Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003 Grundkonzepte der Bindungstheorie Bindung die besondere Beziehung

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Text of Einführung in die Entwicklungspsychologie – PD Dr. Christiane Papastefanou – WS 2002/2003...

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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Grundkonzepte der Bindungstheorie Bindung die besondere Beziehung des Kindes zu seinen Eltern oder Personen, die es stndig betreuen (Grossmann et al., 1997, S. 51) inneres Arbeitsmodell Menge (un)bewusster Regeln, die unsere sozialen Beziehungen regeln. Diese Bindungsreprsentation entsteht aus der Vielzahl von Interaktionserlebnissen zwischen Mutter und Sugling.
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Verhaltenssysteme Bindungssystem primres, genetisch verankertes motivationales System, das zwischen der primren Bezugsperson und dem Sugling in gewisser biologischer Prformiertheit nach der Geburt aktiviert wird und berlebenssichernde Funktion hat (Bowlby, 1975) Explorationssystem Angeborene Neugiermotivation bewegt das Kind immer wieder dazu, sich von seiner Mutter zu entfernen, um etwas ber seine Umwelt zu erfahren und seine Fhigkeiten auszuprobieren. (nach Ainsworth, 1978)
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Phasenmodell der Bindungsentwicklung (Schaffer & Emerson, 1964) asoziale Phase (hnliche Reaktionen auf alle Objekte) Nicht differenzierte Bindungen (Prferenzen fr soziale Reize) Spezifische Bindungen (Entstehen der Fremdenangst) Multiple Bindungen (mehrere Bindungspersonen)
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Fremdeln Fremdeln: tritt um den 8./9. Lebensmonat auf daher auch Acht- Monats-Angst; typische Reaktion auf Annherung einer fremden Person: Blick abwenden, Festklammern an der Bezugsperson
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Fremde-Situations-Test
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Einige fr sicher gebundene Eltern-Kind-Paare typische Verhaltensweisen zwlf und achtzehn Monate alter Kinder in der Fremden Situation: Vor der Trennung (Bild 1) ist das Spiel durch offenes Miteinander gekennzeichnet. Nachdem sich die Mutter (der Vater) verabschiedet hat (Bild 2) sucht das Kind aktiv (Bild 3). Mit einem Fremden (Bild 4) gelingt oft eine Spielbeziehung, Trsten jedoch, falls erforderlich, gelingt nicht. Die Rckkehrende Mutter (Vater) (Bild 5) wird offen, freudig und erleichtert begrt, Trsten und Beruhigen gelingt, und das offen- anteilnehmende Spiel wird bald fortgesetzt.
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Formen von Bindung Sichere Bindung Unsicher-vermeidende Bindung Unsicher-ambivalente Bindung Unsicher-desorganisierte Bindung
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Sichere Bindung Kind: aktiv, explorationsfreudig, bewltigt Anforderungen, vermisst die Mutter, freut sich beim Wiedersehen Eltern: verfgbar, reagieren feinfhlig, gehen liebevoll und bereitwillig auf das Kind ein.
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Unsicher-ambivalente Bindung Kind: unsicher, ob Eltern verfgbar sind, neigt zu heftiger Trennungsangst, ngstlich in der Erkundung Eltern: unberechenbar, teilweise zugnglich und hilfsbereit, teilweise aber nicht, drohen mit dem Verlassen des Kindes.
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Unsicher-vermeidende Bindung Kind: kein Vertrauen auf Untersttzung, erwartet immer Zurckweisung Eltern: stndige Zurckweisung, bis hin zu Misshandlung
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Unsicher-desorganisierte Bindung Kind: Einfrieren von Bewegung, stereotype Verhaltens- und Bewegungsmuster, Klinische Risikogruppe Eltern: traumatische Erlebnisse von Verlust und Trennung, Misshandlung, Missbrauch
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Modell zu den Beziehungen einzelner Einflussfaktoren
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Dimensionen der mtterlichen Feinfhligkeit (Ainsworth, 1964) Wahrnehmung der Befindlichkeit Richtige Interpretation der uerungen Prompte Reaktion Angemessenheit der Reaktion
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003 Elemente des intuitiven Elternverhaltens Prfen und Regulieren des Wachheits- und Erregungszustandes des Kindes Herstellen des visuellen Kontaktes Herstellen der Kommunikationssituation Angemessene Stimulation Untersttzung integrativer Prozesse (Papousek & Papousek, 1987)
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  • Einfhrung in die Entwicklungspsychologie PD Dr. Christiane Papastefanou WS 2002/2003
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