Sonderbeilage - Allg¤uer Anzeigeblatt vom Freitag, 24. Oktober

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  • PFLEGE-Komp

    ass

    Diagnose DemenzDie PegestufenHilfsmittel fr den Alltag

    Verlagsbeilage der Tageszeitung Allguer Anzeigeblatt, Ausgabe Immenstadt, vom 24. Oktober 2014, Nr. 245

    Betreutes WohnenPege- und AltenheimeMobile Pegedienste u.v.m.

    Wahrhaft glcklichwerden die sein,die den Weg zumDienst am anderengesucht undgefunden haben.Albert Schweitzer (1875-1965)

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    Lehrreiche SpaziergngeDer ASB Allgu widmet sich Menschen mit Demenz und deren AngehrigeDas Allgu gehrt sicherlich zu den schnsten Regionen in ganz Deutschland und so sollte es fr die ImmenstdterSpaziergangsgruppe whrend ihrer Touren immer genug zu entdecken geben. Der ASB Allgu und der KatholischeFrauenbund richten sich mit dieser gemeinsam gegrndeten Gruppe an Demenzkranke, aber auch an Menschen mitGehbehinderung oder alleinlebende Senioren und natrlich an deren Angehrige. Wir mchten die Menschen dazubringen, krperlich aktiv zu sein und in geselliger Runde Freude zu haben, sagt Marlne Greising vom ASB Allgu.Whrend des Spaziergangs erfahren die Teilnehmer auch viel Wissenswertes ber Flora und Fauna oder ber dieHistorie der Region. Begleitet wird die Laufgruppe von ehrenamtlichen Spaziergangspaten.

    Darber hinaus gehrt der ASB auch einem Netzwerk namensKontaktstellen Demenzhilfe Allgu an. Die ASB-Kontakt-stelle ist in erster Linie Anlaufstelle fr Angehrige vonDemenzkranken sowohl im Bro, telefonisch, aber vorallem durch Hausbesuche. Marlne Greising: Wenn Angehrigezum Beispiel einmal nicht die Versorgung des Demenzkrankenbernehmen knnen, vermitteln wir ehrenamtliche Helfer, diedann einspringen. Wir sorgen dafr, dass diese Mitarbeiter imUmgang mit Demenz geschult werden. Zudem bietet das Netz-werk einmal monatlich in Zusammenarbeit mit katholischenund evangelischen Pfarrern Gottesdienste fr Menschen mitDemenz und deren Angehrige an.

    Fr ein Schwtzchen bleibt immer ZeitVanessa Steuer arbeitet beim ASB Allgu im Bereich Ambulante PegeFrau Steuer, was macht Ihre Arbeit aus?Zum einen natrlich der Kontakt zu den Menschen. Auerdem ist jeder Tagunterschiedlich, es wird einem nie langweilig. Und alles ist sehr persnlich.Frher habe ich als Krankenschwester in einer Klinik gearbeitet da hie esimmer Zimmer 22, Bett Nr. 1, braucht eine Infusion. Hier bei der AmbulantenPege sind die Patienten keine Nummern, sondern Menschen. Jeder beim ASB auch im Bro kennt alle Patienten beim Namen. Und die Stimmung im Team istwirklich super. Man bekommt immer Rckhalt, wenn man mal Probleme hat.Wie hat man sich eine normale Frhschicht bei Ihnen vorzustellen?Los geht es um kurz vor 6 Uhr im Bro. Da packe ich meine Sachen zusammen.Im Diensthandy steht dann der komplette Tourplan des Tages. Zwischen 6 Uhrund 11.30 Uhr versorge ich dann nach und nach etwa zwlf Kunden. Dabei gehtes je nach Bedarf um die Grundpege wie Waschen und Zhneputzen, umdie Medikamentengabe, ums Anziehen von Kompressionsstrmpfen oder umsAnlegen von Wundverbnden. Auch hauswirtschaftliche Dienste wie Bettenmachen, Splen oder Aufrumen sind schon mal dabei.Bleibt dabei auch mal Zeit fr ein Gesprch?Unbedingt, fr ein Schwtzchen bleibt immer Zeit! Darauf legen wirgroen Wert. In unserer Zeitplanung ist immer ein Puffer eingebaut, so dasswir nicht laufend in Eile sind, sondern uns auch auf die Menschen einlassenknnen. Auch das ist ein groer Unterschied zu meiner frheren Ttigkeit imKrankenhaus. Die Arbeit macht mir wirklich richtig Spa!

