Ausgabe 42/12 (Spezial: Fremdwährungsanleihen)

  • View
    215

  • Download
    2

Embed Size (px)

DESCRIPTION

 

Text of Ausgabe 42/12 (Spezial: Fremdwährungsanleihen)

  • Warum Sie jetzt fremdgehen sollten

    SPEZIAL > SEItE 10

    P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    was haben Alfred Nobel und die Eurokraten in Brssel gemeinsam? Beide experimentierten bzw. experimentieren mit explosiven Dingen. Whrend Dynamit-Alfred die Waffenschusstechnik ver-nderte sowie als Rstungsproduzent seine Brtchen verdiente, trmt die EU ganz andere Pulverfsser auf. Vor allem der ein-geschlagene Kurs hin zu planwirtschaftlich gefhrten Vereinten Nationen von Europa birgt jede Menge finanziellen, wirtschaft-lichen und nicht zu vergessen sozialen Zndstoff. Hierzu passt der aktuell vor allem politisch motiviert gefhrte Kampf um den Euro, weil dieser ja stabilisierend und unabdingbar fr die Demokratie in Europa sein soll. Das Festhalten am Experiment

    Euro beinhaltet jedoch immer mehr Sprengkraft, wie die von wirtschaftlichem Niedergang und sozialen Unruhen geprgten Entwicklungen in einigen Sdlndern sowie die zunehmend ge-geneinander aufgebrachten Vlker mahnend verdeutlichen. Dass nun der von Nobel gestiftete Friedenspreis, der ohnehin schon absurd genug ist, an die EU wegen ihrer Verdienste fr Frie-den und Demokratie geht und sie noch in ihrer Arbeit bestrkt, kommt daher einer Realsatire gleich.

    Herzlichst,Ihre Redaktion von BRSE am Sonntag

    Editorial

    42 Sonntag , 21 . Oktober 2012

  • AKTIEN & MRKTE

    Schliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: MDAX Klassenbester mit Allzeithoch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4Mrkte im berblick: NASDAQ Composite, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5Aktie der Woche: Intel . . . . . . . . . . . . . . . 6

    SPEZIAL

    Fremdwhrungsanleihen . . . . . . . . . . . . . 10

    UNTERNEHMEN

    Unternehmen der Woche: Datagroup . . . 13News: Telefnica Deutschland, eBay, Nokia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

    FONDS

    Fonds der Woche: BB African Opportunities. . . . . . . . . . . . .15Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

    ZERTIFIKATE

    Zertifikate-Idee: Hochtief-Capped-Bonus-Zertifikat. . . . . 18Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

    ROHSTOFFE

    Rohstoff der Woche: Baumwolle . . . . . . 20Rohstoffanalysen: Blei, Gold, Mageres Schwein, Lebendrind . . . . . . . . 21

    LEBENSART

    Refugium der Woche: Le Mirador Kempinski Lake Geneva . . . . . 22Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22Coffeetable-Favourites: Superyachten Sail . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 24

    SONNTAG, 21. OKTOBER 2012

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    Wenn man einmal gut gepflegt trumen mchte, dann lehnt man sich zurck, schliet die Augen und erlebt tatsch-lich das Folgende: Zu Brssel, altehrwr-dige Metropole im Reiche der Flamen und Wallonen, die das lobenswerte Zu-sammenleben mehre-

    rer Volksgruppen lange vor der Europischen Union zu reicher Blte brachten, treffen sich die ehrwrdigen Reprsentanten aus vielen Lndern, einem Europa, in welchem zwar die Sonne noch hin und wieder untergeht, wel-ches aber seit Napoleon in dieser Zusammen-setzung niemand zu vereinen trachtete, und das auch noch ganz friedvoll.Nun also reisen die Staatslenker an, allesamt die wrdigsten Reprsentanten ein- und des-selben Friedensnobelpreistrgers, und heben an zu sprechen miteinander, auf dass die Kmmernisse und auch Freuden des Alltags ihrer Vlker dem jeweils anderen kund wer-den und man sich gemeinsam sorgen oder, je nachdem, ber das Erreichte so recht freuen kann. Denn die Staatslenker sind von allen bsen Geistern verlassen; und mit ihren zu Recht von den Whlern kontinentauf, kon-tinentab erkannten und durch unerschtter-liche Zustimmung gelobten Gaben haben sie alle Voraussetzungen, auch schlimmste Beschwernisse aus dem Weg zu rumen. Und nun wachen wir auf und sind in einem an-sichtslosen Hochhausviertel einer architek-tonisch schwer herausgeforderten Grostadt, wo die Missgunst, wenn nicht zu Hause ist, so doch regelmig Station macht. Und ein jeder redet nicht, wie ihm der Schnabel ge-wachsen ist, schon gar nicht flmisch oder Katalan oder Klartext, sondern verschleiert sein Begehr, welches selbstverstndlich je-dem offen liegt wie ein Buch, aus welchem man flssig lesen kann. Es scheint unfassbar, ist aber wahr, dass die deutsch-franzsische Freundschaft abkhlt, weil der eine so schnell wie mglich die Banken an der Sdflanke

