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Hand in Hand 2/2015: Oberösterreich-Ausgabe

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Die Familien selbst haben sich in den letzten Jahren wenig verändert. Sehr wohl aber sind die Lebensmuster, die Rollen der Eltern oder Patchwork-Familien einem Wandel unterworfen. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe behandelt die Folgen dieser Entwicklungen und wie man darauf reagieren kann. Außerdem finden Sie wieder Informationen zu Themen aus dem Bereich Pflege und Betreuung sowie Kinder, Jugend und Familien.

Text of Hand in Hand 2/2015: Oberösterreich-Ausgabe

  • 2 | 2015

    Betriebliche Kinderbetreuung. Mama oder Papa sind ganz nah. > 8

    Jubilum. Kindernest Vcklabruck feiert 20 Jahre. > 15

    Hilfswerk Pflegekompass. Jetzt auch im Internet. > 25

    Hand in HandZeitschrift fr Gesundheit, Familie und Soziales

    Zusammen fhlen zusammenraufen. > 4

    Familien heute

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  • www.jako-o.at

    Es gibt die groen Momente, die Familie zu etwas ganz Besonderem machen: die Geburt eines Kindes, der erste Schultag oder die eigene Hochzeit. Aber es sind vor allem die kleinen Momente, die das Leben mit Kindern so schn, so aufregend, so lustig machen: eine warme Kinderhand morgens um 5 Uhr im Gesicht, das erste selbst-gemalte Bild, ein unerwartetes Ksschen oder ein Tor beim Fu-ball. JAKO-O hat das Glck in ganz unterschiedlichen Familien gefunden die auf dem Land leben oder in der Stadt. Allein erziehen

    oder als Paar. Die durch ein Kind zur Familie wuchsen oder bei denen das fnfte unterwegs ist. Ihre Geschichten zeigen: Fr jede Familie liegt das Glck woanders.

    Diesen vielen, vielen kleinen Momente im Alltag mit Kindern, die in der Summe das ganz groe Glck ergeben, schenkt JAKO-O in diesem Jahr besondere Beachtung. JAKO-O feiert das Familien-glck Feiern Sie mit!

    Das Glck liegt in den kleinen MomentenDie Familien-Aktion von

    Machen Sie mit, teilen Sie

    Ihr Glck!Vielleicht haben Sie ja Lust, auch von

    Ihrem Familienglck zu erzhlen?

    Klicken Sie doch mal

    www.jako-o.at/gluecksmomente

    #glcksmomente

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  • Hand in Hand 2/2015 3

    Sehr geehrte Leserinnen und Leser, liebe Hilfs-werk-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter!Endlich steht der Sommer in den Startlchern, die Blumen blhen und die Bienen verrichten fleiig ihr Tagewerk. Um den Bienen ihr Leben etwas zu erleichtern, bastelten die Schlerinnen und Schler der Schlernachmittagsbetreuung Steinerkirchen Europas grtes Wildbienenhotel.Im Rahmen der Reportage besuchten wir die Krabbelstube im Klinikum WelsGrieskirchen. Diese betriebliche Kinderbetreuung, die durch das O Hilfswerk organisiert wird, bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums die Mglichkeit, nach der Karenz schnell wieder in das Berufsleben zurckzukehren. Die Tatsache, dass die Kinder nur wenige Meter weiter betreut werden, erleichtert den Eltern den Wiedereinstieg ins Berufsleben enorm. Auch im Sommer stehen viele Eltern vor einer Betreuungslcke, wenn der eigene Jahresurlaub nicht gengt, um alle Schliezeiten des Kindergartens, Hortes oder der Schule zu berbrcken. In Kooperation mit den Gemeinden bietet das O Hilfswerk auch hier eine Lsung: die Sommerkinderbetreuung. Das Interview zu diesem wichtigen Angebot lesen Sie auf Seite 7.Viele weitere Artikel informieren Sie ber die Aktivitten in den O Familien und Sozialzentren. So schloss zum Beispiel DGKS Julia Lrincz einen Lehrgang zur Stationsleiterin ab, und die Familienministerin besuchte die flexible Kinderbetreuung des O Hilfswerks an der JohannesKeplerUniversitt Linz.Ich wnsche Ihnen viel Vergngen beim Lesen und viele warme Sonnenstrahlen!

