ORACLE CAGE Mobile/Synthes...¢  2016. 4. 14.¢  Oracle Cage System Operationstechnik DePuy Synthes 5

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Text of ORACLE CAGE Mobile/Synthes...¢  2016. 4. 14.¢  Oracle Cage System...

  • OPERATIONSTECHNIK

    Umfassende Lösung für die laterale Lendenwirbelkörperfusion.

    ORACLE CAGE SYSTEM

    Instrumente und Implantate geprüft und freigegeben von der AO Foundation. Dieses Dokument ist nicht zur Verteilung in den USA bestimmt.

  • Bildverstärkerkontrolle

    Warnung Diese Beschreibung reicht zur sofortigen Anwendung des Instrumentariums nicht aus. Eine Einweisung in die Handhabung dieses Instrumentariums durch einen darin erfahrenen Chirurgen wird dringend empfohlen.

    Aufbereitung, klinische Aufbereitung, Wartung und Pflege Allgemeine Richtlinien und Informationen zur Funktionskontrolle und Demontage mehrteiliger Instrumente sowie Richtlinien zur Aufbereitung von Implantaten erhalten Sie bei Ihrer lokalen Vertriebsvertretung oder unter: www.synthes.com/reprocessing Allgemeine Informationen zur klinischen Aufbereitung, Wartung und Pflege wiederverwendbarer Medizinprodukte, Instrumentensiebe und Cases von Synthes sowie zur Aufbereitung unsteriler Synthes Implantate entnehmen Sie bitte der Synthes Broschüre «Wichtige Informationen» (SE_023827), als Download erhältlich unter: www.synthes.com/reprocessing

  • Oracle Cage System Operationstechnik DePuy Synthes 1

    EINFÜHRUNG Oracle Cage System 2

    AO Prinzipien 6

    Indikationen und Kontraindikationen 7

    OPERATIONSTECHNIK Präoperative Planung und Vorbereitung 8

    Patientenlagerung 9

    Zugang und Präparation 10 – A. Zugang mit Gewebedissektor 10 – B. Zugang mit Dilatatoren 12 – C. Zugang unter Neuromonitoring mit

    Gewebedissektor oder Dilatatoren 14

    Retraktion 16 – A. Retraktion mit SynFrame 16 – B. INSIGHT laterales Zugangssystem 16 – C. Retraktion mit Oracle-Zugangsinstrumenten 17

    Diskektomie 22

    Endplatten vorbereiten 25

    Probeimplantat einbringen 26

    Probeimplantat entfernen 27

    Implantat einbringen 28 – A. Einbringen mit Implantathalter 28 – B. Einbringen mit Lateralem Einsetz-

    und Distraktionsinstrument 30

    Zusätzliche Fixation 33

    PRODUKTINFORMATION Implantate 34

    Instrumente 37

    Sets 44

    Optionale Sets 51

    Füllmaterial 52

    BIBLIOGRAFIE 53

    INHALTSVERZEICHNIS

  • 1 DePuy Synthes Oracle Cage System Operationstechnik

    ORACLE CAGE SYSTEM

    Das Oracle Cage System ist ein modulares und um- fassendes System, bestehend aus Implantaten und Instrumenten, die speziell für den lateralen Zugang zur Lendenwirbelsäule entwickelt wurden. Der laterale Zugang ist minimalinvasiv. Verletzungen der anterior verlaufenden Gefässe, sowie der posterioren Nerven- und Knochenstrukturen können vermieden werden.

    Oracle Zugangsinstrumente

    Retraktor • Für den minimalinvasiven Zugang zur betroffenen

    Bandscheibe • Gute Visualisierung mittels Röntgen • Distal expandierende Retraktorenschenkel zur

    Erweiterung des Zugangs

    Zubehör für den Oracle Retraktor • Licht-Clip zur Ausleuchtung des Operationsfelds • Bandscheibenraumverankerung und Retraktorpin

    für eine verbesserte Retraktorstabilität • Retraktorenschenkelverlängerungen zur In-situ-Verlän-

    gerung der Retraktorenschenkel um zusätzliche 10 mm

    ZUGANG ZUGANGSINSTRUMENTE

  • Oracle Cage System Operationstechnik DePuy Synthes 1

    Diskektomieinstrumente • Zwei verschiedene Schaber,

    kreuz- und paddelförmig, zum Ausräumen des Bandscheibenmaterials

    • Bajonettförmig gebogene Küretten gewährleisten maximales Sichtfeld bei minimalinvasiver Inzision

    • Mattierte Oberfl ächenbe- schichtung der Instrumente reduziert die Refl exion des OP-Lichts

    Oracle Cage Insertionsinstrumente • Probeimplantate mit

    selbstdistrahierender Spitze für das verein- fachte Einbringen in den Bandscheibenzwischen- raum

    • Erhebliche Reduzierung des aufzuwendenden Kraftaufwands beim Entfernen des Probe- implantats durch den Oracle Gleithammer

    • Laterales Einsetz- und Distraktionsinstrument zum zeitsparenden Einbringen des Implan- tats in einem Schritt, ohne Schlageinwirkung

    DISKEKTOMIE INSERTION

  • 4 DePuy Synthes Oracle Cage System Operationstechnik

    Oracle Cage System

    Das Oracle Cage Implantat wurde speziell für die Anforderungen der lateralen Lendenwirbelkörperfusion entwickelt. Um den individuellen Unterschieden in der Patientenanatomie gerecht zu werden, ist das Implantat in 4 unterschiedlichen Längen (medial/lateral), 5 Höhen und 2 Sagittalprofilen (Lordosewinkel) erhältlich.