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    A n z e i g e

  • Pege-Kompass 3

    6 Die Pegestufen 0 III Seite 46 Pegefall und jetzt? Seite 56 Hilfe zur Pege Seite 66 Hilfsmittel im Alltag Seite 76 Patientenbegleitung Seite 86 Rheuma-Liga Seite 86 Hrgerte /Hrsysteme Seite 96 Makuladegeneration Seite 106 Inkontinenz / Praktische Tipps Seite 116 Diagnose Demenz Seite 126Menschen mit Behinderung Seite 136 Pege: Wohlfhlatmosphre Seite 146 Pegekrfte:

    Mehr Schreibtisch als Pege Seite 15

    Inhalt

    Geld vom StaatTrotz neuer Frderung: Die gesetzliche Pegeversicherung reicht nicht aus

    Eins ist sicher: Die Zahlder auf Pflege angewie-senen Menschen wirdweiter steigen. Experten gehendavon aus, dass die Zahl derPflegebedrftigen bis 2050 um50 Prozent zunehmen wird.Und Pflege ist teuer! Das hatauch die Politik erkannt. Seitdem 1.1.2013 frdert der Staatdie zustzliche private Absicherung mitder so genannten Pflege-Bahr-Versiche-rung. Diese staatliche Zulage von 60 Euroim Jahr erhlt, wer mindestens 15 Euroin eine frderungsfhige Pflegezusatz-versicherung zahlt. Damit erhlt derVersicherte dann monatliche Leistungenvon mindestens 600 Euro pro Monat inder Pflegestufe III.

    DKV Deutsche Krankenversicherung AGThomas Rech

    Grntenstr. 17, 87527 Sonthofen (Allgu)Telefon 08321 2528, Telefax 08321 618508

    thomas.rech@dkv.comwww.thomas-rech.dkv.com

    Die Pflegekosten liegen bei ei-ner stationren Versorgungbei mehr als 3.000 Euro proMonat. Die gesetzliche Pflege-versicherung zahlt jedoch nur

    bis zu 1.550 Euro in der Pflegestufe III,in Hrtefllen bis zu 1.918 Euro. DieMehrkosten mssen dann vom Pflege-bedrftigen getragen werden. Reichtsein Vermgen nicht aus, sieht der Ge-setzgeber vor, dass unter bestimmtenVoraussetzungen die Angehrigen hier-fr aufzukommen haben.

    Eine private Pflegezusatzversicherungkann hier helfen. Der Pflegebedrftigeoder seine Familie haben dann einenSpielraum, um eigene Wnsche bei derPflege zu finanzieren. Ganz gleich, obes um eine private Pflege zu Hause odereine umfassende stationre Betreuunggeht.

    Dieser Rat gilt brigens fr alle! Egalob gesetzlich versichert oder in der pri-vaten Pflegepflichtversicherung. Undegal ob angestellt, verbeamtet oderselbststndig.

    Thomas Rech

    Aber das reicht bei weitemimmer noch nicht, um die tat-schlichen Kosten im Pflege-fall komplett abzudecken.

    Dies ist ein Schritt in die richtige Rich-tung, sagt Thomas Rech, der Gesund-heitsexperte der DKV.

    Die monatlichen Pflegekosten werdenvon vielen Menschen unterschtzt.Da reicht eine Pflege-Bahr-Versiche-rung allein meist nicht aus.

    Jeder, der sich die Fhigkeit erhlt, Schnes zu erkennen,wird nie alt werden. Franz Kafka

    Das Leben genieen!

