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Psychische Belastungen am Arbeitsplatz Kreisverband Lippe-Detmold Samstag, 17. Mai 2014 Erstellt: Sven R. Weber Stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender

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Text of Psychische Belastungen am Arbeitsplatz Kreisverband Lippe-Detmold Samstag, 17. Mai 2014 Erstellt:...

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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz Kreisverband Lippe-Detmold Samstag, 17. Mai 2014 Erstellt: Sven R. Weber Stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender und Vertreter der Menschen mit Behinderung im Sozialverband VdK Kreisverband Lippe-Detmold
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  • Der VdK steht als Sozialverband ein fr: Menschen mit Behinderungen, Chronisch kranken Menschen, Pflegebedrftigen Menschen, Rentnerinnen und Rentnern, Arbeitslosen und bedrftigen Menschen, Kriegs-, Wehrdienst- und Unfallopfern. Interessenvertretung
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  • Durchschnittliche Krankenquote - Entwicklung seit 1990 (Zahlen) 1990 bis 2006 durchgngig rcklufiger Trend 2007 = 12,80 AU-Tage je pflichtversicherten Beschftigten 2008 = 13,40 AU-Tage je pflichtversicherten Beschftigten 2009 = 14,40 AU-Tagen je pflichtversicherten Beschftigten (3,94%) Die Krankheitszeiten hatten sich von 1990 bis 2006 etwa halbiert, steigen aber inzwischen wieder an. Die hchsten Krankenquoten der BKK Versicherten wurden 1980 mit gut 7 % (26 AU-Tage je Pflichtmitglied) und 1990 mit 6,80 % (25 AU-Tagen je Pflichtmitglied) erreicht. Hinweis 1: ALG-II-Empfnger bleiben unbercksichtigt, da sie keinen Anspruch auf Krankengeld besitzen und somit kassenseitig i. d. R. keine diesbezglichen Leistungsflle (AU-Flle) angelegt werden. Hinweis 2: Unterjhrig unvollstndige Lieferungen der Leistungsflle (z. B. bei Fusionen) fhrten bei einigen Kassen zu einer entsprechenden Verringerung der Versichertenzeiten.Quelle: BKK Gesundheitsreport 2010
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  • Durchschnittliche Krankenquote - Entwicklung seit 1990 (Grnde) Diese Entwicklung hngt u. a. zusammen mit soziodemografischen Vernderungen (z.B. Alter, Familienstand, Geschlecht, Ttigkeit im Beruf, Kinder, Migrationshintergrund, etc.), gewandelten Anforderungen in der Arbeitswelt (z.B. Leiharbeit, Kurzarbeit, Insolvenzen, erhhte Anforderungen, erhhter Leistungsdruck, Dienstleistungsgedanke, Marktanpassungen, etc.) Das Krankheitsspektrum hat sich unter den vernderten Rahmenbedingungen verschoben whrend z. B. die Herz- und Kreislauferkrankungen als AU-Diagnosen eine immer geringere Rolle spielen, die durch psychische Strungen verursachten Krankheitstage nehmen bereits seit Jahren regelmig zu.
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Zahlen
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Daten
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Fakten, Teil 1
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Fakten, Teil 2
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Mgliche (arbeitsbedingte) Grnde:
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Gesetzlicher Arbeitsschutz: 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen nach dem Arbeitschutzgesetz (ArbSchG) (1) Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der fr die Beschftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefhrdung zu ermitteln, welche Manahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. (2) Der Arbeitgeber hat die Beurteilung je nach Art der Ttigkeiten vorzunehmen. Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer Ttigkeit ausreichend. (3) Eine Gefhrdung kann sich insbesondere ergeben durch 1. die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitssttte und des Arbeitsplatzes, 2. physikalische, chemische und biologische Einwirkungen, 3. die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Gerten und Anlagen sowie den Umgang damit, 4. die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsablufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken, 5. unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschftigten. 12 Unterweisung nach dem Arbeitschutzgesetz (ArbSchG) (1) Der Arbeitgeber hat die Beschftigten ber Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit whrend ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Die Unterweisung umfasst Anweisungen und Erluterungen, die eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich der Beschftigten ausgerichtet sind. Die Unterweisung muss bei der Einstellung, bei Vernderungen im Aufgabenbereich, der Einfhrung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie vor Aufnahme der Ttigkeit der Beschftigten erfolgen. Die Unterweisung muss an die Gefhrdungsentwicklung angepasst sein und erforderlichenfalls regelmig wiederholt werden. (2) Bei einer Arbeitnehmerberlassung trifft die Pflicht zur Unterweisung nach Absatz 1 den Entleiher. Er hat die Unterweisung unter Bercksichtigung der Qualifikation und der Erfahrung der Personen, die ihm zur Arbeitsleistung berlassen werden, vorzunehmen. Die sonstigen Arbeitsschutzpflichten des Verleihers bleiben unberhrt.
