Probleme des Strahlenschutzes in der Dermatologie

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    10-Jul-2016

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  • 350 W. BoRN:

    Kapsel nach MOLNAI~, wobei besonders die Anfarbung mit Kresylecht- violett und Astrablau-PAS empfohlen wird.

    Es folgt cine kurze I)arstellung der Morphologie und der Serologic des Cryptocoecus neoformans (Kapselreaktion nach NEUFELD) sowie dcr Ergebnisse der Tiervcrsuche zum I~achweis der Pathogcniti~t des Pilzes ffir Manse .

    62. W. Born-Freiburg i. Brsg. : 1)robleme des Strahlenschutzes in der Dermatologie.* Mit 3 Textabbildungen.

    I)ic st~ndig zunehmende Produktion kfinstlich-radioaktiver Sub- stanzen yon zum Tell sehr langer Lebensdauer bringt zwangsli~ufig ein Anstcigen dcr l%adiouktivit~t auf unserer Erde mit sieh. Hinzu kommt die gleichzeitig vermehrte Anwcndnng energiereicher ionisicrender Str~hlen zu sehr verschiedenartigen Zwccken uuf zahlreichen Gebieten des Wirt- schafts- nnd Privatlebcns sortie auch in der Medizin.

    Anf Grund dieser Entwicklung ist in absehbarer Zeit vor allem ffir den Mcnschcn einc nennenswerte StSrung des Gleichgewichts zu crwarten~ in welchcm sich die belebte Natur mit der yon jcher auf sic treffenden natfirlichen Strahlcnencrgie bcfindet, sofern nicht frfihzeitig mit groGem Ernst und lnit ausrcichcndcr Sachkcnntnis vorbeugende MaGnahmen anf allen in Betrach~ kommenden Gebietcn getroffen werden.

    Die Ansiehtcn, wclehe Strahlendoscn (pro Zcitcinheit) --- zusiitzlich zur natiirlichen Str~hlenexl~osition - - den menschlichen Kcimdriisen zu~ gcmutet wcrden dfirfen, ohnc daI3 cs zu sehwerwiegenden degenerativcn Gen-Veri~nderungen kommt, gehen auseinander. Soviel sei hier nur ge- sagt, daG cinc Vcrdoppelnng dcr natfirlichen Mut~tionsrate eines genc- tisch weitgehend abgeschlossenen Beviilkerungskreises noch als notfalls tragbar angesehen wird, and ferner, daft eine Verdoppclung der natiir- lichen Str~hlendosis, dcnen die Keimdriisen ausgesctz~ sind, durch zu- siitzliehe Strahleneinwirkungen nicht bereits zu ciner Vcrdoppelung der natfirlichen Mutationsrate ffihrt, da ionisierende Strahlen bekanntlich nur cinen mutagenen Teilfaktor durstellen. Immcrhin t,r~gt jede zusiitz- ]iche Strahlenbel~stung der Keimdrtisen eines Menschen im gencrations- f~thigen Alter zur Gef/ihrdung yon Leben und Gesundheit nachfolgender Generationen bci, so dai~ cs untcr diesem iibcrindividuellcn Gesichts- punkt auch nicht mSglich ist, ctwaige ,,Toleranzdosen" fiir Keimdrtisen- gewebe anzugcben.

    Es gilt also ffir jeden, der mit ionisierenden Strahlen verantwortlieh umzugehen hat, dem Schutze der Keilndriisen grSGte Bcachtung zu

    * Nach einem Beitrag in der Festschrif$ zum 65. Geburtstag yon Herrn Proi Dr. K. Philipp, l~reiburg.

  • Probleme des Strahlenschutzes in der Dermatologie 35i

    sehenken. Den Arzt geht dieses Gebot aus zweierM Griinden besonders an: einmal, weil ihm die Gesundheit des Mensohen Berufsinhalt ist und zum anderen, well gerade die medizinisehe Anwendung ionisierender Strahlen vorerst noeh einen ganz beaehtliehen Anteil an der zus/itzliehen Strahlenbelastung der BevSlkerung hat. Dementspreehend ist es /~rzt- lithe Aufgabe, sieh ganz allgemein um Strahlensehutzfragen zu bektim- mern, vet allem aber, als erster Sehritt sozusagen und als moralisehe Vor- bedingung fiir jede weitergehende T~tigkeit, den Anteil der medizini- schen Anwendung ionisierender Strahlen an der zus/~tzliehen bzw. Gesamtstrahlenbelastung der BevSlkerung entseheidend zu verringern.