    EIGENSCHAFTEN UND VORTEILE

    Pyramidenförmige Zähne Verhindern die Migration des Implantats

    Grosser zentraler Kanal Ermöglicht das Auffüllen mit autogenem Knochen oder einem Knochenersatz- material, um die Fusion durch das Implan- tat zu begünstigen

    Selbstdistrahierende Spitze Vereinfacht das Einbringen des Implantats in den Wirbelkörperzwischenraum

    Anatomische Form Die konvexe Form des Implantats spiegelt die natürliche Anatomie des Bandscheiben- raums wider

    Vier Röntgenmarker Erlauben die radiologische Darstellung der Implantatposition

    Die medial/lateral in das Implantat eingebetteten Röntgenmarker befinden sich ca. 4 mm vor der Implantatkante. Die anterior/posterior eingebetteten Röntgen- marker befinden sich ca. 2 mm vor der Implantatkante.

  • Oracle Cage System Operationstechnik DePuy Synthes 5

    Das Oracle Cage Implantat wird aus einem biokompatib- len Polymermaterial1 gefertigt, in das vier Röntgenmar- ker eingebettet sind. Diese ermöglichen dem Chirurgen sowohl intra- als auch postoperativ die röntgenologische Bestimmung der exakten Implantatposition. Die Elastizitätseigenschaft des Polymers liegt zwischen der von spongiösem und kortikalem Knochen und ermöglicht daher eine adäquate Komprimierung des autogenen Knochenmaterials in und um das Implantat, sowie eine Begünstigung der Belastungs- und Lastvertei- lung.

    MATERIAL

    1 PEEK (Polyetheretherketon)

  • 6 DePuy Synthes Oracle Cage System Operationstechnik

    AO PRINZIPIEN

    1958 formulierte die Arbeitsgemeinschaft für Osteosyn- these (AO) vier Grundprinzipien, die heutigen Leitlinien für Osteosynthese.1 Diese lauten: • Anatomische Reposition • Stabile Osteosynthese • Erhalt der Blutversorgung • Frühzeitige, aktive und schmerzfreie Mobilisierung

    Grundsätzlich sind die Ziele der Frakturbehandlung in den Extremitäten und der Wirbelsäulenversteifung die Gleichen. Spezifisch für die Wirbelsäule ist das Ziel, geschädigten neuralen Elementen soviel Funktion wie möglich zurückzugeben.2

    1 M.E. Müller, M. Allgöwer, R. Schneider, and H. Willenegger: AO Manual of Internal Fixation, 3rd Edition. Berlin; Springer-Verlag 1991

    2 Ibid. 3 Aebi M, Arlet V, Webb JK (2007). AOSpine Manual (2 vols.), Stuttgart,

    New York: Thieme 4 Ibid.

    AO Prinzipien für die Wirbelsäule3:

    Anatomische Ausrichtung Für die Wirbelsäule bedeutet dies die Wiederherstellung und den Erhalt der natürlichen Krümmung, sowie der Schutzfunktion der Wirbelsäule. Durch die Wiederher- stellung dieser natürlichen Anatomie kann die Biomecha- nik der Wirbelsäule verbessert und eine Linderung der Schmerzen erreicht werden.

    Stabile Osteosynthese In der Wirbelsäule soll mittels Osteosynthese erreicht werden, nicht nur die Integrität eines beweglichen Segmentes zu erhalten, sondern darüber hinaus das Gleichgewicht und die physiologische dreidimensionale Form der Wirbelsäule.4 Ein stabiles Wirbelsäulensegment ermöglicht Knochenfusion am Übergang von Lamina und Pedikel.

    Erhalt der Blutversorgung Eine geeignete atraumatische Technik gewährleistet die minimale Retraktion oder Beeinträchtigung von Nerven- wurzeln und Dura und erhält die Stabilität der Wirbel- gelenke. Ideale Operationstechnik und optimales Implan- tatdesign minimieren die Schädigung der anatomischen Strukturen, d.h. Facettenkapseln und Weichteilansätze bleiben intakt und es wird eine physiologische Umge- bung geschaffen, welche die Heilung begünstigt.

    Frühzeitige, aktive Mobilisierung Die Wiederherstellung der normalen spinalen Anatomie kann zu sofortiger Schmerzlinderung führen und dem Patienten ein aktiveres Leben bei besserer Funktionalität ermöglichen. Durch Wiederherstellung einer stabilen Wirbelsäule kann eine Linderung der Schmerzen und eine verbesserte Funktionsfähigkeit erzielt werden.

  • Oracle Cage System Operationstechnik DePuy Synthes 7

    INDIKATIONEN UND KONTRAINDIKATIONEN

    Vorgesehene Verwendung Der Oracle Cage ist als lumbaler Bandscheibenersatz zur Fusion von benachbarten Wirbelkörpern von L1 bis L5 vorgesehen. In jedem Fall wird zudem das Auffüllen des Implantats mit autogenem Knochen oder Knochen- ersatzmaterial sowie eine zusätzliche Fixation empfoh- len. Die Einbringung des Implantats erfolgt über den lateralen Zugang.

    Indikationen Lumbale Pathologien, bei denen eine segmentale Spon- dylodese indiziert ist, z. B.: • Degenerative Bandscheibenerkrankungen und Wirbel-

    säuleninstabilität • Revisionseingriffe bei Postdiskotomie-Syndrom • Pseudarthrose oder fehlgeschlagene Spondylodese • Degenerative Spondylolisthese • Isthmische Spondylolisthese

    Bei der Verwendung von Oracle Cage ist eine zusätzliche Stabilisierung mit einem Synthes Fixations System vorge- sehen.

    Kontraindikationen • Wirbelkörperfrakturen • Spinale Tumoren • Schwerwiegende Wirbelsäuleninstabilität • Primäre Wi