KYOTO - Ein dokumentarisches Reisetagebuch .Idee, ein Storyboard für eine Animation zu machen, die

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  • KYOTO Ein dokumentarisches Reisetagebuch aus dem Land der

    aufgehenden Sonne

    Literargymnasium Rämibühl Maturaarbeit 2018 Danay Gijzen 6b

    Kreatives Produkt Betreuerin: Brigitta Kitamura

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    Ich bestätige, dass ich diese Arbeit selbst geleistet habe, dass sie kein Plagiat und auch

    keine Fälschung ist, dass alle übernommenen Teile korrekt erwähnt, zitiert und

    bibliografiert sind und ich nur die erwähnten Hilfsmittel verwendet habe. Ich bin von

    den Konsequenzen, die eine Nichteinhaltung dieser Punkte nach sich zieht, in Kenntnis

    gesetzt worden.

    Zürich, 10.12.2017 –––––––––––––––

    Danay Gijzen

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    INHALTSVERZEICHNIS ABSTRACT .............................................................................................................................. 7 EINLEITUNG .......................................................................................................................... 9 Weshalb ein dokumentarisches Reisetagebuch? ................................................................ 11 THEORETISCHER TEIL ................................................................................................. 13 Vorlauf und Vorkenntnisse ................................................................................................... 13 Inhaltliche Vorbereitung der einzelnen Themen ................................................................ 15 UMSETZUNG ...................................................................................................................... 21 Planung der Maturaarbeit ...................................................................................................... 21 Verwendete Zeichentechniken .............................................................................................. 23 Bearbeitung und Kolorierung ............................................................................................... 27 Konkrete Umsetzung ............................................................................................................. 29 Buchdruck und Binden .......................................................................................................... 35 FAZIT ..................................................................................................................................... 37 DANKESAGUNG ................................................................................................................ 39 BIBLIOGRAPHIE ............................................................................................................... 41

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    ABSTRACT

    In dieser Maturaarbeit werden meine Eindrücke während eines zweiwöchigen

    Aufenthaltes in Kyoto, der ehemaligen Hauptstadt Japans, in einer illustrierten

    Buchform dargestellt. Meine Zeichnungen, Fotografien und persönlichen Reflexionen

    stelle ich dabei in einen historischen und kulturellen Kontext. Ausgehend von der

    japanischen Alltagskultur (erwähnt seien Ernährung, Körperpflege, Innenarchitektur,

    Städtebau, Transportmittel, Manga), deren Verflechtung mit den Religionen

    Buddhismus und Shintoismus sowie der Geschichte Japans (Kriege, Staatsaufbau, dem

    Dualismus von Shogun und Tenno) entfaltet sich ein faszinierter, vielschichtiger Blick

    auf das Leben am anderen Ende der Welt.

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    EINLEITUNG

    Im Frühjahr 2017 bekam ich plötzlich und unverhofft die einmalige Gelegenheit Japan

    mit einer befreundeten Familie zu besuchen. Eine Reise, von der ich schon lange

    träumte. Das Reisen hatte mich schon immer interessiert, vor allem aber das damit

    verbundene kennenlernen von fremden Kulturen und Geschichten. Wieso ich gerade

    von Asien so angezogen werde, kann ich nicht genau sagen. Vielleicht weil ich es, als

    eine Kultur die sich so bildlich ausdrückt, mit meiner zweiten grossen Leidenschaft,

    dem Zeichnen verbinde?

    Bereits in der Primarschule war ich von den japanischen Comics und Trickfilmen, den

    Mangas und Animes, fasziniert gewesen und brachte mir das Zeichnen von selbigen

    autodidaktisch bei, indem ich meine Lieblingsfiguren abzeichnete. Vor allem durch das

    Manga „Soul Eater“ von Atsushi Okubo wurde ich sehr inspiriert und begann täglich zu

    zeichnen. Mit diesen wurde ich erstmals mit der Kultur Japans bekannt gemacht.

    Mir war klar, dass ich in zwei Wochen das Land und dessen Kultur nur oberflächlich

    kennenlernen würde. Dennoch war ich nicht unvorbereitet abgereist, denn ich hatte

    mich davor schon mit der japanischen Kultur auseinandergesetzt und hatte im Laufe der

    Jahre über das Internet sogar etwas Japanisch gelernt. Und trotzdem: Als ich in Japan

    aus dem Flugzeug stieg, wurde ich umgehend mit neuen Erfahrungen und kuriosen

    Erlebnissen überhäuft. Obwohl diese zwei Wochen wie im Flug vergingen, habe ich

    unglaublich viel fotografiert, gezeichnet und Gegenstände gesammelt. Ich hoffe sehr,

    dass die Leser mit mir auf diese Reise kommen.

