Ausgabe 08/13 (Spezial: Ökologische & nachhaltige Investments)

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Text of Ausgabe 08/13 (Spezial: Ökologische & nachhaltige Investments)

  • P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    Editorial

    8 Sonntag , 24 . Februar 2013

    Nachhaltige Investments am Scheideweg

    SPEZIAL > SEItE 9

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    bei den laufend betonten Fortschritten im Euro-Schulden-schlamassel steht man immer wieder vor der Frage, ob sie ernst gemeint oder pure Ironie sind. Auch diese Woche lassen einen die Worte eines Vorstandsmitgliedes der Deutschen Bundesbank rtselnd zurck. Andreas Dombret gibt zwar keine Entwarnung, sieht jedoch Hinweise auf ein Abflauen der Euro-Schuldenkrise. Vor allem mit Blick auf das Wachstumsgeflle zwischen den Staaten der Eurozone gebe es viele Anzeichen, die auf einen Silberstreif am Horizont hindeuten. Auf dem Weg hin zum Ausgleich der Wachstumsunterschiede innerhalb des Wh-rungsraums habe es Fortschritte gegeben, betonte er und verwies

    auf die Entwicklung der Leistungsbilanzen in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Irland. Die Durchsetzung von Strukturreformen in den Krisenlndern beginne Dividenden abzuwerfen. Ob er damit die soziale Verelendung und den wirt-schaftlichen Niedergang ohne Perspektive auf Besserung meint? Und es kommt noch besser. Dombret ist auch berzeugt, dass fr die gemeinsame Whrung die besten Tage noch vor uns liegen. Puh! Das muss man erst einmal wirken lassen.

    Herzlichst,Ihre Redaktion von BRSE am Sonntag

  • SONNTAG, 24. FEBRUAR 2013

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    AKTIEN & MRKTEKolumne: Dr. Wolfram Weimer . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: Italien bittet zur Urne . . 4Mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . 5Aktie der Woche: Dialog Semiconductor . . . . . . . . . . . . . . . 7

    SPEZIALkologische & nachhaltige Investments . . . . 9Gastbeitrag: Carsten Scholz . . . . . . . . . . 13

    UNTERNEHMENUnternehmen der Woche: Mahle . . . . . . 14News: Photon Energy Investments, Dell . . . . . 15

    FONDSFonds der Woche: Threadneedle Latin America . . . . . . . . . 16Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

    ZERTIFIKATEZertifikate-Idee: Daimler-Sprint-Zertifikat. . . . . . . . . . . . 18Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

    ROHSTOFFERohstoff der Woche: Brent-l . . . . . . . . . 20Rohstoffanalysen: Gold, Kakao, Mageres Schwein, Platin. . . . . . . . . . . . . 21

    LEBENSARTEvent der Woche: Kopfputz Kopfbedeckungen im Wandel der Zeit. . . . 22Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22Coffeetable-Favourites: Terra Maxima Die Rekorde der Menschheit . . . . . . . . . 23Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 24

    Der amerikanischen Notenbankern wird es langsam mulmig. Bei der letzten Sit-zung des Offenmarkt-ausschusses uerten mehrere Teilnehmer Sorgen ber die mas-siven Aufkufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren durch die Fed. Kaum wurde diese Diskus-

    sion publik, brach an den Weltbrsen Ner-vositt aus. Denn der groen Cashparty droht das Ende. Doch die Sorge vor einem pltzlichen Versiegen der Geldschwemme ist unbegrndet. Die Notenbanken werden die Liquiditt am Laufen halten obwohl die Risiken daraus gewaltig wachsen.Ben Bernanke wird in die Geschichte ein-gehen als der Mann, der das meiste Geld in der Geschichte der Menschheit schuf. Al-leine in diesem Jahr spendiert er den USA eine neue Billion Dollar. Seine Federal Reserve hat ihr enormes Geldschpfungs-programm noch einmal ausgeweitet. Zu den monatlich 40 Milliarden Dollar an Hypotheken-Papieren werden seit Jahres-beginn auch noch 45 Milliarden Dollar an Staatsanleihen angekauft. Bernanke pumpt Geld ins Finanzsystem, um den zhen Auf-schwung in Fahrt zu bringen er will seine Geldflutpolitik so lange weiter fhren, bis die Arbeitslosigkeit unter 6,5% angelangt ist. Solche Planvorgaben kannte man bis-lang nur aus sozialistischen Ordnungen.Kein Wunder also, dass seine Kollegen lang-sam nervs werden. Die Geldschpfung wchst nicht, sie eskaliert. Doch wie lange traut man dem groen Billionen-Monopoly der Amerikaner? Die offizielle Verschuldung

