Die Erkrankung des Ohres beim Abdominaltyphus

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    17-Aug-2016

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  • Die Erkrankung des 0hres beim Abd0minaltyphus ~rOn

    Dr. Oarl Ernst Emii Hoffmann, Professor tier Medicin in Basel.

    in einer gr~sseren Arbelt*) habc ich die Ver'~ndorungcn: welche beim kbdomlnaltyphus ~iberha,lpt vorkommen, besproehen. In dieser Bespreehung konnte ieh den Krankheitea des Geh;~rorganes jedoeh nur einen verh~ltnls.~m~ss~g gerlng~n Raum wldmen; ieh erlaube mir daher, einem gegen mlch ausgesproche~en Wunsche folgend, hler etwas ausfiihrlicher auf die Geh~rstSrungcn w~hrend des Typhus zu- riic~ukommen.

    Freilich beschriinkt ~ich ~neine Mittheilung nut auf solehe F~Ile, weiche zur Sektion kamon, nachdem bei ihnen w~hrend des Lebens Gch~rst~rungen in hervorraffencler We.:se s~at~ffefunden batten'; dabei hatte [ch in Folge meiner angestrenfftea :Berufs~h~tigkelt keincrlei Gc- legenhcit~ diese F~lle seibst w~hrend des Lebens zu beoSaehte~, al|dn iiber sie s~ram~ich Slnd hlnreichenc! ~enaue Krankengesehichten gefithrt, so dass sie aueh naeh dieser Richtuag hin verwerthet werden k~nnen.

    Die Geh~rst~rung, welehe be] Typhus gcw~hnlich auftrltt, ist~ wie bckannt, die Sc~wert~r~keit~ welcher slch ~Kers Orensausen za- g~seil. In sehr vielen Fallen tiegt dieser Geh~rstSrung kolne hath-

    *) Un~ersuehungen fiber dle l~atbologlsch-anato:ui~chcn Verlladerungen der Org~ue beia~ Ab~ominMtyl)hue, -Lel]~zig 18~9.

  • HOFFMANN: Ueb er die Erkrankunff des Ohres belm Abdominaltyphus. ~7~

    welsbare anatomlsche Ver~derung zu Grund% so dass naeh dem Tode keino materielle Grundlage mehr naehweisbar ist; oder abet die ge- fimdenen Yer~nderungen sind h~ehst unbedeutend und stehen in keinem Verhaltnisse zu den wahrend des Lebens beobaehteten Erseheinungen. Aueh dis Art des Auftrctens dieser Stt~rungen, sowie ihr Verschwln- den w'ahrend des "Verlaufes der Typhuserkrankung spreehen dafiir, dass in sear vielen Falien, in denen sine genauere Untersuehung nieht m~glich war~ keine wesentlichen Yer'anderungen exlstirten.

    Bei heftlgen Typhuserkranku~gen ereten diese GehSrstt~rungen sehon sehr friihe nnd oft z_iemlleh plSt~lieh auf; see slnd hlerbel racist verbunden mit St~rungen yon Selten des Centralnervensystems und mtis- sen atsdann mit diesen gewlss in ea~salen Zusammenhang gebraeht werde,. Beobaehtet man z: B. wle bei einem Kranken~ an dem kelnerlei Ver- ~.nderung seines Geh~rvermt~gens naehgewiesen werden konnte, mit: dem A_uftreten yon Gehirnersehelnungen, etwa nur in Folge andauern- den Blutandranges gegen den Kopf him aueh die Schwerht~rigkeit sieh einstellt, wie diese darn, w~hrend der Kranke vollst~indig theft- nahmslos daliegt, elnea so hohen Grad erreieht, dass selbst auf lautes Anrufen kelne irgend merkbare Reak6on erfolgt, und sieht man darauf, wle naeh Anwendung e~aes kaltel~ Bades fast plStzlleh mit der gr~s- seren Klarhelt der gelstigen [~unctlonen aueh das (~eh~r wiederkehrt, so wird man doeh mit ~othwendigkeit darauf hingewiesen, dass die GehSrst~rung mit tier geistigen St~rung eine gemeinschaftliehe Quelle gehabt und class ihr kelne irgendwle erhebliehe ~aterielle Veranderung zu G runde gelegcn hahe.

