Kultur und Bildung Rolle - .Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Kultur und Bildung Fischerei

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  • Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

    Kultur und Bildung

    Fischerei

    Regionale Entwicklung

    Verkehr und Fremdenverkehr

    B Rolle

    Die Fachabteilungen sind Forschungsreferate, die die Ausschüsse, interparlamentarischen Delegationen und andere parlamentarische Einrichtungen beraten.

    Politikbereiche Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Kultur und Bildung Fischerei Regionale Entwicklung Verkehr und Fremdenverkehr

    Dokumente Siehe Website des Europäischen Parlaments: http://www.europarl.europa.eu/studies

    Fachabteilung Struktur- und kohäSionSpolitik

    Bildnachweise: istock international inc., Photodisk, Phovoir

    Generaldirektion interne Politikbereiche

    Generaldirektion interne Politikbereiche

    Fachabteilung Struktur- und kohäSionSpolitik B

    Verkehr und Fremdenverkehr

    Regionale Entwicklung

    Fischerei

    Kultur und Bildung

    Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

  • GENERALDIREKTION INTERNE POLITIKBEREICHE DER UNION

    FACHABTEILUNG B: STRUKTUR- UND KOHÄSIONSPOLITIK

    FISCHEREI

    DIE FISCHEREI IN POLEN

    MITTEILUNG

  • Dieses Dokument wurde vom Fischereiausschuss des Europäischen Parlaments angefordert. VERFASSER Jesús Iborra Martín Fachabteilung Struktur- und Kohäsionspolitik Europäisches Parlament E-Mail: poldep-cohesion@europarl.europa.eu MITARBEIT Virginija Kelmelyté SPRACHEN Original: ES Übersetzungen: DE, EN, FR, IT, PL, PT ZUM HERAUSGEBER Kontaktaufnahme zur Fachabteilung oder Abonnieren ihres monatlichen Newsletters über: poldep-cohesion@europarl.europa.eu Redaktionsschluss: April 2011 Brüssel, © Europäisches Parlament, 2011 Dieses Dokument ist im Internet zu finden unter: http://www.europarl.europa.eu/studies

    HAFTUNGSAUSSCHLUSS

    Die hier wiedergegebenen Auffassungen sind ausschließlich die der Verfasser und entsprechen nicht unbedingt dem offiziellen Standpunkt des Europäischen Parlaments. Vervielfältigungen und Übersetzungen zu nicht gewerblichen Zwecken sind unter Angabe der Quelle und nach vorheriger Information des Herausgebers sowie Übersendung eines Belegexemplars erlaubt.

    mailto:poldep-cohesion@europarl.europa.eu mailto:poldep-cohesion@europarl.europa.eu http://www.europarl.europa.eu/studies

  • GENERALDIREKTION INTERNE POLITIKBEREICHE DER UNION

    FACHABTEILUNG B: STRUKTUR- UND KOHÄSIONSPOLITIK

    FISCHEREI

    DIE FISCHEREI IN POLEN

    MITTEILUNG

    Inhalt:

    Information zu Fischerei und Aquakultur in Polen für den Besuch einer Delegation des Fischereiausschusses vom 16.5.2011 bis 20.5.2011. Beschreibung der Ostsee, der Fischerei in Polen und der damit verbundenen Bereiche.

    IP/B/PECH/NT/2011_02 April 2011 PE 460.037 DE

  • Die Fischerei in Polen

    INHALT

    TABELLENÜBERSICHT 5 GRAFIKKARTENÜBERSICHT 6 KARTENÜBERSICHT 6 1. EINFÜHRUNG 7 2. DER GEOGRAFISCHE RAHMEN 11 2.1. Politische und administrative Gliederung 11 2.2. Physische Umwelt 12 2.3. Die Ostsee 13

    3. WIRTSCHAFTLICHE BEDEUTUNG DER FISCHEREI 19 4. PRODUKTION 21 4.1. Seefischerei 21 4.2. Binnenfischerei und Aquakultur 25

