DUN TAKA TIK - afs-musik.de . 33 Mai 2012/AfS-Mag 33-6... · 7 taka dun 8 dun taka taka dun dun taka…

  • Published on
    05-Jun-2018

  • View
    216

  • Download
    1

Embed Size (px)

Transcript

  • -Magazin

    29

    Micaela Groh

    DUN TAKA TIKRhythmusbaukasten ohne Noten

    ie Tabelle (Seite 35) von Ger-hard Reiter eignet sich als

    bungsraster sowie Vorlage fr Gestal-tungsaufgaben, fr die das Beherrschender Notenschrift nicht erforderlich ist. 1

    Man muss nicht viel erklren; eine Fo-lie oder Arbeitsbgen fordern zum Aus-probieren heraus. Sollten die Pausenberlesen werden, finden sich immerMitschler, die dies korrigieren. DasGleiche gilt fr den Unterschied zwi-schen TIK (Viertel) und TIKI (Ach-tel) Dies sollte nach Mglichkeit nurber das Vormachen, weniger oder garnicht ber das Erklren geschehen, da-mit das Musizieren im Vordergrundsteht und nicht die Frage, ob etwasrichtig oder falsch gemacht wird.In der Klasse oder in Gruppen kann dasAusprobieren der Rhythmen (Grund-schule: mit Silben, Sekundarschuleklatschend oder instrumental) als Ra-tespiel der Hrbung dienen. Dabei

    kann der Vorfhrer einen Mitschleraufrufen und wenn dieser richtig gera-ten hat, darf er den nchsten Vorfhrerauswhlen.Geht es um Notation, sollte der Lehreransagen, dass in der Tabelle ein Kst-chen als ein Viertelschlag zu verstehenist, oder man lsst die Schler selbst ei-ne Regelung festlegen. (Der bersichthalber sind die Taktstriche immernach zwei Ksten gesetzt; notieren dieSchler ihre Rhyth men im 4/4-Takt,werden sie durch dieses Striche unterUmstnden verwirrt.)Bei einer vokalen Ausfhrung ist esreizvoll, von Anfang an helle, mittlereund dunkle Vokale berdeutlich auszu-fhren. Die Sprechsilben knnen durchBodypercussion, Klnge aus der Schul-tasche oder mithilfe des Mobiliars er-setzt werden. Schlaginstrumente oderauch Melodie-Instrumente erweiterndie Mglichkeiten im Rahmen einer

    Gestaltungsaufgabe. Dabei sollen dieSchler stets die verschiedenen Klang -ebenen (i a u) bercksichtigen.Im Folgenden (Seite 34) sind Aufga-benvorschlge aufgelistet, die sowohlfr den Klassen- als auch fr den Grup-penunterricht geeignet sind. Die mei-sten Aufgaben lassen sich gut fr einenleistungsdifferenzierten Unterricht ver-wenden. Der Lehrer kann die Aufgabenvorher mit Sternchen versehen (* ein-fach, ** mittelschwierig, *** schwie-rig, **** sehr schwierig) oder dieseEinschtzung von den Schlern vorneh-men lassen.

    1 Da ich wei, dass viele MusiklehrerInnen weiter-hin traditionelle Notation im Unterricht ben, habeich auch Aufgaben aufgenommen, die dafr geeig-net sind.

    Foto

    : J

    rgen

    Ter

    hag

    Praxis

    D

  • Praxis-Magazin

    30 33/2012

    Aufgaben:

    1. Probiert einzelne Zeilen aus.

    2. Achtet auf den Stimmklang bei den verschiedenen Vokalen: TIK = hell, DUN = dunkel, TAK = knallend.

    3. Fhrt die Rhythmen nach und nach instrumental aus: klatschen, klopfen, patschen u. .

    4. Ratespiel: Sehen, was man hrtSchler A fhrt einen Rhythmus vor. Wer glaubt, ihn erkannt zu haben, nennt entweder die Zahl oder wiederholt den Rhythmus. Wenn Schler B den Rhythmus richtig erkannt hat, darf er den nchsten Vorfhrer auswhlen.Variante (schwieriger): A fhrt einen Rhythmus vor. B muss den Rhythmus mit der nchst hhe-ren Ziffer vorfhren, um A zu zeigen, dass er seinen Rhythmus erkannt hat.

    5. Je zwei Schler, die sich verschiedene Rhythmen ausgesucht haben, ben diese zunchst einzeln und dann gleichzeitig, so dass ein zweistimmiger Rhythmus entsteht. Diesen spielen sie der Klas-se vor, die nun herausfinden muss, welche beiden Rhythmen zu hren waren. (Vereinfachung: Die Paare vereinbaren untereinander, auf welchen der beiden Spieler sie sich beim Hren konzentrieren.)

    6. bertragt, was ihr gespielt oder gesprochen habt, in die traditionelle Notenschrift. Achtet bei zweistimmigen Rhythmen darauf, dass alles, was gleichzeitig erklingt, auch genau ber einander steht.

    7. Sucht fr jede Silbe einen Krperklang und spielt zwei Rhythmen erst im Wechsel und dann zu zweit versetzt. In einer Vierergruppe knnt ihr dieses Schema erweitern.

    8. Findet Gegenstnde, die verschiedene Klnge erzeugen, und spielt einen der Rhythmen darauf. Sprecht zunchst noch dazu die Silben. Achtet dabei auf helle und dunkle Klnge fr DUN, TAK, TIK.

    9. Begleitet ein Lied, das ihr schon singen knnt, mit einem dieser Rhythmus-Pattern.

    10. Fhrt einen zweistimmigen Rhythmus so aus, dass einer von beiden Sprechern/Spielern erst nachzwei Kstchen oder nach vier Kstchen einsetzt. Dafr solltet ihr euer Muster mindestens dreimalwiederholen.

    11. Fhrt in der Klasse euer bestes Ergebnis vor. Bewertet den Vortrag der andern Gruppen nach zweider folgenden Kriterien: a. War das Tempo gleich bleibend? b. Haben alle gut zusammen gespielt oder jeder fr sich? (Blickkontakt?)c. Waren die Rhythmen gut zu erkennen? (Genauigkeit)d. Waren die Klnge vielfltig? (Auswahl der Instrumente/Klnge)e. Hat das Zuhren und Zuschauen Spa gemacht? (Aufstellung, Applausordnung)

    12. Gestaltet zusammen mit einer Gruppe, deren Vortrag euch gefallen hat, ein lngeres Stck, in demdie Rhythmen beider Gruppen vorkommen. berlegt euch eine Reihenfolge und gestaltet gemein-sam einen Schluss, fr den ihr keinen Dirigenten braucht.

    13. Ersetzt die Sprechsilben durch die Tne eines Dreiklangs: DUN = Grundton, TAK = Terz, TIK = Quinte.Erweiterung: Spielt eine Kadenz, indem ihr fr jeden Dreiklang einen anderen Rhythmus verwendet.

  • Praxis

    -Magazin

    31

    1 TIK TIK TIK TIK

    2 DUN TIK TAK DUN TIK TAK

    3 TAK

    4 TAK

    TIK DUN

    TAK

    TAK

    DUN

    5 TAK TAK

    6 TIK

    DURU TAK DURU

    DURU TIK TIK

    7 TAKA DUN

    8 DUN TAKA

    TAKA DUN DUN

    TAKA TIKI

    TAK

    DURU TAK

    TIKI TIKI

    DURU TAK

    9 TAK

    10 TAK

    TIK TAK

    DUN TAK

    11 DUN

    12 TIK

    TAK

    DUN TIK

    DUN

    DUN TAK

    DUN

    TIK