Im Licht der Ostersonne bekommen die Geheimnisse der Erde ein anderes Licht 2013-03-19آ  Pfarrbrief

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  • Pfarrbrief der Pfarre Ober-Grafendorf Nr. 330 / Frühjahr 2013

    Im Licht der Ostersonne bekommen die Geheimnisse der Erde ein

    anderes Licht (Friedrich von Bodelschwingh)

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    DES PFARRERS WORTE

    Die Auferstehungsgeschichte Gedanken von Pfarrer Emeka

    Liebe Schwestern & Brüder in Christus!

    Die biblischen Auferstehungsgeschichten zeigen uns an der Auferstehung Jesu, was für uns Auferstehung hier und jetzt be- deutet. Ich möchte mich beschränken auf die Auferstehungserzählung bei Matt häus. Er schildert das Geschehen der Auferste- hung als ein Geschehen, das die Frauen erleben, die gekommen sind, um die gan- ze Nacht am Grab zu wachen und zu me- diti eren. Sie wollten am Ende des Sabbats - noch in der Abenddämmerung, wie es im griechischen Text genauer heißt - am Grab mediti eren, um das Geheimnis Jesu zu be- denken, um innerlich zu verspüren, wer dieser Jesus für sie sei und was er ihnen be- deutet. Doch „plötzlich entstand ein gewal- ti ges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich dar- auf. Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. Die Wächter begannen vor Angst zu zitt ern und fi elen wie tot zu Boden.“ (Mt 28,2-4) Auferstehung bringt etwas in Bewegung in unserem Leben. Es entsteht ein Erdbeben. Die Grundfesten unseres Lebens werden erschütt ert. Das Alte und Vertraute wird aufgebrochen. Der Engel leuchtet auf. Auf- erstehung hat seit damals etwas mit dem Licht zu tun. Die frühe Kirche sah jeden Morgen den Aufgang der Sonne als Bild für die Auferstehung Jesu, die alle Finsternis in uns und um uns herum besiegt.

    Der Engel wälzt den Stein vom Grab weg. Das ist ein Symbol für unser Leben. Auf- erstehung heißt, dass ein Engel den Stein von uns nimmt, der uns blockiert, der uns am Leben hindert. Es kann ein Stein sein, der uns hemmt, aus uns heraus zu gehen, weil wir zu wenig Selbstvertrauen haben. Auferstehung heißt, dass wir befreit wer- den von diesem Stein, der uns den Zugang zum Leben verschließt. So können wir auf- stehen aus dem Grab unserer Angst und unserer Unsicherheit, aus dem Grab unse- rer Resignati on und unseres Selbstmitleids. Auferstehung hat etwas mit „Aufstehen“ zu tun.

    Das deutsche Wort „Aufstehen“ hat auch mit Aufstand zu tun. Auferstehung heißt: einen Aufstand wagen gegen alles, was das Leben behindert, aufzustehen ge- gen Tendenzen in unserer Gesellschaft , die das Leben der Menschen einengen und be- drohen. Wir sollen aber auch aufstehen ge- gen all die inneren Sti mmen unserer Seele, die uns vom Leben abhalten. Bei Matt häus fallen die Wächter, die das Grab bewachen, wie tot zu Boden. Die Wächter sind ein Bild für die inneren Sti mmen des Über-Ichs, die uns ständig vorsagen, dass alles beim Alten bleiben muss, dass wir nicht viel vom Leben zu erwarten haben, dass wir es nicht wagen sollten, unsere eigenen Vorstellungen vom Leben zu machen. Die Auferstehung Jesu feiern heißt aber: den Mut fi nden, heraus zu treten und sich dem Leben zu stellen.

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    DES PFARRERS WORTE

    Wenn wir Ostern feiern, dann feiern wir die Auferstehung Jesu als Ein- ladung, dass wir hier und jetzt aufstehen. Wir feiern Ostern, um auszubrechen aus in- nerer Gefangenschaft, um uns auf den Weg in die Freiheit zu machen und es zu wagen, ganz wir selbst zu sein. Und wir feiern Os- tern, um dem Leben zu trauen, dass alles Erstarrte in uns aufbricht, um neu in uns aufzublühen.

    Damit wünsche ich euch ein segensreiches Osterfest.

    „Gott segne unsere Herzen, damit sie weit werden und alles Leben annehmen kön- nen.“

    AMEN

    Euer Pfarrer Emeka Emeakaroha

    Madonna Austrian Hospital Ihitte

    Seit einigen Jahren bemühe ich mich, die Menschen in meiner Heimat durch ver- schiedene Hilfsprojekte mit Schwerpunkt auf Kinderpatenschaften und medizinische Versorgung zu unterstützen.

    Es wurden u.a. fünfmal Gesundheitspro-jekte in Österreich organisiert und in Ihitte / Imo-State erfolgreich durchgeführt. Dadurch konnten viele Patienten mit not- wendigen Behandlungen, Medikamenten und Brillen versorgt werden. Bei diesen medizinischen Projekten ist der große Gedanke reif geworden, eine bleibende, dauerhafte medizinische Einrichtung für diesen Bezirk zu ermöglichen. Für mich ist es wie ein Wunder, dass dieser Traum wahr geworden ist und dass es jetzt ein Spital für meinen Heimatbezirk gibt.

    An dieser Stelle möchte ich mich bei al-len herzlich bedanken, die durch ihre Spenden zur Errichtung des Spitals beige- tragen haben. Für die gespendeten Brillen, Medikamente und für die tatkräftige Mitar- beit beim Verladen des Containers mit den Spitalgeräten sage ich DANKE und Vergelt´s Gott.

