Ausgabe 48/12 (Spezial: Schwellenländerfonds)

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Text of Ausgabe 48/12 (Spezial: Schwellenländerfonds)

  • P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    erst eins, dann zwei, nun drei bald vier? Es dauert sicher-lich nicht lange, bis Griechenland nach dem nun beschlosse-nen dritten Hilfspaket ein weiteres brauchen wird. Wie schon bei den ersten sind die Versprechen der Retter, dass keine weiteren Pakete bentigt werden, nichts wert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die neuen Hilfskredite aufgebraucht sind. Die Insolvenzverschleppung und auch die Verlagerung der Schulden weg von den Glubigern aus der Finanzindustrie hin zur ffentlichen Hand der Geberlnder, Internationalem Whrungsfonds (IWF) und der Europischen Zentralbank (EZB) nehmen damit ihren Lauf. Verkauft wurde der Deal damit, insbesondere von der deutschen Regierung, dass kein

    weiterer Schuldenschnitt ntig sei. Naiv, wer Gutes dabei denkt. Schlielich sind 2013 Bundestagswahlen. Durch einen Schuldenerlass wre ein Teil der gewhrten Hilfskredite eher futsch als gedacht. Hinzu kmen Verluste durch die von der EZB gehaltenen griechischen Anleihen. So was kann man im Wahlkampf wahrlich nicht gebrauchen. Also setzt man offen-bar alles daran, dass das Unvermeidbare erst nach der Wahl geschieht. Viele unschne Superlative kommen einem da in den Sinn.

    Herzlichst,Ihre Redaktion von BRSE am Sonntag

    Editorial

    48 Sonntag , 2 . Dezember 2012

    Vorsicht Schwelle!SPEZIAL > SEItE 10

  • SoNNTAG, 2. DEZEmBER 2012

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    Schon wieder neigt sich ein Jahr mit Rie-senschritten dem Ende zu. Zeit, Bilanz zu zie-hen. Was war gut und was war schlecht im Jahr 2012?Erst einmal war es ein Jahr der Jubilen. 50 Jahre James Bond. 65 Jahre Dagobert Duck. Andere Dinge waren

    eher enttuschend wie sicher die Tatsache, dass immer noch das Wort Euro-Krise nicht aus unserem Wortschatz getilgt wurde. Und dass auch dieses Jahr auf einen Sommer und golde-nen Herbst sptestens mit diesem Wochenende wieder ein Winter zu drohen scheint.Wiederum gibt es Ereignisse, bei denen man sich bei der abschlieenden Beurteilung auf ein entschiedenes Sowohl als auch, bzw. deutlicher gesagt auf ein Wischiwaschi oder

    Nicht Fisch, nicht Fleisch einigen kann. So z. B. das Auftreten unserer Fuballnationalelf, die bei der diesjhrigen Europameisterschaft bis zum Halbfinale in den Zeitungen mit den groen Buchstaben als unschlagbare Wun-dertruppe angesehen wurde nur um nach den 90 minuten Italien-Spiel als Ansamm-lung verweichlichter Luschen geschmht zu werden. Wie um dieses Urteil endgltig zu rechtfertigen, gab es ja dann dieses 4 : 4 nach 4-:-0-Fhrung gegen die Schweden. Was soll man denn davon halten?hnlich ambivalent scheint die diesjhrige Preisentwicklung auf dem Goldmarkt. Gefhlt bewegt sich der markt das ganze Jahr 2012 hindurch mehr oder weniger seitwrts. Rein gefhlt also eine ziemliche Enttuschung. Bei genauerer Betrachtung ist dem jedoch nicht so. Das gelbe metall hat das Jahr bei 1.565 US-Dollar/Unze begrt und wird beim Schreiben dieser Zeilen um die 1.730 US-Dollar herum gehandelt, also gut 10% hher als zu Jahresbe-ginn. Und welcher andere Rohstoff hat 2012 solche Preissteigerungen geschafft? l? Wohl nicht! Industriemetalle? Auch hier wurden die Hoffnungen nicht erfllt. Auerdem sieht es

