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    w hlEin Ratgeber zum Thema Alkohol fr werdende Eltern

    Auf dein Wohl,mein Kind

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    > Inhalt

    Diese Unsicherheit mchte ich nicht mehr haben.Jetzt wei ich besser, was ich tue! Bianca erzhlt 2

    Geht es Ihnen hnlich? 4

    Ihr Kind trinkt mit! 6

    Was kann meinem Baby passieren? 8

    Gehen Sie am besten ganz sicher:Kein Alkohol whrend der Schwangerschaft! 10

    Einmal ist doch keinmal! Oder: Darf es nicht auch mal etwas mehr sein? 12

    Schden hngen vom Zeitpunkt des Alkoholkonsums ab. Besonders sensible Phase zu Beginn der Schwangerschaft. 14

    Alkohol Nur ein Thema fr die werdenden Mtter?Auch auf die zuknftigen Vter kommt es an! 16

    Die Verantwortung tragen wir beide! 18

    Sei kein Frosch und trink einen mit der eine schadet nicht! 19

    Wie Sie Ihr Trinkverhalten ndern. Regeln, die helfen knnen! 20

    Was ich trinke, geht doch keinen etwas an! Das ist meine Privatsache! 27

    und nach der Entbindung? Stillen? Ja gerne, aber bitte alkoholfrei! 28

    Wenn Sie noch Fragen haben oder zustzliche Hilfe brauchen. 30

  • 2

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    Vor zwei Wochen ist Sandra geboren und ich bin immer noch total glcklich.

    Das war ehrlich gesagt nicht die ganze Schwangerschaft so!

    Als ich die Besttigung von meiner Frauenrztin hatte, dass ich schwanger bin,

    war ich erst froh und dann erschrocken. All diese Ratschlge und Empfehlungen!

    Ich htte nicht gedacht, dass ich auf so vieles achten soll oder htte sollen.

    Warum konnte ich nicht einfach nur schwanger sein?

    Ein absolut schlechtes Gewissen hatte ich wegen des Trinkens. Es ist nicht so, dass

    ich mich betrinke! Aber als ich noch nicht wusste, dass ich schwanger bin, gab es

    ein paar Gelegenheiten, wo ich doch einiges getrunken habe: mal mit Freunden,

    auch mal aus Frust, weil es mit der Schwangerschaft nicht so schnell geklappt

    hatte, wie ich wollte.

    Diese Unsicherheit mchte ich nicht mehr haben. Jetzt wei ich besser, was ich tue! Bianca (26 Jahre) erzhlt:

  • 3

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    Als ich dann wusste, dass ich schwanger bin, hatte ich eine pa ni sche Angst, dass

    ich meinem Kind geschadet hatte und fhlte mich stndig schuldig. Irgendwo war

    dieses schlechte Gefhl die ganze Schwangerschaft ber da. Als Sandra dann

    endlich geboren war, war ich erleichtert, als ich gesehen habe, dass sie gesund

    aussah. Ich habe Glck gehabt. Es htte vielleicht auch anders ausgehen knnen.

    Es ist sicher zu frh, jetzt schon an ein zweites Kind zu denken, aber eines kann

    ich heute schon sagen: Wenn ich noch ein zweites Kind kriegen sollte, mchte ich

    diese Unsicherheit nicht mehr haben. Jetzt wei ich besser, was ich tue!

  • 4

    > Geht es Ihnen hnlich?

    Sind Sie auch unsicher, wie Sie es mit dem Alkohol in Ihrer jetzigen Schwan-gerschaft oder in einer geplanten Schwangerschaft halten sollen?

    Mit dem Alkohol ist es eine merkwrdige Sache:

    > Auf der einen Seite wird Alkohol als Genussmittel bezeichnet, das fester Bestandteil der meisten Feste, Partys, des geselligen Beisammenseins

    ist oder einfach zur Entspannung getrunken wird. Angestoen und

    Auf Ihr Wohl getrunken wird zu vielen Anlssen.

    > Auf der anderen Seite ist Alkohol bereits in geringen Mengen fr die Gesund-heit schdlich und unbestreitbar ein Suchtmittel. Eine Alkoholabhngigkeit

    entwickelt sich meist langsam und schleichend. Sie wird hufi g zunchst gar

    nicht wahrgenommen. Darber hinaus sind oft wie auch in der Schwanger-

    schaft andere indirekt durch Ihr Trink verhalten mit gefhrdet. Von daher ist

    ein besonders verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol in der Schwan-

    gerschaft notwendig.

    Durch Alkohol in der Schwangerschaft kann es zu krperlichen Missbildungen beim Baby kommen.

    > Hinweis

  • 5555

    Legen Sie aber bitte die Broschre jetzt nicht voreilig weg, weil Sie

    der Meinung sind: Zu viel Alkohol? Das betrifft mich doch nicht!

    Da bereits relativ geringe Mengen Alkohol gesundheitsschdigende Wirkungen

    auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes nehmen knnen, haben wir die

    wichtigsten Infor mationen zum Thema Schwangerschaft und Alkohol konsum

    in dieser Broschre fr Sie zusammengefasst.

    > Wenn Sie verantwortungsbewusst mit Alkohol in der Schwangerschaft umge-hen, tragen Sie entscheidend dazu bei, Schaden von Ihrem Kind abzuwenden.

    > Wenn Sie gerade eine Schwangerschaft planen, sollten Sie schon jetzt Ihren Alkoholkonsum kritisch berprfen.

    Da besonders in der Frhphase der Schwangerschaft eine Gefhrdung durch

    Alkohol besteht, empfi ehlt es sich auch fr Paare mit Kinderwunsch, ihr Trink-

    verhalten darauf einzustellen, um die Schwangerschaft mglichst sorgenfrei

    zu beginnen.

