Gesetzliche Änderungen im Sommer 2016 . Bundesleitung 12 – gewerkschaft Berufsschule

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Text of Gesetzliche Änderungen im Sommer 2016 . Bundesleitung 12 – gewerkschaft Berufsschule

  • Teach The TeacherNiedersterreich zu Gast in Nigeria

    www.goed-berufsschule.at B u n d e s l e i t u n g 1 2 g e w e r k s c h a f t B e r u f s s c h u l e

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    gesetzliche nderungen im sommer 2016

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    Bundessommer-spiele 2016

    info-ecke:papamonat

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    Folge 3 Oktober 2016

  • leitartikel xxxxx

    Im letzten Unterrichtsjahr zeichneten sich fr mich mehrere grundlegende Probleme fr unseren Schultyp ab: Die Anzahl der Berufsschlerinnen und

    -schler nimmt stetig ab. Die Bestrebungen der Wirtschaftskammer

    sterreichs alle Lehrberufe zu liberalisie-ren nimmt zu.

    Die finanzielle Lage sterreichs ist auf Grund der Flchtlingsproblematik, Ban-kenkrise (Hypo Alpe Adria), ehemaligen und auch noch partiellen Weltwirtschafts-krise sehr belastet, daher wird das Beste-hen und der Ausbau unserer Berufsausbil-dungsmanahmen immer schwieriger.

    Die Lehramtsausbildung wurde auf Grund der letzten Reformen sehr ausgedehnt und es besteht die Gefahr, dass diese neue Schwierigkeit nicht alle in Ausbildung ste-henden Kolleginnen und Kollegen meis-tern knnen, weil sie unter sehr groen schulischen Belastungen stehen.

    Als Lsungsanstze fordere ich daher: 1) Eine steigende Zahl auszubildender Ju-gendlicher muss erreicht werden, indem

    gemeinsame Gesprche zwischen dem GB (hier vor allem die Gewerkschaft Berufs-schule) und allen anderen Ausbildungspart-nern gefhrt werden. Ein Ausbildungspakt zwischen den handelnden Krperschaften ffentlichen Rechtes muss zu einer gesicher-ten Ausbildungssituation im dualen Ausbil-dungssystem fhren. 2) Eine Liberalisierung der Lehrberufe darf die duale Ausbildungsmanahme nicht be-hindern. Eine Ausbildungspflicht der Menschen bis zum 25. Lebensjahr muss vor allem im dualen Ausbildungsbereich stattfinden.3) Im zuknftigen Budget der Republik sterreich sind die lebensnotwendigen Re-sorts, wie Bildung, Gesundheit, innere und uere Sicherheit und Wirtschaft, mit den notwendigen pekuniren Mitteln auszustat-ten. Andere, nicht unbedingt lebensnot-wendige Bereiche, haben in Krisenjahren kleinere finanzielle Mittel zu bekommen.Ich werde nach dem Gesprch mit Herrn Sektionschef Ing. Mag. Thaller genau darauf achten, ob es whrend des nchs-ten Ausbildungsjahres ohne einjhrige

    Freistellung zu Problemen fr die Stu-dentinnen und Studenten auf Grund von Zeitmangel kommt. Bei auftretenden Schwierigkeiten werde ich die verantwort-lichen Personen im Finanzministerium in-formieren und wieder fr eine einjhrige Freistellung eintreten.Ich wnsche allen Kolleginnen und Kollegen aus dem Berufsschulbereich einen stressfrei-es und erfolgreiches Schuljahr 2016/17.Herzliche Gre

    Gerhard Herberger

    leitartikel

    Der Zustand der Welt hat sich in den letz-ten Jahrzehnten radikal verndert und wird dies mit Blick auf die Entwicklungen der Zu-kunft (Industrie 4.0, die digitale Revolution, Migrationsproblematik usw.) knftig noch viel strker tun.Die duale Berufsausbildung bleibt von die-sen Vernderungen nicht verschont. Kom-petenzorientierte Lehrplne wurden fr ei-nen Groteil unserer Lehrberufe verordnet. Die Landeslehrplne werden gerade ausge-arbeitet. Viele von euch haben keine Freu-de damit, manche knnen das Wort schon nicht mehr hren. Menschen der Zukunft brauchen im vermehrten Ausma Fhigkei-ten, die wir unseren SchlerInnen zustzlich mitgeben mssen: Problemlsungskompe-tenzen, soziale und kommunikative, sowie demokratische Kompetenzen. Manche von uns verspren ganz unmittel-bar die Vernderung der Welt. Die Schler-

