Sonderbeilage - Allg¤uer Anzeigeblatt vom Samstag, 20. Dezember

  • View
    232

  • Download
    8

Embed Size (px)

DESCRIPTION

 

Text of Sonderbeilage - Allg¤uer Anzeigeblatt vom Samstag, 20. Dezember

  • Riezlern | Hirschegg | Mittelberg | Baad

    ThemenBrguntrunde ein Wintertraum

    Seite 2Prosport im Tal: Ein Interview

    Seite 6Beate Gruber erneut im Landtag

    Seite 9Run auf die Tournee-Tickets

    Seite 11Neuer Brgerservice

    Seite 12Spa im Schnee: Nordic Day

    Seite 13

    Verlags- und Anzeigenbeilage der Tageszeitung Allguer Anzeigeblatt vom Samstag, 20. Dezember 2014 | Nr. 293

    Ausgabe 15

    Mittelberg: Bepanzungim FrhjahrIm November wurde in der Ortsmitte nocheifrig gebuddelt und gebaggert. Rechzeitigzum Winterbeginn wurden dann die Asphalt-arbeiten abgeschlossen. Der Schneerumungsteht damit nichts mehr im Wege. Der Fein-asphalt wird im Frhjahr aufgetragen. Dannsollen auch Beplanzungen erfolgen undGestaltungselemente sowie ein Brunnenaufgestellt werden. Durch die gnstige Wit-terung konnten laut Brgermeister Haid dieBauzeiten planmig eingehalten werden.

    Kleinwalsertalist eine Top-DestinationEhre und Auszeichnung zugleich: Das Klein-walsertal zhlt zu den Top-Destinationen insterreich. Nach einer Erhebung der ster-reich-Werbung im Jahr 2013 liegt das Tal aufdem vierten Platz der beliebtesten Urlaubs-ziele im Sommer. Auf den ersten drei Pltzeninden sich mit Wien, Salzburg und Innsbruckausschlielich Stdte. Fr Brgermeister AndiHaid ist das Kleinwalsertal damit die belieb-teste Urlaubsregion im Land.

    ORF: An Osternwird aufgetischtDas Tal im ffentlichen Blick: Im Herbst warein Filmteam des sterreichischen Rundfunks(ORF) im Kleinwalsertal, um Aufnahmen frdie Sendung Aufgetischt einzufangen. In dereinstndigen Sendung, die am Ostermontagauf ORF 2 zu sehen sein wird, dreht sich allesum die Menschen und Geschichten aus demTal. Am 25. Mrz 2015 indet im Walserhaus inHirschegg eine Vorpremiere statt, bei deralle Einheimischen in gemtlicher Runde undgut bewirtet als erste den Beitrag zu sehenbekommen.

    Statt TennisKlettern undWasserspiele

    Ein Wasserlauf, Felsen, ein Klettergerst, aber auch einBarfuweg und Ruhebnke: Mit diesen Gestaltungsele-menten wrden die Kinder und Jugendlichen in Mittel-berg und Hirschegg den gemeindeeigenen inzwischenvergrnten Tennisplatz im Weiler Tobel in Mittelbergin ein Spieleparadies verwandeln. Auf Einladung derArbeitsgruppe Spielraumkonzept trafen sich im HerbstKinder und Jugendliche in Ideen-Workshops und lieenihrer Phantasie freien Lauf. Nach Zustimmung derGemeindevertreter soll die Fachplanung eine qualiizier-te Firma bernehmen. Zunchst soll im Jahr 2015 derSpielplatz der Schule in Mittelberg grundlegend saniertwerden. Die Realisierung der Spiellche in Mittelberg-Tobel wird voraussichtlich im Jahr 2016 erfolgen.Das Spielraumgesetz wurde 2009 von der Vorarl-berger Landesregierung verabschiedet und imgleichen Jahr im Kleinwalsertal in Angriffgenommen. Das Ziel: das Lebensum-feld fr Kinder und Jugendliche zusichern, zu verbessern und aufzu-werten. Im Tal wurde bis Anfang2011 ein Konzept erstellt. Die erstenManahmen sind bereits verwirk-licht worden: ein naturnaher Spielplatzim Kindergarten Riezlern, die Gestaltung desSchulhofes in Hirschegg und die Erneuerung des Burmi-wegs. Das vierte Projekt ist jetzt der alte Tennisplatz.Lisa Schuster, kommunale Projektleiterin, und Jugend-arbeiterin Simone Rundel luden in drei altersgerechtenWorkshops Kinder und Jugendliche im Alter zwischen

