Ausgabe 26/13 (Spezial: Defensiv investieren)

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Text of Ausgabe 26/13 (Spezial: Defensiv investieren)

  • J u b i l u m2003 - 2013

    P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    26 Sonntag , 30 . Jun i 2013

    Editorial

    Defensiv investieren und trotzdem Geld verdienen

    SPEZIAL > SEItE 10

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    Spannende Zeiten fr Anleger! Das Gold ist auf rasanter Talfahrt in weniger als zwei Jahren sind es 37 Prozent. Auch die bri-gen Edelmetalle leiden, der Boom der begehrten Barren hat einen deutlichen Dmpfer erhalten. Zahlen und Fakten dazu in unseren Berichten ber die Rohstoffe. Sorgenfalten knnte auch der Blick auf die chinesischen Brsen verursachen. Zwar schrecken sinkende Kurse den kundigen Anleger nur begrenzt, doch der Kursrutsch war durch eine vorbergehende Kreditklemme verursacht. Das knnte ein Menetekel sein brigens nicht nur fr China! Sowohl die US-Notenbank als auch die EZB blicken gespannt auf das Reich der Mitte: Exerziert der chinesische Premier das vor, was in

    Washington und Brssel lngst geschehen sollte? Mehr dazu in un-serer Kolumne. Wie stabil wirkt dagegen zur Freude der Anleger, die hierzulande auf Bewhrtes setzen ein Wert wie Daimler, un-sere Aktie der Woche. Doch es ist eben nicht nur die grundsolide Performance, die erfreut. Auch in den deutlich gesunkenen Kur-sen fernstlicher Aktien und edler Metalle liegen Chancen. Wann lohnt der Wiedereinstieg? Wir wnschen eine glckliche Hand und viel Gewinn beim Lesen unserer dieswchigen Ausgabe.

    HerzlichIhre Redaktion von BRSE am Sonntag

  • SoNNTAG, 30. JUNI 2013

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    AKTIEN & MRKTEKolumne: Dr. Sebastian Sigler . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: USA In starker Verfassung. . . . . . . . . . . 4Mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURo SToXX 50 . . . . . 5Aktie der Woche: Daimler . . . . . . . . . . . . 6 Interview: Peter H. Leibold . . . . . . . . . . . 9

    SPEZIALDefensiv investieren . . . . . . . . . . . . . . . . 10Social Media: Wikifolio. . . . . . . . . . . . . 11

    UNTERNEHMENUnternehmen der Woche: Kabel Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . . . 12News: Kabel Deutschland, Hornbach Holding, Nike, United Commodity AG . . . . . . . . 13

    FoNDSFonds der Woche: Allianz Pimco Rentenfonds . . . . . . . . . . 15Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

    ZERTIFIKATEZertifikate-Idee: Fresenius-Discount-Zertifikat . . . . . . . . 18Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

    RoHSToFFERohstoff der Woche: Gold . . . . . . . . . . . 20Rohstoffanalysen: Palladium, Mais, Platin, Silber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

    LEBENSARTRefugium der Woche: DAS KRoNTHALER . . . . . . . . . . . . . 22Produkt der Woche: iPad-Hllen im Retro-Design. . . . . . . . . 23Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 24

    An Chinas Brsen krachte es zu Beginn der Woche recht or-dentlich. Die Banken liehen sich unterein-ander nur noch un-gern Geld, und wenn, dann zu Horrorzins-stzen. Bis zu 25 Pro-zent waren zeitweise, auch im Verlauf die-ser Woche verharrten

