Erklärungsansätze und empirische Befunde PD Dr. Beat .3 Joseph Alois Schumpeter •8. Februar 1883

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Text of Erklärungsansätze und empirische Befunde PD Dr. Beat .3 Joseph Alois Schumpeter •8. Februar 1883

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    3. November 2008

    Seminar Sozialer Wandel, theoretische

    Erklärungsansätze und empirische Befunde PD Dr. Beat Fux

    Patrick Leemann, Nicole Zumbrunnen

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    • Biographie

    • Wichtigste Werke

    • Für Schumpeter bedeutende Zyklentheoretiker

    • Begriff der Sozialökonomik

    • Schumpeters Text :„THE ANALYSIS OF ECONOMIC CHANGE”

    • Ausgangspunkt

    • Innovationen

    • Modell des Konjunkturzyklus

    • Zwei Phasen Zyklus Modell

    • Vier Phasen Zyklus Modell

    • Drei Zyklen Schema

    • Harry F. Dahms Text :„ From Creative Action to the Social Rationalization of the Economy: Joseph A. Schumpeter‘s Social Theory“

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    Joseph Alois Schumpeter • 8. Februar 1883 in Triesch (Treš), Tschechien • Studium Universität Wien Rechts- und

    Staatswissenschaften • 1906 Promotion • Privatdozent für Politische Ökonomie Universität Wien • 1909 bis 1921 Professur in Czernowitz und Universität

    Graz • 1921 bis 1925 Präsident Biedermann-Bank Wien • 1925 bis 1932 Professor für Finanzwissenschaft

    Universität Bonn • 1932 bis 1950 an der Harvard University Departement of

    Economics • † 8. Januar 1950 (Gehirnblutung) in Taconic,

    Conneticut USA Quelle: http://www.wu-wien.ac.at/inst/vw3/telematik/download/wsg5.pdf

    http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Schumpeter

    http://www.wu-wien.ac.at/inst/vw3/telematik/download/wsg5.pdf http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Schumpeter

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    (Veröffentlichungen)

    • 1911 „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“

    • 1939 „Business Cycles“

    • 1942 „Captitalism, Socialism and Democracy“

    • 1954 „History of Economic Analysis“

    Josef Alois Schumpeter mit Redvers Opie in Bonn

    Quelle: http://www.schumpeter.info/

    http://www.schumpeter.info/

  • 5

    Clément JUGLAR, franz. Mediziner (1819-1905) Entdeckte den Mechanismus sich abwechselnder Prosperitäten und Liquidationsprozesse. Stammvater der Zyklentheorie. Der nach ihm benannte Juglar- Zyklus weist eine Schwankungsbreite von 7-11 Jahren auf.

    Joseph KITCHIN, engl. Geschäftsmann (1861-1932) Analysierte Datenreihen über Bankclearing, Großhandelspreise und Zinssätze zwischen 1890 bis 1922. Nachweis kurzer konjunktureller Schwankungen mit einer Dauer von 40 Monaten.

    Nikolai D. KONDRATIEFF, sowjet. Wissenschaftler (1892-1938) Empirisch belegte er in seiner wissenschaftlichen Arbeit die Hypothese der "langen Wellen" im Wirtschaftsablauf. Diese werden durch tiefgreifende Veränderungen der Produktivkräfte ausgelöst und umspannen einen Zeitraum von 47-60 Jahren.

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    • Sozialökonomik befasst sich mit der Wechselbeziehung zwischen sozialem Handeln und ökonomischen Prozessen

    • Von Max Weber geprägter Begriff (Geschichte und Theorie sollen sich verbinden)

    • Schumpeter baut darauf sein neues Modell der ökonomischen Analyse auf

    • Sozialökonomik bedeutet für Schumpeter eine Wirtschaftswissenschaft, die die Ökonomie in ihrem gesellschaftlichen Zusammenhang erfasst

  • 7

    (Fortsetzung)

    Schumpeter unterscheidet 4 Disziplinen

    • Wirtschaftsgeschichte (für Schumpeter besonders wichtig)

    • Wirtschaftsstatistik

    • Ökonomische Theorie

    • Wirtschaftssoziologie

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    Schumpeters Text (1935) „THE ANALYSIS OF ECONOMIC CHANGE“

    Schumpeter will den Veränderungsmechanismus aufzeigen der die wirtschaftliche Entwicklung determiniert Ausgangspunkt seiner Analyse:

    • Wirtschaftsprozess als Kreislauf (Produktion und Konsumation) • Permanentes Gleichgewicht • Bild eines entwicklungslosen Kreislaufes der Wirtschaft unter

    gegebenen Verhältnissen • Exogene Faktoren (Kriege, Revolutionen usw.) führen zu

    Datenänderungen Anpassung der Wirtschaft, führen aber nicht zu einer Entwicklung

    • Wachstum sei auch keine Entwicklung, ebenfalls nur Anpassungsreaktion (keine qualitativ neuen Erscheinungen)

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    Schumpeters Text (1935) „THE ANALYSIS OF ECONOMIC CHANGE“

    Für Schumpeter entsteht wirtschaftliche Entwicklung durch die „Produktive Revolution“

    Diese bezeichnet Schumpeter als Innovationen

    • Innovationen führen zu einer historischen, irreversiblen Umwälzung

    • Neue, andersartige Kombination vorhandener Dinge und Kräfte

    • Entwicklung ist die diskontinuierliche Durchsetzung neuer Kombinationen von Produktionsmitteln