  • 6

    > Ihr Kind trinkt mit!

    Ihr Baby erhlt Alkohol ber die Nabelschnur und bleibt lnger alkoholisiert.

    Wenn Sie alkoholische Getrnke zu sich nehmen, verbreitet sich der Alkohol

    schnell in Ihrem Krper und macht auch vor der Plazenta nicht Halt, ber die

    Ihr Kind mit allen lebenswichtigen Nhrstoffen versorgt wird.

    Der Alkohol erreicht so den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes und

    verbreitet sich auch hier rasch im ganzen Krper. Innerhalb weniger

    Minuten haben Mutter und Kind den selben Alkoholspiegel!

    Whrend die Aufnahme von Alkohol bei Mutter und Kind fast gleich schnell

    geht, dauert der Abbau des Alkohols beim Ungeborenen erheblich lnger.

    Wenn Sie den Alkohol in Ihrem Blut bereits abgebaut haben und keine Wirkung mehr spren, ist Ihr Baby noch der sch-digenden Wirkung ausgesetzt und steht noch immer unter Alkoholeinfluss.

    > Hinweis

  • 7

    Die schdigende Wirkung des Alkohols hlt beim ungeborenen Kind lnger an! Wie kann das sein?

    Der Alkohol wird ber die Leber abgebaut. Die Leber des ungeborenen Kindes

    ist aber noch nicht vollstndig entwickelt, so dass im Vergleich zur Mutter der

    Alkoholspiegel beim Baby viel langsamer sinkt. Der Alkohol zirkuliert daher viel

    lnger im Krper des Kindes. Das ist auch der Grund, weshalb der Blutalkohol-

    spiegel bei dem Baby sogar eine Zeit lang hher ist als bei der Mutter selbst.

  • 8

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    > Was kann meinem Baby passieren?

    Die schwerste Form der Schdigung von Kindern durch Alkohol whrend der Schwangerschaft wird als Fetales Alkoholsyndrom (FAS) bezeichnet. Kinder, die davon betroffen sind, weisen krper liche Entwicklungsstrungen auf und sind in ihrem Verhalten auffllig.

    Typische Aufflligkeiten sind:

    > geringes Geburtsgewicht,

    > krperliche Missbildungen wie zum Beispiel Nierenschden und Herzfehler,

    > sichtbare Aufflligkeiten wie zum Beispiel Verformungen im Gesichtsbereich,

    > Verhaltensstrungen wie zum Beispiel geringer Saugreflex, Ruhelosigkeit und leichte Reizbarkeit,

    > Defizite in der geistigen Entwicklung wie zum Beispiel Konzentrationsschwche, Lernschwierigkeiten, verminderte Intelligenz.

    Die Schden sind meistens nicht vorbergehend, sondern bleibend. Chancen

    fr eine Heilung bestehen kaum. Viele Kinder sind ihr ganzes Leben lang auf

    fremde Hilfe und Frsorge angewiesen. Die dauerhafte Einweisung ist zum

    Teil unumgnglich.

  • 9

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    Wie viele Babys werden mit solchen schweren alkoholbedingten Schden geboren?

    Es wird vermutet, dass in jedem Jahr in Deutschland etwa 2000 Kinder mit

    schweren alkoholbedingten Folgeschden geboren werden. Leider ist das nur

    die berhmte Spitze des Eisbergs! Nicht alle Neugeborenen, die whrend der

    Schwangerschaft durch Alkohol in ihrer Entwicklung behindert wurden, weisen

    schwere bis schwerste Folgeschden auf. Es gibt einen fl ieenden bergang

    zu Schdigungen, die unter dem Begriff Alkoholeffekte zusammengefasst

    werden.

    Diese Alkoholeffekte sind zum Teil bei der Geburt kaum zu erkennen.

    Erst im Verlauf der Kindheit werden die Schden deutlich.

    Die Schdigungen betreffen das Gehirn und uern sich bei den Kindern in

    intellektuellen und motorischen Fehlentwicklungen und Entwicklungsverzge-

    rungen. Auch diese Defi zite sind hufi g nicht wieder auszugleichen und knnen

    zu lebenslangen Beeintrchtigungen fhren.

    Wie viele Babys werden mit Alkoholeffekten geboren?

    Auch hierzu gibt es keine ganz genauen Angaben. Schtzungen gehen davon

    aus, dass pro Jahr etwa 8000 Babys in Deutschland mit alkoholbedingten

    Schden geboren werden.

  • 10

    > Gehen Sie am besten ganz sicher: Kein Alkohol whrend der Schwangerschaft!

    Eine ganz genaue Grenze, welche Menge Alkohol in der Schwangerschaft kei-

    nen Schaden fr das ungeborene Kind hat, lsst sich nicht ziehen. Das Risiko

    einer gesundheitlichen Schdigung fr das Kind steigt mit der Menge an ge-

    trunkenem Alkohol.

    Dabei sind zwei Aspekte wichtig:

    1. Auch geringe Mengen Alkohol sind nicht ohne Risiko. Bereits mehr als 1 Glas an alkoholischen Getrnken pro Woche stellt mit Sicherheit ein Risiko fr Ihr

    Baby dar. Aber auch unterhalb dieser Menge knnen gesundheitliche Schdi-

    gungen nicht ausgeschlossen werden.

    2. Schdigungen treten nicht nur bei einem lnger andauernden Alkoholkon- sum auf. Bereits einzelne Gelegenheiten mit einem hheren Konsum bergen

    ein Risiko.

  • 1111

    Die verschiedenen alkoholischen Getrnke unterscheiden