Datenbanken und Informationssysteme - ifis.cs.tu-bs.de .hand von Fallbeispielen bewertet und weiter

  • View
    212

  • Download
    0

Embed Size (px)

Text of Datenbanken und Informationssysteme - ifis.cs.tu-bs.de .hand von Fallbeispielen bewertet und weiter

  • Datenbanken und Informationssysteme

    Günter Stiege, Hans-Dieter Ehrich, Wolf-Tilo Balke

    Institut für Informationssysteme g.stiege@t-online.de hd.ehrich@tu-bs.de

    wolf-tilo.balke@tu-bs.de

    1 1974-1982 – Die Pionierzeit, von Günter Stiege

    Im Herbst 1974 wurde ich auf den damaligen Lehrstuhl D für Informatik berufen. Bis zur Ernennung von Herrn Ehrich (1982) war ich zuständig für Datenbanken und Informa- tionssysteme. Danach bis zu meinem Wechsel an die Universität Hildesheim (1989) für Betriebssysteme und Rechnerverbund.

    Organisatorische Zugehörigkeit Ich gehörte zunächst zum Fachbereich Elektrotechnik, Fakultät für Maschinenbau und Elektrotechnik. Anläßlich der Zusammenführung der Informatik wurde ich Mitglied des Instituts für Theoretische und Praktische Informatik (1978) im Fachbereich Mathematik und Informatik. Wenig später wurde dieses Institut in kleinere Einheiten aufgeteilt, und mein Arbeitsbereich wurde zum noch heute existierenden Institut für Betrtiebssysteme und Rechnerverbund.

    Arbeitsräume Die Arbeitsgruppe von Herrn Vollmar und meine Arbeitsgruppe saßen in der ersten Zeit im Gebäude Gaußstraße 28, in das später die Mineralogie einzog. Herr Vollmar und ich zogen danach in sehr schöne Räume im Gebäude Gaußstraße 11. 1984 war meine Gruppe so groß geworden, daß ein kompletter Umzug in ein Gebäude der ehemaligen Pädago- gischen Hochschule im Bültenweg notwendig wurde. Wir bezogen dort das Erdgeschoß. Außerdem belegten wir einen großen Teil der Kellerräume, die mit einigem Aufwand als Rechnerräume und Laborräume eingerichtet wurden. Wenig später begannen schon die Planungen für das heute existierende Informatikzentrum, das jedoch nicht vor meinem Wechsel an die Universität Hildesheim fertig wurde.

    Datenbanken und Informationssysteme – Lehre Ich übernahm Lehrveranstaltungen in der Grundausbildung. Entsprechend meinen Interes- sen und meiner beruflichen Erfahrung waren diese überwiegend aus dem Gebiet der hard- warenahen Systemprogrammierung. Es wurden Skripten erstellt und ein Lehrsystem zur Assemblerprogrammierung aufgebaut. Diese Lehrveranstaltungen führte ich auch nach dem Wechsel meines Arbeitsgebietes weiter.

    HDEhrich Schreibmaschinentext

    HDEhrich Schreibmaschinentext Hans-Dieter Ehrich, Klaus Alber, Günther Stiege, Roland Vollmar und Dietmar Wätjen (Herausgeber): 40 Jahre Informatik an der Technischen Universität Braunschweig, 1972-2012, Zum Workshop auf der GI-Jahrestagung 2012 in Braunschweig, 2012, volume T-6 of LNI, GI, pages = 84-91

    HDEhrich Schreibmaschinentext

    HDEhrich Schreibmaschinentext

    HDEhrich Schreibmaschinentext

    HDEhrich Schreibmaschinentext

    HDEhrich Schreibmaschinentext

    HDEhrich Schreibmaschinentext

    HDEhrich Schreibmaschinentext

    HDEhrich Schreibmaschinentext

    HDEhrich Schreibmaschinentext

    HDEhrich Schreibmaschinentext

  • Für das Hauptstudium wurden Vorlesungen über Datenbanksysteme und über Zugriffs- methoden eingeführt und regelmäßig gehalten. Unterstützt wurde ich dabei von Herrn Schweppe, der ab 1978 am Institut als akademischer Rat arbeitete.

