Portfolio für das Fach Palliativmedizin - .2. die unterschiedlichen Perspektiven in der Wahrnehmung

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  • Portfolio für das Fach Palliativmedizin

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    Palliativmedizinischer Dienst

    1. Einführung………………………………………

    ……………….. S.3

    Prüfung im Fach Palliativmedizin…………………..................S. 5

    2.Ansprechpartner…………………………………………………… S.6

    3.Allgemeine Literaturempfehlung……………………………..….. S.7

    4.Lehrveranstaltungen………………………………………...…….. S.8

    5. Materialien und Hinweise zu den Seminaren………………….. S.11

    5.1 Seminar: Palliativmedizin-Sozialarbeit (2. SJ)……………. S.11

    5.2 Seminar: Palliativmedizin-Ethik und Recht (2. SJ)………. S.13

    5.3 Seminar: Palliativmedizin- Spiritualität (2. SJ)…………….. S.17

    5.4 Seminar: Praktikumstag (3. SJ)… S.19

    6. Portfolio-Aufgaben………………………………………………….. S.25

    6. Schmerztherapie…………………………………………........... S.26

    6.2 Symptomkontrolle……………………………………………… S.26

    6.3 Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht……………...……… S.27

    6.4 Begleitung eines Sterbenden und seiner Angehörigen……. S.27

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    Palliativmedizinischer Dienst

    1. Einführung

    Liebe Studierende, Herzlich willkommen im Fach „Palliativmedizin“. Um Ihre Ausbildung in diesem Fach zu unterstützen und Ihnen die Orientierung in Bezug auf die Lehrveranstaltungen zu erleichtern, haben wir ein Portfolio konzipiert, das Sie als Wegweiser durch ihr klini- sches Studium begleiten soll.

     Was ist Palliativmedizin? Palliativmedizin dient nach Definition der WHO der Verbesserung der Lebens- qualität von Patienten und ihren Familien, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung, hochqualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen physischer, psycho- sozialer und spiritueller Natur. Die Multiprofessionalität ist also ein wesentliches Merkmal der Palliativmedi- zin. Dies spiegelt sich in der Lehre wider: Sie werden während ihres Studiums an der TU München nicht nur von Ärzten, sondern auch von Sozialarbeitern, Seelsorgern, Palliative-care-Krankenschwestern und Psychologen unterrichtet werden.

     Welche Lehrveranstaltungen gibt es im Fach Palliativmedizin?

    Seit dem WS 2011/2012 ist Palliativmedizin ein verpflichtendes Unterrichtsfach an allen deutschen medizinischen Fakultäten. An der medizinischen Fakultät der Technischen Universität München wird das Fach Palliativmedizin in Form von Seminaren und Vorlesungen gelehrt, die vom Palliativmedizinischen Dienst am Klinikum rechts der Isar organisiert werden (s.S.6). Zudem sind in die Lehre Veranstaltungen verschiedener klinischer Fächer mit palliativmedizinischen Inhalten miteingebunden. Ein Überblick hierzu findet sich auf S.10. Für interessierte Studierende wird zusätzlich ein Wahlfach Palliativmedizin (derzeit im Sommersemester) angeboten.

     Welche Studenten brauchen den Palliativmedizin-Schein? Approbationsordnung §27 Abs.1 Satz 9: "[...]Der Leistungsnachweis nach Satz Nummer 13 (Anm: Palliativmedizin) ist erstmals zum Beginn des Praktischen Jahres im August 2013 oder bei der Meldung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung für den Prüfungstermin ab Oktober 2014 vorzulegen [...]"

     Was ist ein Portfolio?

    Das Portfolio dient als Strukturierungshilfe zum selbstorganisierten Lernen. In- halte dieses Ordners sind u.a.:

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    Palliativmedizinischer Dienst

     Überblick über die für das Fach Palliativmedizin relevanten Lehrveranstaltun- gen

     Literaturhinweise, Vorschläge zum Selbststudium  Arbeitsanweisungen für die von den Studierenden zu erstellenden Kurz-Essay  Laufzettel/Scheine

    Laufzettel sind bei Frau Wilke (Sekretariat Prof. Henningsen, Psychosomatik, Langerstr. 3) abzugeben.

     Literaturangaben im Portfolio Zu jeder Seminareinheit finden Sie Literaturempfehlungen, die meist untergliedert sind in Pflichtlektüre, Basislektüre, vertiefende Literatur. Pflichtlektüre bedeutet hier, dass der Inhalt prüfungsrelevant ist, Basislektüre dient dem prinzipiellen Verständnis palliativmedizinischer Themen, vertiefende Literatur wird für diejenigen mit einem spezifischen Interesse im jeweiligen Themengebiet empfohlen. Pflichtlektüre ist hierbei als Download in Meditum (Ausnahme Ethikeinheit: hier sind mehrheitlich links angegeben) erhältlich.

    Wir wünschen Ihnen eine gute und lehrreiche Zeit und freuen uns auf Ihre Diskussionsbeiträge und Anregungen.

    Für alle Dozenten im Fach Palliativmedizin im Juli 2017

    PD Dr. med. Johanna Anneser

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    Palliativmedizinischer Dienst

    Gibt es eine Prüfung im Fach Palliativmedizin?