    Ausser diesen St~runge1~ treten aber bei Typhus aueh Geh~r- anomalieen auf~ welch% oh ohne nile Ver~nderungez~ der gelstig'en Fnnetionen~ sieh nach und nach entwickeln und allm~thtig an St~rke zunehmen. Sic halten meist gieiehen Sehritt mlt der Zunahme der entziindliehen Affection der Pharynxschleimhant, welche ja fast bei keinem erhebiiehen TypbusfaHe fehtt. Zwar finden sich die Eat- ziindungsproeesse im Pharynx vorzugsweise stark in den. unteren Abtheilungen der hinteren und seitlichen Pharynxwand, indem Ge. schwiirbildungen sieh besonders h~ufig yon den Gaumenb~gen aus auf die Tonsillen und deren Umgebnng und yon hier nach abwtirts weiLer verbreiten, alleln auch die oberen Abtheilungen leiden gewt~hn- lieh in ~hnlieher Welse und ks fi~den sich katarrhalische Schweilun- gen der Pharynxschlelmhaut in der Umgebung der Tubae~ Eustaehii sehr hiiufig. Diese sehon an und ftir sieh bedingen night ungew~hn- lieh einen mehr oder weniger votlst~indigen Versehlusa des Ostium

  • 2?4 HOFFMANN: Ueber die Erkrankung des,Ohres heir Abdaminaltyphus~

    pharyngeum tubae, ,,vie dies berelts fr~her ausftihrlicher yon Schwa rtze*) auseinander gesetzt wurde. Von hier aus setzt sieh der Katarrh in die Tuben selbst 5fters fort, und dringt selbst his in die Trommel- hShle vor. Allein in den meisten F~llen erfolg~ soiree R[ickbildung wiederum ailmiihlig nnd die Geh~rstSrunff verschwi-~det naeh und naeh, ohne bedeut.endere anatomisehe Veranderu,gen z~ hin~erlassen,

    Wenn in dieser Weise auch ziemlleh viele F~;lle yon C-~ch~sstSrungen sich auf Katarrhe des Pharyax~ der Tuba Eustaehll uad des Cavum tympani zuriickfiihren lassen, so ist dies doch slcher nlcht in der yon Griesinger anffenommenen Aussehlless!ichkeit der Fatt, we,'cher sagt**): ,Sie (die SchwerhSrigkelt und das Ohrensausen) sind nleht a ls herr v~se Erseheinungen zu bett'achten, sondern riihren vorztiglich yon Katarrh der Eusiaehisehen tL~hre uud derTrommelhShle, seltepervon Kat.arrh des ~usseren Geh~rgangs, Bluterguss in denselben e~e. her." Es geht. vielmehr aus unseren oben gegebenen Auseinandersetzungen he~yor, dass in sehr vlelen Fallen es sleh dabel wirklich nut um nor- v~se St~rungen handelt.

    Die Katarrhe des Pharynx setzen sieh in vielen F~llen dureh die Tuben in die TrommelhShlen fort und bestehen deft. entweder aueh als einfaehe Katarrhe , oder veranlassen heftigere Entztindungen

    r o f~ mit Eiterbildung" unter allm~hliger Zerstorung der Weiehtheile. Doch gehen solehe Eiterungen verh~iltnissm~ssig seltener aus einfachen fort- gelei~eten Katarrhen hervor, sie slnd vielmehr in h~ufigeren F~ilen an intenslvere Entziindungserseheinungen der RaehenhShle~ namentlieh an Diphtherltis gekntipft. In der Tha~ war bei den melsten yon mir beobaeht,etenFallen yon Eiterung in der Trommelh~hle entweder w~;h- rend des Lebens dlphtheritisehe Entz~indung des Pha1:ynx vorhanden gewesen o~ter zelgte sieh noeh w~hrend der Section setbst.

