Ausgabe 17/13 (Spezial: Technische Analyse)

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Text of Ausgabe 17/13 (Spezial: Technische Analyse)

  • J u b i l u m2003 - 2013

    P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    17 Sonntag , 28 . Apr i l 2013

    Editorial

    Vorsprung durch Technik

    SPEZIAL > SEItE 9

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    es war die Woche der Millionengestndnisse. Zunchst verlor Uli Hoene seine Integritt, nachdem bekannt wurde, dass der Bayern-Prsident wohl ber ein ganzes Jahrzehnt hinweg Kapitalertrge auf einem schweizerischen Konto verschwie-gen und damit Steuern in Millionenhhe hinterzogen hat. Den finanziellen Reizen weitaus schneller als gedacht ist auch Mario Gtze erlegen, der fr 37 Mio. Euro und damit fr die zweithchste Transfersumme in der Geschichte der Bundes-liga nach dieser Saison zum deutschen Rekordmeister wech-seln wird. Kaum berraschend hingegen die Meldung vom Donnerstag, wonach der neue Hauptstadtflughafen aufgrund

    von Nachbesserungen beim Schallschutzprogramm noch ein-mal rund 300 Mio. Euro teurer wird. Erst Mitte des Monats wurden die geschtzten Baukosten noch einmal nach oben revidiert. Inzwischen haben sich die ursprnglich geplanten Ausgaben bereits mehr als verdoppelt und Szenekenner sind sich einig, dass aus Berlin bis zur Erffnung des BER-Flug-hafens sicher noch mit weiteren Millionengestndnissen zu rechnen sein wird.

    HerzlichstIhre Redaktion von BRSE am Sonntag

  • WAS DENKEN SIE BER DIESES THEMA? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de

    SoNNTAG, 28. APRIL 2013

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    AKTIEN & MRKTESchliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: Rohl Leichte Erholung . . . . . . . . . . . . 4Mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURo SToXX 50 . . . . 5Aktie der Woche: Helma Eigenheimbau . . 6

    SPEZIALTechnische Analyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

    UNTERNEHMENX-Trade Brokers Serie BRSE am Sonntag LESER-AWARD 2013 . . . . . 12News: Caterpillar, Apple, Daimler . . . . . 13

    FoNDSFonds der Woche: Sarasin New Power. . 14Gastbeitrag: Nicoaus Thiele-Dohrmann. . 15Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

    ZERTIFIKATEZertifikate-Idee: IPC-Index-Zertifikat . . . . . . . . . . . . . . . 17Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

    RoHSToFFERohstoff der Woche: Kupfer . . . . . . . . . . 19Rohstoffanalysen: Aluminium, Baumwolle, Gold, Nickel . . . 20

    LEBENSARTProdukt der Woche: Chromebooks . . . . . 22Refugium der Woche: Hotel Bachmair Weissach . . . . . . . . . . . 23 Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 24

    Kein Zweifel, die Sprache ist es in ers-ter Linie, die den Menschen vom ge-whnlicheren Tier unterscheidet: Mit ihr kann er zum Kreuz-zug aufrufen oder auch Schuldige fr die eigene Dumm-heit k lar benen-nen. Das fehlt dem Hamster und geht dem Lwen vllig ab.

