Histopathologische Veränderungen im Zentralnervensystem nach Unterbindung der Lymphgefäße und Lymphknoten des Halses beim Hunde

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    10-Aug-2016

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  • 598 Xurze wissenschaftliehe Mitteilungen Klinische Wochenschrift

    Schleim durch Gaze filtrierg und mit 1 n-Natronlauge neutrali- siert (p~ = 7). Zur EntsMzung wurde die LSsung 24 Std gegen Leitungswasser, ansehlieBend 24 Std gegen Aqua dest. dialysiert, da die im Magensaft enthaltenen SMzionen die Wanderungsgesehwindigkeit der Protein-Teilchen beeinflussen. Die endgtiltige Konzengrierung des MagensMtes erfolgte durch Gefriertroeknung im Institut fiir Blatgransfusion Belgr~d. Die auf diese Weise erhMgene fesge Substanz wnrde in VeronaI- Puffer (PH = 8,6) gelTst, 24~ Std gegen den gleichen Puffer dialysiert und elektrophoretisch getrennt (Trennzeit 17 Sad bei 110 Volt Klemmspannung).

    Ergebnisse Unsere Ergebnisse sgimmen mit denen yon GLASS und

    BOYD (1949) weitgehend iiberein. Alle Diagramme der Ulcns- patienten zeigen eine erhShte Konzentration der sehnell- wandernden Komponente (G 1 5{ueoprotein) bei verminder- gem Mueoproteosegehalg (G 3). In Abb. 1 ist ein normales einem gypisehen Elektropherogramm eines hyperaciden

    l /

    Abb. 1. Elektropherogramm des Magensaftes. Obere Kurve: Gesunder. Unte~ Kurve: Put. mit Uleus duodeni und Hyperacidit~it. (G~ = Magen-

    Mucoprotein, G~ ~ Speichelproteine, G~ = Magen-iKueoproteose)

    Magensaftes (yon einem Ulcuskranken) gegenfibergestetlt. Aus diesen Diagrammen errechneten wir folgende Relativ- prozente:

    1. Normaeider Magensaft: G 1 ...... 51,68% G 3 .... 27,03% 2. Hyperaeider Magensa, fg: G l== 58,69% G3 .... 7,8%.

    AuBer der deutlichen Differenz in der Konzentration der Einzelfraktionen konnten wir in allen FMlen eine ErhShung der absoluten EiweiBmengen in Abhgngigkeit vom Grad der Aeidit~t nachweisen. Beziiglich des Gesamteiweil~es bestehen nat/irli ch individuelle Untersehiede. Dnrch sekretfonsfSrdernde MaBnahmen (Histamin, Insulin) wird die Konzentration des Gesamteiweiges im Magensa~ft, d.h. die Menge der gelSsten Mucoproteide, erhShg (trogz verminderter Mueoprogeose- Sekregion nach Histamin). Diesem Umstand mug bei der Form- analyse derartiger Diagramme Reehnung getragen werden.

    Zusammen/assung. Die elekgrophoretisehe Untersuchung des Magensaftes edolgte bei 30 Uleuspatienten (25 hyperacid, 5 normaeid) und 5 gesunden Versuchspersonen. Im normalen Elektrophoresedi~gramm finden sieh drei naher bestimmbare Gipfel, wobei G 1 dem Mucoprotein, G 2 dem Speichelprotein und G 3 der Mucoproteose entsprichg. Im Diagramm der Ulcusp~tienten iiberwiegt im Vergleich zu gesunden Versuehs- personen die Fraktion mit hoher Wanderungsgeschwindigkeit, also das Mucoprotein bzw. das Albumin, wS~hrend die schnelt wandernde Fraktion, also die Mucoproteose bzw. die Globuline vermindert ist.

    Literatur. GLASS, G. B. J., and L. J. BoYD: Gastro- enterology I2, 821, 835, 849 (19~9). - - GI~ASSS[ANN, W., u. 1{. HAN~IG: Naturwi~ssensehaften 37, 397 (1950). --- HE~- ~I~G, N., u. It. Kr~ZL~EIE~: Dtseh. med. Wschr. 77, 998 (1952). - - MAc~:, M. A., S. WOLF and K. G. STEa~: J. olin. Invest. 32, 9 (1953). - - NO~POTH, I,., J. CLOESGES, M. FI~GE~ u. M. SCHULZE" Dtsch. reed. Wsehr. 77, 563 (1952). - - PVGH, B. L., G. B. J. GLASS and S. WoL~: Proe. Soe. exp. Biol. (N.Y.) 79, 674 (1952). - - SeH~'~ID, J., F. L:~:ON~A~TS- BEaGE~ u. J. E~NZI~GE~: Gastroenterologia (Basel) 6, 80 (1953).