    Ihre

    Medieninhaber und Herausgeber: O Hilfswerk GmbH, Landesgeschftsstelle Redaktionsadresse: Zeitschrift Hand in Hand, O Hilfswerk GmbH, Landesgeschftsstelle, Dametzstrae 6, 4010 Linz, Tel. 0732/77 51 110, Fax 0732/77 51 11200, EMail: [email protected] Redaktion Ober sterreich: Viktoria Tischler Redaktion: Elisabeth Anselm, Harald Blmel, Karin Frst, Martina Goetz, Petra Groll, Daniel Gunzer, Daniela Gutschi, Esther Hermann, Eva Hickmann, Romana Klr, Sigrid Kreutzer, Gerald Mussnig, Heiko Ntstaller, Claudia Petschl, Viktoria Tischler Bild nachweis, Fotos: Hilfswerk sterreich (Suzy Stckl, Klaus Titzer), O Hilfswerk, shutterstock.com (Cover, Seiten 4, 5, 6), Peter Mayr/Cityfoto (26, 27) Gesamt auf lage: 100.000 Stck Vertrieb: 90 % persnlich adressierte Sen dungen Offenlegung: http://www.hilfswerk.at/wirueberuns/newspresse/magazinhandinhand/offenlegung Anzeigen verkauf (Gesamtauflage): HilfswerkBundes geschftsstelle, Tel. 01/404 420 Anzeigenverkauf (Ober sterreich): Hilfswerk O, Tel. 0732/76 06728 Layout/Produktion: Egger & Lerch, 1030 Wien Druck: Wograndl, 7210 Mattersburg

    Viktoria Tischler,Geschftsfhrerin O Hilfswerk

    E D I T O R I A L

    4

    C O V E R S T O R Y

    4 Familien heute. Zusammen fhlen zusammenraufen.

    K I N D E R & J U G E N D

    7 Interview. Beste Kinderbetreuung im Sommer.

    8 Kinderbetreuung. Mama oder Papa sind ganz nah.

    11 Glcksfaktoren. JAKOO KinderGlcksumfrage.

    P F L E G E & B E T R E U U N G

    12 Notruftelefon. Aktion zum Vatertag.

    13 Frderung. Pflegekostenersatz.

    15 Kurzmeldungen

    G E S U N D H E I T & L E B E N

    16 Kurzmeldungen 21 Kurzmeldungen

    H I L F S W E R K 10 FIDI-Comic

    10 Buchtipp 19 Preisrtsel 23 Fhrungswechsel. Hilfswerk Austria International.

    24 Politik. Viele neue Jobs. 25 Universal. Pflegekompass nun

    auch im Internet. 26 Tour der Rekorde.

    Hilfswerk Family Tour 2015.

    28 Kurzmeldungen

    30 Adressen

    21

    8

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  • C O V E R S T O R Y K I N D E R & J U G E N D P F L E G E & B E T R E U U N G G E S U N D H E I T & L E B E N H I L F S W E R K

    Wandel. Die Familien selbst haben sich in den letzten Jahren wenig verndert. Gendert haben sich die Lebensmuster, aber auch zum Teil die Rollen der Eltern, besonders herausfordernd in Stieffamilien (Patchwork-Familien). Fr ein harmonisches Zusammenleben muss aber wesentlich mehr gesprochen und verhandelt werden.

    Familien heute zusammen fhlen zusammenraufen

    Familienexper-ten empfehlen:

    Zeit nehmen und viel reden!

    Laut Statistik Austria lebten 2014 in sterreich insgesamt 2.372.000 Familien, darunter 1.704.000 Ehepaare und 368.000 Lebensgemein-schaften sowie rund 252.000 Mtter und 48.000 Vter in Ein-Eltern-Fa-milien. Whrend die Anzahl der Ehepaare in den letzten Jahren leicht zurckging, hat sich die Zahl der Lebensgemeinschaf-ten leicht erhht. Der Anteil der Stieffamilien, also Familien, in die zumindest ein Partner bereits ein Kind eingebracht hat (auch Patchwork-Familien ge-nannt), betrgt etwa 10 %.