    auf Gemeinschaftskosten saniert haben will, whrend der andere trickreich zwar Ja gesagt hat zur Vergemeinschaftung vieler Dinge, die alle mit Geld oder besser fehlendem Geld zu tun haben davor aber die Hrde der Eu-ropischen Bankenaufsicht gesetzt hat. So mancher aus der Sdkurve fhlt sich wohl zu Recht hinters Licht gefhrt, aber selber schuld: Wer wie Herr Monti aus dem sonni-gen Italien nach einem anderen, ebensolchen Gipfeltreffen herausplustert, wie sehr er doch gewonnen habe gegen die Teutonen und ihre freudlosen Vasallen aus dem dunklen, kalten Norden der muss sich nicht wundern, wenn eine Angela Merkel spter mal brunhilden-haft grinst und ihren Sieg einfordert. Nun bekommt sie so keine Freunde in nah und fern und will sie womglich auch gar nicht, denn die whlen nicht in Ratzeburg und Runkel. Eigentlich schade. Aber Herr Monti wurde weder da noch anderswo gewhlt und Monsieur Hollande hauptschlich von jenen, deren Wnsche er nun nicht erfllen kann, weil Brunhilde, Verzeihung Frau Merkel, die Bankenaufsicht verschleppt. Und niemand wei, ob die bei der Europischen Zentral-bank berhaupt rechtlich einwandfrei ange-siedelt werden darf. Und so weiter. Weshalb die Zustimmung zu deren Errichtung ein Lapsus des Sdens war, ohne einen verein-barten Zeitplan wenigstens. Dergestalt sind die Sorgen des friedlichen Nobelpreistrgers und man darf grbeln, ob sie in der Tradition eines Jassir Arafat stehen oder eines Shimon Peres oder einer Mutter Theresa. Man kann es aber auch lassen, sich den Briten zuwenden, die es in all dem Tumult beleidigenderweise niemand mehr unternimmt zu beachten, und ihnen sagen: Lass uns noch diesen rger aus der Welt schaffen, dann seid ihr dran.

    Von allen bsen Geistern verlassen

    WAS DENKEN SIE BER DIESES THEMA? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de

    Schliekers Woche

    Reinhard Schlieker

    ZDF Wirtschafts-korrespondent

    bRSE am Sonntag 42/1 202

  • Douglas: bernahmeangebotBrse ade: Die US-Beteiligungsgesellschaft Advent International will gemeinsam mit der Grnderfamilie Kreke das Einzelhandelsunternehmen Douglas Holding (WKN: 609900), Muttergesellschaft der gleichnamigen Parfmeriekette, bernehmen. Je Aktie werden 38 Euro geboren. Douglas hatte vor Bekanntgabe der Offerte mit 34,80 Euro geschlossen. Die Min-destannahmeschwelle liegt bei 75%. Eigenen Angaben zufolge sei die Mehrheit mit 50,5% bereits gesichert. Sofern die bernahme gelingt, soll die Aktie vom Kurszettel verschwinden.

    Sprint Nextel: Softbank will MehrheitDie in der Vorwoche aufgekommenen Spekulationen haben sich besttigt: Der drittgrte japanische Mobilfunkkonzern Softbank (WKN: 891624) will 70% der US-Telefongesell-schaft Sprint Nextel (WKN: 857165) bernehmen. Fr 12,1 Mrd. US-Dollar sollen bereits existierende Aktien zu je 7,30 US-Dollar aufgekauft werden. Weitere 8 Mrd. US-Dollar flieen in eine Kapitalerhhung: Kaufpreis je Anteil: 5,25 US-Dollar. Sprint Nextel ist mit einem Marktanteil von rund 16% in den USA die Nummer 3 nach Verizon und AT&T.

    Verizon: Mehr umgesetzt und verdientDie in New York beheimatete Telefongesellschaft Verizon (WKN: 868402) erhhte den berschuss im dritten Quartal von 3,54 auf 4,29 Mrd. US-Dollar. Der auf die Aktionre entfallende Gewinn stieg von 1,38 auf 1,59 Mrd. US-Dollar. Je Aktie legte der Gewinn von 0,49 auf 0,56 US-Dollar zu, vor Sonderposten wie erwartet von 0,56 auf 0,64 US-Dollar. Der Umsatz zog von 27,91 auf 29,01 Mrd. US-Dollar an. Prognose: 29 Mrd. US-Dollar. Strker als der Gesamtumsatz stieg der Umsatz der Mobilfunksparte von 17,73 auf 19,02 Mrd. US-Dollar.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    TERMINE DER WOCHE

    24.10. 03:45 China Einkaufsmanagerindex verarb. Gew. (HSBC) (1. Verff.) Oktober

    24.10. 10:00 DE ifo Geschftsklimaindex Oktober

    24.10. 10:00 EWU Einkaufsmanagerindizes (1. Verffentlichung) Oktober

    24.10. 18:30 USA Fed, Zinsbeschluss der Ratssitzung 23./24.10.

    25.10. 14:30 USA Auftragseingnge lang-lebige Gter September

    26.10. 08:10 DE GfK, Konsumklima-indikator November

    26.10. 14:30 USA BIP Q3/ (erste Schtzung)

    ZITAT DER WOCHE

    Eine groe Ehre fr die EUJos Manuel Barroso, Prsident der EU-Kommission, freut sich ber die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europische Union durch das Nobelpreiskomitee in Oslo und bezeichnet dies als eine groe Ehre fr jeden der 500 Mio. Brger der EU.

    ZAHL DER WOCHE

    - 9 %Um ber 9% strzte die Aktie von Google innerhalb weniger Minuten ab, nachdem die berraschend schwache Quartalsbilanz vier Stunden zu frh, und damit noch whrend des Brsenhandels, verffentlicht wurde.

    Hess: Preisspanne reduziertBeflgelt vom Brsengang des Versicherers Talanx waren die Beteiligten offenbar zu op-timistisch: Brsenkandidat Hess (WKN: A0N3EJ) verlngert die Zeichnungsfrist bis zum 23. Oktober um 12 Uhr. Neue Preisspanne: 15,50 bis 18,50 Euro. Zuvor hatte der Hersteller von Auen- und Architekturbeleuchtung seine Aktien fr 20,00 bis 23,00 Euro angeboten. Die Zeich