Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze

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    01-Jan-2016

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bertragung und Widerstand. Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Anstze Leitung: Dr. C. Eichenberg Referenten: Stephan Lieder, Svetlana Leushkina. Gliederung. Widerstand Einfhrung Funktion von Widerstnden Widerstand vs. Abwehr - PowerPoint PPT Presentation

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  • Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer AnstzeLeitung: Dr. C. EichenbergReferenten: Stephan Lieder, Svetlana Leushkina

  • GliederungWiderstandEinfhrungFunktion von WiderstndenWiderstand vs. AbwehrKlassifikation von WiderstndenDas Arbeitsbndnis4 Schritte in der AnalyseKonfrontation

  • GliederungbertragungEinfhrungbertragung und WiderstandDas ArbeitsbndnisDie reale Beziehung zwischen Patient und AnalytikerKlassifikation von bertragungsreaktionenbertragungswiderstndeDie Technik der bertragungsanalyseBesondere Probleme beim Analysieren

  • Widerstand

  • Widerstanderstmals erwhnt bei Freud und Breuer (1893-95)Beginn der Widerstandsanalyse = Beginn der PsychoanalyseDefinition: alle Krfte im Patienten, die sich den Verfahren und Prozessen der Therapie entgegenstellen

    Widerstand

  • Widerstndedurchziehen die gesamte Therapieentstehen aber nicht in der Therapie, erfllen im Leben des Patienten wichtige Funktionennicht nur Abwehrmechanismen:JEDE Aktivitt kann als Widerstand benutzt werden!

    Widerstand

  • einfache Beispieleschweigennicht erinnern knnenzu spt kommenoder: starre Pnktlichkeitwichtiges Thema erst 2 Minuten vor Sitzungsende ansprechen

    Widerstand

  • Widerstndebehindern das freie Assoziieren und stren Versuche zu erinnern, Einsicht zu gewinnen und sich zu eigen zu machenarbeiten gegen das vernnftige Ichknnen bewusst, vorbewusst oder unbewusst sein

    Widerstand

  • Funktion von Widerstndenschtzen vor unangenehmen Affekten / Emotionenverteidigen den Status quo den Patientensollen Beziehungen regulieren (z.B. zum Therapeuten)sekundrer Krankheitsgewinn

    Widerstnde sind im Grunde adaptiv, knnen aber auch maladaptiv werden

    Widerstand

  • Begriffsunterscheidung: Widerstand vs. AbwehrAbwehr zielt auf Ebene der Inhalte (z.B. gegen Bewusstwerden einer bestimmten Emotion)Widerstand zielt auf Ebene der therapeutischen Beeinflussung (gegen das Wirksamwerden einer Intervention)Widerstand ist ein interaktionelles Phnomen: Patient und Therapeut beteiligt

    Widerstand

  • Widerstand vs. AbwehrAbwehr hat 2 Bestandteile: Gefahr und schtzende Instanz

    Widerstand hat 3 Bestandteile: Gefahr, eine das (irrationale) Ich schtzende Kraft und eine Kraft, die zum Eingehen eines Risikos drngt

    Widerstand

  • Beispiel 1

    die etwas belriechende Vagina

    Widerstand

  • Woran erkennt man Widerstnde?Unangemessenheit der AffekteKrpersprache (verkrampfte Krperhaltung, geballte Fuste etc.)Vermeiden von ThemenbereichenFixierung auf Vergangenheit oder Zukunftgestelzte Ausdrucksweise, KlischeesFehlleistungen

    Widerstand

  • Beispiel 2

    die schmerzhafte hervorstehende Hmorrhoide

    Widerstand

  • Klassifikation von Widerstndenichsyntongut in Selbstbild integriert, oft 'Charakterzug', rationalisierbarschwerer als Widerstand zu erkennen und konfrontierenvs.ichfremddem Patienten selbst ungewohntleichter zugnglich

