Ausgabe 49/12 (Spezial: Geschlossene Beteiligungen)

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Text of Ausgabe 49/12 (Spezial: Geschlossene Beteiligungen)

  • P f l i c h t b l a t t d e r b r s e n d s s e l d o r f s t u t t g a r t h a m b u r g b e r l i n m n c h e n

    L I E B E L E S E R I N N E N U N D L E S E R ,

    in der vergangenen Woche gab es einmal mehr Neues aus Ab-surdistan. Die EU-Kommission schlgt wegen der Rekordar-beitslosigkeit in Europa eine Beschftigungsgarantie fr junge Arbeitslose oder Schulabgnger vor. Angeregt wird demnach, dass die EU-Staaten dafr sorgen sollen, dass kein junger Mensch mehr als vier Monate ohne Job oder Weiterbildung bleibt. Herrlich! Erst die Wirtschaft mit Spardiktaten in die Depression manvrieren, sich dann ber die hohe Arbeitslo-sigkeit wundern und diese dann einfach wegbefehlen wollen. Warum nicht gleich per Dekret Arbeit fr alle garantieren. Schn, wenn man in seinem kuscheligen Bro solche wahn-witzigen Vorschlge machen kann, sich ber das Wie aber

    keine Gedanken zu machen braucht. Als wenn nicht schon genug zum Himmel schreiender Irrsinn aus Brssel kommt. Man denke nur an Paradebeispiele wie das Glhbirnenver-bot oder den angedachten Fiskalpakt. Letzten Endes ist der jngste Vorschlag aber einmal mehr eine Warnung dafr, dass die EU-Planwirtschaft mit groen Schritten immer n-her rckt. Eine solche zentrale Steuerung kann und wird aber nicht funktionieren. Garantiert.

    Herzlichst,Ihre Redaktion von BRSE am Sonntag

    Editorial

    49 Sonntag , 9 . Dezember 2012

    Geschlossene GesellschaftSPEZIAL > SEItE 10

  • SoNNtAG, 9. DEzEMBER 2012

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    AKtIEN & MRKtE

    Schliekers Woche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 tops und Flops-, zitat- und zahl der Woche. . . . . . . . . . . . 3Markt im Fokus: Finnland Nun auch in der Rezession . . . 4Mrkte im berblick: S&P 500, DAX, EURo StoXX 50 . . . . . . .5Aktie der Woche: CSL . . . . . . . . . . . . . . . 7

    SPEzIAL

    Geschlossene Beteiligungen . . . . . . . . . . 10Gastbeitrag: Dr. Frank Schuhmann . . . . 13

    UNtERNEHMEN

    Unternehmen der Woche: Hlsta . . . . . . 14News: EADS, zumtobel, toll Brothers . . . 16

    FoNDS

    Fonds der Woche: Johannes Fhr Universal-Renten-Global . . . . . . . . . . . . 17Fonds-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

    zERtIFIKAtE

    zertifikate-Idee: Rio-tinto-Capped-Bonus-zertifikat. . . . 20zertifikate-News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

    RoHStoFFE

    Rohstoff der Woche: Gold . . . . . . . . . . . . . .22Rohstoffanalysen: Mageres Schwein, Sojabohnen, Palladium, Kakao. . . . . . . . 23

    LEBENSARt

    Produkt der Woche: tAD technical Audio Devices. . . . . . . . . 24Coffeetable-Favourites: Die Kunst des Salons . . . . . . . . . . . . . . . 25Impressum/Disclaimer . . . . . . . . . . . . . . 26

    WAS DENKEN SIE BER DIESES tHEMA? Schreiben Sie direkt an den Autor, Herrn Reinhard Schlieker unter schlieker@boerse-am-sonntag.de