    sie auf hohem Niveau. Die Brse in Schang-hai strzte zu Wochenbeginn auf Werte wie im Dezember 2012 und blieb schwach. Ein Kursrutsch? Gar ein Crash? oder doch nur ein Weltuntergang?Nein, oh nein. Lediglich die Ankndigung, es wrden ad hoc weniger Milliarden Yuan, Renminbi oder wie auch immer in den Markt gepumpt. Zur Wochenmitte kam zwar schon eine Art Entwarnung, denn die chinesische Regierung teilte mit, den Banken sei frisches Geld zugeleitet worden. Den Brsenkursen half das kaum. Die Anleger sind verschnupft: Wenn die Kreditvergabe der Banken infolge der knapperen Liquidittsversorgung zurck-geht, dann trifft das auch die Realwirtschaft. Die ist ohnehin verletzlich, denn von den ho-hen Exportberschsse im Handel mit den USA und der EU brach zuletzt immer mehr weg. Die chinesische Konjunktur scheint von immer neuen Krediten und staatlichen Bau-programmen abhngig.ohne die Yuan-Milliarden von Chinas Pre-mier Li kommt die Wirtschaft ins Trudeln, denn der Export lahmt. So wird Li wieder Geld nachschieen, denn jngsten Rutsch-partien an den Brsen haben ohnehin schon Millionen von Wanderarbeitern den

    Job gekostet. Und Unruhen auf der Strae scheut ein kommunistischer Premier wie der Teufel das Weihwasser.Es ist keine Frage die begehrte Droge Yuan wird wieder verfgbar sein, die Konjunktur wird kurzfristig anziehen. Li wird jedoch er-neut versuchen mssen, die Geldpolitik zu straffen, denn das neue Geld ist ja nur gelie-hen. Da die Konjunktur in der Folge erneut stark nachlassen drfte, wird er dann schnell wieder schwach werden. Das Spiel beginnt von vorn, das Prinzip ist bekannt aus Japan. Dort wurde damit zwar jahrelang eine Re-zession vermieden, aber von Wachstumsdy-namik war konnte auch keine Rede sein.Eigentlich sind die Basisdaten fr China gar nicht so schlecht. Der Auenhandel brummt nach wie vor, das Land ist weitge-hend schuldenfrei, lediglich die Prognose fr das Wirtschaftswachstum wurde jngst durch Goldman Sachs von 7,8 auf 7,4 Pro-zent herabgestuft. In Europa wre der Wirt-schaftsminister, der darauf verweisen kann, umjubelt wie ein Popstar.Was passiert also in China? Steht die Wirt-schaft auf tnernen Fen, erstarrt die Armee von Fabrikarbeitern? Mitnichten. Hier wird lediglich exerziert, was zum Beispiel die USA tun sollten, aber bisher nur ankndigen. Li, der Lenker, setzt offenbar um, was Ben, der Bnker, lngst tun sollte. ob die Politik dieses Krftemessen auch auf lngere Sicht durchhlt, ist offen. Li signalisiert indessen, das blieb auch an den Mrkten nicht unbemerkt, seinen wie die Terrakotta-Armee standhaltenden Milli-onen und Abermillionen von Arbeitern und Angestellten einen Schwenk in die richtige Richtung. ob eine Seitwrtsbewegung wie in Japan abgewendet werden kann, steht dahin. Die Mehrzahl der Anleger scheint abzuwarten.

    Terrakotta-Armee marsch!

    Dr. Sebastian Sigler

    Chefredakteur

    Kolumne

    bRSE am Sonntag 26/1 302

  • Morphosys: Millionenzahlung von CelgeneIm Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft beteiligt sich das US-Biotechunternehmen Celgene (WKN: 881244) mit 46,2 Mio. Euro an Morphosys (WKN: 663200). Zustz-lich werden 70,8 Mio. Euro als Einmalzahlung flieen. Gemeinsam soll der Antikr-per MoR202 zur Behandlung von Blutkrebs weiterentwickelt und vermarktet werden. Celgene erhlt die weltweiten Lizenzrechte, an Morphosys gehen 50 % der Erlse aus der Vermarktung in Europa: bis zu 628 Mio. Euro.

