midi - Bericht über Endlich-Leben-Gruppenarbeit

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Bericht in der Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD)

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  • Sttzpunkte der Llebe Gottes

    midi 6 | Winter 2008

    angestoen

    Sttzpunkte der Liebe Gottes 1

    Netzwerk Diakonie in der

    missionarischen Gemeinde gegrndet

    Coole Idee: endlich leben-Gruppen 6

    Pfarrer Helge Seekamp ber Lebens-,

    Glaubens- und Selbsthilfe

    Charakteristika diakonischer Kultur 22

    zur Strkung des diakonischen Profils

    dokumentiert

    Hoffnung und neues Leben geben 3

    Karl-Heinz Zimmer ber Gemeinde-

    diakonie bei Willow Creek

    zuhren zupacken 9

    Angela Glaser begleitet einen Tag lang

    eine Parish Nurse in England

    DiakoNIE ALLEIN 20

    Matthias Krause zeigt, wie die Diakonie

    auf neue Mitarbeitende reagiert

    Ein Leib, ein Herr, eine Stimme 24

    Hartmut Steebs Erkenntnisse aus Pattaya

    diskutiert

    Kerze anznden ist das diakonisch? 11

    Aus einem kritischen Brief

    Liebe im Spannungsfeld 14

    widerstreitender Interessen

    Frieder Grau beleuchtet die Sicht der

    Unternehmensfhrung

    inspiriert

    Gesundheit, Heilung & Spiritualitt 13

    Ein Grundsatzpapier

    Spirituelles Diakoniemanagement 17

    Drei Statements zu geistlich fhren

    Wer Ich? Eine Aufforderung 23

    lesen

    Krank sein mitten im Leben 11

    Das missionarische Mandat der 24

    Diakonie Eine Vorankndigung

    Aus der AMD

    Termine und Tagungen 12, 24

    Impressum 23

    Mission und Diakonie

    Eine Informationsschrift der AMD

    Lesen Sie bitte weiter auf Seite 2

    Tagungsankndigung

    Weitergabe des Glaubens in der DiakonieDie 5. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) unter diesem Thema findet im Jahr 2009 vom 9. bis 11. Juni 2009 statt. Tagungsort ist das Ev. Bildungszentrum Schwanenwerder (Wannsee) in Berlin. Themen und Referenten werden ab Januar bekannt sein und knnen dann auf der AMDHomepage abgerufen werden. ul.

    missionarisch, wachsend, ganzheitlich, profiliert

    Ein Leib, ein Herr, eine StimmeIm Oktober 2008 fand in Pattaya (Thailand) die Generalversammlung der Weltweiten Evangelischen Allianz statt. Diese Versammlung von nationalen evangelikalen Verbn-den aus der ganzen Welt versteht sich primr als evangelistische Bewegung. Sie betont jedoch zugleich, dass das evangelistische Zeugnis durch das Zeugnis ttiger sozialer Hilfe ergnzt werden muss und unterstreicht die Verantwortung fr eine Weltgestaltung, die Unrecht und Armut aktiv bekmpft. Hier ein persnlicher Bericht von Hartmut Steeb.

    Die nur etwa alle sechs Jahre stattfindende Generalversammlung der Weltweiten Evan gelischen Allianz verschafft einen Blickwechsel, bei dem Europa nicht im Zentrum der Welt, sondern am Rande liegt. Das ist gut so. Sie gibt nicht nur eine neue, sondern eine klare Sicht, die im Alltag zu Hause oft zu kurz kommt. Mir ist klar geworden: 1. Wir sind der gemeinsame Leib des Jesus Christus. Es ist weder gut noch richtig, von uns hier und den anderen Christen

