CONCORDE Intervertebrales Mobile/Synthes International...¢  CONCORDE¢â€‍¢ Intervertebrales System Operationstechnik

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  • CONCORDE™ Intervertebrales System für die Transforaminale Lendenwirbelkörperfusion (TLIF)

    Operationstechnik

  • Bildverstärkerkontrolle

    CONCORDE™ Intervertebrales System Operationstechnik DePuy Synthes

    Einführung

    Operationstechnik

    Revisionsanleitung

    Produktinformation

    CONCORDE Bullet Ti und CFRP

    Inhaltsverzeichnis

    CONCORDE™ Intervertebrales System

    Pedikelschrauben-Einsatz 2

    Facettektomie und Vorbereitung des Arbeitsbereichs 3

    Annulotomie und anfängliche Bandscheiben-Dissektion 5

    Anfängliche Distraktion und Präparation des Bandscheibenraums 6

    Abschließende Bandscheibenpräparation und Endplattenreinigung 7

    Dekortikation und Einbringen von Knochentransplantat 9

    Probe-Cage einbringen 10

    Cage-Einbringung – CONCORDE Intervertebrales System 11

    Implantatausrichtung für lordotische CONCORDE Cages 11

    Abschließende Komprimierung 12

    Überprüfung der endgültigen Cage-Position 12

    13

    CONCORDE Intervertebrales System Produktkatalog 14

    Setliste 17

    Indikationen und Anwendung 20

    Kontraindikationen 20

    Warnungen 21

    Vorsichtsmaßnahmen 22

  • 2 DePuy Synthes CONCORDE™ Intervertebrales System Operationstechnik

    1 Pedikelschrauben-Einsatz

    Pedikelschrauben können entweder vor oder nach der Wirbelkörperrekonstruktion eingesetzt werden. Es ist oft vorteilhaft, während des Verfahrens Schrauben als Distraktionspunkt zu nutzen. Viele Chirurgen setzen Schrauben, bevor der Spinalkanal freigelegt wird. Wenn die Schrauben nach der Facettektomie (Abbildung 1) gesetzt werden, ist besondere Vorsicht geboten, um Duralverletzungen während der Positionierung der Führungsdrähte, Gewindebohrer oder Schrau- ben zu vermeiden.

    An den Pedikeln geeignete Eintrittspunkte für Führungsdrähte, Gewindebohrer oder Schrauben bestimmen. Die opti- male Position liegt im Schnittpunkt des Querfortsatzes und des oberen Gelenk- fortsatzes. Die EXPEDIUM® Spinalsystem Operationstechnik, das EXPEDIUM VERSE® Systemhandbuch oder VIPER® 2 System- handbuch für zusätzliche Details zur Pe- dikelschraubeneinbringung konsultieren.

    Operationstechnik

    Abbildung 1

  • CONCORDE™ Intervertebrales System Operationstechnik DePuy Synthes 3

    Operationstechnik

    2 Facettektomie und Vorbereitung des Arbeitsbereichs (L5/S1)

    Um einen transforaminalen Zugang zum Bandscheiben- raum zu erhalten, wird eine einseitige Facettektomie durchgeführt. Die für den Zugang gewählte Seite wird oft durch den Ort der Pathologie oder das Vorhandensein von Narbengewebe bestimmt. Das Ligamentum flavum mit einer Kürette von der Vorderfläche der Lamina re- sezieren. Die untere Lamina von L5 kann durch einen Kerrison-Rongeur, der durch die gepunktete Linie in Abb. 2 dargestellt ist, entfernt werden, um den Zugang zum Ligamentum flavum zu verbessern.

    Abbildung 2

    Abbildung 3

    Den inferioren Gelenkfortsatz von L5 mit einem geraden Osteotom oder einem Kerrison-Rongeur resezieren (Abbildung 3). Die Osteotomie tritt seitlich unterhalb des L5-Pedikels aus. Der laterale Kapselanteil des Ligamen- tum flavum ist jetzt sichtbar und kann reseziert werden. Sofern die Pathologie keine übermäßige Entfernung des Dornfortsatzes vorschreibt, wird empfohlen, sie als Ort für die Zwischenwirbeldistraktion zu bewahren, falls dies zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich sein sollte.

  • 4 DePuy Synthes CONCORDE™ Intervertebrales System Operationstechnik

    Operationstechnik

    Den superioren Gelenkfortsatz von S1 mit einem geraden Osteotom oder einem Kerrison-Rongeur resezieren, während die durchlaufende Nervenwurzel geschützt wird, um das Foramen intervertebrale freizulegen (Abbildung 4).

    Den medialen und kranialen Rand des S1-Pedikels freilegen, indem der überstehende obere Gelenk- fortsatz mit einer Kerrison-Stanze entfernt wird, um die L5/S1-Bandscheibe endgültig freizulegen. Unter Verwendung von bipolarer Kauterisierung eine gründliche Hämostase über dem freiliegenden Band- scheibenraum herstellen (Abbildung 5). An dieser Stelle ist es wichtig, die über dem Bandscheiben- raum liegenden Epiduralvenen zu koagulieren.

    Abbildung 4

    Abbildung 5

  • CONCORDE™ Intervertebrales System Operationstechnik DePuy Synthes 5

    Operationstechnik

    Eine Box-Annulotomie durchführen, um ein Fenster in den Bandscheibenraum zu erstellen (Abbildung 7). Nach der Box-Annulotomie wird ein Hypophysen-Rongeur verwendet, um zunächst loses Kerngewebe zu entfernen, um einen anfäng- lichen Raum für die Distraktoren freizumachen (Abbildung 8).