    Und sie ist ein Herrschaftsinstrument zur Be-tonierung der herrschenden ungerechten Ver-hltnisse, wir stellen sie uns einfach mal vor, die Urzeitmenschen vor der Hhle, und er sagt zu ihr: Mach mal Feuer, Alte! Woraufhin die geknechtete Frau fr Stunden mit einer entfremdeten, mhsamen Ttigkeit beschf-tigt ist. Nicht einmal 500.000 Jahre spter sind wir dabei, das zugrunde liegende Problem ein fr alle Mal aus der Welt zu schaffen. Wir nutzen das Mittel der gesellschaftlichen ch-tung, um derart bornierten Herrenreitern das Handwerk zu legen. Sie sind wei, neoliberal, steuerhinterziehend und von daher leicht zu erkennen, auch wenn sie zur Tarnung ihren Bowler-Hut abgelegt und die Zigarre haben ausgehen lassen. Das wird ihnen nicht helfen, denn die ffentliche Erregung hat ihre Ent-stehungsschwelle derart gesenkt, dass schon kleine Aufflligkeiten gengen, um die Emp-rungsindustrie loslegen zu lassen. Dabei spielt die Nutzung der Sprache eine entscheidende Rolle. Die Guten in der gegenwrtigen ge-sellschaftlichen Debatte definieren sich selbst ber eine herrschende Moral, die recht klare Erkennungswrter nutzt, um gut und bse fein suberlich zu trennen: Alle Texte, die aus der richtigen Richtung stammen, sind zum Beispiel mit einem groen I mitten im Wort zu erkennen (MitgliederInnen); verfgen zu-dem ber die aktuellen soziologischen Trend-Merkmale aus der Gender-Forschung, er-whnen irgendwo unveruerliche Tierrechte und beherbergen ansonsten die Nennung ver-dammenswerter Reicher, die den gesellschaft-lichen Konsens zulasten bewundernswerter

    MigrantInnen aufgekndigt haben. Aus der nicht vollstndigen Aufzhlung ergibt sich die aktuelle Kampflinie in der steinzeitlichen De-batte, wer hier wem geflligst Feuer zu machen hat. Dabei haben die Bornierten die Luftho-heit. Allein die Verhunzung und Verstmme-lung der Sprache, die peinlicherweise enthllt, dass jene Fortschrittlichen nie etwas von Ety-mologie gehrt oder vom Sinngehalt der ber Jahrhunderte entstandenen Wrter begriffen haben, dient ja weniger dem Erzwingen von angeblich politisch korrekter uerungsweise, sondern dem Erzwingen des moralisch unter-ftterten und korrekten Denkens. Dies hat George orwell 1948 nicht nur erkannt, son-dern in einen weltberhmten Gruselroman ge-gossen: Fr ihn kamen die Gefahren des gro-en Bruders von oben. Was orwell nicht ahnte, ist, dass eine Minderheit ideologisch motivier-ter Selbstgerechter die Sache an sich gerissen hat und nun eher eine Diktatur von unten aufbaut. ohne politisch korrektes Geslze mit Neusprech kommt man nicht mehr weit und die Politik hat verstanden: Von offiziellen Verlautbarungen des sozial-subventionistischen Komplexes aus dem Hause von der Leyen bis zur Straenverkehrsordnung des weien Man-nes Ramsauer wird eilfertig verhunzt, was das Zeug hlt. Da es um hhere Werte geht, ist die Wirtschaft mit dabei (hhere Geldwerte folgen auf dem Fue): Das Nachhaltigkeitscredo zahlt in barer Mnze. Die besten Unternehmen, was Transparenz und Nachhaltigkeit in der Unter-nehmensverfassung angeht, haben in den letz-ten fnf Jahren den Weltaktienindex Global 500 um 36% bertroffen. ob sie ihren eige-nen Geschftsberichten glauben? Spielt keine Rolle, solange es die Investoren tun. Und was wirklich nachhaltig ist, kann ja sowieso keiner berprfen, denn dazu leben wir zu kurz, also zu wenig nachhaltig, oder?

    Die Umwertung der Werte

    Schliekers Woche

    Reinhard Schlieker

    ZDF Wirtschafts-korrespondent

    bRSE am Sonntag 17/1 302

  • Sartorius: Umsatz und Gewinn erhhtDer im TecDAX notierte Laborausrster Sartorius (WKN: 716563) erhhte den berschuss im ersten Quartal von 15,5 auf 16,6 Mio. Euro. Vor Steuern (EBT) legte der Gewinn von 22,8 auf 24,3 Mio. Euro zu, vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 23,6 auf 27,6 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte von 208,1 auf 214,3 Mio. Euro. Die Herstellungskosten zogen von 106,8 auf 109,7 Mio. Euro an. Dagegen schrumpften die operativen Kosten leicht von 77,7 auf 77,0 Mio. Euro. 2013 soll der Umsatz whrungsbereinigt nach wie vor um 6% bis 9% zulegen.