    Im Fach Palliativmedizin gibt es – wie in jedem anderem Pflichtfach – Prüfungen. Hier geht es einerseits um Wissen und Fertigkeiten wie beispielsweise im Bereich der palliativen Schmerztherapie, aber auch um die Auseinandersetzung mit Leid und Sterben. Hier spielen persönliche Werte, Erfahrungen und vielleicht auch Ängste eine große Rolle. Wir haben uns daher entschlossen, diese Inhalte nicht ausschließlich durch multiple choice Fragen (im Rahmen der Klausur zur IDV2 im SS, Inhalt sind hierbei die drei Vorlesungen des SS und die Vorlesung im WS) zu prüfen, sondern zusätzlich anhand von zwei kurzen Essays (jeweils 1-2 Seiten), die von den Studierenden während ihres Studiums zu erstellen sind. Der Bewertungsschlüssel ist hierbei 2:1 (Note der beiden Essays: Note Klausur)

    Nähere Informationen zum Essay finden Sie auf S. 25

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    Palliativmedizinischer Dienst

    2. Ansprechpartner:

    Palliativmedizinischer Dienst Telefon: +49.89.4140.7491 Telefax: +49.89.4140.4388 - PD Dr. med. Johanna Anneser, Oberärztin Palliativmedizischer Dienst

    (verantwortlich für die Lehrplanung) e-mail: j.anneser@tum.de

    - Dr. med. Regina Plettke, Ärztin Palliativemdizinischer Dienst e-mail: regina.plettke@mri.tum.de

    - Dipl. Soz.-Päd. Daniela Marguccio, Sozialarbeiterin, Palliativmedizinischer Dienst

    e-mail: d.marguccio@tum.de

    - Dipl. Soz.-Päd. Renate Zellner, Sozialarbeiterin, Palliativmedizinischer Dienst e-mail: Renate.Zellner@mri.tum.de

    - Dr. med. Claudia Levin, niedergelassene Ärztin, Palliativmedizinerin Telefon: +49.89.220 222 clevin1@gwdg.de

    - PD Dr. Gerrit Hohendorf Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

    Telefon: +49.89.4140.4041 e-mail: Hohendorf@gesch.med.tu-muenchen.de

    - Thomas Kammerer, Pfarrer, Leiter der kath. Seelsorge am MRI

    Telefon: +49.89.4140.2290 e-mail: Thomas.Kammerer@klinikselsorge-tum.de

    - Katrin Wilke Sekretariat Prof. Henningsen (Klinik für Psychosomat. Medizin, Psychotherapie) Telefon: +49.89.4140. 4311 e-mail: Psychosomatik@lrz.tu-muenchen.de

    mailto:j.anneser@tum.de mailto:d.marguccio@tum.de mailto:clevin1@gwdg.de mailto:Hohendorf@gesch.med.tu-muenchen.de mailto:Thomas.Kammerer@klinikselsorge-tum.de mailto:Psychosomatik@lrz.tu-muenchen.de

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    Palliativmedizinischer Dienst

    3. Allgemeine Literaturempfehlung

    Basislektüre:

    Anneser: Palliativmedizin BASICS, Urban & Fischer 2013

    Bausewein, Roller, Voltz: Leitfaden Palliative Care: Palliativmedizin und Hospiz- betreuung, 5. Auflage Elsevier 2015

    Bausewein, Rémi, Twycross, Wilcock: Arzneimitteltherapie in der Palliativmedizin, 2. Auflage Elsevier 2009

    Borasio: keiner stirbt für sich allein. Süddeutsche Zeitung 2010 http://www.sueddeutsche.de/leben/aerztlich-assistierter-suizid-keiner-stirbt-fuer- sich-allein-1.983096

    S3 Leitlinie Palliativmedizin. Download unter: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/128- 001OLl_S3_Palliativmedizin_2015-07.pdf

    Vertiefende Literatur:

    Borasio: Über das Sterben: Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen. C.H. Beck 2011

    Frick, Roser: Spiritualität und Medizin - Gemeinsame Sorge für den kranken Men- schen, Münchner Reihe Palliativmedizin. Kohrlhammer Verlag 2. Auflage 2011

    Putz, Steldinger: Patientenrechte am Ende des Lebens. 3. Auflage dtv-Verlag 2007

    Literaturempfehlungen zu speziellen Themen finden Sie bei den einzelnen Seminareinheiten

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    Palliativmedizinischer Dienst

    4. Lehrveranstaltungen Überblick über die Lehrveranstaltungen im Fach „Palliativmedizin“ (Stand WS 2012/13)

    Einf ü hrung

    Palliativmedizinische Seminare

    Palliativmedizinische Vorlesungen

    „ erg ä nzende “ Vorlesungen

    Erstes klinisches Studienjahr

    Zweites klinisches Studienjahr

    Drittes klinisches Studienjahr

    Curriculum „

    Kommunikation “ Ethikseminare

    Palliativmedi - zin und Ethik

    „ schlechte Nachrichten “ *

    * Gemeinsam mit dem Curriculum Kommunikation

    Soziale Arbeit

    Spiritualit ä t

    Schmerz GI/respiratorische Symptome

    Neuropsychiatrische Symptome

    IV 2.2. Lebensqualit ä t u. Lebenssinn IV 2.3 Symptomkontrolle I IV 2.3 Symptomkontrolle II IV 2.3 Sympt

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