    DaB dieses Ziel nieht einfach dureh einen Verzieht auf die Anwendung yon l~Sntgenstrahlen und radioaktiven Substanzen in der Medizin erreieht werden kann, liegt auf der Hand. Vielmehr muB der Gesiehts- punkt eines speziellen Strahlensebutzes der Keimclriisen unter den ver- /~nderten Verh~ltnissen heute weitaus grSBere Beriieksiehtigung finden als in friiheren Zeiten, in denen doeh nur sehr begrenzte Bev61kerungs- kreise - - abgesehen yon der nattirHehen Strahlenexposition - - mit ener- giereiehen Strahlen in Beriihrung kamen.

    Im Vordergrund des Interesses steht gewShnlieh die Gonadenbe- lastung bei der l~6ntgendiagnostik. Hieriiber liegen aueh die meisten Untersuehungen vet. Obwohl in der RSntgentherapie mit unvergMeh- lieh hSheren Dosen gearbeitet wird, finden hierbei die Gonadendosen weniger Beaehtung; das hat seinen Grund in den gegeniiber der Diagno- stik weitaus geringeren Behandlungsziffern sowie in der Tatsaehe, daft das Gros der Strahlenbehandlungsf/~lle der l~6ntgenologen bSsartige Tumoren umfaBt, es sioh also um Kranke handelt, welche zumeist auger- halb genetiseher Betraehtungen bleiben kSnnen.

    Das ist in der derm atologisehen Strahlentherapie nun keineswegs/ihn- lieh der Fall; hier haben wit es, wie ieh an anderer Stelle in einer Uber- sieht zeigen konnte, doeh ganz iiberwiegend mit benignen Ver/~nderungen und 1nit Kranken aller, gerade aueh jugendlieher AltersMassen zu tun. Hinzu kommt die gegeniiber R6ntgenologen rund dreifaeh grSgere Zahl an Dermatologen in der Bundesrepnblik, yon denen doeh viele rSntgen- therapeutiseh ausgeriistet und tgtig sind, so dab aueh fallzahlenm~gig mit den dermatologisehen StrahlentherapiemaBnahmen durehaus ge- reehnet werden muB.

    Aus dieser Ableitung wird ersiehtlieh, dag gerade aueh in unserem Faeh die Priifung der Frage notwendig ist, welehe Gonadendosen bei der herkSmmliehen strahlentherapeutisehen Methodik zustande kommen. Derartige Fragestellungen sind nieht ganz neu, abet sie bed/irfen heute einer vermehrten Bearbeitung, damit daraus praktisehe und sinnvolle Konse- quenzen gezogen werden k6nnen. Die Ergebnisse einer experimentellen Ermittlung der Gonadendosen bei den vorkommenden diagnostisehen

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    und ~her~peutischen Anwendungen ionisierender Str~hlen werden unter gebiihrender Berfioksiehtigung dermatologischer Bel~nge auf Grund einer gr6Beren yon Prof. HoLr~us~, tLmburg, gelei~eten Ge- meinsehafts~rbeit bis zum 9. Internationalen KongreB ffir Radiologie im ngehsten Jahr vorliegen. Ieh weise beziiglieh spezieller Megergebnisse aueh ant den naehfolgenden Vortrag yon tIerrn So~i~m~N bin.

    Angesiehts der ~ielfgltigen Bedingungen, unter denen gleiehe urlcI ein- ander vergIeiehbare I-Iautvergnderungen bestrahlt werden k6nnen, ist es durehaus nieht Meht, einen absoluten Uberbliek fiber die bestehenden Verhgltnisse zu erhalten. Auch die Mel3methoden beinhalten Probleme, vor atlem hinsiehtlieh Eignung und Zuggngliehkeit des MeBorts sowie Volumen, l~iehtungs- und Wellenlgngenunabhgngigkeit der Mel~kammern (Abb. 1). Wiehtig ist zumindest eine ge~dsse Koordinierung der Unter- suehungsbedingungen verschiedener Untersueher, damit die Ergebnisse vergleiehbar werden.