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    Weshalb ein dokumentarisches Reisetagebuch?

    Um es auf den Punkt zu bringen, kann ich sagen, dass meine schon früh in der Kindheit

    entwickelte Begeisterung für Mangas und Anime meine Interesse an der Kultur Japans

    weckte, dass ich mich immer wieder mit dieser Kultur auseinandergesetzt habe und als

    ich die Gelegenheit bekam, das Land zu bereisen, meine Vorkenntnisse vertiefen

    konnte. Hinzu kam meine zweite Leidenschaft, das Zeichnen, welche mich, inspiriert

    von meinen Vorbildern Guy Delisle und Igort dazu brachte, eine Mischung von Comic

    und Reisebericht zu verfassen. Diejenige Freundin, deren Familie mich auch mit nach

    Japan mitgenommen hat, zeigte mir eines Tages die Graphic Novels von Guy Delisle,

    welcher durch Zeichnungen seine Reisen in fremde Länder tagebuchähnlich festhält.

    Diese Kombination von lustigen Alltagserlebnissen und eindrucksvollem

    Hintergrundwissen zur Kultur fand ich sehr interessant. Inspiriert träumte ich davon,

    meine eigenen Reisejournale zu zeichnen. Hinzu kam, dass mir, als ich kurz vor der

    Abreise das Luzerner Comic Festival besuchte, Igort’s „Berichte aus Japan“1 in die

    Hände fiel. Im Gegenteil zu Delisle verwendet er in seinem Graphic Novel kurze Texte

    mit seinen Gedanken und interessantem Hintergrundwissen zu Japan, kombiniert mit

    wunderschönen Aquarellzeichnungen. Dieses Buch gab mir den letzten Schubs zu

    meiner Entscheidung.

    Ich wusste im Vorhinein, dass ich die beiden Leidenschaften Japan und Zeichnen in

    meiner Maturaarbeit verbinden wollte. Die Frage war nur: wie? Zuerst kam mir die

    Idee, ein Storyboard für eine Animation zu machen, die sowohl eine künstlerisch und

    erzählerisch schön umgesetzte Geschichte, aber auch einen guten Einblick in die Kultur

    Japans gäbe. Aber als ich unerwartet auf eine Reise nach Japan eingeladen wurde, kam

    mir sogleich die Idee den geplanten Reisebericht in Wirklichkeit umzusetzen.

    1 Igort, Berichte aus Japan, Eine Reise ins Reich der Zeichen, Reprodukt, Berlin 2015, Zweite Auflage: 2017.

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    THEORETISCHER TEIL Vorlauf und Vorkenntnisse

    Wie in der Einleitung erwähnt, bin ich schon lange vom Thema Japan sowie Illustration

    und Comic fasziniert. Entsprechend verfügte ich schon über ein gewisses Wissen über

    Manga, die Geschichte Japans, die Normen usw. bevor ich in Japan ankam. Zudem

    hatte ich schon Kenntnisse über entsprechende Arbeiten diverser Graphic Novel-

    Autoren. Dieses Wissen konnte ich durch zahlreiche Lektüren, Magazine und

    Dokumentarfilme erweitern und vertiefen. Die entsprechenden Werke sind im

    Literaturverzeichnis aufgeführt.

    Was das Zeichnen anbelangt, bin ich seit frühster Kindheit fanatisch und zeichne bis

    heute jeden Tag. Entsprechend konnte ich in diesem Zusammenhang auf viele

    Techniken zurückgreifen, die ich in den letzten Jahren erlernt hatte. Neu war für mich,

    die entsprechenden Zeichnungen digital zu erfassen und zu bearbeiten. Hierbei war mir

    nicht bewusst, dass ich das verwendete Grafikprogramm InDesign sowie auch

    Photoshop noch nicht gut genug kannte. Ich musste mir entsprechend die beiden

    Programme während der Umsetzung der Maturaarbeit autodidaktisch beibringen.

    Hierbei kam mir zugute, dass ich im Januar 2017 ein Praktikum in einem Grafikbüro

    absolviert hatte. Dort habe ich das erwähnte Programm InDesign in den Ansätzen

    kennengelernt und konnte dann meine Kenntnisse im Rahmen der Maturarbeit

    erweitern.

    Neben dem Erlernen der Programme InDesign und Photoshop habe ich mir das

    Zeichnungstablett Artist Display 16 von xp-pen gekauft. Damit konnte ich die

    eingescannten Zeichnungen schneller und präziser bearbeiten und kolorieren. Auf die

    einzelnen verwendeten Zeichentechniken werde ich im entsprechenden Kapitel zu

    sprechen kommen. An dieser Stelle sei lediglich erwähnt, dass ich zuvor noch nie mit

    Tusche und Feder gear