    • Das Kapital der Banken ermöglicht die Finanzierung der Innovationen (bedeutsame Rolle des Bankiers im Entwicklungsprozess)

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    Schumpeters Text (1935) „THE ANALYSIS OF ECONOMIC CHANGE“

    Schumpeters Modell des Konjunkturzyklus • Annahme einer Gleichgewichtstendenz bzw. -Nähe (neighborhood

    of equilibrium) • Nach jedem Abschweifen des Systems Rückkehr ins Gleichgewicht

    Ursachen, warum sich das System aus dem Gleichgewicht bewegt und Industrieller Wandel entsteht, sind:

    • Äussere Faktoren • Nichtzyklisches Wachstum • Innovationen

    Diskontinuität der Innovationen erklärt die wellenförmige Bewegung des Entwicklungsprozesses. Diskontinuität weil Innovationen immer in Scharen auftreten (cluster)

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    Schumpeters Text (1935) „THE ANALYSIS OF ECONOMIC CHANGE“

    prosperitiy and depression

    Aufschwungsperiode • Entfernung von der Gleichgewichtsnähe, ausgelöst durch

    Innovationen

    Abschwungsperiode • Prozess der Liquidation, Neuanpassung der Wirtschaft und

    Rückkehr in die Gleichgewichtsnähe

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    Schumpeters Text (1935) „THE ANALYSIS OF ECONOMIC CHANGE“

    Phänomen Sekundäre Wellen (Massenpsychologische Effekte)

    • Sie überlagern die primäre Welle, die durch Innovationen bzw. exogene Einflüsse geformt wird

    • Positive Erwartungshaltung der Unternehmer verstärken den Aufschwung

    • In der Abschwungsphase führen negative Überreaktionen zu einer negativen Abweichung von der Gleichgewichtsnähe

    Daher weist der Konjunkturzyklus in der Regel der 4 Phasen auf

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    Schumpeters Text (1935) „THE ANALYSIS OF ECONOMIC CHANGE“

    prosperity, recession, depression, revival

    Quelle: http://www.wu-wien.ac.at/inst/vw3/telematik/download/wsg5.pdf

    http://www.wu-wien.ac.at/inst/vw3/telematik/download/wsg5.pdf

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    Schumpeters Text (1935) „THE ANALYSIS OF ECONOMIC CHANGE“

    Schumpeters Annahme vieler gleichzeitig abrollender Zyklen, die sich überlagern

    • Innovationen entfalten sich verschieden schnell in ihrem zeitlichen Verlauf (z.B. Bau der Eisenbahn)

    • „Grosse Innovationen“ die einen tiefgreifenden wirtschaftlichen Wandel auslösen, bewirken kurze wie auch langfristige Schwankungen

    Schumpeter beschränkt sich dabei auf 3 relevante Zyklen

    • Kondratieff-Zyklen 47-60 Jahre • Juglar-Zyklen 7-11 Jahre • Kitchin-Zyklen 40 Monate

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    Schumpeters Text (1935) „THE ANALYSIS OF ECONOMIC CHANGE“

    Quelle: http://www.wu-wien.ac.at/inst/vw3/telematik/download/wsg5.pdf

    http://www.wu-wien.ac.at/inst/vw3/telematik/download/wsg5.pdf

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    (1995): „ From Creative Action to the Social Rationalization of the Economy: Joseph A. Schumpeter‘s Social Theory“

    • Schumpeter ergänzte das „statische Konzept“ (neoklassische) mit einer dynamischen Theorie. Er identifizierte „endogene Kräfte“ die innerhalb der Wirtschaft agierten.

    • Theorie des Unternehmers (entrepreneur) und das Konzept der „entrepreneurial function“

    • In Schumpeters Theorie der Wirtschaftlichen Entwicklung unterscheidet er zwischen 2 Typen von Akteuren, die 2 verschiedenen Handlungsformen entsprechen:

    • „methodological individualism“ auch „static-hedonistic action“ Manager-Typ

    • “dynamic-energetic or creative action“ Unternehmer-Typ

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    (1995): „ From Creative Action to the Social Rationalization of the Economy: Joseph A. Schumpeter‘s Social Theory“

    Die soziale Rationalisierung der Wirtschaft

    • Die „Manager-Revolution“ (während den 1890er Jahren) ermöglichte die Entstehung des „corporate capitalism“. Dadurch Veränderung der Unternehmensführung (neue Organisation der Wirtschaft)

    • Wechsel vom „entrepreneurial capitalism“ zum „managerial capitalism“ bedeutete für Schumpeter Sozialismus

    • Für Schumpeter war der Aufstieg des Sozialismus ein komplexer Prozess: ständige organisatorische, politische und soziokulturelle Veränderungen und Anpassungen der Normen und Werte in der Gesellschaft

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    (1995): „ From Creative Action to the Social Rationalization of the Economy: Joseph A. Schumpeter‘s Social Theory“

    Der Moderne Kapitalismus entwickelte sich in der Form von 3 verschiedenen Rationalisierungsprozessen:

    1. Das Aufkommen des Wettbewerbsintensiven unternehmerischen „entrepreneurial“ Kapitalismus als eine wirtschaftliche Rationalisierung der Gesellschaft

    2. Das Aufkommen des „Manager Kapitalismus“ als ein Prozess von organisatorischer Rationalisierung

    3. Das Aufkommen des Sozialismus als ein Prozess von sozialer Rationalisierung der Wirtschaft i

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