    Unabhgngig hiervon sind grSgenordnungsmgl3ig orientierende Mes- sungen in vielfgltiger Form ohne besondere Sehwierigkeiten m6glieh und insofern yon grogem Nutzen, Ms man yon ihnen auf die tatsgehliehe Strahlenexposition der Gonaden mehr oder weniger gut sehliegen kann und gegeniiber einer etwaigen Bagatellisierung des Problems immerhin saehliehe Unterlagen vorzuweisen hat, wenn aueh oft erhebliehe Korrek- turfaktoren im Einzdfall zu berfieksiehtigen sind.

    Zum Tell auf Grund derartiger Messungen, zum Tell aber aueh sehon naeh einfaehen Uberlegungen oder Bereehnungen lgBt sieh im 8inne einer allgemeinen Verbesserung bestehender Strahlensehutzbedingungen sagen :

    Grundsgtzlieh ist das Arbeiten mit l~Sntgenapparaten dem Umgang mit radioaktiven Isotopen sehon deshalb vorzuziehen, weil man die Strahlenquelle hierbei naeh Bedarf an- und absehalten kann. Trotzdem bieten gewisse Isotope wie Thorium X, Yttrium 9~ oder als Dauer- prgparat die Folge Strontium 90 -Yttrium 9~ Vorteile ~ zum Teil aueh gerade strahlensehutzteehniseher Art - - gegeniiber der Anwendung yon g6ntgenstrahlen, so dab ihre Verwendung in geeigneten Fallen ange- braeht erseheint, sofern die speziellen Strahlensehutzerfordernisse fiir die einzelnen Isotope beaehtet werden. Besonders zu bertieksiehtigen sincl bierbei die y-Komponenten yon a- und fl-Strahlern, auftretende dureh- dringende Bremsstrahtungen vor allem bei/3- Strahlern, sowie die einwand- freie Diehtigkeit z. B. gesehlossener Strontiumprgparate, deren Kontrolle dutch staatlieh anerkannte Priifstellen zur Zeit iiber die Bestimmungen der gesetzliehen Unfallverhfitungsvorsehriften hinausgehencl in Abstgn- den yon jeweils 1/~ Jahr zur Bedingung far eine Benutzungsgenehmigung gemaeht wird.

    Gr613ere praktisehe Bedeutung haben vorerst in der Dermatologie die Strahlensehutzerfordernisse beim Arbeiten mit ROntqenstrahlen. tIier

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  • 354 W. BoR~:

    bieten sieh vielf/~ltige MSgliehkeiten zur Verringerung der Gonaden- dosen. In diesem Sinne wirken sieh vor allem folgende Mal~nahmen aus :

    Bevorzugung weicherer Strahlenqualit~ten, niedrigerer Einzel- und Gesamtdosen, kleinerer und weniger zahlreicher Bestrahlungsfelder. Ver- meiden einer Lage der Keimdriisen im Prim~rstrahlenbereieh, ebenfalls besonders zuriiekhaltende Indikationsstellung zu Bestrahlungen in der

    Naehbarschaft der Keimdriisen. (Unter

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    Messkg~mer

    7 Abb. 2. Sehemazeiehnung: Sehnitt dutch eine Nahbestrahlungsrblu'e mit Aufsteek- tubussen. Unterschiedliche Strahlenkegel- 5ffnungswinkel bei versehiedenen Focus- hautabst~nden und gleich groiten Feldern lassen einen Ne~punkt gegebenenfalls einmal innerhMb, einmal aul~erhalb des Prim~rstrahlenbiindels liegen, vgl. Text

    Nahbestrahlungsbedingungen ergibt sieh im Experiment die zunaehst para- dox anmutende Tatsaehe, dab gegebe- nenfalls die Wahl eines grSgeren Focus- hautabstandes einen besseren Gonaden- schutz herbeifiihrt, da der Strahlen- kegelSffnungswinkel auf diese Weise ver- kleinert wird, so da6 keine Primgr- strahlung die Gonaden trifft [Abb. 2].) Wiehtig ist ferner die Benutzung yon Tubussen mit, strahlenundurehlassigen Wanden in jedem Falle sowie das Ab- fangen der den K6rper auf der Gegen- seite wieder verlassenden Prim/~rstrah- lung und der aus ihm allseitig austreten- den Streustrahlung dureh eine Blei- unterlage und dutch ausgiebige Bleiab- deekung der Umgebung des Strahlen- einfallsfeldes.

