Ausgabe 43/12 (Spezial: ETFs)

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    P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    Draghi besnftigt Kritiker lautete das mediale Echo auf die Rede des EZB-Chefs im Bundestag. Super-Mario hatte einmal mehr den umstrittenen Kurs der EZB in der Euro-Krise vertei-digt. Seinen Ausfhrungen zufolge gibt es keine bermigen Risiken fr die Steuerzahler. Auch die Unabhngigkeit der No-tenbank sei nicht gefhrdet. Ob der Mann selbst daran glaubt? Man ist versucht, daran zu zweifeln. Gleiches gilt fr das Thema Inflation. Draghi wies erneut die Befrchtungen zurck, dass die geplanten Ankufe von Staatsanleihen zu einer hohen Infla-tion fhren. Vielmehr beteuerte er, dass das Programm wichtig sei, um stabile Preise garantieren zu knnen. Grandios!, findet

    der Volkswirt ironisch und fragt sich, wie die EZB mit der Aus-weitung der Geldmenge die Preise stabil halten will. Da passt doch was nicht. Ein Teil der politischen Kaste lie sich dennoch berzeugen, wie einige Reaktionen implizieren. Dabei scheint es doch offensichtlich, dass eine strkere Inflation gewollt ist, um Schuldenkrise und die Probleme in der Wirtschaft zu lsen. Nur klappen wird dies nicht und der die Zeche dafr zahlende kleine Sparer ist der Dumme.

    Herzlichst,Ihre Redaktion von BRSE am Sonntag

    Editorial

    43 Sonntag , 28 . Oktober 2012

    ETF echte Top-Fonds

  • AKTIEN & MRKTE

    Schliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: Spanien Spirale dreht sich weiter abwrts . . . . . . . . 4Mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURO STOXX 50 . . . . . . .5Aktie der Woche: Amgen . . . . . . . . . . . . . 6

    SPEZIAL

    ETFs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

    UNTERNEHMEN

    Unternehmen der Woche: Drr. . . . . . . . 12News: Philips, Aixtron . . . . . . . . . . . . . . 14

    FONDS

    Fonds der Woche: Fisch CB-ICEF . . . . . .15Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

    ZERTIFIKATE

    Zertifikate-Idee: DAX-Reverse-Bonus-Zertifikat . . . . . . . 18Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

    ROHSTOFFE

    Rohstoff der Woche: Mageres Schwein . . . .20Rohstoffanalysen: Baumwolle, Blei, WTI-l, Sojabohnen . . . . . . . . . . . . . . . 21

    LEBENSART

    Event der Woche: Zweite Aachener Krimitage. . . . . . . . . . . . . 22Kulturkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22Coffeetable-Favourites: Style Feed Blog Around The Clock . . . 23Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 24

    SONNTAG, 28. OKTOBER 2012

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    Die Inf lation, die man frchtet, ist fast so schlimm wie jene, die man schon hat. Es ist nmlich ein ei-genartig Ding um das menschliche Emp-finden: Es will so gar nicht rational ange-passt daherkommen. Bei manchen Sachen im Leben widerspre-

    chen Erfahrung, Erwartung und Gefhl der Realitt in einem erstaunlichen Mae, be-stimmen es aber sogar: Wenn einem frher mal schlecht wurde, war der Brunnen wohl vergiftet worden, was auch sonst? Wer Viren nicht kannte und bertragungswege, der kam ganz schnell auf fahrendes Volk, Juden, Hexen oder sonstige Hassprojektionen. Mit der Verfolgung jener Gruppen wurde zwar das Leiden nicht besser, aber das Gefhl der Gerechtigkeit stellte sich ein.Um Leib und Leben geht es heute in Mittel-europa eher selten, und wenn, dann zumin-dest nicht in einer Anwandlung von Selbst-justiz. Aber fatale Entscheidungen treffen stimmungsgetriebene Menschen weiterhin mit Leidenschaft. Auf dem weiten Feld des Umgangs mit Geld hat sich schon mancher vllig ruiniert, trotz ausreichender Versorgung mit reinem Brunnenwasser, der seine Bauch-Kopf-Trennung nicht umfassend im Griff hatte. So gehen dann ganze Reiche verloren. Im heutigen Deutschland frchtet man nichts so sehr wie ein Gespenst von vorgestern: die Inflation. Geldentwertung bringt die hiesigen Gefhle in Wallung. Auch wenn niemand abgesehen von rstigen ber-Hundertjhri-gen noch Erinnerung an Schubkarren voller Scheine mit dem Gegenwert zweier Brtchen hat das kollektive Gedchtnis ist wach. Es lenkt, ob man will oder nicht, die Geschicke bis heute, und inzwischen sogar die halb Eu-ropas. Schon die Preisstabilittsorientierung der Bundesbank lie Europa ehedem hin

    und wieder aufsthnen. Der Glaubenssatz Sozis knnen nicht mit Geld umgehen be-einflusste das Wahlverhalten der Brger bis in die 70er-Jahre hinein. Und die Einfhrung des Euro lie sogleich das Wort vom Teuro aufkommen bis heute nicht eine Sekunde lang zu Recht. Die Brunnenvergifter also gibt es nicht, aber dennoch hat die Furcht auch ihr Gutes: Das Bestehen auf dem Geldwert ist, vermutlich unabsichtlich, ein durchgreifendes Rezept fr soziale Balance. Wenn hierzulande das Statistische Bundesamt, so wie morgen wieder, seine Daten auf den Tisch legt, wird jeweils klar, wie sehr Preissteigerungen und