    ganz danach aus, als dass Gold nunmehr zum zwlften mal in Folge das Jahr mit Kursgewin-nen beenden wird. Zudem hat sich der Preis in-nerhalb dieser zwlf Jahre ja fast versiebenfacht.Aber, wie erwhnt, dies reicht nicht aus, um bei den Anlegern oder auf den mrkten Begeiste-rungsstrme hervorzurufen. Irgendwie hat Gold dieses Jahr doch einen Hauch des Unvollende-ten. Klar, 10% Steigerung sind toll, aber hatten nicht die meisten von uns inklusive dem Ver-fasser dieser Zeilen insgeheim oder auch offen erwartet, dass wir dieses Jahr mal einen Angriff auf das 2.000US-Dollar-Level nehmen wrden? Und zumindest ber den 1.920 US-Dollar/Unze handeln werden, die der Goldpreis im September 2011 kurz erreicht hatte? Was muss denn noch alles passieren, damit Gold endlich mal richtig muskeln zeigt? Quantitative Ea-sing Teil 4, 5 oder 6? Leitzinsen bei -5%? Stark steigende Inflationsraten? Eigentlich htte die Gemengelage in diesem Jahr ausreichen mssen, den Goldpreis hher zu treiben.Andererseits: Die nachhaltigsten Goldpreis-steigerungen haben immer schleichend und langsam begonnen. Die schnellen Bewegun-gen nach oben wurden meist noch schneller wieder nach unten korrigiert. Und die aller-meisten Analysten erwarten immer noch ei-nen Angriff auf die 2.000-US-Dollar-marke im ersten Quartal 2013. Des Weiteren ist die Tatsache, dass Gold dieses Jahr nicht durch die Decke geschossen ist, ja konomisch gesehen kein schlechtes Zeichen. Die mrkte schei-nen weder ein Auseinanderbrechen Eurolands zu erwarten, noch, dass die USA nicht in der Lage wren, das sogenannte Fiscal Cliff zu um-schiffen. Alles in allem deutet es wie ja auch die Aktienmrkte signalisieren auf eine mo-mentan entspannte Sicht der marktteilnehmer hin, was das Weltgeschehen so anbelangt. Von Panik keine Spur. Und das ist ja sicher nicht das unangenehmste aller Szenarien.In diesem Sinne sei Ihnen eine schne Vor-weihnachtszeit gewnscht. Das Wetter ldt ja geradezu zu Weihnachtsmrkten, heien maronen und Glhwein ein. Lassen Sie es sich schmecken.

    Ein glnzendes, aber kein berragendes Jahr

    AKTIEN & mRKTE

    Kolumne: michael Blumenroth . . . . . . . . 2 Tops und Flops-, Zitat- und Zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3markt im Fokus: Griechenland Ein neuer Tag bricht an nur besser ist er nicht! . . . . . . . . . . . . . . . . 4mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURo SToXX 50 . . . . . . .5Aktie der Woche: Qualcomm . . . . . . . . . . 7

    SPEZIAL

    Schwellenlnderfonds . . . . . . . . . . . . . . . 10Gastbeitrag: Andreas Grnewald . . . . . . 14

    UNTERNEHmEN

    Unternehmen der Woche: Brabus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15News: KWS Saat, CTS Eventim, Vienna Insurance Group . . . . . . . . . . . . . . 16

    FoNDS

    Fonds der Woche: FCP oP BioHealth Trends. . . . . . . . . . . 18Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

    ZERTIFIKATE

    Zertifikate-Idee: HeidelbergCement- Capped-Bonus-Zertifikat . . . . . . . . . . . . 22Zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

    RoHSToFFE

    Rohstoff der Woche: Weizen . . . . . . . . . . . .24Rohstoffanalysen: Sojabohnen, orangensaft, mais, mageres Schwein. . . 25