    Datenbanken und Informationssysteme – Forschung In der Forschung kam es recht bald zu einer intensiven und sehr angenehmen Zusammen- arbeit mit Herrn Leilich vom Institut für Datenverabeitungsanlagen, Fachbereich Elektro- technik. Er bot mir an, bei einem geplanten Projekt ”Suchrechner“ mitzumachen und die Datenbankfragen dabei zu untersuchen. Das Projekt hatte zum Ziel, Plattenspeicher so zu modifizieren, daß in einer Umdrehung alle Sätze eines Zylinders gelesen und in Real- zeit Vergleiche unterschiedlicher Art mit den Feldern der Sätze durchgeführt wurden. Die Aufgabe der von Herrn Schweppe und mir geführten Softwaregruppe bestand darin, die so gegebenen Funktionen zur Lösung von Datenbankaufgaben zusammenzuführen sowie Bewertungsstrategien zu entwickeln und einzusetzen.

    2 1982-2007 – Ein Vierteljahrhundert, von Hans-Dieter Ehrich Mit Schreiben des Ministers für Wissenschaft und Kunst des Landes Niedersachsen vom 18.12.1981 wurde ich auf die Professorenstelle für Informatik B berufen. Ab diesem Zeit- punkt vertrat ich das Fachgebiet Datenbanken und Informationssysteme am Institut für Theoretische und Praktische Informatik, das damals die gesamte Informatik im Fachbe- reich Mathematik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften umfasste.

    Als Ausstattung standen meinem Lehrstuhl vier Mitarbeiterstellen, darunter eine eines Akademischen Rates auf Dauer, eine Sekretariats- und eine Technikerstelle zur Verfügung. Ich war sehr froh, dass ich bereits fähiges und erfahrenes Personal übernehmen konnte: Frau Jutta Bleiß als Sekretärin, die mir neunzehn Jahre lang außerordentlich gute Diens- te geleistet hat. Ich bedauerte sehr, dass sie aus gesundheitlichen Gründen im Jahre 2002 aufhören musste. Mit Frau Regine Dalkiran haben wir aber eine fähige Nachfolgerin ge- funden, die mir bis zu meinem Eintritt in den Ruhestand sehr kompetent und freundlich über alle Verwaltungsklippen hinweggeholfen hat.

    Als wissenschaftliche Mitarbeiter habe ich 1982 Joachim Brede übernommen und Udo Lipeck, Martin Gogolla und Klaus Drosten aus Dortmund mitgebracht, die letzteren bei- den mit ihren DFG-Stellen. In Braunschweig habe ich dann Karl Neumann eingestellt, der noch heute am Institut beschäftigt ist, jetzt als Akademischer Direktor.

    Als Technikerinnen und Techniker standen dem Lehrstuhl ab 1982 Michel Bruhns, ab 1983 Tran Phan, ab 1986 Frau MA Christiane Eberhardt, ab 1988 Frau MA Christiane Beer und ab 1989 Frau Gabriele Becker-Würch zur Verfügung. Frau Beer und Herr Phan verließen im Sommer 1991 das Institut, und Ende desselben Jahres trat Thomas Mack seinen Dienst an. Frau Eberhardt-Herr und Frau Becker-Würch wurden im Jahre 2007 an das neu geschaffene Institut für Softwaretechnik versetzt, so dass Thomas Mack heute der alleinige Technische Mitarbeiter am Institut ist.

    An meine Räumlichkeiten der ersten 19 Jahre denke ich mit freundlicher Erinnerung zurück: es war die erste Etage des Gebäudes Gaußstraße 12. Mein großes (wenn auch

  • dunkles) Dienstzimmer verfügte über einen Balkon zu einem Garten am Ufer der Oker, wo die Informatik hin und wieder Sommerfeste feierte. So wie mein Lehrstuhl wuchs, ha- be ich später die zweite Etage dieses Gebäudes und dann auch noch Teile der ersten Etage im Nachbargebäude Gaußstraße 13 belegt, bis wir im Jahre 2001 in die jetzigen Räume umziehen konnten. Hier endlich war auch die technische Infrastruktur für die Aufnahme von Informatikinstituten geeignet.

