Bericht des Beurteilungsgremiums - Die Teams wurden anhand der Referenzprojekte, der Projektorganisation

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  • Bericht des Beurteilungsgremiums 12. Juli 2013

    Gesamtleistungswettbewerb RUAG Zentrale, Kleine Allmend Thun

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    Bauherr:

    RUAG Real Estate Hans Rudolf Hauri, CEO RUAG Real Estate Daniel Hofmeister, RUAG Real Estate Stauffacherstrasse 65 CH-3000 Bern 22

    Redaktion und Druck:

    hmb partners AG Heini Bossert, hmb partners AG Uta Sütterlin, hmb partners AG Angela Wobetzky, hmb partners AG Rainstrasse 297 8706 Meilen t: +41 43 844 48 48 info@hmb-partners.ch www.hmb-partners.ch

    Datum:

    Juli 2013 © hmb partners AG

  • Gesamtleistungswettbewerb RUAG Zentrale, Kleine Allmend Thun

    Inhaltsverzeichnis 1.   Verfahren 5  

    1.1.   Auftraggeberin   1.2.   Wettbewerbssekretariat   1.3.   Art des Verfahrens   1.4.   Teamzusammensetzung   1.5.   Präqualifizierte Teams   1.6.   Beurteilungsgremium  

    2.   Ausgangslage und Aufgabenstellung 8   2.1.   Ausgangslage „Kleine Allmend“   2.2.   Städtebauliches Modell   2.3.   Aufgabenstellung   2.4.   Etappierung und Planungsperimeter   2.5.   Nutzung der 1. Bauetappe  

    3.   Ziele und Beurteilungskriterien 14   3.1.   Ziele   3.2.   Beurteilungskriterien  

    4.   Beurteilung 1. Stufe 18   4.1.   Vorprüfung 1.Stufe   4.2.   Beurteilung 1. Stufe  

    5.   Beurteilung 2. Stufe 22   5.1.   Vorprüfung 2. Stufe   5.2.   Beurteilung 2. Stufe, Bereinigung und Schlussbeurteilung  

    6.   Empfehlung + Projektverfasser 26   6.1.   Empfehlung des Beurteilungsgremiums   6.2.   Projektverfasser  

    7.   Nächste Schritte 29   8.   Genehmigung 30   9.   Projektbeiträge 32  

    9.1.   Weitsicht   9.2.   Lichtraum   9.3.   Yesen   9.4.   Defilee   9.5.   Flex 3   9.6.   Open Sky  

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  • Gesamtleistungswettbewerb RUAG Zentrale, Kleine Allmend Thun Verfahren

    1. Verfahren

    1.1. Auftraggeberin

    Veranstalterin des Wettbewerbs und Auftraggeberin war die RUAG Real Estate AG Bern:

    RUAG Real Estate AG Stauffacherstrasse 65 CH-3000 Bern 22

    1.2. Wettbewerbssekretariat

    hmb partners AG Rainstrasse 297 CH-8706 Meilen t +41 43 844 48 48 www.hmb-partners.ch

    1.3. Art des Verfahrens

    Der Wettbewerb wurde als zweistufiges Verfahren mit Präqualifikation im privaten Verfahren in Anlehnung an die SIA Wettbewerbsordnung 142 (Ausgabe 2009) durch- geführt. Das Verfahren wurde bis zur Bereinigungsrunde anonym durchgeführt.

    Der Wettbewerb gliederte sich in folgende Stufen:

    1.4. Teamzusammensetzung

    Zur Bewerbung zugelassen wurden Generalunternehmer mit Subplanern (Totalunter- nehmer) und Planergemeinschaften oder Einzelplaner mit Subplanern.

    Die Teams setzten sich aus Planern der Sparten Städtebau, Architektur, Landschafts- architektur, Tragwerk, Gebäudetechnik, Energieplanung und Industrieplanung/Logistik in Kombination mit Generalunternehmungen zusammen.

    1.5. Präqualifizierte Teams

    Die RUAG Real Estate AG Bern hat am 13. Juli 2012 den Gesamtleistungswettbe- werb mit Präqualifikation „RUAG Zentrale, Kleine Allmend Thun“ öffentlich ausge- schrieben.

    Veranstalterin

    Zweistufiger Gesamtleistungs- wettbewerb mit Präqualifikation

    Planerteams

    Präquali- fikation

    1. Stufe: Städtebauliche Projektstudie

    2. Stufe: Gesamtleistungswettbewerb

    Erarbeitung Bereinigung

    u Auswahl 6-8 Teams à u Auswahl 2-3 Team à u Auswahl Gewinner à u Gewinner

  • 6

    Die Teams wurden anhand der Referenzprojekte, der Projektorganisation und der An- gaben zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit durch das Beurteilungsgremium beurteilt. Die Auswahl für die Teilnahme erfolgte nach folgenden Kriterien:

    • Management und Ausführungsstrukturen

    • Personelle Kapazität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die Abwicklung des Bauvorhabens der ersten Etappe.