    LEBENSART

    Genuss: Investieren in Genuss. . . . . . . . . . . 26Coffeetable-Favourites: mercedes-Benz SL und SLC . . . . . . . . . . 27Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 28

    Michael Blumenroth

    Edelmetallhndler der Deutschen Bank

    bRSE am Sonntag 48/1 202

  • Nordex: Folgeauftrag aus SdafrikaNordex (WKN: A0D655) wird einen weiteren Windpark in Sdafrika errichten. Die Bauarbeiten fr die 80 megawatt-Anlage starten nach eigenen Angaben im April 2013. Ab Februar 2014 sollen 32 Turbinen der Nordex-Baureihe N90/2500 geliefert und auf-gestellt werden. Anfang November hatten die Norddeutschen bereits einen Auftrag fr den schlsselfertigen Bau eines 100 megawatt-Windparks nordwestlich von Queenstown erhalten. Dort sollen im dritten Quartal 2013 40 Turbinen der Baureihe N100/2500 errichtet werden.

    Siemens: Sparten-MonopolySiemens (WKN: 723610) bernimmt fr umgerechnet rund 2,2 mrd. Euro von der bri-tischen Invensys die Bahnautomatisierungssparte Invensys Rail. Das auf software-basierte Signal- und Leittechnik spezialisierte Unternehmen beschftigt etwa 3.200 mitarbeiter und hat im vergangenen Geschftsjahr 775 mio. britische Pfund (960 mio. Euro) umgesetzt. Parallel dazu will sich Siemens vom Geschft mit Gepckabfertigung, Brief- und Paketsor-tierung trennen. Die Sparte setzte zuletzt mit 3.600 mitarbeitern 900 mio. Euro um.

    Carl Zeiss Meditec: Dividende steigtDer medizintechniker Carl Zeiss meditec (WKN: 531370) will die Dividende fr das vergangene Geschftsjahr 2011/12 von 0,30 auf 0,40 Euro erhhen. Im Vergleich zum Vorjahr legte der den Aktionren zurechenbare Gewinn von 66,9 auf 71,9 mio. Euro zu. Der Gewinn je Aktie zog von 0,82 auf 0,88 Euro an. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg der Gewinn von 103,6 auf 122,9 mio. Euro, die EBIT-marge von 13,6% auf 14,3%. Der Umsatz kletterte von 758,8 auf 861,9 mio. Euro.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    TERmINE DER WoCHE

    03.12. 16:00 USA ISm-Index (verar-beitendes Gewerbe) November

    05.12. 14:15 USA ADP-Arbeitsmarkt-bericht November

    05.12. 16:00 USA Auftragseingnge Industrie oktober

    05.12. 16:00 USA ISm-Index (Dienstleistungsge-werbe) November

    06.12. 12:00 DE Auftragseingangs-index verarb. Gew. oktober

    06.12. 13:45 EU EZB, Ergebnis der Ratssitzung

    07.12. 14:30 USA Arbeitsmarkt-bericht November

    ZITAT DER WoCHE

    Was Griechenland durchmacht, ist eine bittere Therapie."FDP-Fraktionschef Rainer Brderle vertei-digt die Auflagen der internationalen Geld-geber fr das krisengeschttelte Griechen-land als ambitioniert, aber notwendig. Die Reformnotwendigkeit dort sei riesig.

    ZAHL DER WoCHE

    730 mio. EuroDer Bundestag hat den von den Euro-Finanzministern vereinbarten finanziellen Erleichterungen fr das pleitebedrohte Grie-chenland zugestimmt. 473 Abgeordnete votierten fr das Hilfspaket, das knapp 44 mrd. Euro an Notkrediten freigibt. 100 stimmten dagegen, elf enthielten sich. Der deutsche Staatshaushalt wird dadurch allein 2013 mit rund 730 mio. Euro belastet.

    thyssenKrupp: Amerika-Debakel belastetThyssenKrupp (WKN: 750000) rutschte wieder unter die bei etwa 16,45 Euro verlau-fende 200-Tage-L