Psychische St¤rke

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Psychische Stärke in German Language

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  • MODUL 3 PSYCHISCHE STRKE

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  • MODUL 3 PSYCHISCHE STRKE

    Inhalt Theoretischer Teil ....................................................................................................................... 4

    Einleitung................................................................................................................................... 4

    3.1 Mit gesellschaftlichen Vorurteilen umgehen ...................................................................... 5

    3.1.1 Fallbeispiel: Brief "Lass uns gemeinsam spielen" ......................................................... 5

    Praktischer Teil ............................................................................................................................ 9

    3.1.2. Vorurteile berwinden (Reflexionsbung) .................................................................. 9

    Theoretischer Teil ..................................................................................................................... 11

    3.2 Selbstwertgefhl ............................................................................................................... 11

    3.2.1 Wie man positives Selbstwertgefhl erkennt ............................................................ 11

    3.2.2. Wie man geringes Selbstwertgefhl erkennt ............................................................ 12

    3.2.3. Drei Mglichkeiten, das Selbstwertgefhl zu steigern .............................................. 13

    Praktischer Teil .......................................................................................................................... 15

    3.2.4 berlegungen zu Affirmationen ................................................................................. 15

    3.2.5 bung: Wir knnen uns selbst damit beeinflussen, was wir zu uns sagen ............... 16

    3.2.6. Persnliche Geschichte: Die Mutter eines Familienmitglieds mit Autismus ............ 17

    3.2.7. Untersttzung bei der Entwicklung eines positiven Selbstwertgefhls (Reflexionsbung) ............................................................................................................... 18

    3.2.8. Praktische bung: Strkung des Selbstwertgefhls .................................................. 21

    3.2.9. Beispiele zur Reflexion .............................................................................................. 21

    3.2.10. Selbsteinstufungstest (Rosenberg Selbstwertskala) ............................................... 27

    Theoretischer Teil ..................................................................................................................... 28

    3.3. Kommunikation in der Familie ......................................................................................... 28

    3.3.1. Faktoren, die die Kommunikationsebene beeinflussen knnen ............................... 29

    3.3.2. Strategien fr eine effektive Kommunikation in einem familienzentrierten Kontext ............................................................................................................................................. 32

    Praktischer Teil .......................................................................................................................... 32

    3.3.3 Zuhren ...................................................................................................................... 33

    3.3.4 Was Sie als Eltern vermeiden sollten (Reflexionsbung) ........................................... 36

    3.4. Test zur psychischen Strke von Eltern ............................................................................ 39

    Praktischer Teil .......................................................................................................................... 40

    3.5. Ermutigende und lobende Worte .................................................................................... 40

    3.6. Vervollstndigen Sie die folgenden Stze mit passenden Wrtern ............................ 41

    3.7. Positives Denken .............................................................................................................. 42

    2

  • MODUL 3 PSYCHISCHE STRKE

    Theoretischer Teil ..................................................................................................................... 43

    3.7.1 Was ist positives Denken? - Wie Sie Ihr Familienmitglied mit Behinderung frdern knnen ................................................................................................................................. 43

    3.7.2 Knnen Menschen mit Behinderung das Konzept des positiven Denkens verstehen? ............................................................................................................................................. 43

    3.7.3 Wie knnen Eltern positives Denken frdern? .......................................................... 46

    3.7.4 Wichtige Punkte, an die wir denken sollten............................................................... 47

    Praktischer Teil .......................................................................................................................... 48

    3.7.5 bungen zum positiven Denken ................................................................................ 48

    3.7.6 Wie man positives Verhalten frdern kann ............................................................... 49

    Praktischer Teil .......................................................................................................................... 54

    3.7.7 Tipps zum positiven Denken ...................................................................................... 54

    3.7.8. bung zum positiven Denken ................................................................................... 55

    3.7.9 Reflexion ..................................................................................................................... 56

    3.7.10 bung: "Warum es nicht offensichtlich ist" ............................................................. 56

    3.7.11. bung "Selbsteinstufung des Glcks" ..................................................................... 56

    3.7.12 bung "Positives Denken - Dankbarkeit und Zuversicht" ........................................ 58

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  • MODUL 3 PSYCHISCHE STRKE

    Theoretischer Teil

    Einleitung Eine weit verbreitete Definition beschreibt Empowerment (psychische Strke) als "... einen

    bewussten, fortlaufenden Prozess ..., der dafr sorgt, dass Menschen, die nicht denselben

    Anteil an wertvollen Ressourcen haben, einen besseren Zugang zu diesen Ressourcen und

    strkere Kontrolle ber diese Ressourcen erhalten." (Cornell Empowerment Group, 1999, S. 2).