    Von der Tr0mmelh~hle aus schreitet die Eiternng in sehr vieten Fgtlen auf die Naehbarsehaft fort, namentlieh werden die Cellulae mastoideae gew~hnlieh yon ihr ergriffen und ausserdem ltihrt sle gftera zur Perforation des Tremmelfells. Unt.er den 250 Seetlonen~ welohe b el den meinen Untersuehungen zu Grunde llegenden Typhusepide- mieen Vorkamen, fanden sieh vier Falle yon Perforation des Trommd, feUes; die ieh hier mittheilen will.

    *) Deutsche Klinik 1861 Nr. 30. Ueber die Erkrankungen des Geh~rorgan~: ~m Typhus,

    InfeetiensKrankhelten irt Virchow;s Haudbuch. ~, ,Aufl. ~S*~4 1~. 22!t.

  • HOFFMANN :. Ueber die Erkranktmg des Ohre~ beim )~bdomiaal~yphua. ,,~

    L Emt~ie Kro:nenb,erg , WKseherin aus Luzern~ 24 Jahre alt. - - Die Kranke war s~hQn vier Woehea vor ihrer Aufnahme ~'s Spltal (~. Augus~ iSgt~) an heftig~en DiarrhOea, verbunden mit Magensohm~rz~ erkrank~. Sie ist sehr sohwach; ~tark abgemagert ; ihre Zunge is* trooken, roth, geschwellt, u nbewoglich. DioMilz- dJtmpfung vergr~issert, der Leih welch nut im Eplgastrium empfiudHcb. Gelbo St'dhle erfolgen h~iufig. Pals 116.

    In den n~iehsten Tagen trlt~ Husten auf~ doeh zeigt slob hinten am Riicken nirgends D~mpf-ang; die Kranke ist fortw~'}n'end 5,usserst; sehwaeh~ so (lass sis f-a:s~ be~ jeder S~uhbn~leerang ohrJm~,ohtig wird.

    Am 8. August rechts hinten und unten D~mpfung. Aus dem Munde kommt starker, fauliger Ger~c,h~ die Zunge ist feuoht~ die Sputa sind blu~ig~ zum Thell z~he. Seit mehreren Tagen ist dle Kra~ke stark mens~ruir~.

    Gegen Mi~e Augusg hln besse:t slch die Resph'a~ion~ die St.iihte tbeilwelse blutig, Sehw~ieho flauert an.

    Von Anfang d~r Erkrankung war das Geh~r der Kranken geschw~cht, doch wurde dies mit dem a~Igemelnea Schwi~ebezus~nd in Verbindung gebraeht; am 17. August e~'folgte eitrige~ Ausfiuss aus dean linken Ohre. Glelchzeitlg sutwickel~ ~ieh an der reehten Hinterbacke sin Abscess~ der am 20. August mlt einer kteiaen Osfihung a~fbrioht, sie.h bel der Erweiterung-der Oef~mug a.ls fiber faus~gross er- welsh, und sine grosse Meage ~belriecher.den FAters eu~teert

    Der Ausfluss you gelbem Eiter aus dem llnkeu Ohrc dauer~ in der n~iehsten Zeit an and ist for~w~hrend ziem]ieh reichlieJh.- Ebenso h~ilt der Au~flt~, aus dem Abseesse ununterbrochen an.

    Gegen Ends August entwickeI~ sleh else sehmerzhafte Geschwuls in der N~he des llakenUnterkleferwigkeTs ~ aus we]eher sieh bel einer am 31. August gemaehten Incision sehr viel ~usserst fibelrieehender~ dilnnfl[~sslger~ sehmutzig grfingelber Eiter entleert. Die eingefiihrte Sonde driug!; tier eln, so dass man yon der Mund- hiihle aus den Knopf derselben fiiblez~ kann, jedoeh ist sine Communication mit der Mundhiihle nitht zu entcleeken. Dabei spuckt die Kranke eitriff-blutige Massen au~ and en.~wlekel~ aus dem Munde elnen aashaften ~erueh.

    Am 2. September ~achmittags erfolg~ pl~itztleb~ ohue vorhergegangenenHusten heft~ge H~mop~o~, so dass ohne fIustcn in Zwischenr~umen yon sin paar Minuten ein blundvoll hellen, wenig sehaumigea Blutes ausgespuekt wird, im Ganze,~ etwa 1/3--i/~ Litre. Dutch Auflegen elner Eisblase auf die Brust wards der Anfatl be- endigt; doeh enth~t~ der Auswurf am 3. September immer ~oeh .Spuren you Blut.