    Widerstand

  • Beispiel 3

    Redefluss

    Widerstand

  • Klassifikation von Widerstndennach Freud:Verdrngungswiderstand (auch andere Abwehrmechanismen knnen Widerstand hervorrufen)bertragungswiderstand (spter mehr zu bertragung)Widerstand aus dem sekundren Krankheitsgewinn (Symptom verschafft Vorteile, Befriedigung)Es-Widerstand (Klammern an alten Gewohnheiten, "Klebrigkeit der Libido")ber-Ich-Widerstand (aus unbewusstem Schuldgefhl oder Strafbedrfnis)

    Widerstand

  • Warum Widerstnde analysieren?ohne Analyse kein Zugang zu problematischem Materialnicht analysieren kann Therapieerfolg gefhrden!Widerstnde enthalten wichtige Informationen (ber Umgang mit Objektbeziehungen etc.)vom Es zum Ich: nur durch Analyse Einsicht des Patienten mglich

    Widerstand

  • Warum Widerstnde analysieren?andere Therapien umgehen, strken, ignorieren Widerstnde(andere Zielsetzung, z.B. VT verlangt kein Bewusstmachen der Ursachen)verschiedene psychoanalytische Schulen legen unterschiedliche Schwerpunkte(z.B. Melanie Klein: Widerstand kein groes Thema, Fokus fast ausschlielich auf frhen Objektbeziehungen; Franz Alexander: Widerstandsanalyse berflssig, Einsicht berschtzt)

    Widerstand

  • Muss jeder Widerstand analysiert werden?nicht, wenn zu viel Angst mobilisiert wrdebei kleinen Widerstnden reicht oft Aufforderung (z.B. bei Themenwechsel, Unpnktlichkeit)

    Widerstand

  • Widerstand gegen den Widerstandhierarchische Strukturen mglichein Widerstand wird durch einen darber liegenden geschtztBsp.: Thema vermeiden -> schweigen, nicht schweigen wollen -> Trivialitten erzhlenBearbeitung von der Oberflche in die Tiefe

    Widerstand

  • Das ArbeitsbndnisPatient hat erlebendes und rationales IchBndnis: Therapeut und rationales Ich analysieren gemeinsam

    Widerstand

  • 4 Schritte in der AnalyseAufgabe ist, dem Patienten zu zeigen,dass er Widerstand leistetwarum er Widerstand leistetwogegen er Widerstand leistetund auf welche Weise.

    (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge)

    Widerstand

  • Beispiel 4

    keinen Parkplatz gefunden

    Widerstand

  • Konfrontationnicht zu frh konfrontierensonst: Rationalisieren oder Bagatellisieren, besser Beweise sammeln Affekt schwcher Konfrontation weniger bis nicht mehr wirksamwichtigstes Kriterium: Wird die Konfrontation fr den Patienten sinnvoll sein?auf angemessenes Angstniveau achten!

    Widerstand

  • bertragung

  • Definitionbertragung ist eine Wiederholung, eine Neuauflage einer alten Objektbeziehung. Triebimpulse, Gefhle und Abwehrhaltungen, die sich auf eine Person in der Vergangenheit beziehen, sind auf eine Person in der Gegenwart verschoben worden.bertragungsreaktionen immer unangemessenRichtung auf eine WunscherfhlungUrheber wichtige Menschen in den ersten Lebensjahren des Kindes (Eltern, Geschwister)

    bertragung

  • Allgemeine KennzeichenUnangemessenheitAlle Reaktionen auf den Analytiker bertragungIntensittDas Fehlen von Reaktionen ist auch ein Zeichen von bertragungAmbivalenzLaunenhaftigkeit/UnberechenbarkeitZhigkeit und Starrheit

