Die christliche Taufe Seit wann? Warum? Wie? Wer? Worin? Was ändert sich durch die Reformation?

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Text of Die christliche Taufe Seit wann? Warum? Wie? Wer? Worin? Was ändert sich durch die Reformation?

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  • Die christliche Taufe Seit wann? Warum? Wie? Wer? Worin? Was ndert sich durch die Reformation?
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  • Seit wann gibt es die Taufe? Wer hat die Taufe erfunden? Gibt es Vorbilder?
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  • Isenheimer Altar Johannes der Tufer war in der Wste und predigte die Taufe der Bue zur Vergebung der Snden. (Mk 1,4) [Johannes sprach:] Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. (Joh 3,30)
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  • Und es begab sich zu der Zeit, da kam Jesus von Nazareth in Galila und lie sich taufen von Johannes im Jordan (Mk 1,9) Lucas Cranach d. J.: Epitaph fr Johannes Bugenhagen (Stadtkirche Wittenberg)
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  • Die Taufe war dem Christentum selbstverstndlich: Wisst ihr nicht, dass alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? (Rm 6,3) [Paulus] fragte sie [Christen in Ephesus]: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Bue und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nmlich an Jesus. Als sie das hrten, lieen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. (Apg 19,35) Darum gehet hin und machet zu Jngern alle Vlker. Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Mt 28,19)
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  • Die Taufe ist unableitbar trotz ritueller Waschungen im Judentum und anderen Religionen (mehrmals mglich) der jdischen Proselytentaufe fr Konvertiten aus dem Heidentum (erst in christlicher Zeit bezeugt) Mittelalterliche Mikwe (Judenbad) in Speyer
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  • Wie sahen Christen solche Parallelen (hier im Blick auf die traditionelle Religion)? Auch die Heiden, aller Einsicht in die geistigen Krfte bar, messen ihren Idolen dieselben Wirkungen bei. Allein sie tuschen sich mit bloem Wasser. Zu manchen Kulten nmlich lassen sie sich durch ein Bad aufnehmen, zu den Kulten der Isis oder des Mithras; auch tragen sie ihre Gtter zu Abwaschungen heraus. (Tertullian, Kirchenvater in Karthago, um 200 in ber die Taufe)
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  • Seit wann gibt es die Taufe? Wer hat die Taufe erfunden? Gibt es Vorbilder?
  • Folie 12
  • Warum wird getauft? Was ist der Sinn der Taufe? Was hat man davon?
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  • So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. (Rm 6,4)
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  • Als aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unseres Heilandes, rettete er uns, nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, sondern [] durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist [], auf dass wir [] Erben seien des ewigen Lebens. (Tit 3,4.5)
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  • Ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes. (1Kor 6,11) Stehe auf und rufe seinen Namen an und lass dich taufen und abwaschen deine Snden. (Apg 22,16)
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  • Denn wie viele von euch auf Christus getauft sind, die haben Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Heide, hier ist nicht Knecht noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau, denn ihr seid allzumal einer in Christus Jesus. (Gal 3,26.27)
  • Folie 17
  • Warum wird getauft? Was ist der Sinn der Taufe? Was hat man davon?
  • Folie 18
  • Wie wird getauft?
  • Folie 19
  • Nachdem ihr das alles mitgeteilt habt, tauft auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes in lebendigem Wasser. Wenn du aber kein lebendiges Wasser hast, taufe in anderem Wasser, wenn du es nicht in kaltem Wasser kannst, dann in warmem. Wenn du aber beides nicht hast, giee ber den Kopf dreimal Wasser aus auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
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  • Quelle: Didache (Lehre der Zwlf Apostel) Aus dem 2. Jahrhundert Aus Syrien (?) Kirchenordnung: Anweisungen fr das kirchliche Leben (auch zur Eucharistie/Abendmahl) Zwei Wege gibt es, einen des Lebens und einen des Todes Weg des Todes: Snde Weg des Lebens: fhrt zur Taufe durch das Halten der Gebote (Bergpredigt) und anderer ethischer Weisungen (du sollst nicht Gift mischen, Abtreibungsverbot, Verbot von Astrologie) Vorbereitung der Taufe durch eine Katechese: Nachdem ihr das alles mitgeteilt habt.