    DuPont: berschuss mehr als verdoppeltIm ersten Quartal stieg der Gewinn des US-Chemiekonzerns DuPont (WKN: 852046) dank des Verkaufs der Autolacksparte von 1,50 auf 3,36 Mrd. US-Dollar. Je Aktie zog der Gewinn von 1,58 auf 3,58 US-Dollar an. Vor Sonderposten schrumpfte der Gewinn von 1,64 auf 1,56 US-Dollar je Aktie. Der Gewinn aus fortgefhrter Geschftsttigkeit sank von 1,41 auf 1,39 Mrd. US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Umsatz von 10,19 auf 10,50 Mrd. US-Dollar zu. Experten hatten 10,4 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie vor Sonderposten 1,53 US-Dollar Gewinn je Aktie erwartet.

    Starbucks: Prognose angehobenDer Laden brummt: Im zweiten Geschftsquartal steigerte Starbucks (WKN: 884437) den Gewinn von 310,1 auf 390,7 Mio. US-Dollar beziehungsweise von 0,40 auf 0,51 US-Dollar je Aktie. Vor Sonderposten verdiente die US-Kaffeehauskette wie erwartet 0,48 US-Dollar je Aktie. Der Vorsteuergewinn zog von 456,9 auf 588,8 Mio. US-Dollar an, der operative Gewinn von 430,4 auf 544,1 Mio. US-Dollar. Der Umsatz legte von 3,20 auf 3,56 Mrd. US-Dollar zu. Prognose: 3,59 Mrd. US-Dollar. Im gesamten Geschftsjahr soll der Gewinn je Aktie statt 2,06 bis 2,15 US-Dollar nun 2,12 bis 2,18 US-Dollar erreichen.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    Aixtron: Verlust vervielfachtAixtron (WKN: A0WMPJ) weitete den Verlust im ersten Quartal von 12,3 auf 76,0 Mio. Euro aus. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg der Fehlbetrag von 18,3 auf 76,3 Mio. Euro. Der Anbieter von LED-Produktionsanlagen musste 43 Mio. Euro abschreiben. Im Vergleich zur Vorjahresperiode schrumpfte der Umsatz von 42,0 auf 40,2 Mio. Euro. Der Auftragsein-gang ging von 31,5 auf 29,9 Mio. Euro zurck. Angesichts der unsicheren konjunkturellen Lage wagt das Management keine Prognose fr das Gesamtjahr.

    VW: GewinneinbruchKeine Sonderkonjunktur fr VW (WKN: 766403): Im ersten Quartal brach der berschuss von 3,15 auf 1,95 Mrd. Euro ein. Der Vorsteuergewinn (EBT) schrumpfte von 4,25 auf 2,69 Mrd. Euro, der im operativen Geschft erzielte Gewinn von 3,16 auf 2,34 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Umsatz von 47,33 auf 46,56 Mrd. Euro. 2013 wollen die Wolfsburger nach wie vor mehr als im Vorjahr (192,7 Mrd. Euro) umsetzen. Der operative Gewinn soll das 2012er-Niveau (11,5 Mrd. Euro) erreichen.

    Kontron: Rotes AnfangsquartalKontron (WKN: 605395) verlor im Anfangsquartal 3,88 Mio. Euro. In der entsprechenden Vorjahresperiode hatte der Anbieter von Minicomputern 2,84 Mio. Euro verdient. Das Er-gebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von +4,20 auf 4,14 Mio. Euro. Der Umsatz schrumpfte von 131,48 auf 121,69 Mio. Euro. Whrend die Herstellungskosten von 97,74 auf 91,27 Mio. Eu