Berufsunfähigkeit psychisch kranker Ärzte : eine ?· Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik…

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  • Ruhr-Universitt Bochum Prof. Dr. med. Eckhard Klieser

    Dienstort: Evangelische Kliniken Gelsenkirchen Klinik fr Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

    Berufsunfhigkeit psychisch kranker rzte - eine empirische Analyse

    Inaugural-Dissertation zur

    Erlangung eines Doktorgrades der Medizin einer

    Hohen Medizinischen Fakultt der Ruhr-Universitt Bochum

    vorgelegt von Julia Bozena Pach

    aus Oberhausen (Rhld) 2012

  • Dekan: Prof. Dr. med. K. berla Referent: Prof. Dr. med. E. Klieser Korreferent: Prof. Dr. med. M. Brne Tag der mndlichen Prfung: 04.07.2013

  • Meiner Familie gewidmet

  • 1

    Inhaltsverzeichnis

    1. Einleitung 6 1.1 Definitionen eingeschrnkter beruflicher Leistungsfhigkeit 6

    1.2 Ursachen und begnstigende Faktoren fr eine eingeschrnkte

    berufliche Leistungsfhigkeit 8

    1.3 Situation der rzte 9

    1.4 Feststellung der Berufsunfhigkeit bei rzten unter Bercksichtigung

    von Verflschungstendenzen 11

    2. Zielsetzung 15

    3. Methode 16 3.1 Stichprobe 16

    3.2 Definition der Berufsunfhigkeit 16

    3.3 Datensammlung 16

    3.3.1 MMPI-2 18

    3.3.2 16 PF-R 19

    3.3.3 MWT 20

    3.3.4 SKT 20

    3.3.5 cI-Test 20

    3.3.6 Abbauindex 21

    3.3.7 Fragebogen zur Lebensgeschichte 21

    3.4 Auswertung 21

    4. Ergebnisse 25 4.1 Stichprobe 25

    4.1.1 Alters- und Geschlechtsverteilung 25

    4.1.2 Familienstand 27

    4.1.3 Gebietsbezeichungen 27

    4.1.4 Diagnosen 28

    4.1.5 Beurteilung der bisherigen Therapie 31

    4.1.6 Selbsteinschtzung des Schweregrades der Probleme 31

  • 2

    4.1.7 Selbsteinschtzung der finanziellen Lage 32

    4.1.8 Erreichen des individuellen Berufszieles 32

    4.2 Testergebnisse 33

    4.2.1 MMPI-2 33

    4.2.1.1 Validittsskalen 33

    4.2.1.2 Klinische Basisskalen 33

    4.2.1.3 Aggravationstendenz (F-minus-K) 34

    4.2.1.4 Wiener und Harmons Subtil-Offensichtlich-Subskalen 34

    4.2.1.4 Weitere Zusatzskalen 35

    4.2.2 16 PF-R 35

    4.2.3 MWT 37

    4.2.4 SKT 37

    4.2.5 cI-Test 38

    4.2.6 Abbauindex 38

    4.2.7 Zur Frage der Berufsunfhigkeit 38

    4.3 Zusammenhnge verschiedener Variablen mit der Berufsunfhigkeit 39

    4.3.1 Zusammenhnge zwischen Alters- und Geschlechtsverteilung und

    Berufsunfhigkeit 39

    4.3.2 Zusammenhnge zwischen Familienstand und Berufsunfhigkeit 40

    4.3.3 Zusammenhnge zwischen Gebietsbezeichnung und

    Berufsunfhigkeit 40

    4.3.4 Zusammenhnge zwischen Diagnose und Berufsunfhigkeit 42

    4.3.5 Zusammenhnge zwischen der bisherigen Therapie und der

    Berufsunfhigkeit 44

    4.3.6 Zusammenhnge zwischen der Selbsteinschtzung des

    Schweregrades und der Berufsunfhigkeit 45

    4.3.7 Zusammenhnge zwischen der Selbsteinschtzung der finanziellen

    Lage und der Berufsunfhigkeit 46

    4.3.8 Zusammenhnge zwischen dem Erreichen des individuellen

    Berufszieles und der Berufsunfhigkeit 46

    4.3.9 Unterschiede im MMPI-2 Profil hinsichtlich der Berufsunfhigkeit 47

    4.3.9.1 Validittsskalen 47

    4.3.9.2 Klinische Basisskalen 47

    4.3.9.3 Aggravationstendenz (F-minus-K) 48

  • 3

    4.3.9.4 Wiener und Harmons Subtil-Offensichtlich-Subskala 48

    4.3.9.5 Weitere Zusatzskalen 48

    4.3.10 Unterschiede der 16 PF-R Mittelwertprofile hinsichtlich der

    Berufsunfhigkeit 49

    4.3.11 Unterschiede bezglich der Berufsunfhigkeit im MWT 51

    4.3.12 Unterschiede bezglich der Berufsunfhigkeit im SKT 51

    4.3.13 Zusammenhang zwischen cI-Test und Berufsunfhigkeit 51

    4.3.14 Zusammenhang zwischen Abbau-Index und Berufsunfhigkeit 52

    5. Diskussion 53 5.1 Bedeutung des Themas 53

    5.2 Methodisches 53

    5.3 Ergebnisse 54

    5.3.1 Alter und Geschlecht 54

    5.3.2 Familienstand 55

    5.3.3 Gebietsbezeichnungen 55

    5.3.4 Diagnosen 56

    5.3.5 Bisherige Therapie 58

    5.3.6 Selbsteinschtzung des Schweregrades 59