    der USA ist nun auf 16,6 Billionen Dollar empor geschnellt. Bei Obamas Amtsantritt 2009 hatte die US-Staatsschuld noch 10,6 Billionen Dollar betragen. Die 6 Billionen neue Schulden in nur einer Legislatur sind ein historisches Fanal. Nur bedingungslose Optimisten knnen glauben, dass das dauer-haft funktioniert.Auch die laufende Haushaltsfhrung erin-nert eher an Hempels legendre Sofaunter-welt als an ein geordnetes Finanzgebaren. Das Defizit der Regierung belief sich seit 2009 im Schnitt auf 1274 Milliarden Dollar jhrlich. Alleine 2013 Jahr wird Washington so viel neue Schulden machen wie ganz Ost-europa, das Baltikum, ganz Skandinavien, und die Problemkinder Griechenland, Por-tugal und Irland zusammen genommen in Jahrzehnten angehuft haben. Die Sorgen, die wir uns ber Griechenland machen, sind lcherlich im Vergleich zum Ungemach, das sich in Amerika zusammenbraut.Die letztjhrige Schuldenkrise hat ahnen las-sen, wie gefhrlich Vertrauenskrisen werden knnen. Darum sollten gerade die Zentral-banken darauf achten, dass sie Geldwerth-ter bleiben und nicht Geldeskalierer werden. Auch einer Notenbank wird irgendwann die Rechnung fr das viele Geld prsentiert. Vielleicht nicht wie viele anfangs frchte-ten mit einer Inflation. Aber das Risiko ei-nes Vertrauensschocks steigt von Monat zu Monat - wenn nmlich pltzlich die Welt-ffentlichkeit begreift, dass all die Dollars nicht wirklich gedeckt sind.Ben Bernanke ist Sohn eines Apothekers. Er sieht seine Geldspritzen als Heilmittel fr eine kranke Volkswirtschaft. Langsam aber luft er in die Gefahr der berdosierung. Und wie bei jeder Medizin gilt auch in der Geldpolitik: In zu hohen Dosen sind auch Heilmittel tdlich.

    16 600 000 000 000 Dollar Schulden

    Dr. Wolfram Weimer

    Geschftsfhrer Weimer Media Group GmbH

    bRSE am Sonntag 08/1 302

  • Allianz: GewinnsprungIm vierten Quartal steigerte die Allianz (WKN: 840400) den Gewinn von 560 Mio. auf 1,29 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn (EBT) legte von 1,10 auf 2,14 Mrd. Euro zu. Im operativen Geschft erhhte sich der Gewinn dagegen nur von 2,00 auf 2,28 Mrd. Euro. Der Umsatz zog von 25,0 auf 25,9 Mrd. Euro an. Im Gesamtjahr stieg der berschuss von 2,80 auf 5,49 Mrd. Euro, der operative Gewinn von 7,87 auf 9,50 Mrd. Euro. Dennoch will der Versicherer lediglich eine unvernderte Dividende von 4,50 Euro je Aktie ausschtten.

