Sonderbeilage - Allgäuer Anzeigeblatt vom Samstag, 7. Juni

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Text of Sonderbeilage - Allgäuer Anzeigeblatt vom Samstag, 7. Juni

  • Kleinwalsertal aktuellRiezlern | Hirschegg | Mittelberg | Baad

    ThemenIch will mich berall auskennen

    Seite 2Volksschler panzen am Burmiweg

    Seite 3Adrenalin pur der Walser Klettersteig

    Seite 5Gaumenfestspiele 2014

    Seite 6Original Rocky Mountain-Bike-Days

    Seite 101. Walser Lauf- und Wanderwoche

    Seite 12

    Verlags- und Anzeigenbeilage der Tageszeitung Allguer Anzeigeblatt vom Samstag, 7. Juni 2014 | Nr. 130

    Ausgabe 13

    KBB: Erfreuliche BilanzUmsatz und Gstezahlen gesteigert: DieKleinwalsertaler Bergbahn AG (KBB) kannzufrieden auf das Geschftsjahr 2012/13zurckblicken. Der Bilanzgewinn beluftsich auf rund eine Million Euro. Die Zahl derFahrgste stieg gegenber dem Vorjahrum mehr als zehn Prozent auf 842000. DerGesamtumsatz erhhte sich um 12,2 Prozentauf 13,2 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es11,8 Millionen Euro.

    Skigebiete:Verbesserungen geplantDer Skiweg oberhalb Mittelberg-Rohr Rich-tung Hirschegg soll noch in diesem Sommeran einigen Stellen verbessert werden. Geln-deanpassungen sollen vor allem bei geringerSchneelage die Prparierung erleichtern.Beschlossene Sache ist die Beteiligung derGemeinde Mittelberg an der Erstellung einesMasterplans fr die Skigebiete Schwandlift,Kesslerlift, Kanzelwandbahn und Ideallift.Wegen der Verbindungen zwischen deneinzelnen Liften erwartet die Gemeinde eineEntlastung des PNV.

    Transalp: Zu Fuund mit MusikEine musikalische Alpenberquerung planenOberallguer Musiker vom 3. bis zum9. August. Peter Stannecker aus Petersthal,Chef der Musikagentur Vuimera, will mitMusikerfreunden zu Fu vom Walsertal bisins Vinschgau laufen. Start ist am 3. August inMittelberg, sieben Etappen sind geplant. Mitdabei sind ihre Musikinstrumente: Steirische,Mundharmonika, Saxophon und Gitarre.Jeweils an den Zwischenstationen, z.B. an derMindelheimer Htte, wollen die sportlichenMusiker Sonnenuntergang und Sonnen-aufgang unter freiem Himmel musikalischbegleiten. Der Erls des Raum-Klang-Alpen-Projekts kommt dem Bau einer Schule inNepal zugute.

    Jugendliche bereichern Gesellschaft

    Vor einigen Wochen hat sie ihreerste Stelle nach dem Studium an-getreten: die neue JugendarbeiterinSimone Rundel (25). Gebrtig ausBad Waldsee (Oberschwaben), hatsie Soziale Arbeit an der Hoch-schule Weingarten studiert. Im Talist sie zustndig fr die Gestaltung,Durchfhrung und Koordination derJugendarbeit. Angestellt ist sie beimInstitut fr Vorsorge- und Sozialme-dizin (ifs), ihr Bro hat Rundel inHirschegg. Kleinwalsertal aktuellsprach mit ihr ber ihre Arbeit. Sie hatten sich fr die Stelle explizitim Kleinwalsertal beworben.Was fasziniert Sie am Tal?

    SIMONE RUNDEL: In meiner Jugendwar ich einige Male mit Vereinen,Schule und Studiengang im Klein-walsertal auf Httenaufenthalten.Damals wie heute fasziniert michdie unglaublich schne und vielflti-ge Landschaft. Allein der morgend-liche Blick in die Berge macht Lustauf den bevorstehenden Tag. Frmich hat die Natur hier noch sehrviel Macht. Der Mensch kann sie einStck weit berlisten, aber irgend-wann geht es nicht mehr, und ermuss geduldig mit der Natur gehen:Das beeindruckt mich sehr. Auchdie vielen endlosen Mglichkeitenan Freizeitaktivitten in atembe-raubender Umgebung zeichnen frmich eine Lebensqualitt aus, dieman in dieser Vielfalt nicht berallndet.Was gefllt Ihnen an der Arbeitmit jungen Leuten?