    Histopathologische Veriinderungen im Zentralnervensystem naeh Unterbindung der Lymphgel~i~e and Lymphknoten

    des Halses helm Hunde Von

    ~V[. FOLDI, E." CSANDA, G. SZEGIIY und L. VARGA

    Aus der II.]~fedizinischen Klinik (Vorstand: Prof. Dr. 3LFOLDI), der NervenkIinik (Vorst~nd: Prof. Dr. I. I-tVSZAK) un4 der Augenklinik (Vor- stand: Prof. Dr. F. KUK~N) tier Medizinischen Universit~it Szeged, Ungarn

    (Eingegangen am 28. Februar 1962)

    Vor kurzem erbrachten wir den Beweis, dait die Unter- bindung der Lymphgef~ge nnd Lymphknoten des tIMses beim Hunde ein PapfllenSdem, elektrencephalographische Ver- gnderungen sowie sehwere funkgionelte Sehgdigung der hSheren Nervent~tigkcig zur Folge hag 1, 2. In der vorliegenden Arbeit teilen wir unsere bei der histologischen Untersuchung von den Gehirnen ffinf lymphgefgBunterbundener Hunde ge- wonnenen Beobaehtungen mit.

    Es wurden Nexvenzeltvergnderungen beobaehtet in Cortex, subcortiealen Ganglien und unterem Hirnstamm in wech- selnder Verteilung. Die Sch~digungen reichten yon feineren Vergnderungen der Nissl-Struktur bis zu den den ,,schweren Zellvergnderungen" entsprechenden Bildern, manchmal mit anoxischen Elementen vermiseht. Die Nervenzellvergnde- rungen sind vielfaeh mig eehter Neuronophagie b@eiget.

    Seitens der Gliazellen sind diffuse Erregungsbflder siehtbar: Neben echger Neuronophagie an vielen Stellen pseudoneurono- phagische Erscheinungen bzw. einfache Satelligose; in der Tiefe der weigen Substanz auffMlende Vermehrung der inter- fascicul~ren Glia, auch ohne schwere 5dematSse Begleiter- seheinungen.

    Bilder des HirnSdems versehiedener Intensit~t und Aus- pr/igung waren sowohl in der grauen als aueh in der weiBen Substanz aufzufinden, mit ~berwiegen in letzgerer. Dies be- ziehg sich aueh auf die perivascul~re Spaltbildung, welche bis zu den Capillaren zu beobaehten isg; neben inhaltfreien Glia- kammerbildungen finder man auch mgchtige, ausgefallenes Eiweil3 enthaltende Spaltbildungen. In der Marksubstanz finder man za.hlreiche, in groBem MaBe aufgelockerte Gebiete, in welehen aueh die Axone gesehwollen und mit Hgmagoxylin in paradoxer Weise gef~rbt erseheinen.

    Diese Vergnderungen waren bei sgmtlichen Tieren auf- zufinden, nut in der Intensit~t und Verteilung waren gewisse Unterschiede registrierbar.

    Auf Grund unserer Untersuehungen t~gt sich berechtigter- weise der SchluB ziehen, dag das LymphgefgBsystem im S~ftekreislauf des Zentralnervensystems eine bisher nicht geahnte, entscheidende Rolle spielt.

    Litera|ur. ~ FSLDI, 3I., G. SZEG~X u. L. VA~GA: Orv. Hetil. (ira Druek). - - ~ FTLDI, M., F. O~XL, I. MADA~XSZ, G. SZEGHY, 0. T. ZOLTX~ U. L. VA~GA: Z. ges. exP. Meal. (ira Druek).

    t~ber den Plasmahistamingehalt bei der Meerschweinehenanaphylaxie

    Von Is[. GIEmOz, F. HA~ ~, H. HAHN nnd ~V. SCI~IUTZLEI~

    Aus dem Pha.rmakologischei1 Institut tier Universit/it Igreiburg (Direktor: Prof. Dr. i~'. ttAHN)

    (Eingegangen am 19. MSrz 1962)

    Die Histaminfreisetzung bei der Meerschweinchenana- phylaxie wurde bisher haupts~chlieh an isolierten Organen, an Organschnitten oder an Organbrei nachgewiesen. Die am intakgen Meerschweinchen zu erwargende Histaminausschiit- tung ins Bht haben vor liingercr Zeig sowohl SOAJE ECI~A- GUn ls (1938) als auch COD]~ a, ~ (1938, 1939) durch Bestimmung des Bluthis~amingehMtes nachzuweisen versuchg. Den nega- given Ergebnissen des ersten Autors sLehen die posiLiven Befunde yon CODE gegeniiber. Bei schwerem Schock betrug in aeht Fallen die Histaminvermehrung im Blur das 3--10faehe, im Mittel das Seehsfache der an den gMchen Tieren gemessenen Ausgangswerte.

    Da prinzipiell Vergnderungen des Bluthistaminspiegels nicht nur dureh J~nderungen des Histamingehaltes im Plasma, sondern auch durch Anderungen im GehMt an edluli%ren Histamintriigern (das And hauptsgehlieh weii~e Zellen) zu- stande kommen kSnnen, so ist die Hisgaminbesgimmung im Plasma ein besserer Indicator fiir die Ausschfittung yon

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