    zahlen gehen in vielen Bereichen zurck, die zur Verfgung stehenden Stunden werden sprbar weniger, da und dort begegnen uns junge Kolleginnen und Kollegen, die um ih-ren Arbeitsplatz bangen. Im Gegensatz zu berufsbildenden mittleren und hheren Schulen knnen wir auf dem Markt kaum SchlerInnen fr unseren Schultyp rekrutieren. Wir sind weitgehend darauf angewiesen, dass die Wirtschaft Programme und Modelle entwickelt, die in Lehrvertrgen mnden. Wir Berufsschul-lehrerinnen und Berufsschullehrer sind flexibel genug, die Herausforderungen der Zukunft auch anzunehmen. Die gesetzliche Verankerung der Ausbildungspflicht bis 18 Jahre lsst uns hoffen. Wir sind bereit, un-seren Beitrag dazu zu leisten. Eine besondere Freude ist es immer wie-der an den Bundessommerspielen teilzu-nehmen. Engagierte LehrerInnen aus ganz

    sterreich begleiten und betreuen moti-vierte BerufsschlerInnen. KleinOlym-pia knnte man sagen, aber ohne Doping, Korruption und Manipulation, dafr jede Menge guter Stimmung und Teamgeist. Ich gratuliere den Veranstaltern zu diesen ge-lungenen Spielen.sterreichische Berufsschullehrer tragen die Idee der dualen Berufsausbildung und ihr Knowhow in Entwicklungslnder (Be-richt Seite 6). Das ist ein wichtiger Beitrag, Menschen in ihren Heimatlndern eine le-benswerte Zukunft zu ermglichen.Der Herbst ist nun da ich hoffe, die Ferien waren erholsam und entspannend. Die Ge-werkschaft Berufsschule wnscht euch ein erfolgreiches Schuljahr 2016/17.Eure

    Judith Roth

    Judith Roth, Vorsitzende der Gewerkschaft Berufsschule

    Liebe KoLLeginnen, Liebe KoLLegen!

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    Redaktionsschluss fr die nchste ausgaBe:

    7. novemBer 2016

    telefonische adRessenbeRichtigung

    01/534 54-139

    Gerhard Herberger,Vorsitzende-Stellvertreter der GewerkschaftBerufsschule

    Liebe KoLLeginnen, Liebe KoLLegen!

  • impressumwww.goed-berufsschule.at ist die Zeitschrift der Bundesleitung der Gewerkschaft Berufsschule in der Ge-werkschaft ffentlicher Dienst. Herausgeber und Medieninhaber: GD Wirtschaftsbetriebe GmbH, Teinfalt-strae 7, 1010 Wien. Redaktion: Werner Brenner (Leitung), Schenkenstrae 4/5, 1010 Wien, Tel.: 01/534 54-451. Konzeption und Produktion: Modern Times Media Verlagsges.m.b.H., 4020 Linz, Bro Wien: 1030 Wien, Lagergasse 6, Tel.: 01/513 15 50. Druck: Niedersterreichisches Presse haus, Druck- und Verlags ges.m.b.H., 3100 St. Plten. DVR-Nr.: 0046655. Namentlich gekennzeichnete Beitrge stellen die Meinung des Autors dar, die sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken muss.