    In diesem Modul definieren wir Empowerment als "... einen Prozess, der Familien Zugang zu

    Kenntnissen, Fhigkeiten und Ressourcen gibt, die es

    ihnen ermglichen, positive Kontrolle ber ihr eigenes

    Leben zu gewinnen und ihre Lebensqualitt zu

    verbessern." (Singh, 1995, S. 13). Dazu zhlen wichtige

    Aspekte von Selbstwirksamkeit, das Gefhl, Kontrolle

    zu haben, das Erfllen persnlicher Bedrfnisse und

    die Nutzung des eigenen Wissens, um die Bedrfnisse

    von Familienmitgliedern mit Behinderung

    zufriedenzustellen und deren Strken zu erkennen.

    Abb. 3.0 Weit du was? Ja, das kannst du!

    Das Hauptziel des Moduls ist es, den Eltern/Angehrigen die Botschaft "Ja, du kannst" sowohl

    fr sich selbst als auch fr ihr Familienmitglied mit Behinderung ans Herz zu legen. Dies betrifft

    drei wichtige Punkte: das Selbstbewusstsein, das Selbstwertgefhl und vor allem das Wissen,

    dass Sie Ihr eigenes Leben und das Leben Ihres Familienmitglieds mit Behinderung

    beeinflussen.

    Dieses Modul legt besonderen Wert auf die individuelle Strkung der Eltern/Angehrigen.

    Wenn Sie als Elternteil/Angehrige/Angehriger das Gefhl haben, Ihr Familienmitglied mit

    Behinderung bentigt externe psychologische Untersttzung, so zgern Sie bitte nicht und

    nehmen Sie mit einer Expertin/einem Experten Kontakt auf. Psychologische Untersttzung

    finden Sie ber Empfehlungen von Menschen, denen Sie vertrauen, oder Sie wenden sich an

    Ihre rztin/Ihren Arzt oder an ein psychosoziales Betreuungszentrum.

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  • MODUL 3 PSYCHISCHE STRKE

    3.1 Mit gesellschaftlichen Vorurteilen umgehen

    3.1.1 Fallbeispiel: Brief "Lass uns gemeinsam spielen"

    Abb. 3.1 Kinder beim Spielen auf dem Schulhof

    "Lassen Sie uns ein Spiel spielen - die Positionen wechseln! Stellen Sie sich vor, dass Sie

    Ballspiele lieben, aber an einen Stuhl gefesselt sind und sich nicht befreien knnen.

    Ihre KollegInnen laufen an Ihnen vorbei, spielen mit dem Ball, lachen, haben Spa und

    bemerken Sie nicht einmal. Sie brechen in Trnen aus, aber niemand kann die Trnen

    trocknen - auch Sie selbst nicht.

    Stellen Sie sich vor, dass Sie noch zur Schule gehen und die Klassensprecherin/der

    Klassensprecher sind. Pltzlich verstehen Sie kein Wort von dem, was Ihre LehrerInnen

    unterrichten. Sie finden es schwierig, sich zu konzentrieren und mit den Unterlagen zu

    arbeiten. Sie werden nicht einmal bewertet, whrend andere Hefte voller "Sehr gut"

    sind. Dann gibt es eine Feier. ber Sie wird nichts oder nur etwas ganz Kurzes gesagt.

    Sie nehmen nicht an Schulveranstaltungen teil und Ausflge sind fr Sie tabu. Alle

    lachen Sie aus und starren Sie an... Trnen laufen Ihnen ber das Gesicht, aber sie

    bleiben alleine...

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  • MODUL 3 PSYCHISCHE STRKE

    Zu Ihrem Glck ist das nur ein Spiel