    5.3.7 Selbsteinschtzung der finanziellen Lage und des Erreichens des

    individuellen Berufszieles 59

    5.3.8 MMPI-2 59

    5.3.8.1 Klinische Basisskalen 59

    5.3.8.2 Zusatzskalen 62

    5.3.8.3 Hinweise auf Verflschungstendenzen 63

    5.3.9 16 PF-R 66

    5.3.10 Hirnleistungstests 67

    5.4 Folgerungen und Ausblick 68

    6. Zusammenfassung 71

    7. Literaturverzeichnis 74

  • 4

    Tabellenverzeichnis

    Tab. 1: Verteilung der Fachgebiete aller Begutachteten 28

    Tab. 2: Selbsteinschtzung des Schweregrades 32

    Tab. 3: bersicht der 16 PF-R Stenwerte der gesamten Stichprobe 37

    Tab. 4: Verteilung der Fachgebiete der Berufsunfhigen 41

    Tab. 5: Verteilung der Fachgebiete der nicht Berufsunfhigen 42

    Tab. 6: bersicht der 16 PF-R Stenwerte der Berufsunfhigen 50

    Tab. 7: bersicht der 16 PF-R Stenwerte der nicht Berufsunfhigen 50

    Tab. 8: Kreuztabelle Berufsunfhigkeit zu zerebraler Insuffizienz 51

    Tab. 9: Kreuztabelle Berufsunfhigkeit zu Abbauindex 52

  • 5

    Abbildungsverzeichnis

    Abb. 1: Altersverteilung aller Begutachteten 25

    Abb. 2: Altersverteilung aller mnnlichen Begutachteten 26

    Abb. 3. Altersverteilung aller weiblichen Begutachteten 26

    Abb. 4: Anzahl der geltend gemachten Diagnosen 29

    Abb. 5: Verteilung der geltend gemachten Diagnosen 30

    Abb. 6: Verteilung der gutachterlichen Diagnosen 30

    Abb. 7: Mittelwerte der MMPI-2 Basisskalen aller Begutachteten 34

    Abb. 8: Mittelwerte der 16 PF-R Primrskalen aller Begutachteten 36

    Abb. 9: Altersverteilung der Berufsunfhigen 39

    Abb. 10: Altersverteilung der nicht Berufsunfhigen 40

    Abb. 11: Vorliegen von Berufsunfhigkeit nach Gutachtendiagnose 43

    Abb. 12: Vorliegen von Berufsunfhigkeit nach bei Antragsstellung geltend

    gemachter Diagnose 43

    Abb. 13: Vorliegen von Berufsunfhigkeit nach Anzahl der geltend gemachten

    Diagnosen 44

    Abb. 14: Vorliegen von Berufsunfhigkeit nach bisheriger Therapie 45

    Abb. 15: Selbsteinschtzung des Schweregrades nach Berufsunfhigkeit 46

  • 6

    1. Einleitung

    Auch rzte erkranken. Dies fhrt in einigen Fllen dazu, dass sie in der Folge

    unfhig sind, weiter rztlich ttig zu sein, gelegentlich auch zu dem Wunsch, die

    rztliche Ttigkeit aufzugeben, ohne dass eine fassbare, eine Berufsunfhigkeit

    begrndende, Erkrankung vorlge.

    In der vorliegenden Arbeit wurde die durch psychische Erkrankungen bedingte

    Berufsunfhigkeit von rzten zum Thema gemacht.

    1.1 Definitionen eingeschrnkter beruflicher Leistungsfhigkeit

    Zur Beschreibung von Zustnden eingeschrnkter beruflicher Leistungsfhigkeit

    existieren verschiedene Konzepte und unterschiedlich definierte Begriffe. Die in

    Deutschland gngige Terminologie wird im Folgenden erlutert:

    Der Gesetzgeber unterschied fr die gesetzliche Rentenversicherung bis 2000

    zwischen einer Berufsunfhigkeit, bei der der Versicherte einen ihm

    zumutbaren Beruf wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr ausben kann

    und Erwerbsunfhigkeit, bei der keinerlei Beruf, der ein mehr als nur

    geringfgiges Einkommen erbringt, ausgebt werden kann.

    Seit Januar 2001 wird nur noch der Fall einer Erwerbsminderung abgesichert.

    Teilweise erwerbsgemindert sind dabei Versicherte, die wegen Krankheit oder

    Behinderung weniger als sechs, aber mehr als drei Stunden unter den blichen

    Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes ttig sein knnen, voll

    Erwerbsunfhig ist, wer weniger als drei Stunden ttig sein kann. Eine

    Einschrnkung der Verweisung auch auf weniger angesehene oder eintrgliche

    Beschftigungen, wie sie die Berufsunfhigkeit darstellte, ist dabei fr die

    gesetzlich Rentenversicherten nicht mehr vorgesehen (SGB VI, 2012).

    rzte sind als Freiberufler ber eine Pflichtmitgliedschaft in den

    Versorgungswerken der regional organisierten rztekammern versichert. In

    Deutschland gibt es zurzeit 17 rztekammern.

  • 7

    Berufsunfhigkeit wird von den verschiedenen Versorgungswerken

    unterschiedli