    Der Austtuss aus dem Ohre, sow's die Ei~m~mg belder ~Vundeu dauert an. Am 4. September Mittags 12 Uhr effolgt e~n erneuer heJ~iger Aural! yon

    H~mopto~ ohne Husteu and ~v~hread desselben erfolgt (ler To& Die Section wird ~t) Stundeu na(;h ~em Tod~ ge~nacht. Der K~irper sehr stark abgemag~ort; am Kreuzbeln ~eiehter Deeubitus; in der

    rech~en Hin~ei~baeke eine 8 Ore. im Durchmesser ha.l~n4e mit grllnHehem Eiter- er- fiilt~ H~hle.

    Aus" dera Zinhen Oh,re fli~sst w~lw~nd tier Seetlo.~ e~e ~'e~c~lichs Menge sehr stark s~nkender~ schwSrzltch-btauner Fliisslgkeit aus.

    An der obersten Abtheitung der linken Selte deu ttalses in der ~mgebtmg des Unterkieferwinkels bls dicht an die ~inke Ohrmusehel reichend dehnt sich eine gro~se blau-gV.ine AnsehweIIung mit kleinen oberfl~ieh]iehen Absehlirfungen aus; in tier Iq~he des Un~erkiefers eine mlt ~erdfinnten ll~indern verseheae Oeffnung. o~ dieter aus gelangt man zu elner Liefgreifenden Zerst~rung des Gewebes tnde~ U~ t

  • 276 HOFFMANN: Uebe~' die Erkrankung des Ohree helm Abdomlnaltyphue.

    gcbung dcr ~ubma~lardr~se~ wclche wle fr~i pr~parirt erschelnt~ uad yon br~n- lloher Ubelrfechender FlfissI~keR umgeben |st. Auch die benaehbarten Geflisse~ Nervcn uad ~[uskeln sind vollst~adlg fret gelegt; ein k~e{ner Z~veig dee Arteria lingualls ist erod~r$ und drtrch ein missfarbigcs Blutgerlnnset geschlosaen~ ebenso finder sich neben der br~unllchen Ftiisslgkcit eln zlem|ich grosses missfarblges Blutge flannel in der durch die Zerst~rung gebiidctcn ]:l~hte. Diese erstreekt ~ich an der* Innenfl~che des Unterklefers in die H~he und dring~ neben der hlnteren Abtheilung der Zunge~ in einer L~inge yon 1~5 Cm. dureh den Boden der Mundhlihle in diese ein. Das Periost des Kz~oehens ist~ sowelt die H~hle releht~ ~ollst~ndig verschwun. den, der Knochen Lst freigeteg~ un~ an zwei Stellen berelts sehr rauh. Die Zer- st~rung ragt aussen nach oben bls zur Ohrs2eicheldrfise ~ welchc leicht br~iunlich gelb gef~rbt tat, w~hrend die Untel'kieferdrfi~e mehr griinllch erschein~,

    In der Mundh~hle and im Pharynx ist gleiehfaUs viel br~iunliche s~inkendc Fliis- sigkeit. Die Zunge noch stark ges~hwellt~ roth; die Sehleimhau~ des Pharynx und Oesophagus bla~s; die Umgebung der linken Tuba geschwellt~ die Tl~benmiindung often, nlcht verengt. Bei genauerer Untersuchung ergibt eh,?l~ class der bet der Section vorhandene~ oben erw~ibnte Au~fluss aus dem lin~e~ Ohre dadurch zu Standc gekommen war~ dass die brti~nliehe Fliisslgkeit aus der ~undhlihl~ dutch die Tuba in die Tromme|h~ih|e uu4 yon bier dutch das perforirte Trommelfell in den ~iusse~en Ge|fiirgang gelang~ war. Die Trommdh~hle selbst war norh erfdllt mit brttuntleh- eitrig-~auchiger Fliissigket L das T~omm~lfe~l ist vorn nnd unten dutch eine ztemlich grosse Liieke unterbrochen.