    Schliekers Woche

    Reinhard Schlieker

    zDF Wirtschafts-korrespondent

    Um die 10% Arbeits-losigkeit, und an die 25% bei den Jugendli-chen, die dem Arbeits-markt zur Verfgung stehen: groe zahlen, aber keine groartigen natrlich. Frankreich ist auf dem Weg nach Sden und damit ist nicht der alljhrliche treck der Urlauber in den Midi gemeint. Auch wenn man ber

    die Ferien einer ganzen Nation, stets gleichzei-tig und umfassend, lang und quer durch die Wirtschaftsbereiche, auch einmal nachdenken knnte, aber es ist ja Winter.Seit dem Bericht des Industriellen Louis Gallois zur Lage der Grande Nation herrscht eine Art Schockzustand in Paris. Die aufgelisteten Schwachstellen sind unangenehm, die zur Behebung der Probleme erwogenen Manah-men noch unangenehmer. Frankreich scheint auf dem Weg, von einer der beiden tragenden Sulen der Eurozone und der EU zu einer Be-lastung zu werden. Man leistet sich ein paar lu-xurise Dinge, die von der wenig exportstarken und auch sonst eher nicht mehr so innovativen Wirtschaft nicht materiell unterfttert werden knnen. Ein Spitzensteuersatz von 75%, ein nach dem Wahlsieg des Sozialisten Franois Hollande teilweise heraufgesetztes Rentenal-ter und eine starre Brokratie zeichnen das Bild eines Landes, das sich zwar immer wieder seiner Gre versichert, aber zu deren Erhalt nicht viel unternimmt. Jedenfalls nichts mit Hand und Fu. Noch immer intrigieren die politischen Parteien vorzugsweise innerhalb ihrer selbst, noch immer werden die wichtigs-ten Entscheidungen zentral getroffen und von einer stark aufgeblhten Beamtenschaft in die Winkel des Reiches vermittelt. Das hat seinen Preis: 57% des Bruttoinlandsprodukts werden vom Staat verwaltet und verteilt. In der Hone-cker-DDR waren es, nur mal zur Einordnung, 85%. So wird natrlich verstndlich, dass Frankreich, wenn es um die groen einheimi-schen Industrien geht, keinen Spa versteht: Da wird auch ein Hersteller von Molkereipro-dukten schnell zum nationalen Heiligtum,

    sobald eine bernahme etwa aus den USA droht. Die Pepsi-Kultur trifft in Frankreich vielleicht auf die vehementeste Ablehnung in ganz Europa. Gemeinschaftsunternehmen mit anderen Europern gelten naturgem als fran-zsisch, wie etwa EADS, weshalb dessen ehe-maliger Chef Gallois auch so ernst genommen werden sollte: Der wei beim Reformbedarf, wovon er spricht. Das alles kann in unseren ta-gen von diesseits des Rheins nicht mit amsier-tem Gleichmut betrachtet werden. Frankreich, wie gesagt, ist die Sttze der europischen Ret-tungsschirme und eines der Standbeine. Das wurde unlngst schmerzlich deutlich, als die erste leichte zurckstufung des Rettungs-Ra-tings erfolgte, und zwar aufgrund der franz-sischen zahlen und Daten. Eine zeitbombe nennt der britische Economist die groe Re-publik, brutal, aber leider wohl treffend. Nur dass man sich in Paris schnell indigniert gibt bei Kritik von auen, zumal wenn sie von jen-seits des Kanals kommt. Monsieur Hollande allerdings hat die Chance, die Misere zu er-sticken, trotz seiner teuren Vorleistungen an die gutglubigen Whler. Dass ein flexibler Arbeitsmarkt bessere Ergebnisse liefert, ein we-niger stranguliertes Unternehmen eher atmen kann und eine gerupfte Gans keine goldenen Eier legt, hat er im Prinzip schon zugegeben. Jetzt fehlen die khnen taten. Der erste Sozia-list seit Mitterrand, der eine solche Machtflle hat, knnte es schaffen. Vielleicht allerdings, das lassen die Erfahrungen in Italien, Spa-nien und, ja, auch Deutschland vermuten, um den Preis seiner Wiederwahl. Da steht er am Scheideweg ein Blick auf Gerhard Schrder, der schon wenige Jahre nach seinen Reformen dafr historisch genannt wird und gleichwohl nicht schlecht lebt, knnte den franzsischen Prsidenten aber vielleicht doch ermutigen.