    -stabilitt gerade da zu Buche schlagen, wo der sogenannte kleine Mann betroffen ist: Energie, Lebensmittel, Kleidung. Dass die in Deutschland vergleichsweise gnstigen Le-bensmittelpreise auch den unterdurchschnitt-lich Verdienenden noch Spielrume erffnen, wer wollte das beklagen? Verwunderlich eher, dass Sensibilitt dafr in anderen europi-schen Lndern nicht vorhanden ist. Dort geht die Stimmung dann in eine andere Richtung: Wenn alles teuerer wird, ist das unbillig, heit es, und per Streik wird der Verlust wieder hereingeholt, und wenn es kracht. Fatal fr Randgruppen, die keine Lohnsteigerungen aushandeln knnen. So gesehen geht es hier-zulande gemigter zu. Die Furcht vor der Geldentwertung allerdings macht Deutsche tendenziell zur leichten Beute fr Krisenge-winnler: Man flchtet in vermeintlich sichere Hfen und verliert zuerst den berblick, und dann sein Geld. Angst ist ein schlechter Rat-geber, dessen Kosten aber inflationr steigen, wenn es Zeit dafr ist.

    Teuer ist unbillig

    WAS DENKEN SIE BER DIESES THEMA? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de

    Schliekers Woche

    Reinhard Schlieker

    ZDF Wirtschafts-korrespondent

    bRSE am Sonntag 43/1 202

  • Volkswagen: Umsatz- und GewinnsprungVolkswagen (WKN: 766403) steigerte den berschuss im dritten Quartal dank der Neube-wertung von Optionen im Zusammenhang mit der Porsche-bernahme von 7,15 auf 11,33 Mrd. Euro. Der Vorsteuergewinn legte von 8,40 auf 12,90 Mrd. Euro zu. Dagegen sank der im operativen Geschft erzielte Gewinn von 2,89 auf 2,34 Mrd. Euro. Der Umsatz zog von 38,51 auf 48,85 Mrd. Euro an, der Absatz von 2,07 auf 2,33 Mio. Fahrzeuge. 2012 soll der Umsatz das Vorjahresniveau bertreffen, der operative Gewinn dieses erreichen.

    Xing: bernahmeangebot von BurdaBurda Digital, Tochter des Medienkonzerns Burda, hat weitere 519.236 Aktien des im TecDAX notierten Karriere-Netzwerkes Xing (WKN: XNG888) erworben. Damit erhht sich die Beteiligung von 29,43% auf 38,89%. Insgesamt hlt Burda 2,13 Mio. Aktien. Die Bayern waren im November 2009 bei Xing eingestiegen. Im Rahmen eines Pflichtange-botes werden den brigen Aktionren 44 Euro je Aktie offeriert. Xing hatte vor Bekannt-gabe des bernahmeangebotes mit 37,32 Euro geschlossen.

    facebook: Erwartungen bertroffenfacebook (WKN: A1JWVX) verlor im dritten Quartal 59 Mio. US-Dollar beziehungs-weise 0,02 US-Dollar je Aktie. In der entsprechenden Vorjahresperiode hatte das soziale Netzwerk 227 Mio. US-Dollar beziehungsweise 0,10 US-Dollar je Aktie verdient. Vor Sonderposten stagnierte der Gewinn bei 0,12 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz zog von 954 Mio. auf 1,26 Mrd. US-Dollar an. Analysten hatten 1,23 Mrd. US-Dollar Umsatz und vor Sonderposten 0,11 US-Dollar Gewinn je Aktie erwartet.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    TERMINE DER WOCHE

    31.10. 08:00 DE Einzelhandelsumsatz September

    31.10. 14:15 USA ADP-Arbeitsmarktbe-richt Oktober

    31.10. 15:45 USA Chicago Einkaufsma-nagerindex Oktober

    01.11. 02:00 China Einkaufsmanagerindex verarb. Gew (CFLP) Oktober

    01.11. 14:30 USA Arbeitsmarktbericht Oktober

    01.11. 16:00 USA ISM-Index (verar-beitendes Gewerbe) Oktober

    01.11. 16:00 USA Auftragseingnge Industrie September

    ZITAT DER WOCHE

    So sehen Bauern opfer aus.Nachdem CSU-Parteisprecher Hans Michael Strepp seinen Posten wegen der Medienaffre gerumt hat und behauptet, eigenmchtig gehandelt zu haben, vermuten dennoch viele wie Grnen-Bundesgeschftsfhrerin Steffi Lemke, dass jemand ihm den konkreten Auf-trag zur Intervention gab.

    ZAHL DER WOCHE

    18,9%Der Beitragssatz zur Rentenversicherung sinkt zu Beginn des kommenden Jahres von 19,6% auf 18,9% auf den niedrigsten Stand seit 18 Jahren. Der Bundestagsbeschluss entlastet Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer zusammen um bis zu 6,3 Mrd. Euro im Jahr.

    Daimler: Weniger verdientIm dritten Quartal sank der Gewinn von Daimler (WKN: 710000) von 1,36 auf 1,20 Mrd. Euro. Der Vorsteuergewinn schrumpfte von 1,98 auf 1,64 Mrd. Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,97 auf 1,92 Mrd. Euro. Von 26,41 auf 28,57 Mrd. Euro stieg der Umsatz. Gleichzeitig erhhten sich die Herstellungskosten von 20,26 auf 22,25 Mrd. Euro, die Vertriebskosten von 2,30 auf 2,60 Mrd. Euro. Angesichts der weltweiten Konjunktureintrbung werde das EBIT im Gesamtjahr statt 8,76 nur noch 8 Mrd. Euro erreichen, warnte Daimler.

    DuPont: Quartalsberschuss implodiertIn den vergangenen drei Monaten implodierte der Gewinn des US-Chemiekonzerns DuPont (WKN: 852046) von 460 auf 13 Mio. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie brach von 0,48 auf 0,01 US-Dollar ein. Vor Sonde