Ausgabe 19/13 (Spezial: Asset Allocation / Portfoliodiversifikation)

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Text of Ausgabe 19/13 (Spezial: Asset Allocation / Portfoliodiversifikation)

  • J u b i l u m2003 - 2013

    P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    19 Sonntag , 12 . ma i 2013

    Editorial

    Die Diversifikation ist tot, es lebe die Diversifikation!

    SPEZIAL > SEItE 9

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    angesichts der jngsten Party an den Aktienmrkten scheint die Welt weiterhin in Ordnung zu sein. Dow Jones und S&P 500 setzten ihre Rekordfahrt fort. Auch der DAX lie sich nicht lum-pen und kletterte in noch nie da gewesene Hhen. Allerdings hinkt der Vergleich mit den US-Indizes etwas. Schlielich ist der deutsche Leitindex ein Performance-Index, in dem die Di-videnden enthalten sind, whrend sie bei den US-Kursbarome-tern als reine Kursindizes nicht bercksichtigt werden. Es gibt jedoch auch einen Kursindex beim DAX. Allerdings ist der von seinem Allzeithoch noch mehr als 19% entfernt. Das mediale Echo war jngst dennoch gro. Brsenwahnsinn: Soll ich jetzt

    noch einsteigen?, titelte beispielsweise Bild.de. Eine Antwort ist nicht einfach. Schlielich knnte der Rausch durch das billige Geld der Notenbanken anhalten. Zudem knnte das Argument fehlender Anlagealternativen weiterhin treiben. Eine sich weiter festigende Hoffnung auf eine anziehende Weltkonjunktur ver-leiht womglich ebenfalls Schwung. Umsichtiges Agieren bleibt jedoch das Gebot der Stunde. Denn der nchste Party-Killer kommt bestimmt.

    HerzlichstIhre Redaktion von BRSE am Sonntag

  • SONNtAG, 12. MAI 2013

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    AKtIEN & MRKtESchliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: Bio-Aktien-Index geht durch die Decke . . 4Mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURO StOXX 50 . . . . . 5Aktie der Woche: Manz . . . . . . . . . . . . . . 6

    SPEZIALAsset Allocation / Portfoliodiversifikation . . . . . . . . . . . . . . 9Gastbeitrag: Markus Sievers . . . . . . . . . . 11

    UNtERNEHMENAdmiral Markets Serie BRSE am Sonntag LESER-AWARD 2013 . . . . . 12News: Pfeiffer Vacuum, Xing, Groupon . . . 13

    FONDSFonds der Woche: JPM Emerging Markets Local Currency Debt. . . . . . . . 14Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

    ZERtIFIKAtEZertifikate-Idee: Evonik-Discount-Zertifikat . . . . . . . . . . 16Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

    ROHStOFFERohstoff der Woche: Palladium . . . . . . . . 18Rohstoffanalysen: Kakao, Zinn, Baumwolle, Platin. . . . . . . . 19

    LEBENSARtProdukt der Woche: Werner Platz Metamorphe Schreibgerte. . . . . . . . . . . 21Refugium der Woche: BRENNERS PARK-HOtEL & SPA in BADEN-BADEN . . . . . . . . . . . . . . . . . 22Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 23

    Kolumne

    WAS DENKEN SIE BER DIESES tHEMA? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de

    Immer mal wieder kommen vernnf-tige Ideen auf, deren Zeit aber noch nicht gekommen ist oder deren Nutzen das sogenannte gesunde Vol k s empf i nden nicht erkennen kann, denn die Grundstz-lichkeiten der ko-nomie werden gern ausgeblendet (passt nicht in den Kram)