    Lennar: Erwartungen bertroffenIm zweiten Geschftsquartal (Ende: 31. Mai) brach der Gewinn des US-Wohnungsbauunter-nehmens Lennar (WKN: 851022) von 454,4 auf 142,8 Mio. US-Dollar ein. Der Gewinn je Aktie sank von 2,06 auf 0,61 US-Dollar. Vor Sonderposten zog der Gewinn je Aktie jedoch von 0,21 auf 0,43 US-Dollar an. Der Vorsteuergewinn legte von 52,1 auf 162,3 Mio. US-Dollar zu in der Vorjahresperiode hatte eine Steuergutschrift von 402,3 Mio. US-Dollar das Ergebnis aufpoliert. Der Umsatz kletterte von 930,2 Mio. auf 1,43 Mrd. US-Dollar. Experten hatten 1,32 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,32 US-Dollar Gewinn je Aktie prognostiziert.

    Bed Bath & Beyond: Vorsteuergewinn erhhtIm ersten Geschftsquartal (Ende: 1. Juni) sank der Gewinn des US-Haushaltswarenhnd-lers Bed Bath & Beyond (WKN: 884304) aufgrund einer hheren steuerlichen Belastung von 206,8 auf 202,5 Mio. US-Dollar. Je Aktie legte der Gewinn dank einer reduzierten Aktienzahl wie erwartet von 0,89 auf 0,93 US-Dollar zu. Vor Steuern stieg der Gewinn von 312,3 auf 322,9 Mio. US-Dollar. Der Umsatz kletterte von 2,22 auf 2,61 Mrd. US-Dollar. Prognose: 2,60 Mrd. US-Dollar. Im Gesamtjahr sollen je Aktie 4,84 bis 5,01 US-Dollar verdient werden Analysten rechneten bisher mit 4,99 US-Dollar.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    Nordex: US-Werk schlietNordex (WKN: A0D655) wird Zuge der bereits angekndigten Reorganisation des US-Geschftes das Werk in Jonesboro im US-Bundesstaat Arkansas schlieen und etwa 40 Mitarbeiter entlassen. Windkraftanlagen fr Nord- und Sdamerika sollen knftig am Standort Rostock produziert werden. Entsprechende Sonderbelastungen von 44,8 Mio. Euro waren bereits im Geschftsjahr 2012 verbucht worden. Ende 2012 hatte Nordex die Produktion von Rotorblttern in China aufgegeben.

    Barnes & Noble: Quartalsverlust verdoppeltDie angeschlagene US-Buchhandelskette Barnes & Noble (WKN: 887840) verdoppelte den Verlust im Schlussquartal (Ende: 27. April) von 56,9 auf 118,6 Mio. US-Dollar. Der Verlust je Aktie stieg von 1,06 auf 2,11 US-Dollar. Vor Steuern erhhte sich der Fehlbe-trag von 77,3 auf 187,3 Mio. US-Dollar, im operativen Geschft von 68,7 auf 177,8 Mio. US-Dollar. Der Umsatz ging von 1,38 auf 1,28 Mrd. US-Dollar zurck. Gleichzeitig kletterten die Umsatzkosten von 979,6 Mio. auf 1,05 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten mit 1,33 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 0,99 US-Dollar Verlust je Aktie gerechnet.

    Monsanto: Weniger verdientDer Gewinn des US-Agrarkonzerns Monsanto (WKN: 578919) schrumpfte im dritten Geschftsquartal (Ende: 31. Mai) aufgrund gestiegener Kosten von 966 auf 932 Mio. US-Dollar. Je Aktie fiel der Gewinn von 1,74 auf 1,68 US-Dollar, vor Sonderposten legte der Gewinn je Aktie von 1,63 auf 1,66 U-Dollar zu. Der Vorsteuergewinn sank von 1,33 auf 1,22 Mrd. US-Dollar, der operative Gewinn von 1,35 auf 1,24 Mrd. US-Dollar. Nur leicht erhhte sich der Umsatz von 4,22 auf 4,25 Mrd. US-Dollar. Experten hatten 4,41 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 1,61 US-Dollar Gewinn je Aktie erwartet.

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    TERMINE DER WoCHE

    01.07. 01:50 Japan Bank of Japan, Tankan-Bericht

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