    VonJudith Roth,

    Vorsitzende der Gewerkschaft Berufsschule

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    DieNsTrechTNovellebgbl. i nr. 64/2016 v. 30.7.2016Bisher wurde ein beamteter Berufsschul-lehrer / eine beamtete Berufsschullehrerin mit Erreichen der 10. Gehaltsstufe zum Be-rufsschuloberlehrer / zur Berufsschulober-lehrerin. Nun ist das beim Erreichen des Besoldungsdienstalters von 15 Jahren und 6 Monaten der Fall (BDG).Bedingt durch die Pensionsreform 2012/13 laufen manche gesetzliche Bestimmungen aus. Um einen undurchschaubaren Para-graphendschungel von geltenden und nicht mehr geltenden Bestimmungen zu ver-meiden, wurden im LDG (und BDG) For-mulierungen und Verweise gendert und

    zusammengefasst. Inhaltlich hat sich im Pensionsrecht nichts verndert (LDG).Bei der Familienhospizfreistellung bzw. bei Dienstplanerleichterungen gem. 59d LDG ist nun der Wegfall des Grundes fr die be-antragte Manahme binnen zwei Wochen an den Dienstgeber zu melden. Auf Antrag der Lehrperson kann die Beendigung der beantragten Dienstplanerleichterung bzw. Dienstfreistellung verfgt werden, wenn keine dienstlichen Interessen entgegenste-hen (LDG, VBG).Berufsschullehrpersonen erhalten fr ihre berufsbegleitend zu absolvierende Ausbil-dung fr den Besuch von Lehrveranstal-tungen an den Pdagogischen Hochschulen eine Freistellung von bis zu 22 Wochen oder hchstens 110 Tagen unter Beibehaltung ih-res Entgelts. Diese Zeiten sind fr die Rech-te, die von der Dauer des Dienstverhltnis-ses abhngen, zu bercksichtigen.Bereits in der letzten Dienstrechtsnovelle wurde die Freistellung im Rahmen des Sab-baticals so geregelt, dass diese krzer oder lnger als ein Schuljahr sein kann, wenn whrend der Rahmenzeit die gesetzliche Ruhestandsversetzung erfolgt. Diese Rege-lung wurde nun auch fr VertragslehrerIn-nen gesetzlich bernommen. Allerdings ist hier anzumerken, dass bei Bemessung der Abfertigung der Letztbezug herangezogen

    wird und dieser ist sabbaticalbedingt nied-riger.Ansonsten wurden in dieser Dienstrechts-novelle eine Reihe redaktioneller Anpassun-gen und Klarstellungen vorgenommen.

    NeureGeluNG Des KiNDerbeTreuuNGsGelDesbgbl. i nr. 53/2016 v. 8.7.2016Diese Regelungen treten mit 1. 3. 2017 in Kraft. In einer der nchsten Ausgabe unse-rer Zeitung werden wir ausfhrlich darber berichten.

    lehrplNe fr berufsschuleNbgbl. ii nr. 211/2016 v. 4.8.2016Fr eine ganze Reihe von Lehrberufen wur-den kompetenzorientierte Bundeslehrplne verffentlicht und verordnet.

    ausbilDuNGspflichTGeseTzbgbl. i nr. 62/2016 v. 30.7.2016Durch weniger frhzeitige Bildungs bzw. Ausbildungsabbrche soll das Ausbildungs-niveau junger Menschen erhht werden, was zu einer besseren Integration am Ar-beitsmarkt und in die Gesellschaft fhrt. Dieses Gesetzespaket knnte fr die Berufs-schulen interessant sein. Sind wir gespannt auf die genauen Ausfhrungs und Durch-fhrungsbestimmungen.

    Die fleiige Gesetzgebung in

    sterreich kennt keine Sommer-

    pause! Im Zeitraum Juli / August

    2016 wurden 147 Bundesgesetz-

    bltter verffentlicht. Einige fr den

    Berufsschulbereich besonders inte-

    ressante haben wir uns angesehen.

    Die genauen Gesetzestexte finden

    Sie auf www.ris.bka.gv.at

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    aktuell

    Gesetzliche nderungen im Sommer 2016

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    aktuell

    Von Werner Brenner, Vorsitzender Landesleitung Burgenland

    Bundessommerspiele 2016

    Diese Veranstaltung fr die Teams aus allen Bundeslndern und Sdtirol wur-de von einem groen Team aus Kolle-gInnen der Berufsschule Eisenstadt und Kollegen der Berufsschulen Mattersburg, Oberwart und Pinkafeld in unzhligen Stunden bestens vorbereitet. Das erste Treffen der Mannschaften gab es am Nachmittag des 7. Juni vor dem Schloss Este