    RUNDEL: Besonders gefllt mir ander Arbeit mit jungen Leuten, dassich tglich vor neuen Herausforde-rungen stehe. Ein jeder Jugendlichebringt seine eigene Geschichte mit,

    in welcher ich ihn bestrken unduntersttzen kann. Jugendlichesind voller Visionen, Trume undWillenskraft, gleichzeitig aber bela-den mit Zweifeln und Unsicherheit.Wie schaut die Lebenswelt dieserPerson aus, wo sind ihre Strkenund ihre Schwchen, und wie kannman ihr in diesem Labyrinth derGefhle Orientierung geben undzum Handeln aktivieren? Ebenfallsfasziniert mich an der Arbeit mitJugendlichen, wie viel man bei ihnenbewegen kann, wenn sie dazu bereitsind, sich darauf einlassen. Die Ideenund Gedanken der Jugend sind ernstzu nehmen, sie bereichern unsereGesellschaft. Dazu mchte ich durchmeine Untersttzung der Jugend-lichen hier im Tal beitragen.Welche Schwerpunkte wollen Siein Ihrer Ttigkeit setzen?

    RUNDEL: Der Schwerpunkt meinerTtigkeit wird, in die Zukunftblickend, auf der Grndung eines

    offenen Jugendtreffs liegen, derfr alle Jugendlichen zugnglich ist.Dort werden wchentlich wechseln-de Angebote nach den Bedrfnissenund Interessen der Jugendlichenstattnden. Auch mchte ich durchProjekte und Aufgabenverteilungdie Jugendlichen dazu befhigen,selbst Verantwortung zu berneh-men, Entscheidungen zu treffen unddie eigenen Strken und Schwchenzu erkennen. Die Jugend soll durchgewisse Aktionen zum Gemein-wohl der Gemeinde beitragen unddamit ihr Potenzial unter Beweisstellen. Besonders wichtig sind mirbei der Arbeit mit Jugendlichen dasSchaffen von Begegnungen, denndurch jede Begegnung wchst manin seiner eigenen persnlichen Ent-wicklung. So ist es mir ein Anliegen,mit den Jugendzentren in dem nahegelegenen Allgu und im Bregen-zerwald Kontakte zu knpfen undTreffen zu ermglichen.

    Interview: Veronika Krull

    Simone Rundel (rechts) mit der Vorstandschaft und dem Beirat vom JugendforumKfer. Foto: privat

    Foto: Das Hchste

  • Seite 2 Samstag, 7. Juni 2014 | Ausgabe 13

    Die Kapelle Maria Hilf stehtdirekt an der LandesstraeL 201 im Riezler OrtsteilUnterwestegg. Im Jahr 1796wurde an der Stelle einesBildstocks eine Kapelle ursprnglich zu Ehren der Heiligen Mutter Anna errichtet.Der Bau erfolgte vertraglichmit einer Arbeitsstiftung.Sieben Nachbarn aus derunteren Westig verplichteten sich zur Arbeit und derzuknftigen Erhaltung. Diesgilt auch heute noch. Am 12.August 1844 folgte die Benediktion durch den RiezlerPfarrer Franz Josef Linz.Die von auen schmuckloseneugotische Kapelle ist einRechteckbau mit eingezogenem Chor unter einem gemeinsamen Satteldach. berder Fassade beindet sich einGlockenturm mit Giebelspitzhelm, nrdlich ist dieSakristei angebaut. An derStirnseite beindet sich alseinziger aufflliger Akzentdas Kruziix mit Leidenswerkzeugen von ca. 1680. DasWeihwasserbecken daruntertrgt die Jahreszahl 1868.Durch Vermittlung dessterreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand gelanges Pfarrer Julian Lngleim Jahr 1907, einen sptgotischen Flgelaltar ausSt. Lorenzen im Pustertal(Sdtirol) zu erwerben. Erwurde wahrscheinlich um1520 geschaffen von wem,ist nicht ganz sicher. ImSchrein des Flgelaltars wirddie Gottesmutter Maria vomheiligen Georg (links) undvom heiligen Florian (rechts)lankiert. Die Flgel sindmit Halbreliefs des heiligenMartin mit dem Bettler unddes heiligen Wendelin mitSchfchen geschmckt.