    dort zu reden. Nein, wir sind ein Leib. Wir haben einen Herrn. Wir gehren untrennbar in Jesus Christus zusammen.2. Wir sind die wachsende Gemeinde. Nicht wir stagnieren und anderswo wchst die Gemeinde. Nein, wir sind als Ganzes nur die eine Gemeinde Jesu, die wchst. Und wir drfen dieser wachsenden Bewegung angehren.3. Wir sind die leidende Gemeinde Jesu. Nicht irgendwelche andere Christen leiden. Sondern wir leiden mit unseren Schwestern und Brdern in der Verfolgung und in der Bedrngnis. Und wir merken auf: Verfolgung ist kein Betriebsunfall, sondern Realitt eines Lebens in der Nachfolge von Jesus Christus. Und dabei wird deutlich: Das Blut der Mrtyrer ist der Same der Kirche. Ja. Aber die Gemeinde Jesus wchst nicht nur einfach, weil sie verfolgt wird, sondern sie wird verfolgt, weil sie wchst.4. Gottes Uhren ticken anders. Es bewegt mich, als vietnamesische Brder berichten, dass in Nordvietnam heute jene besonders zur Stabilitt der Gemeinde beitragen, die in kommunistischen Zeiten in kommunistische Staaten ausgesandt worden waren (z. B. in die DDR), zum Glauben kamen und nach der Zeit des Kommunismus dorthin als Christen zurckgekehrt sind und jetzt Gemeinde bauen. 5. Evangelisation hat Prioritt aber sozi-ale Verantwortung ist unverzichtbar. Man verliert nicht viel Zeit, die Statistiken hin und her zu wlzen und scharfsinnige Analysen zu diskutieren. Denn die Fakten lie

    gen lngst auf dem Tisch. Es ist in der Weltweiten Evangelischen Allianz vllig klar: Evangelisation hat oberste Prioritt, auch, trotz und wegen der unendlichen Weltnte: Hunger, Armut, Naturkatastrophen, Sklaverei, Sex und Menschenhandel. Aber diese Prioritt befreit nicht davon, auch die menschliche Sorge nach allen Krften und allem Vermgen anzupacken.6. Ohne Gebet sind wir machtlos. Darum wird die Generalversammlung mit einem Gebetstag erffnet. Das Gebet steht nicht nur am Ende, dass Gott doch nun segnen mge, was wir beschlossen haben, sondern am Anfang, weil wir wissen, dass ohne Gebet alles vergeblich ist. Es wre ja auch tricht, nicht ganz bewusst das Angesicht Jesu zu suchen und in der Einheit mit ihm die Evangelische Allianzgemeinschaft zu gestalten. 7. Wir sind das Licht der Welt und das Salz der Erde. Die Evangelische Allianz nimmt diese Beauftragung und Sendung an. Und darum setzt sie sich ein fr die Verfolgten, die Entrechteten, die Verarmten, auch gegen die Ttung der Ungeborenen. Darum hilft sie Aidskranken und vielen anderen. Darum gehrt zur Weltgestaltung eben auch das Mandat, sich politisch zu engagieren und gegenber Politikern gegebenenfalls Flagge zu zeigen. Wenn ich das umfassende missionarische Programm und den aufopferungsvollen Einsatz armer nationaler Allianzen betrachte, dann freilich wird mir auch das zur Anfrage, warum wir nicht gemeinsam alles tun, was wir gemeinsam tun knnten, das Zeugnis in Wort und Tat.

    Hartmut Steeb ist

    Generalsekretr

    der Deutschen

    Evangelischen Allianz

    (www.ead.de)

    24 Personen, deren Herz fr

    solche Sttzpunkte schlgt,

    trafen sich am 10. November 2008

    in der Berliner Stadtmission

    und grndeten bundesweit das

    Netzwerk Diakonie in der

    missionarischen Gemeinde.

    Sie kamen als Pastoren und Pastorinnen aus Kirchengemeinden oder als Vertreter von diakonischen und missionarischen mtern, auch aus freien Werken oder als Reprsentanten von Zusammenschlssen wie Willow Creek Deutschland und der Evangelischen Allianz.

