Dokumentarfilmpreis Unterwegs 2014

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Zum siebten Mal geht die internationale Veranstaltungsreihe „Dokumentarfilmpreis ‚Erinnerung und Zukunft‘ Unterwegs“ auf Tour: goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) präsentieren in Berlin den Gewinner des diesjährigen Dokumentarfilmpreises „Erinnerung und Zukunft“ Judgment in Hungary / Urteil in Ungarn der ungarischen Regisseurin Eszter Hajdú. In Sarajevo und Osnabrück (Zelims Bekenntnis ) sowie in Wien (Nepal Forever ) sind zwei weitere Beiträge aus dem diesjährigen Wettbewerb zu sehen, um die Filme auch über goEast hinaus sichtbar zu machen.

Text of Dokumentarfilmpreis Unterwegs 2014

  • FILMPREIS ERINNERUNg UND ZUKUNFTSARAJEVO BERLINWIEN OSNABRCK

    UNTERWEgS

    presse@filmfestival-goEast.de +49 (0)163 - 510 976 5+49 (0)611 - 236 843 14

  • Zum siebten Mal geht die internationale Veranstaltungsreihe Do-kumentarfilmpreis Erinnerung und Zukunft Unterwegs auf Tour: goEast Festival des mittel- und osteuropischen Films und die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) pr-sentieren in Berlin den Gewinner des diesjhrigen Dokumentar-filmpreises Erinnerung und Zukunft JUDGMENT IN HUNGARy / URTEIL IN UNGARN der ungarischen Regisseurin Eszter Hajd. In Sarajevo und Osnabrck (ZELIMS BEKENNTNIS) sowie in Wien (NEPAL FOREVER) sind zwei weitere Beitrge aus dem dies- jhrigen Wettbewerb zu sehen, um die Filme auch ber goEast hinaus sichtbar zu machen.

    Seit 2008 wrdigt der Dokumentarfilmpreis Erinnerung und Zu-kunft Regisseure, die sich kritisch und konstruktiv mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen oder mit historischem Un-recht auseinandersetzen. Der Preis wurde von der Stiftung EVZ gefrdert und gemeinsam mit goEast Festival des mittel- und ost-europischen Films in Wiesbaden verliehen. Um die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung konkurrierten sechs nominierte Filme.

    Die Filme werden in Anwesenheit der Filmemacher/innen gezeigt und von Filmgesprchen begleitet.

    DOKUMENTARFILMPREISERINNERUNG UND ZUKUNFT UNTERWEGS

  • JUDGMENT IN HUNGARY / URTEIL IN UNGARNUngarn, Deutschland 2013, Regie: Eszter Hajd 107 Min., OmeU

    2008 und 2009 berfielen rechte Extremisten in Ungarn meh-rere Roma-Drfer. Sechs Menschen starben, darunter ein fnf-jhriges Kind. Gegen vier Verdchtige wurde Anklage erhoben. Der Film dokumentiert den Prozess, der zweieinhalb Jahre dau-erte. Nur selten verlsst die Kamera den kleinen Gerichtssaal, in dem sich die Angeklagten und die Angehrigen der Opfer auf engstem Raum gegenberstehen. Es entspinnt sich ein hochin-tensives Kammerspiel, das viel ber die weitverbreiteten Ressen-timents gegenber Roma und Juden in Ungarn erzhlt. Im Zuge der Anhrungen kommen krasse Ermittlungsfehler ans Licht. Bloer Pfusch oder gezielte Manipulationen? Der Richter pr-sentiert sich als unparteiischer Hardliner der Ordnung. Schnell gereizt, pocht er auf die Autoritt des Gerichts, verwarnt viel und verteilt Verweise. Die Emotionalitt der Roma-Zeugen ist ihm ein Dorn im Auge genauso wie die Kaltbltigkeit der Gegenseite. Doch je lnger sich der Prozess in die Lnge zieht und je leerer die Zuschauerrnge werden, umso selbstbewusster treten die Angeklagten auf. Sie berufen sich auf ihren vermeintlichen Rck-halt in der Bevlkerung und platzieren unverhohlen Drohungen. Immer hufiger gert der Richter in die Defensive. Mssen die Roma um ihr Recht frchten?