    5. ENTWICKLUNG DES FISCHEREISEKTORS 27 6. FISCHEREIFLOTTE 31 6.1. Struktur der polnischen Flotte 31 6.2. Fanggeräte 36 6.3. Strukturelle Anpassung der polnischen Fischereiflotte 36 6.4. Regionale Verteilung der Fischereiflotte 40

    6. HÄFEN 43 7. DIE VERARBEITENDE INDUSTRIE 45 8. VERMARKTUNG UND VERBRAUCH 47 9. EUROPÄISCHER FISCHEREIFONDS 51 10. INTERNATIONALE ORGANISATIONEN IM OSTSEERAUM 53 10.1. IBSFC 53 10.2. HELSINKI-KOMMISSION 53 10.3. BALTIC 21 (Agenda 21 für die Ostseeregion) 55

    11. FORSCHUNG 57

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  • Fachabteilung B: Struktur- und Kohäsionspolitik

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  • Die Fischerei in Polen

    TABELLENÜBERSICHT Tabelle 1: Regionen in Polen 12 Tabelle 2: Lizenzen für den Dorschfang 24 Tabelle 3: Entwicklung der polnischen Fischereiflotte (jeweils zum 31.12.) 31 Tabelle 4: Die polnische Fischereiflotte im Vergleich zur EU-27-Flotte 32 Tabelle 5: Polnische Flotte. Januar 2009 32 Tabelle 6: Anteil der polnischen Fischereiflotte an der EU-27-Flotte nach Längensegmenten 35 Tabelle 7: Fanggeräte in der polnischen Flotte 36 Tabelle 8: Regionale Verteilung der polnischen Fischereiflotte (Dezember 2010) 40 Tabelle 9: Wichtigste Heimathäfen der Flotte 44 Tabelle 10: Operationelles Programm 2007-2013 51

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  • Fachabteilung B: Struktur- und Kohäsionspolitik

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    GRAFIKKARTENÜBERSICHT Grafik 1: Vergleich der Primärproduktivität von Ostsee und Nordsee 16 Grafik 2: Beschäftigung in Polen 19 Grafik 3: Zulässige Gesamtfangmengen (TAC) Polens in der Ostsee (t; Lachs: in Zahlen) 22 Grafik 4: Fänge der polnischen Flotte (t) 27 Grafik 5: Entwicklung der polnischen Hochseefischereiflotte 34 Grafik 6: Entwicklung der polnischen Fischereiflotte. 2004 = 100 37 Grafik 7: Polnische Flotte. Prozentsatz der Höchstgrenze im Verhältnis Zugang/Abgang 38 Grafik 8: Anteil der polnischen Fischereiflotte an der EU-25-Flotte 39 Grafik 9: Wichtigste Parameter der polnischen Flotte im Vergleich zur EU-25-Flotte (EU 25 = 1) 39 Grafik 10: Produkte aus der Fischverarbeitung (t) 46 Grafik 11: Außenhandel mit polnischen Fischereierzeugnissen 49 Grafik 12: Durchschnittliche Preise für den Import und Export von Fischereierzeugnissen 50

    KARTENÜBERSICHT Karte 1: Topografie Polens 13 Karte 2: Ostsee 14 Karte 3: Tiefenkarte der Ostsee und Salzwasserdurchfluss 15 Karte 4: Regionale Verteilung der polnischen Fischereiflotte 41 Karte 5: Wichtigste Fischereihäfen in Polen 43