    bertragung

  • GeschichtePatienten neigen dazu peinliche Gedanken, die aus dem Inhalt ihrer Analyse aufsteigen, auf die Figur des Analytikers zu bertragen. Diese Patienten hatten eine Falsche Verknpfung mit dem Analytiker Hergestellt man sollte zeigen, dass sie ein Hindernis ist [1893-95]Notwendiger Bestandteil der Psychoanalytischer Therapie [1905]Sie ist fr die Analyse von der entscheidender Bedeutung, denn sie ermglicht es dem Patienten, in der Gegenwart mit seinen ungelsten Konflikten in bezug auf wichtige Objektbeziehungen seiner Vergangenheit zu kmpfen, denn schlielich kann niemand in absentia oder in effigie erschlagen werden. [1912]

    bertragung

  • Ich, Es und ber-IchNeurotischer Patient ist fhig, sein erlebendes Ich von seinem beobachtenden Ich abzuspaltenspontan oder durch Deutungenseine frhe Ichentwicklung war im wesentlichen erfolgreichGrundmotive fr bertragungsphnomene sind Triebversagung und Suche nach BefriedigungDie regressiven Zge der bertragung beeinflussen das ber-Ich

    bertragung

  • bertragung und WiderstandManche bertragungsreaktionen verursachen Widerstnde, weil sie peinliche und erschreckende libidinse und aggressive Impulse enthalten. bertragungsphnomene sind im allgemein ein Widerstand gegen das Sich-Erinnern Einige bertragungsreaktionen knnen als Widerstand gegen die Aufdeckung anderer bertragungsreaktionen bentzt werden

    bertragung

  • Das Arbeitsbndnisvoller und gleichberechtigter Partner der bertragungsneurose (Greenson)Relativ unneurotischer, rationaler Rapport zwischen dem Patienten und seinem Analytiker Vernnftiger und zweckgerichteter Teil der Gefhle des Patienten gegenber dem AnalytikerMotivation des Patienten = Kern des Arbeitsbndnisses Das wirkliche Bndnis besteht zwischen dem vernnftigen Ich des Patienten und dem analysierenden Ich des Analytikers

    bertragung

  • Beispiel 1

    Raskolnikow

    bertragung

  • Die reale Beziehung zwischen Patient und Analytikerbertragungsreaktionen sind echt, werden wirklich empfundenEs gibt keine bertragungsreaktion ohne einen Keim von WahrheitFehler vom Patienten verbergen? Die echten Gefhle des Analytikers mssen sich dem Arbeitbndnis unterordnen

    bertragung

  • Klassifikation von bertragungsreaktionenPositivLiebe, Vertrauen, Bewunderung, Sehnsucht, Zrtlichkeit, Respekt usw. vs. NegativHass, Wut, Feindseligkeit, Mistrauen, Abscheu, Ressentiment, Neid, Verachtung, rger Fehlen = Zeichen einer unvollstndiger AnalyseWiderstand gegen die positive bertragungAlle bertragungsphnomene sind ambivalentAufspaltung der bertragung

  • bertragungswiderstndeDie Suche nach bertragungsbefriedigungDie technische Aufgabe des Analytikers das vernnftige Ich zu mobilisieren Defensive bertragungsreaktionenAbwehr gegen triebhaftes und emotionales EngagementDas Fortbestehen eines vernnftigen und rationalen Verhalten gegenber dem Analytiker = eine der hufigsten Form

  • Beispiel 2

    Sie sollten froh sein, dass ich hier so beherrscht bin

  • bertragungswiderstndeGeneralisierte bertragungsreaktionenUnspezifisch und nicht begrenztTypisch und habituellAufgabe des Analytikers Die bertragung in eine ichdystone zu verwandelnDas Agieren von bertragungsreaktionenGut organisierte, zusammenhngende Reihe von Handlungen, die zielgerichtet zu sein scheint, bewusst gewollt und ichsyntonAbwehr gegen die ErinnerungNachtrglicher Versuch der Wunscherfllung

  • Die Technik der bertragungsanalyseDie Sicherstellung der bertragungwie ein Spiegel seinDie Abstinenzregel: Flucht in die Gesundheit hindern, um bertragungsheilu

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