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  • Ablauf einer Taufe im 3. Jahrhundert (Quelle: Traditio Apostolica) Vorbereitung: die Frauen, nachdem sie ihr Haar aufgelst und ihren Gold- und Silberschmuck abgelegt haben. Niemand soll einen fremden Gegenstand mit ins Wasser nehmen. Gebet ber dem Wasser Exorzismus durch den Bischof und Absage an den Teufel: Ich widersage dir, Satan, all deinem Pomp und all deinen Werken. Salbung mit dem l des Exorzismus durch einen Presbyter (Priester)
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  • Ablauf einer Taufe im 3. Jahrhundert (Quelle: Traditio Apostolica) Durchfhrung: Ein Diakon steigt mit dem Tufling ins Wasser. Tauffragen: Glaubst du an Gott, den allmchtigen Vater? (Ich glaube.) Glaubst du an Christus Jesus, den Sohn Gottes, der geboren ist vom Heiligen Geist aus der Jungfrau Maria, der unter Pontius Pilatus gekreuzigt wurde, gestorben, am dritten Tage lebend von den Toten auferstanden und zum Himmel aufgestiegen ist, zur Rechten des Vaters sitzt, der kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten? (Ich glaube.) Glaubst du an den Heiligen Geist, an die heilige Kirche und an die Auferstehung des Fleisches? (Ich glaube.) Nach den Antworten jeweils die erste, zweite, dritte Taufe. Salbung (des ganzen Krpers) Der Tufling zieht sich wieder an.
  • Folie 23
  • Ablauf einer Taufe im 3. Jahrhundert (Quelle: Traditio Apostolica) Aufnahme in die Abendmahlsgemeinschaft Danach sollen sie in die Kirche hineingehen. Gebet des Bischofs: Herr, Gott, du hast sie gewrdigt, durch das Bad der Wiedergeburt des Heiligen Geistes die Vergebung der Snden zu erlangen. Mache sie auch wrdig, mit Heiligem Geist erfllt zu werden. Handauflegung und Stirnsalbung durch den Bischof Kuss des Bischofs Danach beten sie zusammen mit dem ganzen Volk. Denn sie drfen erst dann zusammen mit den Glubigen beten, wenn sie dies erhalten haben. Friedenskuss untereinander Teilnahme an der Eucharistie/Abendmahl
  • Folie 24
  • Was in der Antike noch dazugehrt dreijhriger Katechumenat Taufe in der Osternacht bergabe des Glaubensbekenntnisses kurz vor der Taufe bis zum Ende des 4. Jahrhunderts wird das Glaubensbekenntnis nicht vom Tufling gesprochen, sondern vom Tufer abgefragt nach der Taufe letzte Belehrungen ber den Sinn der Taufe und des Abendmahls bis zum nchsten Sonntag tragen der weien Taufkleider (Weier Sonntag/Quasimodogeniti = wie die neu geborenen Kinder)
  • Folie 25
  • Callist-Katakombe (3. Jahrhundert)
  • Folie 26
  • Von der Antike zum Mittelalter Taufe als erste und letzte Sndenvergebung Taufaufschub bis zum Lebensende Bue als zweite Sndenvergebung Martyrium ersetzte die Taufe (Bluttaufe) Zahl der Tuflinge wuchs, Christentum breitete sich auch auf das Land aus Mission (Bonifatius!) Mehr und mehr Taufen von Kindern bereits getaufter Eltern Kleinere Taufsteine gengten. Katechese vor der Taufe wurde verkrzt Taufrecht fiel von den Bischfen an die Pfarrer Einmal im Jahr vollzog der Bischof an den getauften Kindern die Firmung
  • Folie 27
  • Wie wird getauft?
  • Folie 28
  • Wer wird getauft?
  • Folie 29
  • Die Tuflinge sollen ihre Kleider ablegen, und zuerst soll man die Kinder taufen. Alle, die fr sich selbst sprechen knnen, sollen es tun. Fr die jedoch, die nicht fr sich sprechen knnen, sollen die Eltern sprechen oder ein anderes Familienmitglied. (Traditio Apostolica)
  • Folie 30
  • Wer wird getauft? (dazu morgen mehr)
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  • Worin wird getauft?
  • Folie 32
  • Alles im Fluss?
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  • Nur ein paar hundert Schritte zum Euphrat
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  • Zenobia (Halabiyye)
  • Folie 36
  • Folie 37
  • Folie 38
  • Apamea
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  • Nordafrika
  • Folie 40
  • Qalat Siman
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  • San Giovanni in Fonte (Rom, 5. Jahrhundert)
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  • Baptisterium der Arianer (Ravenna, 5. Jahrhundert)
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  • Pisa (12. Jahrhundert)
  • Folie 49
  • Folie 50
  • Folie 51
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  • Folie 53
  • Tauforte Flsse Baptisterien Taufbecken in Kirchen Zur Erinnerung: Die Taufe beinhaltet Sndenvergebung Zulassung zum Abendmahl Beginn christlicher Existenz berhaupt (Kindertaufe) Die Gewichtung ist abhngig von der Situation (Taufe von Kindern christlicher Eltern = Volkskirche, Mission) Und die Paten? Der Pate ist pater spiritualis (geistlicher Vater), der ursprnglich die sittliche Eignung des Tuflings bezeu