    sechs und 21 Jahren zum Mitmachen ein.Fr die jngeren Kinder wurden stellver-tretend die Eltern befragt. Die aktivenPlaner erstellten 15 Modelle, in denenalles erlaubt war. So standen auf demWunschzettel auch Baumhuser,Slacklines, eine Seilbahn sowie einGrillplatz oder ein Tipi-Zelt. Vonallen am meisten favorisiertwurde die Gestaltung mitWasser als Teich, Tretbeckenoder Wasserlauf mit Wasser-

    rad. Kinder und Jugendliche sindunsere Gestalter, sagt der touristische ProjektleiterMarco Heim. Bei einer ffentlichen Prsentation erhiel-ten zwei Modelle den grten Zuspruch.Fr Heim macht eine Realisierung der Plne viel Sinn,denn rund um den alten Tennisplatz wohnen viele Kin-der und es gebe keine richtige Spiellche. Auerdem,so Lisa Schuster, seien dank der vielen Hotels und Gste-huser in der Umgebung auch immer viele Gstekinder da.Text: Veronika Krull / Fotos: Gemeinde Mittelberg

    Den grten Zuspruch bei der ffentlichen Prsentationerhielten das Modell 7 von Markus Fritz, Sylvian Siglund Hannah aus Tiefenbach sowie das Modell 9 vonLudwig Rief und Julijan Lazic.

    Die Brguntrunde ein Traum imWinter !>>> Bericht auf Seite 2Foto: Antje Pabst

  • Seite 2 Samstag, 20. Dezember 2014 | Ausgabe 15

    Immer wieder war es infrheren Jahrhundertenrund um die MittelbergerKirche zu Lawinenabgngengekommen. Grund dafrwar u.a. der Raubbau amWald, den die Walser frHeu und Weide betrieben.Schlielich war der schtterebrig gebliebene Waldsaumin schweren Wintern vonStaublawinen durchbrochenworden. Noch heute bedarfes groer Anstrengungen,den Wald am Heuberg aufzu-ziehen, um den Lebensraumzu schtzen.In alten Aufzeichnungen wirdberichtet, dass 1556 neunMenschen in einer Schneela-wine hinter der Kirche umge-kommen sind. 1689 verschobeine Lawine den Pfarrhof undzerriss den Menerstall. 1693wurde abermals der Pfarr-hof in Mittelberg getroffen,die Schneemassen drangendurch das Portal in die Kircheein, brachten eine Tannemit und verschoben denSebastianaltar unter demChorbogen.Die sterreichische Schrift-stellerin Natalie Beerbeschrieb das Ereignis so:Die Worte des Pfarrherrngingen unter in einem fernenBrausen, einem Brausen,das nher kam und alleserstarren lie, was lebendi-gen Leibes war. Ein Zitternund Drhnen, als ob dieErde bebte, ein immer nherkommendes, gewaltiges Sau-sen, ein Sturmwind, wie ihnniemand kannte, erfllte dieLuft. Angstvoll verstummtendie Beter, sie wussten um dasBrausen, oh, sie kannten es

    zur Genge es lagen genugOpfer auf dem Kirchhof, unddie Kirche selbst stand aneinem gefhrdeten Ort. Ein Sto, ein Krach, die Kir-chentr iel aus den Angelnwie eine Flaumfeder, und dieSchneemassen drangen her-ein. Ein alter Baumstammlag quer in der Torffnung,ein weiterer verkreuzte denEingang: Die Lawine stand.Im gleichen Jahr wurde dasHauptportal der Pfarrkirchezugemauert und ein Seiten-eingang errichtet. 204 Jahrelang war das Hauptportal derPfarrkirche zugemauert, bis1897 der Baumeister Fried-rich Matthies (18381900)die Lourdes-Kapelle alsDenkmal seiner Heimatver-bundenheit stiftete. Der ton-nengewlbte Rechteckbaumit dem eingezogenen Chormit einem Fnfachtelschlussunter dem Satteldach trgteinen Glockendachreiter.Die Giebelfront ist plastischgegliedert. Die Glasgemldenach einem Entwurf vomHamburger Knstler WilhelmDanneboom wurden voneinem Maler aus seiner Hei-matstadt ausgefhrt.Die Kapelle wurde direkt vordas Kirchenportal gebaut.Die stumpfwinkligen, demHeuberg zugewandten Eckenwiesen den Luftdruck unddie Schneemassen einerStaublawine ab. Nun konntedas Portal der Pfarrkirchewieder erffnet werden.1981 erfolgte eine Gesamt-restaurierung.Quelle: Kapellen in der Wals-erheimat No. 85 / Tiburt Fritz