    • Erfahrung in Bezug auf qualitativ hochwertiges und wirtschaftliches Bauen vergleichbarer Objekte

    Aus denen bis zum Eingabetermin am 07. August 2012 eingegangenen 11 Bewer- bungen hat das Beurteilungsgremium am 21. August 2012 die folgenden 6 Teams zur Teilnahme an der 1.Wettbewerbsstufe ausgewählt (in alphabetischer Reihenfolge):

    • Anliker AG Generalunternehmung

    • Frutiger AG Generalunternehmung

    • Halter AG Generalunternehmung

    • HRS Real Estate AG

    • Implenia Generalunternehmung AG

    • Losinger Marazzi AG

    Präquaifizierte Teams

  • Gesamtleistungswettbewerb RUAG Zentrale, Kleine Allmend Thun Verfahren

    1.6. Beurteilungsgremium

    Das Beurteilungsgremium setzte sich wie folgt zusammen:

    Vorsitzender: Hr. J. Käferstein, dipl. Arch. ETH, BSA SIA,

    Käferstein & Meister Architekten, Zürich

    Mitglieder: Hr. R. Binkert, Eidg. dipl. Betr. u. Prod. Ing. ETH/BWI; b&b consulting GmbH

    Hr. M. Däppen, Dipl. Arch ETH, SIA Beauftragter für Städtebau, Stadt Thun

    Fr. K. Dobler, Dipl. Arch. ETH, SIA AGR, Abteilung Kantonsplanung

    Fr. M. Dumermuth Lehmann Vorsteherin Direkt. Stadtentwicklung, Stadt Thun

    Ersatz für Fr. M. Dumermuth ab 7.5.2013 Hr. R. Lanz, Stadtpräsident Thun

    Hr. H.R. Hauri, CEO RUAG Real Estate AG

    Hr. T. Hürlimann, RUAG Defence

    Hr. B. Mathys, Dipl. Arch. ETH, BSA, SIA Stücheli & Mathys Architekten

    Hr. U.P. Menti, Dipl. Masch. Ing. ETH/ SIA Zentrum für Integrale Gebäudetechnik, HSLU

    Hr. A. Sonderegger, Dipl. Arch. ETH, BSA Pool Architekten, Zürich

    J. Käferstein

    R. Binkert M. Däppen K. Dobler M. Dumermuth HR Hauri

    T. Hürlimann R. Lanz B. Mathys UP. Menti A. Sonderegger

    Beurteilungsgremium

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    2. Ausgangslage und Aufgabenstellung

    2.1. Ausgangslage „Kleine Allmend“

    Das Baufeld für den vorliegenden Gesamtleistungswettbewerb liegt im Areal „kleine Allmend“ – einem etwa 600'000 m2 grossen Areal im Norden Thuns.

    Abb. 2.1a Luftaufnahme1

    Die „kleine Allmend“ wurde schon seit dem 19. Jahrhundert primär militärisch genutzt. Historisch war das Gebiet der grösste Armeeausbildungsort der Schweiz; Bis Ende des 20. Jahrhunderts war das Areal mit Rüstungs- und Logistikbetrieben des Bundes belegt. Seit 2000 wandelt sich das Areal, indem sich andere, zivile Nutzungen ansie- deln. Es entsteht ein vielseitig genutzter Wirtschaftspark mit mehreren tausend Ar- beitsplätzen.

    Abb.2.1b Kleine Allmend, ca 18502

    1 Maps.google.ch 2 www.esp-thunnord.ch

    Geschichte der Kleinen Allmend

  • Gesamtleistungswettbewerb RUAG Zentrale, Kleine Allmend Thun Ausgangslage und Aufgabenstellung

    Mit dem Richtplan ESP3 Thun Nord / Steffisburg von 2005 haben die fünf Planungs- partner VBS, RUAG, Stadt Thun, Gemeinde Steffisburg und Kanton Bern den Städte- bau, die Nutzung, den Aussenraum sowie die Erschliessung des Areals aufeinander abgestimmt, um die nachhaltige Entwicklung als Wirtschaftspark zu gewährleisten. Die verbleibenden militärischen Nutzungen werden dabei durch die dazukommenden zivilen Nutzungen optimal ergänzt.

    Der Begleitausschuss ESP Thun Nord hat im Herbst 2008 beschlossen, den Richtplan ohne Beteiligung von Steffisburg zu aktualisieren. Hierfür wurde 2011 eine öffentliche Mitwirkung durchgeführt – ein genehmigungsfähiger Entwurf liegt nun vor.

    Ziel ist die schrittweise Aufwertung des gesamten Areals durch die Realisierung hochwertiger und höherer Gebäude und eine weitgehende Öffnung für die Öffentlich- keit.

    2.2. Städtebauliches Modell

    Ein städtebauliches Modell des gesamten Areals der „Kleinen Allmend“ wurde für die- sen Gesamtleistungswettbewerb hergestellt. Die Teilnehmer konnten während der gesamten Dauer des Wettbewerbs das Modell besichtigen und für ihre Studien und Analysen verwenden.

    Abb. 2.2a Städtebauliches Modell4

    Abb. 2.2b Städtebauliches Modell5

    3 ESP = Entwicklungsschwerpunkt 4 Gnädiger Architektur- Modellbau GmbH 5 Gnädiger Architektur- Modellbau GmbH

    Richtplan ESP Thun Nord

    Die Kleine Allmend Stand heute

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    2.3. Aufgabenstellung

    2.3.1. Städtebaulicher Kontext

    Durch den teilweisen Rückzug und die Konzentration der Nutzungen des VBS und der RUAG auf bestimmte Areale wird ein erheblicher Teil des Geländes frei für Drittnut- zungen. Die Arealfläche hat die Grösse eines Quartiers von Thun. Dementsprechend gross ist die Bedeutung für die künftige Stadtentwicklung.

    Abb. 2.3a Richtplankarte6

    Das Erschliessungskonzept des ESP Areals Thun Nord wird innerhalb einer Über- bauungsordnung Erschliessung zukünftig beschlossen. Das Grobkonzept musste von den Wettbewerbsteilnehmern in ihren Entwürfen integriert werden. Der neu geplante Kreisel und Stichstrasse westlich des Baufeld B3 wird voraussichtlich zu Beginn der Bauarbeiten der Zentrale RUAG bestehen.

    Abb. 2.3b Grobes Erschliessungskonzept gem. ESP Richtplan