    Im rechten Ohre keine |rgend erhebliche Aenderungen. - -

    Oedem der we|then Hirnh~ute und des Geh~rn~. Lungengansr~n beiderseits. Htimorrhagisehe Typhusge~chwlire des Darms in grosset Ausdehnung~ heilwelse in Ueberh~iutung.

    In diesem Falle ha~delte es s]ch um e~ne offenbar yon der Mund- h~hle ausgehende Entziindung, we]che elnerse~ts zum Durchbruch des Bodens dcr Mundh~hle gefiihrt und grossc Zerst~rungen ]n desscn Umgebung veranlasst~ andrerseits sich dutch die Tuba auf das mhflcre Ohr fortgesetzt butte.

    II. J akob L in k~ Schuhmaeher aus Wii~ttemberg, 25 Jahrc a|t. Der t~atient kam nach drei~gigem Kranksein mit starken Fi~bererseheinungen

    am tl , Dezember !865 in das ]:l~ilfsspital und coHabirte in den n~chsten Tagen ziemlieh stark. AlhnRMig erholte er ~ich wiederum ein klein wenig~ nut wghrend der Naeht hatte er heftige Deliriea~ dabei |st er fortwR.hrenl ziemlieh schwerh~rig. Gegen t~nde December tritt grosse Sehmerzhaftigkeit an belden Ohren auf had am 27. Dezember entleert sich aus be|den eine relehliche blenge brauner~ sta~k sttnkender, janehlger F]fiss~gkeft. In den nun foigenden Tagen bessert sich das kllgemelnbefmden merklich, w~thrend der Obrenaus~ass andauert~ jed0eh alhnghlig eln mchr gelbes eitriges Ansehen annlmmt. Untcr Zunahme des Ohrenausflusses versehleehtert sich das Allgemeinbefinden gegen den 10. Januar hin wiederum merk- Itch, Decubitus bildet sioh aus, die Respiration wlrd ersehwert; gegen MitteJanuar tritt b~iderseits Di~mpfang und bronch~alcs Athmen auf. Die ~tchte verbrlngt Pa- tient nun sehtaflos unel ~iusser~t unruhig. Am 17. uncl 18. sind di~ Sputa dunked, aitrtg, libelrlechc~d; am ~9. liegt Patient in Agent% Abends ~ Uhr erfolgt tier Toc~.

  • HOFFMANN: Ueber dls Erkrankung d~ Ohres beim Abdominaltyphus, ~"~

    S~ction naeh 18 Stunden. $cMidelh5hle: Das Seh~deldach yon mittlerer t)ioke~ die weichen Hirnh~ute

    le~eht ~demat~s, etwas getr[ibt, doch nirgends in irgead starkem Maasse. Die Seiten- ventrikel nicht ausgedebnt. D|e Gehirnsubstanz ziem!ieh feat, feueht~ blutreich.

    Geh~rorgan : Die Paukendeeken sowie dle ~ Pa~$es mastotdeae belder Eehl~fen- beine slnd yon grfinliehem Ansehen, die Nervenbtindel im Porus aeastieus internus sinister, stark gerSthet, mlsstarbig, reehts nlcht so ~uffallend. Dis Knoehensubstanz ist iiberall sehr m~irbe, Die Paukenh6hle Jst fast vellstKndig erfiillt mit grfin]iehem, missfarblgem~ sehlelmlg-zahem Eiter, dertheilwelse mit Blut vermengt ist und einen intensiv fau!|gen Gerueh besltzt; mit dcr gleiehen eitrlgen Masse sind beidersefts die Zellen des Knoehens erfiiIlt. An der OberflKehe der Paukenh~ihle haftet die grfildiehe~ sehlelmig-eltrige Masse zleml|eh lest. Dis Geh6~knSchvtehen ze|gen bel- derseits keine Lagever~nderungen. das T~'ommelfeU der linken Seite ist yon zwei fiber steeknadelkopfgrossen Oeffnungen durehbohrt, das TrommelfelI der ~'eehtenSeite besitzt fi2nf Oeffnungen, welehe in der Umgebung des Hammergriffes ]iegen und deren R~nder gewulstet erseheiaen. Der Caaalls nervi faciaHs ist beiderseits unver- letzt, doeh ist,...