • Artenschutzrechtliche Relevanzbegehung „Sommerresidenz“ in Stockach-Espasingen 6

    1.2 Rechtliche Grundlagen

    Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege / Artenschutzrechtliche Regelungen Die Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten werden insbesondere im Bundesnaturschutzgesetz (Geltung ab 01.03.2010) behandelt. So werden in dem neuen § 44 Abs. 1 BNatSchG die Verbotstatbestände an die Vorgaben der FFH- und Vogelschutzrichtlinie angepasst. § 44 BNatSchG, Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten Verbotstatbestände

    (1) „Es ist verboten, 1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen,

    sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,

    2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der

    europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert,

    3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der

    besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,

    4. wild lebende Pflanzen der besonders geschützten Arten oder ihre

    Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, sie oder ihre Standorte zu beschädigen oder zu zerstören. (Zugriffsverbote)

  • Artenschutzrechtliche Relevanzbegehung „Sommerresidenz“ in Stockach-Espasingen 7

    II. BESCHREIBUNG DES BESTANDES

    2.1 Vegetationsstrukturen / Habitate

    Das Plangebiet gehört zum Naturraum „Bodenseebecken“ und befindet sich am nordwestlichen Ende des Überlinger Sees. Die Entfernung zum Seeufer im Osten beträgt rd. 1,7 km. Das Plangebiet entlang der Seestraße befindet sich im Bereich eines Molassesteilhanges (Untere Süßwassermolasse), zwischen Espasingen und Ludwigshafen, der von einem Mosaik von Biotoptypen (z.B. Streuobst, Baumhecken, Feldgehölze, Wiesen, Waldflächen u.a.) geprägt wird. In Folge der Südwestausrichtung besteht eine besondere Klimagunst. Das eigentliche Plangebiet besteht im Prinzip aus einer Abraumhalde aus sandig - schluffigem Material, das vor einer alten (historischen ?) Stützwand lagert. Im Bereich der Stützwand befindet sich ein Stollen, in den im Bereich des Plangebietes zwei Öffnungen (ein Eingang) eingelassen sind. Die Abraumhalde wird von einem Sukzessionsgehölz aus Robinien bewachsen. Im Unterwuchs finden sich u.a. Goldrute (Solidago gigantea) und Brombeergestrüpp. Innerhalb des Plangebietes befindet sich kein geschützter Biotop. Gemäß des LFU-Datenschlüssels (2004, 2010) handelt es sich im Bereich des geplanten Bebauungsplankonzeptes v.a. um folgende Biotoptypen: 21.41 Anthropogene Gesteinshalde 44.12 Gebüsch aus nicht heimischen Straucharten 58.10 Sukzessionswald aus Laubbäumen (Robinie) 60.21 Völlig versiegelte Straße

  • Artenschutzrechtliche Relevanzbegehung „Sommerresidenz“ in Stockach-Espasingen 8

    Fototafel 1: Biotopstrukturen des Plangebietes

    Plangebiet von Südwesten: Das Plangebiet grenzt unmittelbar an die „Seestrasse“ und wird dabei von einer naturraumuntypischen Robinien- sukzsession (58.10) bestimmt. Im Bild rechts bereits vorhandene Bebauung.

    Plangebiet von Südwesten:

    Entlang eines Steilhanges mit alter Stützmauer lagert schluffig – sandiger Aushub, der von einer Robinien- sukzession bewachsen ist. Nördlich schließen sich Gebüsche mittlerer (42.20) bzw. trockenwarmer Standorte (42.13) an. Aufnahme: 04.05.2020 (S. Huber)

    Plangebiet von Süden:

    Die anthropogene Gesteinshalde (21.41) ist von Robinien überwachsen.

    Plangebiet von Westen: Das Plangebiet wird insgesamt von einer anthropogenen Gesteinshalde (21.41) aus sandig – schluffigem Material entlang einer Stützwand geprägt. Ein Kellereingang findet sich im Bereich der verstärkten Stützwand oberhalb der Abraumhalde.

    Aufnahmen: 03.04.2020, F. Nowotne /SeeConcept ®

  • Artenschutzrechtliche Relevanzbegehung „Sommerresidenz“ in Stockach-Espasingen 9

    Fototafel 2: Biotopstrukturen des Plangebietes

    Stolleneingang im Westen: Westlicher Eingang des Stollens. Aufnahme: 04.05.2020 (S. Huber)

    Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela campestris):

    Im Frühjahr 2020 konnte eine kleine Population des Feld – Sandlaufkäfers nachgewiesen werden.

    Zauneidechse (Lacerta agilis), Männchen::

    Im Umfeld eines Brunnens mit Natursteinmauer, rd. 150 m weiter östlich, ist ein bevorzugter Aufenthalt der Zauneidechse (Lacerta agilis).

    Zauneidechse (Lacerta agilis), Weibchen:: Im Bereich der Natursteinmauer am östlichen Brunnen sonnt sich ein Weibchen der Zauneidechse (Lacerta agilis).

    Aufnahmen: 03.04.2020, F. Nowotne /SeeConcept ® bzw. 04.05.2020 (unten): S. Huber)

  • Artenschutzrechtliche Relevanzbegehung „Sommerresidenz“ in Stockach-Espasingen 10

    2.2 Europäische Vogelarten nach Art. 1 der Vogelschutzrichtlinie

    2.2.1 Konkret nachgewiesene Vogelarten

    Zur Erlangung grundlegender Kenntnisse hinsichtlich der Bedeutung des Plangebietes für vorkommende Vogelarten („besonders“ und „streng“ geschützt gem. BNatSchG) fanden im betroffenen Bereich zwei Erhebungen der Vogelwelt am 03.04.2020 und 04.05.2020 statt. Diese erlauben naturgemäß eine grobe Einschätzung des Arteninventars und besitzen daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass es sich aufgrund der günstigen Untersuchungszeit um ein repräsentatives und damit hinreichend aussagekräftiges Artenspektrum hinsichtlich der betroffenen Fläche handelt. Die Methodik der Erfassung orientierte sich an ei

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