    3 Annulotomie und anfängliche Bandscheiben-Dissektion

    Es sollte darauf geachtet werden, die austretende L5-Ner- venwurzel und den lateralen Teil des zentralen Duralsacks vorsichtig zurückzuziehen und zu schützen. Ein Dissektor oder Nervenwurzelretraktor wird verwendet, um diese Strukturen bei jedem Schritt des Verfahrens zu schützen (Abbildung 6). Die Epiduralvenen werden nun ligiert, um ei- nen Zugangskorridor zum Bandscheibenraum zu schaffen.

    Abbildung 6

    Abbildung 7 Abbildung 8

  • 6 DePuy Synthes CONCORDE™ Intervertebrales System Operationstechnik

    Operationstechnik

    Abbildung 10 Abbildung 11

    4 Anfängliche Distraktion und Präparation des Bandscheibenraums

    Zu Beginn ist eine Distraktion des Bandscheiben- raums notwendig, um für eine gründliche Diskekto- mie auf die Bandscheibe zugreifen zu können, die für eine gute Fusionspräparation und Ausrichtung für eine optimale Cage-Einbringung erforderlich ist.

    Distraktion kann mit einer der folgenden Methoden erreicht werden: • Distraktion zwischen Pedikelschrauben • Distraktion zwischen dem Dornfortsatz

    Verwendung eines Startdilatators (8 mm) oder eines Bandscheibenspreizers aus dem Bandscheibenprä- parationsset wie in Abbildung 9 dargestellt.

    Nach der anfänglichen Entfernung des Bandscheiben- gewebes wird ein Startdilatator (8 mm) oder ein Spreizer aus dem Bandscheibenpräparationsset horizontal in einen kollabierten Bandscheibenraum eingeführt und dann um 90° gedreht, um eine Distraktion zu erreichen (Abb. 10 und 11). Wenn die Distraktion abgeschlossen ist, sind die Endplatten idealerweise parallel (Abb. 11), um die poste- riore Öffnung des Bandscheibenraums zu maximieren und einen optimalen Zugang für die Präparation und Rekonstruktion der Bandscheiben zu ermöglichen.

    Abbildung 9

  • CONCORDE™ Intervertebrales System Operationstechnik DePuy Synthes 7

    Operationstechnik

    Sobald die Distraktion erreicht ist, kann die Öffnung des Bandscheibenraums entweder mit einem provisorischen Stab (Abbildung 12) oder mit einem Laminaspreizer zwischen den Dornfortsätzen aufrechterhalten werden.

    Abbildung 12

    Abbildung 13

    5 Abschließende Bandscheibenprä- paration und Endplattenreinigung

    Die abschließende Diskektomie erfolgt mit einer Kombination aus Küretten, Osteotomen, Rongeuren und Shavern (Abbildung 13). Es sollte darauf geachtet werden, dass die Integrität der Endplatten erhalten bleibt und die Dura mit geeigneten Retraktoren geschützt wird, wenn Instrumente in den Bandscheibenraum ein- und austreten. Sobald der anfängliche zentrale Bereich der Platte entfernt- wordenist, ist die Ausrichtung der Endplatten besser sichtbar.

    Warnung: Wird zuviel subchondraler Knochen entfernt, können die Wirbel- endplatten geschwächt werden. Entfernen der gesamten Endplatte kann zu Absinken des Implantats und Verlust der Segmentstabilität führen

  • 8 DePuy Synthes CONCORDE™ Intervertebrales System Operationstechnik

    Operationstechnik

    Ein Osteotom kann verwendet werden, um die posteriore Lippe beider Wirbelkörper bündig zu den Endplatten zu entfernen, um die Visualisierung und den Zugang zum an- terioren kontralateralen Teil der Bandscheibe zu optimieren (Abbildung 14). Die Resektion der hinteren Lippe ermöglicht auch einen ungehinderten Zugang zum Einsetzen des Cages. Es ist wichtig, dass eine flache, pa- rallele Oberfläche in Vorbereitung auf das Einsetzen des Interponats erreicht wird.

    Vorsichtsmaßnahme: Bei der Resektion der posterioren Lippen ist darauf zu achten, dass die Endplatten intakt bleiben.

    Abbildung 14

    Um zu gewährleisten, dass das Bandschei- benmaterial von der kontralateralen hinteren Ecke des Bandscheibenraums entfernt wird, kann eine versetzte abwärtsschneidende Kürette verwendet werden (Abbildung 15).

    Abbildung 15

  • CONCORDE™ Intervertebrales System Operationstechnik DePuy Synthes 9

    Operationstechnik

    Durch Schaben mit einer Kürette oder Ras- pel können jegliche verbleibenden Band- scheibenreste und Knorpel von den knö- chernen Endplatten getrennt und entfernt werden. Gerade oder abgewinkelte Ron- geure zum Entfernen von verbleibendem losem Bandscheibenmaterial verwendet.

    Eine Vielzahl von geraden, abgewinkelten und versetzten Löffel-, Ring- und abwärts- schneidenden Küretten sind im Bandschei- benpräparationsset enthalten, um die weitere Bandscheibenentfernung zu er- leichtern. Zweifach abgewinkelte Löffel-Kü- retten (links und rechts) können ebenfalls verwendet werden, um Bandscheiben- material von der kontralateralen Seite des Bandscheibenraums zu entfernen; diese werden speziell für die unteren und oberen Endplatten verwendet (Abbildung 16).

    Abbildung

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