    In den 25 Jahren von 1982 bis zu meinem Eintritt in den Ruhestand 2007 sind 45 Mitar- beiterinnen und Mitarbeiter durch das Institut gegangen, davon 37 wissenschaftliche. Es hat im ganzen 30 Promotionen gegeben (davon eine in meiner Dortmunder Zeit) und 5 Habilitationen (Details s. ).

    Fünf ehemalige Mitarbeiter sind auf Universitätsprofessuren berufen worden, vier weitere auf Fachhochschulprofessuren. Nicht wenige von deren Schülern sind bereits ihrerseits wieder auf Professuren berufen worden. Auf die florierende Produktion wissenschaftlichen Nachwuchses habe ich immer mit großer Befriedigung geblickt.

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in Drittmittel- oder internen Institutsprojekten beschäftigt. Ich gehe erst einmal auf die Drittmittelprojekte ein (ohne DFG-Einzelförder- ungen, die anschließend kurz dargestellt werden). Es sind jeweils alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgeführt, die am Projekt mitgewirkt haben, nicht notwendig vom Anfang bis zum Ende und nicht notwendig aus Projektmitteln finanziert.

    1984-1989 DFG-SPP ”Digitale Geowissenschaftliche Kartenwerke“. Sprecher: Prof. Dr. R. Vinken, Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung. Teilprojekt Geo-Daten- bank-Entwurf. Von Seiten der Braunschweiger Informatik war noch eine weitere Arbeits- gruppe beteiligt: Prof. Dr. E. Paulus (Institut für Nachrichtentechnik). Als weiterer Daten- banker war Prof. Dr. H.-J. Schek (damals TH Darmstadt) involviert. Mitgewirkt haben K. Neumann, Frau I. Ramm, F. Lohmann. In meinem Teilprojekt wurden moderne Konzepte der Datenbankforschung abgestimmt auf die besonderen Anforderungen aus den Berei- chen der Geographie, Kartographie, Ökologie, Bodenkunde, Geologie, u.s.w.

    1986-1988 DFG-SPP ”Datenstrukturen und effiziente Algorithmen“, Teilprojekt Geome- trische Datenbanken. Antragsteller: Dr. G. Saake. Mitgewirkt hat K. Hülsmann. Konzipiert wurden Methoden und Werkzeugen für den konzeptionellen Entwurf von Datenbanken, die insbesondere für graphische und geometrische Anwendungen geeignet sind.

    1987-1991 DFG-SFB ”Wasser- und Stoffdynamik in Agrar-Ökosystemen“, Teilprojekt Landschaftsinformations- und Expertensystem. Mitgewirkt hat M. Drawin. Das im Projekt Geo-Datenbank-Entwurf erstellte geowissenschaftliche Datenbanksysteme wurde hier zu einem regelorientierten Wissensbanksystem weiterentwickelt.

    1989-1993 DFG-SPP ”Objektbanken für Experten“, Teilprojekt Formale Spezifikation und korrekte Implementierung von objekt-orientierten Informationssystemen. Gemeinsamer Antrag mit Dr. G. Saake. Mitgewirkt haben T. Hartmann, R. Jungclaus, P. Hartel, J. Kusch. Die am Lehrstuhl konzipierte objektorientierte Modellierungssprache TROLL wurde an- hand von Fallbeispielen bewertet und weiter entwickelt. Eine Entwicklungsumgebung für TROLL-Spezifikationen wurde entworfen und implementiert.

  • 1989-1997: ESPRIT BRA Working Group IS-CORE (Information Systems-Correctness and Reusability). Sprecher: A. Sernadas, IST und INESC Lissabon