    22. SEpTEMbER 2014, 19.00 UHRFilm mit abschlieendem podiumsgesprchKino Arsenal, potsdamer Strae 2, berlinpodium: Eszter Hajd (Regisseurin), Sandor Mester (produzent) und weitere Gste Moderation: Grit Lemke (Kuratorin und Autorin)

  • ZELIMS CONFESSION / ZELIMS bEKENNTNISDeutschland 2013, Regie: Natalia Mikhaylova 60 Min., OmeU

    Eigentlich will ich diese Dinge vergessen, sagt Zelim zu Beginn des Films. Doch dann beginnt der junge Mann zu erzhlen. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort: An einer Bushaltestelle in Inguschetien griff eine Polizeistreife den tschetschenischen Flchtling auf, brachte ihn auf die Wache, nahm seine Persona-lien auf und lie ihn wieder gehen. Kurze Zeit spter strmten Sicherheitskrfte die Wohnung seiner Familie. Zelim wurde ver-schleppt, erniedrigt und tagelang gefoltert, sollte Verbrechen gestehen, die er nicht begangen hatte. Er blieb standhaft und unterschrieb kein Gestndnis, obwohl er den Tod vor Augen hat-te. Die Regisseurin Natalia Mikhaylova zeigt Zelim in Oslo, wo er inzwischen in Sicherheit ist. Alternierend sehen wir ihn erstaun-lich gefasst von seinem Martyrium erzhlen und dann wieder neugierig, aber auch voller Unruhe die fremde Stadt erkunden, whrend ihn die Schatten des Erlebten nicht loslassen. So ent-steht das Portrt eines Menschen, der sich trotz unfassbaren Leidens nicht brechen lie und zugleich eine eindringliche Anklage gegen die Exzesse behrdlicher Willkr und Gewalt, die im Nordkaukasus immer noch an der Tagesordnung sind.

    17. AUGUST 2014, 17.30 UHRFilm und Gesprch mit Natalia Mikhaylova Sarajevo Film Festival, bosnien und Herzegowina

    16. OKTObER 2014, 17.30 UHRFilm und Gesprch mit Natalia Mikhaylova und Zelim (angefragt)Unabhngiges Filmfest OsnabrckLagerhalle, Rolandsmauer 26

  • NEPAL FOREVER Russland 2013, Regie: Aliona Polunina 90 Min., OmeU

    Die Weltrevolution kommt. Sergei und sein Assistent Viktor ar-beiten mit allen Mitteln daran. Sie gehren zu einer kleinen kommunistischen Partei in St. Petersburg, die sich von der al-ten KP abgespalten hat radikal rot, radikal rckwrtsgewandt und total gaga. Sergei und seine Genossen fgen den beiden dominierenden Schulen der linken Bewegung Marxismus-Le-ninismus und Maoismus eine dritte hinzu: den Dadaismus. Mit ausgefallenen Inszenierungen und Outfits tun sie alles dafr, um ihrer Sache die ntige Aufmerksamkeit zu verleihen. Sergei ist der Kopf der Gruppe und doziert gerne. Viktor ist der Bauch und singt gerne. Sie sind der Don Quixote und Sancho Panza der In-ternationale und brechen auf zu einem irren Trip nach Nepal, wo auf die Komintern-Clowns aus St. Petersburg eine historische Aufgabe wartet. Denn nicht nur Sergeis Schwche fr Online-Da-ting-Seiten und Viktors bergroer Appetit hemmen den revolu-tionren Prozess, sondern auch der Bruderstreit der zwei groen nepalesischen K-Parteien. Wird es den beiden russischen Emis-sren gelingen, die Rivalen miteinander zu vershnen? NEPAL FOREVER ist eine hochamsante dokumentarische Groteske, bei der vor allem eine Tatsache fassungslos macht: Es wurde nichts hinzuerfunden.

    10. OKTOBER 2014, 19.30 UhRFilm und gesprch mit Aliona Polunina LETS CEE Film FestivalActors Studio, Tuchlauben 13, Wien

  • Deutsches FilminstitutSchaumainkai 41D-60596 Frankfurt

    Pressebro MartinHorst Martin

    Presse

    www.filmfestival-goEast.deinfo@filmfestival-goEast.de+ 49 (0)611 - 236 843 0

    presse@filmfestival-goEast.de +49 (0)163 - 510 976 5+49 (0)611 - 236 843 14

    Mit freundlicher Untersttzung von

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