Kapital bindung und Liquidität - .1 Working Capital Studie Kapital 2018 bindung und Liquidität

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Text of Kapital bindung und Liquidität - .1 Working Capital Studie Kapital 2018 bindung und Liquidität

  • 1

    Working Capital Studie 2018

    Kapitalbindung und Liquiditt

    Analyse des Working Capital im

    deutschen Mittelstand

  • 2

    Inhaltsverzeichnis

    MANAGEMENT SUMMARY 4

    ENTWICKLUNG DER LIQUIDITT 7

    ENTWICKLUNG WORKING CAPITAL 8

    BRANCHENVERGLEICH 9

    EINZELHANDELSUNTERNEHMEN 10

    KONSUMGTERHERSTELLER 11

    NAHRUNGSMITTELHERSTELLER 12

    MASCHINENBAUUNTERNEHMEN 13

    METHODIK UND VORGEHENSWEISE 14

    IHR ANSPRECHPARTNER 15

    IMPRESSUM 16

  • 3

    Abbildungsverzeichnis

    ABBILDUNG 1: ENTWICKLUNG DER WORKING

    CAPITAL KENNZAHLEN 2013 2016 (IN TAGEN) 5

    ABBILDUNG 2: VERNDERUNG DES WORKING

    CAPITAL (IN TAGEN) 2013 VS. 2016 6

    ABBILDUNG 3: VERTEILUNG DER

    LIQUIDITTSREICHWEITE NACH BRANCHE (IN

    TAGEN) 7

    ABBILDUNG 4: ENTWICKLUNG DES

    LIQUIDITTSBESTANDES (IN MIO. EUR) 7

    ABBILDUNG 5: ENTWICKLUNG RELATIVE LIQUIDITT

    7 ABBILDUNG 6: ENTWICKLUNG VON

    FINANZVERBINDLICHKEITEN, KASSENBESTAND UND

    NETTOVERSCHULDUNG 8

    ABBILDUNG 7: ENTWICKLUNG DES WORKING

    CAPITAL (IN TAGEN) 2013 2016 NACH BRANCHEN

    9 ABBILDUNG 8: ENTWICKLUNG DER WORKING

    CAPITAL KENNZAHLEN IM EINZELHANDEL (IN

    TAGEN) 10

    ABBILDUNG 9: WORKING CAPITAL KENNZAHLEN

    2016 (IN TAGEN) AUF EBENE DER ANALYSIERTEN

    EINZELHANDELSUNTERNEHMEN 10

    ABBILDUNG 10: ENTWICKLUNG DER WORKING

    CAPITAL KENNZAHLEN DER

    KONSUMGTERHERSTELLER (IN TAGEN) 11

    ABBILDUNG 11: WORKING CAPITAL KENNZAHLEN

    2016 (IN TAGEN) AUF EBENE DER ANALYSIERTEN

    KONSUMGTERHERSTELLER 11

    ABBILDUNG 12: ENTWICKLUNG DER WORKING

    CAPITAL KENNZAHLEN IN DER

    NAHRUNGSMITTELINDUSTRIE (IN TAGEN) 12

    ABBILDUNG 13: WORKING CAPITAL KENNZAHLEN

    2016 (IN TAGEN) AUF EBENE DER ANALYSIERTEN

    NAHRUNGSMITTELUNTERNEHMEN 12

    ABBILDUNG 14: ENTWICKLUNG DER WORKING

    CAPITAL KENNZAHLEN IN DER

    MASCHINENBAUINDUSTRIE (IN TAGEN) 13

    ABBILDUNG 15: WORKING CAPITAL KENNZAHLEN

    2016 (IN TAGEN) AUF EBENE DER ANALYSIERTEN

    MASCHINENBAUNTERNEHMEN 13

    ABBILDUNG 16: GRENCLUSTER NACH UMSATZ IN

    MIO. EUR 14

    ABBILDUNG 17: GRENCLUSTER NACH BRANCHE

    14

  • 4

    Management Summary

    Das Thema Working Capital Management steht

    auf der Priorittenliste mittelstndischer Unter-

    nehmen zunehmend im Fokus, wenngleich ge-

    rade die familiengefhrten, mittelstndischen

    Unternehmen im Rahmen der Unternehmens-

    steuerung die Prioritt weniger auf kapital-

    markt- und cashflow-orientierte Kennzahlen le-

    gen.