  • Die Fischerei in Polen

    1. EINFÜHRUNG Die Ostsee ist ein beinahe in sich geschlossenes Salzwassermeer und über den Kattegat und Skagerrak mit der Nordsee verbunden. Wegen ihrer geringen Tiefe und dem engen Öffnung zum Ozean erfolgt der Wasseraustausch sehr langsam, was die Verschmutzung begünstigt. Der Salzgehalt der Ostsee ist sehr gering, die Produktivität dagegen sehr hoch, und es besteht nach wie vor das Problem einer Eutrophierung. Der Beitrag der Fischerei zur polnischen Wirtschaft ist relativ gering, doch hat sie eine große wirtschaftliche und soziale Bedeutung in den Küstengebieten. Sie ist sehr wichtig für drei Regionen (Pommern, Westpommern und Ermland-Masuren) und insbesondere in der Kaschubei. Die Fänge sind von 1988 (628 026 t) bis 2008 (179 309 t) drastisch zurückgegangen. Etwa 90 % der Fänge im Nordostatlantik stammen aus der Ostsee, die restlichen Fänge aus dem Atlantischen Ozean. Hauptsächlich werden Sprotten gefangen, eine untergeordnete Rolle spielen Heringe, Dorsch, Seezungen und Plattfische. In der Antarktis wird auch Krill gefangen, doch im Vergleich zu den Fangmengen in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre sind die Fangergebnisse immer schlechter geworden. Während der letzten zwanzig Jahre durchlief die polnische Fischereiflotte einen umfassenden strukturellen Anpassungsprozess. Nach der Krise, die durch die Zugangsbeschränkungen zu den Fischfanggründen ausgelöst worden war, bekam die polnische Flotte die Auswirkungen der wirtschaftlichen Umgestaltung in Polen zu spüren. Vor dem Beitritt zur Europäischen Union war zudem eine erneute Flottenreduzierung vonstattengegangen. Doch waren die Probleme bei weitem nicht gelöst, was an den aus der Überschreitung der Dorschquote 2007 resultierenden Problemen deutlich wurde. Dies war der mangelnden Rentabilität einiger Flottensegmente geschuldet und diente als Auslöser für nationale Aktionspläne, in denen das Flottenmanagement eine sehr wichtige Rolle spielte. Die polnische Fischereiflotte besteht vorwiegend aus älteren Schiffen mit geringen Abmessungen. Im Dezember 2010 zählte sie 794 Fischereifahrzeuge, von denen 598, also 75 % der Flotte, eine Gesamtlänge von weniger als 12 Metern hatten. Der größte Teil der Flotte ist technisch veraltet und kann aufgrund knapper finanzieller Mittel und teuren Treibstoffs kaum rentabel arbeiten. Lediglich 1 % der Schiffe der EU-27-Fischereiflotte ist in Polen registriert. Auf sie entfallen 6 % der Bruttotonnage und 6 % der Gesamtmaschinenleistung. Die polnische Fischereiflotte ist in drei Hauptbereiche untergliedert:

     die Küstenfischerei, die von 643 Schiffen mit einer Gesamtlänge zwischen 3 und 16 Metern innerhalb der Hoheitsgewässergrenzen im Weichselhaff und im Stettiner Haff betrieben wird;

     die 161 Fischereifahrzeuge mit einer Gesamtlänge zwischen 16 und 32 Metern, die zum Fang in die Ostsee und weniger häufig in den Nordostatlantik auslaufen; und

     die Hochseefischerei, die von 4 Schiffen mit einer Gesamtlänge über 32 Meter auf hoher See in fernen Fischfanggründen betrieben wird.

    Die am häufigsten eingesetzten Fanggeräte sind Stellnetze (62 % der Schiffe), Reusen (15 %) und Grundschleppnetze (14 %). Stellnetze und Reusen sind typische Fanggeräte der handwerklichen Küstenfischerei, während Grundschleppnetze eher von mittelgroßen Schiffen eingesetzt werden, die in der Ostsee auf Fang gehen. Pelagische Scherbrettnetze

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  • Fachabteilung B: Struktur- und Kohäsionspolitik

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    kommen zwar nur auf 4 % der Schiffe zum Einsatz, haben abe