Bilirubin - Ikterus bei Strungen der Aufnahme, Konjugation und Sekretion. Prim-re Strungen des Bilirubinstoffwechsels (Morbus Gilbert,

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    06-Feb-2018

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  • Bilirubin

    MVZ Labor PD Dr. Volkmann und Kollegen GbR 1 20.11.2011

    Testparameter Bilirubin, gesamt

    Bilirubin, direkt

    Bilirubin, indirekt

    Material Serum, 1 mL, lichtgeschtzt

    Referenzbereich gesamt < 1,2 mg/dL

    indirekt 75 %

    direkt 25 %

    pathologisch > 15 mg/dL

    SI-Einheiten Berechnung

    Methode PHOT

    Qualittskontrolle Zertifikat

    Anforderungsschein Download und Analysenposition

    Ausknfte Klinische Chemie und Toxikologie

    Erhhte Werte Prhepatischer Ikterus bei Hmolyse und ineffektiver Erythropoese, bei korpuskulrer

    hmolytischer Anmie (erythrozytre Strukturdefekte), extrakorpuskulrer hmolyti-

    scher Anmie (Transfusionsreaktionen, Medikamente), Ikterus neonatorum, Morbus

    haemolyticus neonatorum, Hmatome, Rhabdomyolyse, Verbrennungen.

    Hepatischer Ikterus bei Strungen der Aufnahme, Konjugation und Sekretion. Prim-

    re Strungen des Bilirubinstoffwechsels (Morbus Gilbert, Criggler-Najjar-Syndrom, Du-

    bin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom). Sekundre Strungen des Bilirubinstoffwech-

    sels durch Leberparenchymschden wie Hepatitis, Leberzirrhose, Fettleber, hepato-

    zellulres Karzinom, Lebermetastasen, Intoxikationen (Alkohol, Drogen, Pilzvergif-

    tung), Medikamente (allergisch oder toxisch), Sepsis (Endotoxine), Cholangitis, Sal-

    monellose, Leptospirose.

    Posthepatischer Ikterus (Verschlussikterus) bei Choledocholithiasis, Gallengangskarzi-

    nom, Pankreaskopfkarzinom, Gallengangsatresie, Abstoungsreaktion nach Leber-

    transplantation, Askaridiasis.

    Pathophysiologie Bilirubin entsteht durch den Abbau von Erythrozyten (250 mg Bilirubin/die) und Hm-

    haltigen Proteinen im RES. Durch Spaltung des Tetrapyrrolrings des Hmoglobins ent-

    steht Biliverdin, die Vorstufe des unkonjugierten Bilirubins. Die Biliverdinreduktase re-

    duziert Biliverdin zu Bilirubin, das an Albumin gebunden zur Leber transportiert wird.

    Bei vermehrtem Anfall des nicht wasserlslichen (unkonjugierten) Bilirubins (Hmoly-

    se, fetale Erythoblastose) wird dieses in lipidreichen Geweben (Gehirn, Kernikterus,

    Subkutis) angereichert. Bilirubin wird in den Hepatozyten mit ein oder zwei Moleklen

    Glucuronsure zu Bilirubindiglucuronid gekoppelt (konjugiertes Bilirubin), welches

    wasserlslich und nicht toxisch ist und in der Galle ausgeschieden wird. Im Darm ent-

    steht durch Bakterieneinwirkung Urobilinogen und Sterkobilinogen. Diese unterliegen

    dem enterohepatischen Kreislauf. Ein Teil des Urobilinogens wird renal ausgeschie-

    den.

    http://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/DOCS/02/Serum.htmlhttp://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/DOCS/02/mL.htmlhttp://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/DOCS/04/Referenzbereich.htmlhttp://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/HTML/berechnung.php?N=SI6&faktor=17.104&titel=SI-Einheiten%20Bilirubinhttp://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/DOCS/06/PHOT.htmlhttp://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/PDF/biliz.pdfhttp://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/DOCS/00/Anforderungsschein.htmlhttp://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/DOCS/23/anforderungsschein_3b.pdfhttp://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/DOCS/23/sp_01.pdfhttp://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/DOCS/07/Klinische-Chemie-und-Toxikologie.html

  • Bilirubin

    MVZ Labor PD Dr. Volkmann und Kollegen GbR 2 20.11.2011

    Bei einer Behinderung des Galleflusses und bei Leberparenchymschaden gelangt

    konjugiertes Bilirubin in das Blut. Es findet sich dort in freier Form und auch kovalent

    an Albumin gebunden (-Bilirubin, Halbwertszeit 18 Stunden). Konjugiertes Bilirubin

    wird durch die Nieren ausgeschieden. Nach Beseitigung einer Galleabflussstrung

    bleibt -Bilirubin noch fr lngere Zeit erhht, whrend der freie Anteil rasch abfllt.

    Die Leber der Neugeborenen kann das bei der Zellmauserung der Erythrozyten an-

    fallende Bilirubin noch nicht vollstndig konjugieren, sodass dieses nicht ausgeschie-

    den werden kann (Neugeborenen-Ikterus). Das fettlsliche unkonjungierte Bilirubin

    wirkt toxisch (Enzephalopathie bei Blutgruppeninkompatibilitt).

    H.-P. Seelig

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