    Lourdes-Kapelle in Mittelberg

    kirchen und kapellen im tal

    Foto: Veronika Krull

    geschichten aus dem tal walser erzhlenDie Brguntrunde ein Traum im Winter

    Baad, die schnste Sackgasseder Welt, kommt im Winter-kleid gemtlicher daher alsim Sommer. Bei schnstemSonnenschein entscheideich mich fr eine kleine Halb-tageswanderung denWinterwanderweg durch dasBrgunttal.Erkenne dich selbst ist dasMotto dieser aktivierendenHalbtageswanderung von et-wa fnf Kilometern Lnge, frdie man gemtlich hchstenszwei Stunden braucht odereben lnger, wenn man dasWinterwundertraumland in-tensiv in sich aufnehmen will,so wie ich das getan habe.Es fllt mir schwer, die Eindr-cke zu beschreiben, mir fehleneinfach die Worte dieseWinterschnheit muss manmit eigenen Augen sehen.Der Brguntbach, der einge-schneit nur noch leise vor sichhin gurgelt, die Steine in sei-

    nem Bett, deren weie Mt-zen das Bild der Landschaftvllig verndern, bizarreEisgebilde an den Wegrndern all das lsst mich immerwieder stehen bleiben. Undirgendwie wchst in mir dieErkenntnis, dass er schn seinkann, der Winter, nein nichtkann, er IST schn!Vor der Brgunthtte lasseich mich auf einer der in derSonne aufgestellten Bnkenieder, um mich zu strkenund von innen aufzuwrmensowie intensiv Sonne zutanken. Viele Gste genie-en mit mir die unglaublichschne Bergwelt rundum unddas traumhafte Wetter, unterihnen Winterwanderer wieich und Skitourengeher aufeiner kurzen Pause vor demnchsten Aufstieg.Nach der Strkung macheich mich auf den Weiterweg,ich mchte den Rundweg

    vollenden, den ich so gut ausdem Sommer kenne und dermir jetzt sein anderes Gesichtzeigt. Die Alpe Widdersteinliegt tief eingeschneit inWinterruhe, und der Blicknach oben zum Gipfel desWiddersteins zeigt, dass auchseine Majestt im dickenWinterkleid die wohlverdien-te Ruhe hlt. Diese Ruhe istwohl irgendwie ansteckend,auch mich durchstrmt jetztdieses Gefhl, fern von jederHektik geniee ich es, durchdie winterliche Landschaft zustapfen und jeden Gedankenan Stress und Hektik von mirzu schieben.Zurck in Baad, kehre ich imCafe ein und erlebe auf derSonnenterrasse den Wei-ler Baad, Natur pur und eingemtliches Ambiente mitleckeren Walser Spezialitten.

    Text: Antje Pabst

    ABFEBRUAR

    2015

    DISCOVERY SPORT

    JEDEN TAG NEUENTDECKEN

    9HUEUDXFKV XQG (PLVVLRQVZHUWH 'LVFRYHU\ 6SRUW .UDIWVWRIIYHUEUDXFK O NP LQQHURUWV t DXHURUWV tNRPELQLHUW t &2(PLVVLRQ t JNP &2(IIL]LHQ]NODVVHQ &t$ 0HVVYHUIDKUHQ 5/ (:*

    'HPQFKVW EHL XQV

    *CTVOCPP )OD*,P 0RRV s .HPSWHQ s 7HOHIRQ s )D[ (0DLO *HVFKDHIWVOHLWXQJ#MKUODQGURYHUKDHQGOHUGH s ZZZSUHPLXPFDUVURVHQKHLPGH

  • Kleinwalsertal aktuell Seite 3

    Die Wldele-Kapelle im Winterkleid. Foto: Manfred Pudell / Fotoclub Kleinwalsertal

    blick ins tal

    Schulsanierung planmig Die Sanierung des Schulzentrums Riezlern ist wieder einenSchritt weiter. So hat die Arbeitsgruppe, die sich mit dem Pro-jekt beschftigt, die Planungen intensiv berarbeite