    Zudem verndert sich die Prioritt des Themas

    Working Capital Management gegenlufig zur

    konjunkturellen Entwicklung. Untersttzt von

    gnstigen Finanzierungsbedingungen ist dies

    zunchst einmal verstndlich.

    Allerdings ist bemerkenswert, dass das Netto-

    umlaufvermgen in der Mehrzahl der analysier-

    ten Unternehmen deutlich berproportional

    zum Umsatz angestiegen ist. Unter Bercksich-

    tigung des Umsatzanstiegs mussten die analy-

    sierten Unternehmen in den vergangenen 3

    Jahren zustzliches Working Capital von ber 9

    Mrd. EUR finanzieren.

    Dabei lassen sich zwischen den Branchen

    durchaus unterschiedliche Entwicklungen be-

    obachten. So zeigen die Branchen mit einem

    hohen durchschnittlichen Working Capital, wie

    z.B. der Maschinenbau, die Nahrungsmittel-

    und Elektrotechnikindustrie einen weiter stei-

    genden Trend, whrend die Unternehmen des

    Anlagenbaus ihre Working Capital Bindung von

    Jahr zu Jahr verbessern und damit Liquiditt

    freisetzen konnten.

    Die Forderungen stellen in vielen Branchen da-

    bei einen wesentlichen Treiber der Entwicklung

    dar.

    Dies obwohl die Nutzung von verschiedenen In-

    strumenten der Forderungsfinanzierung, sei es

    durch Factoring oder plattform- bzw. kartenba-

    sierte Finanzierungslsungen zuletzt auch im

    Mittelstand weiter Verbreitung finden.

    Die positive Seite der Betrachtung: Das Poten-

    zial fr eine Optimierung hat sich weiter erhht.

    So knnten die Unternehmen der Studie, bei

    Wiedererreichung des Wertes aus dem Jahr

    2015 eine Liquidittsverbesserung von 1 Mrd.

    EUR erzielen.

    Da die Umsetzung von nachhaltig wirksamen

    Working Capital Manahmen - anders als ad-

    hoc Manahmen, deren Effekte schnell wieder

    verloren gehen - sowohl eine inhaltliche Vorbe-

    reitungszeit als auch einer Vernderung der

    Cash-Kultur bedrfen, sollten die Unternehmen

    mit der Initiierung entsprechender Manahmen

    nicht zu lange warten.

    Ich wnsche Ihnen eine spannende Lektre und

    stehe Ihnen fr Fragen zur Studie oder auch

    vertiefende Einblicke in die Kennzahlen einzel-

    ner Branchen gerne zur Verfgung

    Carsten Lehberg

    Partner

    ECONUM Unternehmensberatung GmbH

  • 5

    Die durchschnittliche Umlaufvermgensbindung mittelstndischer Un-

    ternehmen betrgt mehr als 2 Monate

    Die durchschnittliche Nettoumlaufvermgens-

    bindung mittelstndischer Unternehmen ist im

    Geschftsjahr 2016 weiter angestiegen. Mit

    ber 64 Tagen betrgt die Vorfinanzierung da-

    mit mehr als 2 Monate. Im Vergleich zum vorhe-

    rigen Geschftsjahr ist dies ein Anstieg um 2

    Tage oder 0,6% bezogen auf den Umsatz.

    Im Vergleich zu den Zahlen des Geschftsjahres

    2013 dem ersten Jahr, welches der Analyse

    zugrunde liegt betrgt der Anstieg 7 Tage

    oder annhernd 2% des Umsatzes.

    Dabei ist zu bercksichtigen, dass es sich hier-

    bei um Kennzahlen relativ zum Umsatz handelt.

    Aufgrund der anhaltend positiven konjunkturel-

    len Entwicklung und des damit einhergehenden

    Umsatzanstiegs der betrachteten Unternehmen

    erhhte sich das absolute Nettoumlaufverm-

    gen im Jahr 2016 von 73 Mrd. EUR auf 75,5

    Mrd. EUR (ca. 3,4%). D.h., dass die betrachte-

    ten Unternehmen einen zustzlichen Finanzie-

    rungsbedarf durch das Working Capital von 2,5

    Mrd. EUR decken mussten.

