Bericht أ¼ber die Deutsche Schأ¼lerakademie in Rossleben 2018 Bericht أ¼ber die Deutsche Schأ¼lerakademie

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  • Bericht über die Deutsche Schülerakademie in Rossleben 2018

    Dieses Jahr hatte ich zusammen mit 94 weiteren Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit vom 17. Juli bis zum 4. August an der Deutschen Schülerakademie in Rossleben teilzunehmen. Die Klosterschule in Rossleben liegt in der Nähe des Naturparks Saale-Unstrut-Triasland in Thüringen. Auf der Akademie haben wir uns in jeweils einer Kursschiene am Vor- und Nachmittag mit unterschiedlichen Themen befasst. Ich war in dem Kurs „Bin ich, was ich spreche? - Das Verhältnis von Sprache und Identität und seine Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik“. Weitere Kurse gab es zu den Themen Differentialgeometrie, Quanteninformationstechnik, Ökonomie des Telekommunikationssektors, Toleranz und Punk. Im Vorfeld der Akademie hat jeder Kursteilnehmer einen Vortrag mit Dis- kussion zu seinem Thema vorbereitet. Diese Vorträge wurden über die Akademiezeit verteilt gehalten. Davor oder darauf folgten kleine Theorieteile, die unsere Kursleiter vorbereitet hatten. Zu Beginn der Akademie beschäftigten wir uns mit den Definitionen von Sprache und Identität. Dafür setzten wir uns mit Judith Butlers Theorie der „Per- formativität“ auseinander. Ein wichtiges Thema meines Kurses war außerdem die Sprachpolitik unterschiedlicher Länder. Hier ging es vor allem um die Akzeptanz von Minderheitensprachen in der Bevölkerung, ihre Anerkennung durch die Regierung und ihre Stellung im Vergleich zu den Sprachen der Mehrheiten. Ein weiteres Thema waren die Theorien zu der Unterscheidung zwischen Sprache und Dialekt. Wir haben uns vor allem mit den Modellen von Conseriu und Kloss beschäftigt. Ein sehr interessantes Thema meines Kurses war der Spracherwerb von Babys. In der Forschung wird zum Beispiel die Reaktion der Kinder auf die unterschiedliche Aussprache eines einzigen Buchstabens untersucht. Diese Unterscheidung zwischen unterschied- lichen Lauten ist für Erwachsene nicht mehr möglich. Zur Halbzeit der Akademie gab es eine Rotation, bei der in Kleingruppen Vorträge zu den unterschiedlichen Kursthemen der gesamten Akademie gehalten wurden. Dabei lag der Schwer- punkt auf dem Üben des Präsentierens und des Feedback. Spannend war es einen Einblick in die Kursinhalte der anderen Kurse zu erhalten. Zum Ende der Akademie verfassten alle Kurse eine Dokumentation mit Texten zu den verschiedenen Inhalten der Kurse und der KüA. Neben dem Kurs gab es auch Kursübergreifende Angebote (KüA). Diese konnten sowohl wir Teilnehmer als auch die Kursleiter anbieten. KüA waren zum Beispiel Debattieren, Gesellschafts- tanz, Beachvolleyball, Zeichnen, verschiedene Sprachen und Kochen. Zusätzlich gab es noch einen Chor, ein Orchester und die Möglichkeit der Stimmbildung. Diese KüA wurden von unserem Musikleiter angeboten. Es war toll mit fast allen der Akademie in dem Chor zu singen und für das öffentliche Abschlusskonzert zu proben. Bei diesem Abschlusskonzert traten auch verschiedene kleine Ensembles und Solisten auf. Neben den KüA trafen wir uns bis spät in die Nacht auch noch in kleineren Gruppen zum Sport machen, Diskutieren und Musizieren. An einem Tag der Akademie gab es verschiedene Exkursionen. Man konnte Kanu oder Rad fahren, Wandern und Leipzig oder Weimar besichtigen. Ich habe in Weimar an der Stadtführung zu den großen Persönlichkeiten Weimars wie Goethe, Schiller oder Franz Liszt teilgenommen. Mir wird die Akademie durch das große Gemeinschaftsgefühl und die Begeisterung der unter- schiedlichsten Teilnehmer für die Themen, KüA und weiteren gemeinsamen Aktionen in Erinnerung bleiben. Es waren 16 Tage mit wenig Schlaf aber umso mehr neuen Erfahrungen.

    Von Magdalena Vieregge, Q2