    Die groartige Nation

    bRSE am Sonntag 49/1 202

  • Beiersdorf: Umsatzprognose erneut erhhtBeiersdorf (WKN: 520000) prognostiziert fr das fast beendete Geschftsjahr 2012 ein Umsatzplus von deutlich mehr als 4%. Anfang November war der Hamburger Kosme-tik- und Klebstoffproduzent (Nivea, tesa) von 3% bis 4% Umsatzwachstum ausgegan-gen, Anfang August von rund 3%. In den vergangenen neun Monaten hatte der Umsatz organisch um 3,7% zugelegt. Analysten von Independent Research stuften die Aktie von verkaufen auf halten hoch und erhhten das Kursziel von 53 auf 63 Euro.

    talanx: Neu im MDAXBrsenneuling talanx (WKN: tLX100) wird am 12. Dezember Mitglied des MDAX. Aufgrund des im zuge der bernahme durch die US-Investmentgesellschaft Advent un-ter 10% gesunkenen Streubesitzanteils der Douglas Holding (WKN: 609900) fliegt der Handelskonzern aus dem Index. Ursprnglich sollte talanx am 27. Dezember in den SDAX aufsteigen und den Platz von Constantin Medien (WKN: 914720) einnehmen. Das Medienunternehmen darf nun vorerst im Index verbleiben.

    Nordex: Sparkurs in ChinaNordex (WKN: A0D655) streicht zum Jahresende aufgrund einer gesunkenen Auslastung 130 Stellen in der Rotorblattfertigung in China. Die Rotorbltter sollen nun von externen Lieferanten bezogen werden. Der Windkraftanlagenbauer beschftigt in dem betroffe-nen Werk 160 Mitarbeiter, in China insgesamt 400 Personen. In den vergangenen neun Monaten hatte sich der Umsatzanteil des Asiengeschftes auf 2% halbiert. Nordex ist seit 1998 auf dem chinesischen Markt vertreten.

    Tops und Flops der Woche

    AKTIEN & MRKTE SPEZIAL UNTERNEHMEN FONDS ZERTIFIKATE ROHSTOFFE LEbENSART

    tERMINE DER WoCHE

    11.12. 11:00 DE zEW, Index Konjunkturerwartungen

    12.12. 18:30 USA Fed, zinsbeschluss der Ratssitzung 11./12.12

    12.12. 11:00 EU Industrieproduktion oktober

    13.12. 14:30 USA Einzelhandelsumstze November

    14.12. 15:15 USA Industrieproduktion und Kapazittsauslas-tung November

    14.12. 10:00 EU Einkaufsmanagerindizes (1. Verffentlichung) Dezember

    14.12. 02:45 China Einkaufsmanagerindex verarb. Gw. (HSBC) (1. Ver.) Dezember

    zItAt DER WoCHE

    Ich bin platt und bewegt.Mit dem besten Ergebnis seit ihrer Wahl zur CDU-Vorsitzenden im Jahr 2000 ist Angela Merkel auf dem Parteitag in Hannover fr zwei weitere Jahre im Amt der Parteichefin besttigt worden. Fr Merkel stimmten 903 Delegierte, 19 votierten gegen sie, das sind nach CDU-Angaben 97,94%.

    zAHL DER WoCHE

    -0,3%Die Europische zentralbank (EzB) stimmt die Euro-Lnder auf ein weiteres Rezessions-jahr ein. Erwartet wird ein Minus von 0,3% (Spanne: 0,9% bis +0,3%). Fr 2014 wird wieder mit einem Wachstum der Wirtschaft um 1,1% (0,2% bis 2,2%) gerechnet.

    United Internet: Groaktionr steigt ausDie Investment-Gesellschaft Warburg Pincus, die mit 5,53% an United Internet (WKN: 508903) beteiligt war, hat sich von allen 11,9 Mio. Aktien getrennt. Die Schweizer UBS platzierte die Anteile vor Brsenbeginn am Dienstag zu je 16,00 Euro. tags zuvor hatte der Internet-Dienstleister mit 17,33 Euro geschlossen. Die Angebotsspanne lag bei 16,00 bis 16,50 Euro. Firmengrnder Ral