    Genderte LebensmusterEs gehrt immer noch zum Lebensziel der meisten Menschen, eine eigene Familie zu grnden, aber das pas-siert immer spter im

    Lebenslauf. Gleichzeitig hat sich die Familien-phase, das Zusam-menleben von Eltern

    mit ihren zu versorgenden

    Kindern, verkrzt.

    Dies liegt einerseits an der heute geringeren Kinder-zahl pro Familie. Anderer-seits wird diese Phase vor dem Hintergrund eines gestiegenen Lebensalters auch im eigenen Lebens-lauf relativ krzer. Es

    gibt auch mehr Ein-Eltern-Familien und mehr Scheidungen.

    Steigendes Gebralter Das Durchschnittsalter von Frauen bei der Geburt ihrer Kinder steigt seit Jahrzehnten an, liegt derzeit bei etwa 30 Jahren. Ebenso das Alter bei der Geburt des ersten Kindes. Dies hat aber keine gesundheitlichen Auswir-kungen auf die Kinder. Es ist zwar leider richtig, dass bei hherem Alter der Mtter die Wahrscheinlichkeit fr Fehlgeburten und Phnomene wie das Down-Syndrom ansteigt. Fr das Erwachsenenalter der Kinder scheinen frhe Geburten aber be-denklicher zu sein als spte, erklrt Mikko Myrskyl von der Max-Planck-Gesellschaft. Kommen die Kinder zur Welt, bevor die Mutter 25 wird, sind sie spter krnker, sterben frher, werden weniger gro und sind fter bergewichtig, besagen die Studien.

    RollenbilderDie Geschlechterrollen wandeln sich nur langsam, obwohl immer mehr Frauen berufsttig sind. Auffllig ist, dass immer mehr Akademikerinnen kinderlos bleiben. Und es sind immer noch in erster Linie die Frauen, die

    4 Hand in Hand 2/2015

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  • C O V E R S T O R YK I N D E R & J U G E N D

    P F L E G E & B E T R E U U N GG E S U N D H E I T & L E B E N

    H I L F S W E R K

    >>

    Familien heute zusammen fhlen zusammenraufen

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    zugunsten der Familie im Berufsleben eher zurckstecken, eher eine Teilzeit-arbeit annehmen, um noch Zeit zu haben fr die Kindererziehung oder die Pfl ege lterer Verwandter. Manche Frauen leisten beides. In diesem Fall spricht man von einer Betreuungs-karriere, die in den meisten Fllen unbezahlt bleibt. Soziologen weisen jedoch auf einen zunehmenden Bedarf an Aushandlungsprozessen in der Familie hin. Denn Frauen aber auch Kinder entscheiden viel strker mit als frher. In Stieffamilien wird es noch schwieriger, weil der Stiefvater oder die Stiefmutter und natrlich auch die Stiefkinder ihren Platz in der neu entstehenden Familie erst fi nden mssen, manchmal auch gegen den Widerstand der ange-stammten Familienmitglieder.

    AushandlungsprozesseZeit nehmen und viel reden!, empfehlen Familienexperten, denn Rechte und Pfl ichten mssen gerade bei Stieffamilien sehr behutsam ausge-handelt werden, damit sich niemand ber-fordert oder be-nachteiligt fhlt. berhaupt, wenn der Elternteil, der nicht mehr mit

    seinem Kind im selben Haushalt lebt, auch noch intensiven Kontakt mit seinem Kind pfl egt, vielleicht sogar auch eine neue Familie gegrndet hat, oder weitere Kinder in die Familie geboren werden, die dann durchaus auch als Konkurrenten um die Liebe der Eltern gesehen werden. Aber auch die Elternteile, die nicht

    mehr zusammenleben, kmpfen oft um die Liebe ihrer Kinder, leider auch manchmal gegeneinander, was die betroffenen Kinder besonders verwirrt. Denn viele Kinder glauben, dass sie schuld sind, wenn Mama und Papa sich nicht mehr lieben.

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