    Wal-Mart: Mehr umgesetzt und verdientUS-Einzelhandelsriese Wal-Mart (WKN: 860853) erhhte den Gewinn im Schlussquartal (Ende: 31. Januar) von 5,41 auf 5,88 Mrd. US-Dollar. Je Aktie legte der Gewinn auch dank einer gesunkenen Aktienzahl von 1,50 auf 1,67 US-Dollar zu. Der operative Gewinn stieg von 8,40 auf 8,60 Mrd. US-Dollar, der Gesamtumsatz von 123,17 auf 127,92 Mrd. Dollar. Experten hatten mit 128,5 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 1,57 US-Dollar Gewinn je Aktie gerechnet. Im laufenden ersten Geschftsquartal soll der Gewinn je Aktie von 1,09 auf 1,11 bis 1,16 US-Dollar zulegen.

    Hewlett-Packard: Besser als befrchtetDer von Hewlett-Packard (WKN: 851301) im ersten Geschftsquartal erzielte Gewinn schrumpfte von 1,47 auf 1,23 Mrd. US-Dollar. Je Aktie fiel der Gewinn von 0,73 auf 0,63 US-Dollar, vor Sonderposten von 0,92 auf 0,82 US-Dollar. Der operative Gewinn sank von 2,04 auf 1,75 Mrd. US-Dollar, der Umsatz von 30,04 auf 28,36 Mrd. US-Dollar. Analys-ten hatten 27,9 Mrd. US-Dollar Umsatz und vor Sonderposten 0,71 US-Dollar Gewinn je Aktie prognostiziert. Im laufenden Quartal will der Drucker- und Computerhersteller vor Sonderposten 0,80 bis 0,82 US-Dollar je Aktie verdienen.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    TERMINE DER WOCHE

    26.02. 16:00 USA Verbrauchervertrauen, Conference Board Februar

    27.02. 14:30 USA Auftragseingnge langlebige Gter Januar

    28.02. 00:50 Japan Industrieproduktion Januar

    28.02. 14:30 USA BIP Q4/2012 (zweite Schtzung)

    01.03. 02:00 China Einkaufsmanager-index verarbeitendes Gewerbe (CFLP) Feb.

    01.03. 08:00 DE Einzelhandelsumsatz Januar

    01.03. 16:00 USA ISM-Index (verarb. Gewerbe) Februar

    ZITAT DER WOCHE

    Sie haben eine Neigung zum Nicht-Handeln, Noch-Nicht-Handeln, Spter-Handeln.Schlagabtausch im Bundestag: SPD-Kanz-lerkandidat Peer Steinbrck wirft Kanzlerin Merkel vor, zu wenig gegen die Krise zu un-ternehmen und eine "Last-Minute-Kanzlerin" zu sein.

    ZAHL DER WOCHE

    107,4 PunkteDie Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum vierten Mal in Folge verbessert. Der ifo-Geschftsklimaindex kletterte um 3,1 auf 107,4 Punkte, teilte das Mnchner Institut am Freitag mit.

    Lufthansa: Keine DividendeDank des Verkaufs von Beteiligungen verdiente die Lufthansa (WKN: 823212) im vergan-genen Jahr 990 Mio. Euro. Im Jahr zuvor hatte die Fluggesellschaft einen Fehlbetrag von 13 Mio. Euro ausgewiesen. Der operative Gewinn sank von 820 auf 524 Mio. Euro. Dagegen zog der Umsatz von 28,7 auf 30,1 Mrd. Euro an. Nach dem Willen des Vorstandes soll die Dividende gestrichen werden. Fr 2011 hatte die Lufthansa 0,25 Euro je Aktie ausgescht-tet. Gleichzeitig kndigte das Management die Schlieung von zwei Standorten an.

    Aixtron: Vorstandschef gehtPaul Hyland, Chef von Aixtron (WKN: A0WMPJ), will den Anbieter von LED-Produk-tionsanlagen Ende Februar verlassen. Nachfolger wird Martin Goetzeler, der bis 2011 Geschftsfhrer der Siemens-Tochter Osram war. Goetzeler kehrte dem Lichtspezialisten 2012 den Rcken, nachdem er seinen Chefposten verloren hatte. Ende Januar 2013 waren die Aixtron-Aufsichtsratsmitglieder Holger Jrgensen und Karl-He