    Niemand kann voraussagen, ob erim Alter noch rstig und selbststndigsein Leben meistern kann oder aufUntersttzung angewiesen sein wird.Und es gibt auch kein Patentrezeptdafr, wie sich die zweite Lebens-hlfte mit mglichst viel Freudegenieen lsst. Denn es zhlen eineReihe unterschiedlicher Faktoren undzudem sind diese bei jedem Einzelnenunterschiedlich gewichtet. Wichtig ist,mglichst frhzeitig fr die Gesund-heit im Alter vorzusorgen, also schonin jungen Jahren auf gesunde Ernh-rung und ausreichend Bewegung zuachten und auch die Gehirnzellen tzu halten.Einen entscheidenden Einuss aufdas krperliche und seelische Ben-den im Alter hat aber sicherlich auchdie (Lebens-)Zufriedenheit. Allerdingskommt trotz aller Bemhungen undVorsorge irgendwann der Moment,ab dem es nicht mehr mglich ist, den

    Alltag selbststndig zu meistern.Dann braucht man einen kompeten-ten, vertrauenswrdigen Ansprech-partner, der mit Rat und Tat zur Seitesteht und sich Zeit nimmt.Auf den folgenden Seiten des Pege-kompass nden Sie eine Vielzahl anInformationen ber die verschiedenenThemen der Pege, Einrichtungen undsoziale Dienste sowie ber Hilfsange-bote und Ansprechpartner.

    Wir wnschen Ihnen eine informativeund angenehme Lektre.

    Ihre Eva-Maria Jansen und Katja VoigtPR-Redaktion

    A N Z E I G E

  • Pege-Kompass4

    entsprechend des Umfangs desHilfebedarfs werden die Pege-bedrftigen einer von drei Pege-stufen (i, ii oder iii) zugeordnet. Jenach Pegestufe unterscheidetsich auch die Hhe der Leistun-gen. Bei einem auergewhnlichhohen Pegeaufwand kann inder Pegestufe iii auch ein soge-nannter Hrtefall vorliegen.

    Personen mit dauerhaft erheb-lich eingeschrnkter Alltagskom-petenz, die zwar einen Hilfebe-darf im Bereich der grundpegeund hauswirtschaftlichen Versor-gung haben, jedoch noch nichtdie Voraussetzungen fr eine ein-stufung in die Pegestufe i erfl-len, haben seit dem 1. Juli 2008Anspruch auf einen Betreuungs-betrag in Hhe von 100 oder 200euro im Monat. Man spricht hiervon der so genannten Pege-stufe 0. Darber hinaus wurdendurch das Pege-neuausrich-tungs-gesetz weitere Leistungs-verbesserungen insbesondere frdemenziell erkrankte Menscheneingefhrt: Seit 2013 und biszur Anwendung eines neuenPegebedrftigkeitsbegriffs er-halten sie mehr und mit derhuslichen Betreuung auch ziel-genauere Leistungen. So bestehtin der sogenannten Pegestufe0 erstmals Anspruch auf Pege-geld oder Pegesachleistungen.in den Pegestufen i und ii werdendie bisherigen Betrge aufge-stockt. zudem knnen nun bereitsin der sogenannten Pegestu-fe 0 Verhinderungspege sowiePegehilfsmittel und zuschssefr Manahmen zur Verbesserungdes individuellen Wohnumfelds inAnspruch genommen werden.

    Pegestufe I erhebliche Pegebedrftigkeiterhebliche Pegebedrftigkeitliegt vor, wenn mindestens ein-mal tglich ein Hilfebedarf beimindestens zwei Verrichtungenaus einem oder mehreren Berei-chen der grundpege (Krper-pege, ernhrung oder Mobilitt)erforderlich ist. zustzlich mussmehrfach in der Woche Hilfe beider hauswirtschaftlichen Versor-gung bentigt werden. Der w-chentliche zeitaufwand muss imTagesdurchschnitt mindestens 90Minuten betragen, wobei auf diegrundpege mehr als 45 Minutenentfallen mssen.

    Pegestufe II SchwerpegebedrftigkeitSchwerpegebedrftigkeit liegtvor,wennmindestensdreimal tg-lich zu verschiedenen Tageszeitenein Hilfebedarf bei der grundpe-ge (Krperpege, ernhrung oderMobilitt) erforderlich ist. zustz-lich muss mehrfach in der WocheHilfe bei der hauswirtsch