Pharmakologie, Toxicologie, gerichtliche Chemie

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    15-Aug-2016

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  • z e i t s c h r i f t e n r e f e r a t e. - - Bakteriologie, Mikrobiologie, Hygiene. 351

    Pharmakologie, Toxikologie, geriehtliche Chemie. Organische Gifte und Wirkstoffe:

    Fritz Micheel: Giftige EiweiBstoffe. Tierische, pflanzliche und bak- terielle Gifte. (Miinster.) Naturwiss. 33, 239--43 (1946).

    Zusammenfassende Darstellung tierischer, pflanzlicher und bakterieller giftig wirkender EiweiBstoffe. Behandelt werden als derartige Stoffe in Pflanzen das Ricin aus Ricinus communis, Crotin aus Crotonsamen, die Giftstoffe des grtinen Knollenbl~itterschwammes (Amanita phalloides) Amanitin ul3d Phalloidin. Be- merkenswert ist ihre Wirkung per os, wobei Ricin und Crotin im ,~esentlichen h~imolytisch wirken. Von bakteriellen Giften werden als am besten untersuchte ]3akterientoxine diejenigen der Diphtherie- und der Tetanusbaeillen besprochen. Tierische Gifte, die meist der Abwehr, dem Angriff oder der T6tung einer Beute dienen, finden sich vor allem in den niederen Tieren. Als solche werden gekennzeich- net Gifte in Coelenteraten, Echinodermaten, Wfirmern, Spinnen, Skorpionen, In- sekten, Mollusken, Fischen, Amphibien, Reptilien und Schlangen. Eingehende Be- sprechung des Zusammenhangs zwischen chemischer Struktur und Giftigkeit, der Ursachen der Giftigkeit, des Aufbaus der Toxine und der physiologischen Wirkung der giftigen Eiweil3stoffe. Hinweis auf die Wichtigkeit der Untersuchung dieser Stoffe itir Wissenschaft und praktische Therapie sowie ftir das Verst~ndnis der nor- malen Lebensvorg~inge. 41 Literaturangaben. J. Schormiiller (Berlin).

    Bakteriologie, Mikrobiologie, Hygiene. A. Todoroff: Coli-Nachweis und Arbeitsmethoden fiber Coli-Ae rogenes.

    Milchwiss. 1, 28--36 u. 41--55 (1946). Verf. gibt einen ausfiihrlichen Ubersichtsbericht fiber die Biologie, den Nach-

    weis und die Unterscheidungsmerkmale yon Bacterium coli Lehmann et Neumann (Escherichia coli Caste l lan i et Chalmers) und Bacterium aerogenes Chester (A erobacter aerogenes B e ij e r in c k). Er diskutier t die biochemischen Unterscheidungs- verfahren (Endoagarplatten- oder Eosin-Methylenblauplattenkultur, Trypsin-Ca- seinl6sung-Kultur, C larks- und Lubs-L6sung-Kultur, Voges-Proskauers -Re- aktion, K6sers-Citratl6sung-Kultur, Dextrose-Peptonl6sung-Kultur usw.). Verf, h;ilt die ]3eweglichkeit yon Bacterium coli gegenfiber der Unbewegliehkeit des Bacterium aerogenes und die Sehleimhiille der Aerogenes-Bakterienzelle (die Coli- bakterienzelle hat keine Schleimhfille !) fiir Hauptunterscheidungsmerkmale. AuBer- dem erscheint ihm noch wiehtig, dab Bacterium coli gramnegativer (leiehtere Ent- f~irbung) als Bacterium aerogenes ist und dab Bacterium coli Bakteriophagen, Bac- terium aerogenes aber keine hat. Auf Gr~md der bisher erschienenen Literatur be- schreibt Verf. eingehend die beiden Bakterien. Erwfihnt werden noch der geographi- sche, Gegenstands- und Tierkreislauf, aus denen ersichtlich ist, dab beide ,,prim~tr" im Darm wie auf der Erde vorkommen. Die Differenzierung ,,Coli yon Kaltbltitern" ist daher nicht m6glich. Bezfiglich des Vorkommens, d. h. der Fundorte, sind beide Bakterien kosmopolitisch. Ftir Bacterium coli werden 48, ftir Bacterium aerogenes 10 Bezeichnungen gegeben, die auf Unterschiede in der Beurteilung physiologischer und morphologischer Merkmale zurtickzuftihren sein diirften. So sind Lactose- und Saccharose-Verg~trung sowie die Indolbildung keine ausnahmslosen Eigen- schaften. Die bioehemischen Reaktionen sind unsieher. Die Bewegtichkeit, d. h.

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