    Forderungen sind Treiber des

    Working Capital Anstiegs

    Betrachtet man die Entwicklung der einzelnen

    Working Capital Kennzahlen, zeigt sich, dass

    insbesondere der Anstieg der Forderungen zur

    Erhhung der Kapitalbindung im Umlaufverm-

    gen beigetragen hat. Diese erhhten sich ge-

    genber dem Vorjahr 2015 um 3,3 Tage. Ge-

    genber dem Jahr 2013 ergibt sich sogar ein

    Anstieg von 8,3 Tagen. Dies ist bemerkenswert,

    da in den vergangenen Jahren das Angebot und

    die Nutzung von Instrumenten der Forderungsfi-

    nanzierung deutlich angestiegen ist. Offenbar

    kann diese Entwicklung jedoch die gegenlufi-

    gen Effekte aus verlngerten Zahlungszielen ge-

    genber den Kunden nicht vollstndig kompen-

    sieren.

    Demgegenber ist das Vorratsvermgen der

    analysierten Unternehmen im letzten Geschfts-

    jahr nur um einen Tag angestiegen. In der Be-

    trachtung der letzten Jahre betrug der Anstieg

    der Vorratsreichweite 5,7 Tage.

    Auf der Passivseite konnten die Unternehmen

    durch die Ausweitung von Lieferantenzahlungs-

    zielen den Anstieg der Umlaufvermgensbin-

    dung kompensieren. So wurde im letzten Ge-

    schftsjahr die Reichweite der Lieferantenzah-

    lungsziele um 2,2 Tage erhht. In der Betrach-

    tung der letzten vier Jahre betrug die Erhhung

    der Verbindlichkeitenreichweite sogar 5,8 Tage.

    Damit konnten die mittelstndischen Unterneh-

    men die Finanzierung durch Lieferanten deutlich

    ausweiten und realisieren im Durchschnitt Liefe-

    rantenzahlungsziele, welche das Niveau der

    Grokonzerne annhernd erreicht haben.

    Abbildung 1: Entwicklung der Working Capital Kennzahlen

    2013 2016 (in Tagen)

  • 6

    Betrachtet man die Vernderung des Working

    Capital im Zeitraum 2013 bis 2016 auf Ebene

    der einzelnen Unternehmen, dann zeigt sich,

    dass 65% der Unternehmen einen Anstieg ver-

    zeichnen.

    2/3 der Unternehmen verzeichnen

    einen Anstieg des Working Capital

    Demgegenber konnten nur 35% der Unterneh-

    men ihr Nettoumlaufvermgen verbessern.

    Im Vergleich der Geschftsjahre 2016 und 2015

    ergibt sich bei 58% der Unternehmen ein Anstieg

    des Working Capital. Immerhin rund 40% der Un-

    ternehmen konnten die absolute Kapitalbindung

    im Umlaufvermgen reduzieren, bei den brigen

    2% zeigte sich nahezu keine Vernderung des

    Working Capital.

    Abbildung 2: Vernderung des Working Capital (in Tagen) 2013 vs. 2016

  • 7

    Entwicklung der Liquiditt

    Die mittelstndischen Unternehmen konnten im

    Geschftsjahr 2016 ihren Liquidittsbestand

    nur noch geringfgig erhhen. Whrend in den

    Vorjahren der Liquidittsbestand um 2,7 Mrd.

    EUR (2014) bzw. 4,6 Mrd. EUR (2015) erhht

    wurde, betrug der Anstieg im vergangenen Jahr

    nur noch 0,7 Mrd. EUR.

    Unternehmen verfgen ber einen

    durchschnittlichen Liquidittsbestand

    von 30 Tagen

    In Relation zum Umsatz betrgt der Kassenbe-

    stand aller analysierten Unternehmen damit ca.

    9% (oder 30 Tage), whrend er im Vorjahr noch

    bei ca. 10% gelegen hat.

    Im Verhltnis zur Bilanzsumme betrgt der Li-

    quidittsbestand 10,6%. Diese Kennzahl ist da-

    mit in den vergangenen 4 Jahren nahezu unver-

    ndert geblieben.

    Abbildung 3: Verteilung der Liquidittsreichweite nach

    Branche (in Tagen)

    Abbildung 4: Entwicklung des Liqu