    Wo nieht mit geniigend langen Tubussen gearbeitet werden kann, also z. B. bei der dermatologisehen GroBfeldteehnik aus Entfernungen bis zu 2 m oder im Falle der behelfsm/~13igen Verwendung yon Therapieger/~ten ftir die Anfertigung yon haut- und weichteildiagnostischen t~Sntgenauf- nahmen, ist eine Ausblendung des Primgrstrahlenb~ndels entspreehend der benStigten FeldgrSge angebrachg, wie dies in der P~6ntgendiagnostik seit langem als selbstversts Forderang gilt. Das ~drd durch die gemeinsame Verwendung einer Doppelschlitzblende mit einem serien- mil~igen Tubus unter Einbau einer Liehtvisiereinrichtung leicht ermSg- lieht (Abb. 3). Die Notwendigkeit einer Abdeekung der Umgebung und einer Unterlegung des Bestrahhlngsfeldes mit, Blei entf/~llt hierdureh sinngem~B nieht.

    Bei der praktisehen Auswahl yon Sehutzstoffen ist zu beaehten, dal~ fiir die Absorption der I{Sntgen- und y-Strahlen die Kernladungs- zahl eines Sehutzstoffes, jedoeh bei/LStrahlen bzw. Elektronenstrah- len die spezifisehe Dichte aussehlaggebend ist. Im Gegensatz zu I~6ntgen- und y-Strahlen sind Elektronenstrahlen entspreehend ihrer maximalen

  • Probleme des S~rahlenschutzes in der Dermatologie 355

    Eindringtiefe in Materie leieht vollstgndig abznsehirmen. Da hierbei die Erzeugung yon Bremsstrahlen mit dem Quadrat der Ordnungszahl des Absorbers anwaehst, empfiehlt es sieh, soweit mSglieh, grSl]ere Sehiehtdieken eines Materials niedrigerer Ordnungszahl zu bevorzugen. Ein guter Strahlensehutz bei Elektronen- sehleudern ware demnaeh relativ leieht realisierbar, es entstehen hierbei jedoeh stets aueh ultraharte RSntgenstrahlen, welehe bekanntlieh naeh einem expo- nentiellen Sehwi~ohungsgesetz absorbiert werden und aueh bei guter Absehirmung noeh in GrSgenordnungen yon Promille der Therapiedosen in die Umgebung gelangen.

    I)ag die Frage naeh einer bestmSg- lichen Methode zur Beseitigung radio- aktiver Verunreinigungen yon der Haut des Mensehen und die Verhfitung einer pereutanen Resorption radioaktiver Stoffe ebenfalls zu den heute aktuellen Problemen des Strahlensehutzes in der Dermatologie geh6rt, sei absehheBend nut kurz erwiihnt, es kann aber in diesem gahmen nieht naher darauf eingegangen werden.

    Ieh hoffe, mit diesen Ausffihrungen deutlieh gemaeht zu haben, dab im Vor- dergrund des Interesses zunaehst die sich fiberindividuell auswirkende Gona- dengefahrdung steht, da hier sehon

    Abb. 3. Strahlensehutztubus zur Feld- kleinste somatisch wohl unbedeutende ausblendung bei der dermatologisehen Dosen als anteilige Ursaehe fiir etwaige GroBfeldtechllik und behelfsm~l~igen

    Weiehstrahldiagnostik mit Therapiege- manifeste Sehaden in t~olgegenerationen raten. Beispiel einer Anpassung des

    Strahlenkegelquerschnitts an das jewei- ZU werten sind, vollstandige Kumulation Iige Filmformat mit Hilfe der DoppeI- eintritt und es einen ,,Erholungsfaktor" sehlitzblende des Strahlenschutztubus-

    ses. Die Primfirstrahlen werden so von im Laufe eines Mensehenlebens nieht der unbeteiligten Umgebung praktisch gibt, ferner, dag demnaeh die verscharften fern:eh,lten ung gleichzeitig wirkt sich

    das Wegfallen vermeidbarer Streustrah- Strahlenschutzerfordernisse sinngemaB Ienquellen bildve~'besse~'nd aus nur bei erha]tener Generationsf/~higkeit zwingend erseheinen und dal? mannigfMtige MSgliehkeiten auf nnserem .Faehgebiet bestehen, ohne empfindliche Einsehr~nkungen der Strahlen- gherapie zunaehst einmal eine grundsatzliehe Verbesserung der Gonaden- sehutzverh/iltnisse herbeizufiihren.

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  • 356 A. MAI~eHIOglNI et al. : Umweltfaktoren der konstitutionellen Neurodermitis

    Literatur Bo~sr...