    oder schlichtweg abgelehnt (konomisie-rung ist ein beliebtes totschlagargument von Gutmenschen jeder Couleur).Ein Reizthema ist beispielsweise die sinn-volle Neuorganisation im Gesundheitswesen: Da werden, zum Beispiel von einer WDR-Journalistin, ganze Bcher geschrieben, weil man eine ungute Erfahrung machen musste; angepasst an das eigene Weltbild reicht es dann, um bedauerliche Arztfehler und Kran-kenhaus-Organisationsmngel ideologisch zu berhhen und einen gedanklichen Kurz-schluss zu znden: Weil es in den Kranken-husern ja so viel Streben nach Wirtschaft-lichkeit gibt, steht der Patient nicht mehr im Mittelpunkt. Dass in unkonomischer Or-ganisationsweise jemand die unntig hohen Kosten begleichen muss (knnte es sein, dass es vllig Unbeteiligte sind? Steuer- und Bei-tragszahler, die nicht gefragt werden?), kommt im Weltbild nicht vor. Dass in maroden Kran-kenanstalten der Patient vielleicht (aber auch nur vielleicht) netter angesprochen wird, aber seine Lebenserwartung sich dadurch eher nicht verbessert, ist natrlich kein thema. Wie gesagt, wenn irgendwo Geld fehlt, muss man nicht besser wirtschaften sondern es einfach jemandem wegnehmen: Problem ge-lst. hnliches begleitet die Diskussion um den Straenzustand der Republik seit Jahren. Immer mal wieder werden verschmt Ideen laut, die keine Konjunktur haben, aber ziel-fhrend wren: wenn jemand rechnen knnte. Deutschland zerbrselt, lautet die aktuelle Bestandsaufnahme vielerorts, an Brcken und Fahrbahnen frisst der Zahn der Zeit und

    Verkehrsminister sind offenbar nicht hilfreich, ihn zu ziehen. Das Mnchener ifo Institut, auch so ein Laden, in dem es sehr konomisch zugeht, hat eine alte Idee mit neuem Elan ver-sehen und die Idee war schon immer gut und wird tglich besser: Maut, so heit sie. Fr die Benutzung von Gtern muss bezahlt werden, anders geht es nicht. Warum aber der Steuer-zahler? Warum eine Kraftfahrzeugsteuer, de-ren Erls ja nicht zweckgebunden sein kann? Eine Straengebhr fr Pkws wrde von allen Nutzern bezahlt, auch transitreisenden, die von Nord nach Sd schon Umwege fahren, nur um einen teil der Strecke auf den kosten-losen deutschen Autobahnen zurckzulegen. Das ifo Institut sieht in der Kostenlosmen-talitt auch den Hauptstauverursacher: Zum einen durch den maroden Straenzustand mit vielen Reparaturbaustellen, zum anderen durch gedankenlose bernutzung des Ange-bots: Auf den Straen herrscht das kommu-nistische Prinzip, dass knappe Waren nicht ber Preise, sondern Warteschlangen zugeteilt werden. Natrlich wird trotzdem bezahlt: Die Staus auf deutschen Autobahnen kosten jhrlich 126 Mrd. Euro (ifo-Berechnung; 285.000 Staus im Jahre 2012 mit Zeitaufwand 4,9 Mrd. Stunden). Dieser Verlust an Produk-tivitt steht einem Einnahmesystem gegenber, das sich bereits europaweit bewhrt hat und Deutschland htte sogar noch mit den vor-handenen Lkw-Mautsystemen eine elegante Lsung, kein Zeitverlust beim Bezahlen, kein teurer Umbau. Mit Preisgestaltung liee sich je nach Verkehrsaufkommen und tageszeit weiter feinsteuern. Wer hufiger von Deutsch-land ber die Grenze nach Frankreich fhrt, merkt die Entspannung schon krperlich, die auf der Autoroute herrscht, nach Schilderwald und Rumpelpiste daheim.

    Preis und Nutzen ein tabu

    Schliekers Woche

    Reinhard Schlieker

    ZDF Wirtschafts-korrespondent

    bRSE am Sonntag 19/1 302

  • Mnchener Rck: Quartalsberschuss erhhtDer Rckversicherer Mnchener Rck (WKN: 843002) steigerte den Gewinn von Januar bis Ende Mrz von 782 auf 979 Mio. Euro. Je Aktie zog der Gewinn von 4,39 auf 5,43 Euro an. Der operative Gewinn legte von 1,20 auf 1,39 Mrd. Euro zu. Die Bruttobeitrags-einnahmen erreichten 13,28 Mrd. Euro nach 13,22 Mrd. Euro im entsprechenden Vor-jahreszeitraum. 2013 wollen die Bayern brutto 50 bis 52 Mrd. Euro einnehmen und unter dem Strich nach wie vor rund 3 Mrd. Euro verdienen.