    Pfr. Emeka

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    RÜCKBLICK

    Taufe Jesu Sonntag

    Lange Nacht der Kirche

    Beim Taufe Jesu-Sonntag am 13.01.2013 im Rahmen der 10.00 Uhr Messe wur- den alle Taufk inder des Jahres 2012 einge- laden, den Gott esdienst mitzufeiern und beim anschließenden Pfarrkaff ee im Pfarr- heim ein wenig zu plaudern. Herzlichen Dank der MuKi Runde für die Organisati on.

    Nach der Erinnerung an die Taufe Jesu soll die eigene Taufe ins Bewusstsein gerufen werden. Jesus hat zu seinen Freun- den gesagt: „Geht in alle Welt und macht die Menschen zu meinen Freunden und tauft sie im Namen des Vaters und des Soh- nes und des Heiligen Geistes.“

    Wasser, Chrisamöl, ein weißes Tauf-kleid und eine Taufk erze sind Symbo- le der Taufe und wurden von Pfarrer Emeka bei der Predigt erklärt.

    Sehenswert Liturgische Gewänder und Gegenstände werden in einer Ausstellung am Oratorium gezeigt. Führungen zwischen den einzelnen Programmpunkten.

    Beachtenswert Es kann noch zu Änderungen der Beginn- zeiten und der Programmpunkte kommen!

    Lebenswert Imbisse und Getränke auf dem Kirchenplatz (bei Schlechtwett er im Pfarrheim).

    Bemerkenswert Die SchülerInnen und LehrerInnen der Mu- sikschule Ober-Grafendorf und der Chor „Laudato Sii“ bringen besinnlich Musikali- sches.

    Hörenswert Der Damenchor Canti ssimo bringt einen bunten Auszug aus dem Repertoire.

    in Ober-Grafendorf von 18:00-23:00 Uhr

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  • MITEINANDER 5

    RÜCKBLICK

    Neuigkeiten aus der Bücherei

    Orgel- und Turmdachrenovierung

    Von 2. April bis 8. Mai wird unsere Orgel gereinigt und saniert. Es sind Kosten in Höhe von ca. 24.000€ zu erwarten. Die Turmrenovierung wurde bereits im Herbst begonnen und bei geeigneter Witterung fortgesetzt. Eine Summe von 41.000€, wovon die Pfarre ca. 14.000€ übernehmen muss, sind aus den laufenden Einnahmen zu leisten.

    Bedanken möchten wir uns bei allen frei-willigen Spendern und Akteuren, die dazu beitragen werden die anfallenden Kosten für beide Projekte, in Höhen von 38.000€ zu reduzieren.

    Konto 380, Raika Reg. St.Pölten BLZ 32585

    In der Bücherei haben wir im letzten Jahr die Neugestaltung des Hauptraumes vor- genommen. Die alten Tische aus den 70er Jahren wurden, dank der Förderung des Landes NÖ, durch einen modernen Ar- beitsplatz ersetzt. Ebenso bekamen wir Rollregale die eine flexible Gestaltung er- möglichen. Ab sofort können alle Kassetten gratis entlehnt werden.

    Im heurigen Jahr möchten wir den Fokus auf die Reorganisation des Medienbestan- des richten. Die aktuellen Medien werden an der Pinnwand präsentiert.

    Als neues Medium werden wir ab April auch eBooks anbieten. Damit können wir auch neue Zielgruppen ansprechen. Eine genaue Information darüber erfolgt noch.

    Orgelkonzert am 1. Juni nach der Abendmesse mit den Organistinnen unserer Pfarre

    Platzlsingen am Kirchenplatz mit dem Arbeiterge- sangsverein u. Cantissimo am 22. Juni

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  • MITEINANDER6

    RÜCKBLICK

    Fastensuppen-Essen

    Ministranten

    Bereits zum dritten Mal fand am zweiten Fastensonntag im Pfarrheim das Bene- fiz-Fastensuppen-Essen statt.

    Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen schon am Vormittag und zur Mit- tagszeit, um Knoblauchsuppe und Minest- rone zu genießen, schmackhaft zubereitet von Martin Stiefsohn unterstützt vom Team des Kath. Bildungswerkes Anni Gatterer,

    Susanne Vorlaufer, Josef Gaschl und Franz Stiefsohn.

    Ein Teil der Spenden wird an die Kath. Frauenbewegung überwiesen, die Pro- jekte in Indien, Nicaragua und Philippinen unterstützt, einen Teil erhält unser Herrn Pfarrer Emeka für das Spitalsprojekt in sei- ner Heimat Nigeria. Der Rest bleibt in unse- rer Pfarre und wird hier eingesetzt.

    Im Dezember wurde der Oskar vergeben: 1. Johanna Hainzl 2. Vanessa Koppatz 3. Paul Gradinger

    Nächste Ministunde ist am 13.März um 17:00 Uhr. Einteilung fürs Ratschen und Ostern! Ihr könnt schon mal nachschauen ob eure Ratsche noch funktioniert.

    Der diözesane MINITAG findet heuer im Stift Herzogenburg, am Pfingstdienstag, 21.Mai statt!

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  • MITEINANDER 7

    RÜCKBLICK

    Gedanken zur Wallfahrt

    Was bewegt uns zur Teilnahme an ei-ner Wallfahrt? Wollen wir nur einmal dem Alltag entfliehen, die Verantwortung für die Familie und für den Beruf hinter uns lassen? Wollen wir austest