Chemotherapeutische Neuerungen in der Dermatologie

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    10-Jul-2016

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  • 234 RosenthM: Chemotherapeutische Neuerungen usw. Se]lmayr:

    der gtiologisehen Bedeutung eines Mikroorganismus far einen infektiSsen Prozef~ bedarf, so d~rf ich aus diesen Untersuchungen schlieBen, dM~ sic 1. bestgtigten, dab es gelingt, die spezifischen strukturellen MerkmMe des Skleroms an der Haut der weif~en M~use zu erzeugen, und dM~ sie 2. zeigten, dM~ an der prim~ren Bedeutung der verwendeten Kapsel- bs~cillen far die Entstehung der entziindlichen Geschwulstbildung yon histologisch spezifischem Skleromcharakter kein Zweifel bestehen kann.

    43. Herr Franz Rosenthal-Berlin: Chemotherapeutische Neuarungen in der Dermatologie.

    Bei Urticaria wurde dutch eine StrontiuranlSsung (R. O, Weil, Frankfurt) in vielen Fgllen schon dutch eine einzige intravenSse Injektion ein vSlliges Sehwinden aller Erscheinungen erreicht. Das Mittel ist vSllig unsch~dlieh und hat keine unangenehmen vasomotorischen Nebenwirkungen wie das Afenil; es ist sogar imstande, unangenehme Nebenwirkungen des Salvarsans zu verhfiten, wenn es start Wasser als L6sungsmittel verwandt wird.

    Von den jetzt vie] benutzten kolloidalen Mitteln wirkt das intravenSs verabreichte KMomel diasporM oft provozierend, wenn es nicht regelm~l~ig gegeben wird, Behandlungspausen m~issen daher vermieden werden.

    Als Antigonorrhoica haben sich das kolloidMe Silber, das bei Abortiv- kuren ganz schmerzlos wirkt, und das kolloidale Zink der Firma Klop/er, Dresden, bew~hrt. Ffir die yon Scholz gepriesene Behandlung mit Neosalvarsan mul) ich die Priorit~t beanspruchen. (Grundlagen der Gon0rrhSebehandlung, Berl. klin. Wochenschr. 1922, hTr. 9). Wir haben damMs ganze Kisten voll SilbersMvarsan, Neusilbersalvarsan und SilbersMv~rs~nnatrium, die wir intravenSs wegen Nebenwirkungen nicht mehr verwandten, zu Abortivkuren und Spfilungen bei Gonorrh5e verwandt.

    Der Erfolg ist ein ~hnlieher wie bei den Klop/erschen Pr~paraten. Ein IdeMmittel gegen die GonorrhSe fehlt uns noch.

    44. Herr Sellmayr-Mfinchen: 0her ein neues Teerpriiparat.

    Bekanntlieh stell~ in der Ekzemtherapie der Teer eines der unent- behrliehsten Mittel dar. Wir wissen aber, dab er neben seinen vielen guten Eigenschaften auch wesentliche Naehteile in sich birgt, es sei hier nut auf seinen Geruch, seine Farbe, die vor allem auf die W~sche sehr seh~dlich wirkt, und seine Reizbarkeit in bezug auf die Haut hingewiesen.

    Es ist schon vielfach versucht worden, ein Teerpr~parat herzustellen, welches die Vorteile des Teers vollkommen besitzt, ohne seine un-

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