    Linde: Mehr umgesetzt und verdientLinde (WKN: 648300) erhhte den berschuss im ersten Quartal von 309 auf 340 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn (EBt) zog von 395 auf 433 Mio. Euro an, der Ge-winn vor Zinsen und Steuern (EBIt) von 491 auf 521 Mio. Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBItDA) legte der Gewinn von 846 auf 953 Mio. Euro zu. Der Umsatz kletterte dank der bernahme von Lincare im August 2012 von 3,61 auf 3,98 Mrd. Euro. Lincare setzte 397 Mio. Euro um. 2013 will der Industriegaseproduzent und Anlagenbauer nach wie vor den Umsatz erhhen und mindestens 4 Mrd. Euro EBItDA einstreichen (2012: 3,53 Mrd. Euro).

    Henkel: Gewinne sprudelnIm ersten Quartal steigerte Henkel (WKN: 604843) den Gewinn von 370 auf 403 Mio. Euro. Der auf die Aktionre entfallende Gewinn legte von 361 auf 393 Mio. Euro zu. Vor Steuern (EBt) zog der Gewinn von 492 auf 535 Mio. Euro an, vor Zinsen und Steuern (EBIt) von 538 auf 565 Mio. Euro. Der Umsatz weitete sich dagegen nur von 4,01 auf 4,03 Mrd. Euro aus. Allerdings schrumpften die Herstellungskosten von 2,12 auf 2,08 Mrd. Euro. 2013 soll der Umsatz organisch nach wie vor um 3% bis 5% anziehen.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    Lanxess: Gewinn implodiertDie Krise der Autoindustrie schlgt sich in der Bilanz von Lanxess (WKN: 547040) nieder: Im ersten Quartal brach der Gewinn von 192 auf 24 Mio. Euro ein. Der Vorsteuergewinn (EBt) sackte von 247 auf 31 Mio. Euro ab, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIt) von 277 auf 67 Mio. Euro. Der Umsatz des Spezialchemiekonzerns, der unter anderem synthetisch hergestellten Kautschuk fr Reifenhersteller liefert, schrumpfte von 2,39 auf 2,10 Mrd. Euro. Die Herstellungskosten sanken dagegen nur von 1,80 auf 1,70 Mrd. Euro.

    Commerzbank: Rotes AnfangsquartalDie Commerzbank (WKN: CBK100) verlor im ersten Quartal belastet vom Konzern-umbau 69 Mio. Euro. Im Anfangsquartal 2012 hatte die Bank 383 Mio. Euro verdient. Vor Steuern (EBt) brach das Ergebnis von +542 auf 24 Mio. Euro ein. Die Restrukturie-rungskosten vervielfachten sich von 34 auf 493 Mio. Euro. Der Zinsberschuss schrumpfte von 1,69 auf 1,36 Mrd. Euro, der Provisionsberschuss von 864 auf 847 Mio. Euro. Die Frankfurter erhhten ihre Risikovorsorge im Kreditgeschft von 212 auf 267 Mio. Euro. Das Handelsergebnis stieg von 164 auf 317 Mio. Euro.

    Jenoptik: Umsatz und Gewinn gesunkenVon Januar bis Ende Mrz sank der von Jenoptik (WKN: 622910) erzielte Gewinn von 8,4 auf 7,9 Mio. Euro, der Vorsteuergewinn (EBt) von 9,9 auf 9,0 Mio. Euro. Vor Zinsen und Steuern (EBIt) schrumpfte der Gewinn von 11,6 auf 10,6 Mio. Euro. Der Umsatz fiel von 137,7 auf 132