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Gesetzlicher Arbeitsschutz: 3 Aufgaben der Betriebsrzte (Auszug aus dem Arbeitssicherheitsgesetz kurz: ASiG) Die Betriebsrzte haben die Aufgabe, den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhtung in allen Fragen des Gesundheitsschutzes zu untersttzen. Sie haben insbesondere 1. den Arbeitgeber und die sonst fr den Arbeitsschutz und die Unfallverhtung verantwortlichen Personen zu beraten, insbesondere bei () d)arbeitsphysiologischen, arbeitspsychologischen und sonstigen ergonomischen sowie arbeitshygienischen Fragen, insbesondere des Arbeitsrhythmus, der Arbeitszeit und der Pausenregelung, der Gestaltung der Arbeitspltze, des Arbeitsablaufs und der Arbeitsumgebung, () f)Fragen des Arbeitsplatzwechsels sowie der Eingliederung und Wiedereingliederung Behinderter in den Arbeitsprozess, () (3) Die Betriebsrzte haben auf Wunsch des Arbeitnehmers diesem das Ergebnis arbeitsmedizinischer Untersuchungen mitzuteilen; 8 Abs. 1 Satz 3 bleibt unberhrt. (4)Zu den Aufgaben der Betriebsrzte gehrt es nicht, Krankmeldungen der Arbeitnehmer auf ihre Berechtigung zu berprfen. Quelle: http://bundesrecht.juris.de/asig/__3.html, Stand: 22.04.2011http://bundesrecht.juris.de/asig/__3.html
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Die DIN EN ISO 10075 Fr welchen Zweck wurde die Norm DIN EN ISO 10075 entwickelt? Die Norm wurde insbesondere aus dem industriellen Bereich heraus entwickelt und ist dadurch in ihren Gestaltungsleitlinien zur Verhltnisprvention (= beinhaltet die Ausrichtung der gesellschaftlichen und staatlichen Gegebenheiten in der Art, dass Krankheiten vermieden oder frh erkannt werden knnen) beeinflussbar. Erster Teil der dreiteiligen Norm DIN EN ISO 10075 mit dem Titel "Ergonomische Grundlagen bezglich psychischer Arbeitsbelastung" klrt die Begriffe, Zweiter Teil enthlt Leitstze zur Gestaltung von Arbeitssystemen, Dritter Teil werden Messverfahren empfohlen. Fr Ttigkeiten im Bereich der personenbezogenen Dienstleistungen (z. B. Lehrer, Therapeuten, rzte, Altenpfleger, Krankenschwestern, Verkufer) spielt psychische Belastung durch den Kontakt mit Menschen eine groe Rolle. Dafr sind hufig Manahmen auf dem Gebiet des "Umgangs mit dem Menschen" erforderlich. Dies betrifft jedoch den Bereich der Verhaltensprvention, der nicht Gegenstand dieser Norm ist. Ausdrcklich beschftigt sich die Norm nur mit Verhltnisprvention, nicht mit Verhaltensprvention (= umfasst die Beeinflussung von Gewohnheiten, Einstellungen und Handlungsweisen von einzelnen Personen mit dem Ziel der Vermeidung oder Frherkennung von Krankheiten).
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Auswirkungen nach der DIN EN ISO 10075-1 Auswirkungen psychischer Belastungen nach der DIN EN ISO 10075-1 Von besonderem Interesse ist nach der Norm DIN EN ISO 10075-2 der "Ansatzpunkt Arbeit" - d. h. vor allem die Arbeitsbedingungen. Die in der Norm angefhrten Empfehlungen beziehen sich auf die Gestaltung der Einflsse aus Arbeitsaufgabe, Arbeitsumgebung, Arbeitsorganisation, Arbeitsmittel, Arbeitsplatz.
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Elemente nach der DIN EN ISO 10075-2 Was sind die gestaltbaren Elemente des Arbeitssystems? Zu den gestaltbaren Elementen des Arbeitssystems gehren: Arbeitsmittel, Arbeitsorganisation, Arbeitsaufgabe, Arbeitsplatz, Arbeitsumgebung.
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  • Psychische Belastungen am Arbeitsplatz - Das Arbeitssystem an die Nutzer anpassen - was bedeutet das? Jedes Arbeitssystem ist an die Nutzer anzupassen. Bei der Entwicklung neuartiger Systeme sind die Fhigkeiten (z.B. Auffassungsgabe, Durchsetzungsvermgen, soziale Kompetenz, etc.) Fertigkeiten (Bezeichnet im Allgemeinen einen erlernten oder erworbenen Anteil des Verhaltens) Erwartungen (Was will ich oder wann geht es mir im Unternehmen gut?) Erfahrungen (Was bringe ich mit oder kann ich im Unternehmen mit einbringen?) der spteren Nutzer zu bercksichtigen. Grundstzlich ist zunchst Verhltnisprvention, erst danach Verhaltensprvention (beginnt schon mit der Personal-/Unternehmensauswahl) vorzunehmen. Schulungsmanahmen der Beschftigten sind dabei als untersttzende Manahme anzusehen (Verhaltensprvention). Ziel der Gestaltung von Arbeit sollte es sein, die Arbeitsbedingungen so zu optimieren, dass die erwnschte oder "normale" kurzfristige Beanspruchung beginnen kann.
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  • 1. Ermitteln: Die Ermittlung, d. h. Analyse der Arbeitsbedingungen, ist der erste Schritt. Es geht darum, psychische Belastungen zu identifizieren. Die Ermittlung der psychischen Belastung kann orientierend, vertiefend oder umfassend erfolgen. Durch den ungeschulten Nutzer erfolgt die orientierende Ermittlung z. B. mit Checklisten oder Prflisten. 2. Beurteilen: Die Beurteilung ist ein Vergleich des ermittelten IST-Zustandes mit dem durch die Gestaltungsempfehlungen skizzierten SOLL-Zustand. Das Beurteilen entspricht einer Einschtzung, ob

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