    An vielen Orten sind unsere Gemeinden reich an diakonischmissionarischer Arbeit: hier eine Hausaufgabenhilfe fr Kinder in Verbindung mit einem liebevoll zubereiteten Essen, dort christliche Cafs als Kommunikationsort und Anlaufstelle fr Menschen mit Fragen oder Nten, hier ein Patientengottesdienst mit Segnung und Salbung, dort eine Selbst

    hilfegruppe fr angeschlagene Menschen mit Abbrucherlebnissen, hier eine als

    WellnessWochenende ausgeschriebene Gemeindefreizeit, bei der der Zusammenhang von Krper, Seele und Geist thematisiert wird, dort eine Arbeitsloseninitiative im Stil eines monatlichen Hauskreistreffens mit seelsorgerlicher Stabilisierung, Schulung und konkreter Arbeitsvermittlung alles Beispiele fr Arbeitsformen, die Gemeinden ersinnen, um in Not geratenes, gefhrdetes oder beschdigtes Menschenleben aufzufangen und zu begleiten. Und das alles im Kraftfeld einer frsorgenden, betenden und glaubenden Gemeinde.

    Buchankndigung

    Das missionarische Mandat der DiakonieMichael Herbst, Ulrich Laepple Neukirchener Verlagsgesellschaft (erscheint im Frhjahr 2009) Impulse Johann Hinrich Wicherns fr eine evangelisch profilierte Diakonie im 21. JahrhundertDieses Buch ist aus Vortrgen und Publikationen entstanden, die sich einer missionarischen Diakonie und einer diakonischen Mission verpflichtet wissen. Sie werben fr ein integrales Verstndnis des christlichen Auftrags, bei der sich Evangelisation und Diakonie gegenseitig untersttzen. Die Verfasser sehen dabei vielfltigen Anlass, an J. H. Wichern anzuknpfen und sein Erbe unter den Gegebenheiten der heutigen Zeit neu zu buchstabieren. Sie sehen Wichern nicht nur als Sozialreformer, sondern auch als groen Inspirator fr Evangelisation. Eine missionarische Profilierung der Diakonie wird sinnvollerweise ansetzen bei den Fhrungskrften. Darum richtet sich das Buch an Verantwortungstrger in der Diakonie (nicht nur an die theologisch, sondern auch betriebswirtschaftlich Verantwortlichen), ebenso an Pfarrerinnen und Pfarrer, die nach Diakonie in der Gemeinde fragen. Aber auch alle anderen mit Diakonie befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche knnen sich in den hier zur Debatte stehenden Fragen des Zusammenhangs von Diakonie und Mission kaum entziehen. ul.

    midi 24 anknd igungen dokument i e r t : E rkenntn i s se aus Pat taya

  • neues Leben geben

    Fortsetzung

    Sttzpunkte der Liebe Gottes

    Das ganze Evangelium fr den ganzen Menschen dieses Motto beschreibt den Auftrag fr die Gemeindediakonie genauso wie fr die Einrichtungsdiakonie. Zwar haben beide ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen und folgen darum in ihrer Arbeit verschiedenen Logiken. Aber beide kommen von einem Auftraggeber und stehen unter einem Auftrag. Den gilt es fr die eigene Situation zu erfassen im theologischen Diskurs wie in praktischer Selbstprfung. Die Prffrage wird sein, ob wir

    das ganze Evangelium fr den ganzen Menschen auch wirklich zur Geltung bringen. Im lebendigen Dialog mit den Herausforderungen der Zeit ergeben sich stndig neue Gelegenheiten, die ergriffen werden wollen. Aber jede Zeit hat auch ihre spezifischen Versuchlichkeiten, den

    ganzen Auftrag abzuschneiden oder zurechtzubiegen, nach der einen wie nach der anderen Seite.

    Darum ist es das Anliegen von mi-di, den Bindestrich zwischen Mission und Diakonie mit Leben zu fllen. Auch diese Ausgabe will an gelungenen Beispielen zeigen, wie s