    1962 wurden die Heiligeniguren aus dem Mittelschrein geraubt. Bereits fnfTage spter konnten die beiden kunstverstndigen Diebein Luzern (Schweiz) verhaftetund die Figuren sichergestellt werden. Daraufhinwurde bei der grndlichenAuen und Innenrenovierung der Kapelle im Jahr1964 ein eisernes Gitterzum Schutz des Flgelaltarsangebracht.Die wertvolle St.MichaelsStatue aus dem 16. Jahrhundert wurde 1982 gestohlenund in der Schweiz verkauft.Erst nach langen Verhandlungen konnte sie zehn Jahrespter wieder erworbenwerden. Neben dem altenKreuzweg mit 14 Tafelbildernvon Maler Franz Speiser ausBolsterlang (signiert 1870)beinden sich an der Emporeeinige Votivbilder, wobei diekulturhistorisch wertvollstenjetzt im WalserMuseum inRiezlern zu sehen sind.1987 wurde eine neueBestuhlung aus Fichtenholzkostenlos von den Zimmerern Alois Wstner undAndreas Pretzl angefertigt. Hans Rinner malte dieKapelle neu aus, und Schreinermeister Franz Tschanhenzschuf einen Volksaltar. Beider Auenrenovierung 1990wurde ein neues Doppeldacherrichtet. Auerdem wurdender Auenputz, die Turmuhr,das Turmkreuz und die Kugelrestauriert. 2004 wurdevon Karl Ritsch eine bereitsfrher vorhandene Grottewieder eingebaut.Quelle: Kapellen in derWalserheimat No. 85/Stefan HeimFoto: Veronika Krull

    Kapelle Maria Hilfin Unterwestegg

    K irchen und Kapellen im Tal

    Blick auf Riezlern

    Ich will mich berall auskennenGertrud Gmeiner (22) arbeitet bei der KleinwalsertalerBergbahn AG. Das ist nichtunbedingt ungewhnlich. Aufmerken lsst da eher der Beruf,den sie derzeit im drittenAusbildungsjahr erlernt: Seilbahntechnikerin. Doch damitnicht genug: Beim Bundeslehrlingswettbewerb in sterreicherreichte die junge Frau denzweiten Platz. Der Beruf desSeilbahntechnikers wird seit2009 von den Bergbahnen imTal angeboten. Derzeit lassensich sieben junge Leute in denBeruf einweisen. Neben technischem Verstndnis, Flexibilitt und Teamgeist ist auch dieFreude am Umgang mit denGsten gefragt.Gertrud Ganni Gmeinerwurde in Immenstadt geboren,legte an der Fachoberschule inSonthofen das Fachabitur abund absolvierte eine Lehre alsEinzelhandelskauffrau, bevorsie als Seilbahntechnikerindurchstartete. Kleinwalsertalaktuell sprach mit ihr berihren Beruf und den Erfolg. Seilbahntechnikerin das istnicht unbedingt ein typischerMdchenberuf. Warumhaben Sie sich fr dieseAusbildung entschieden?

    GERTRUD GMEINER: Ich wolltein gewisser Weise in die Fustapfen meines Vaters treten.Ich fand es wichtig, sich injedem Bereich (Mechanik,Elektrik etc.) auszukennen und

    habe die Chance des breitenAusbildungsbildes der Seilbahntechnikerin genutzt.Was bedeutet Ihnen derzweite Platz beim Bundes-lehrlingswettbewerb?

    GMEINER: Ich darf stolz sein,als erste Azubine unter diebesten Drei gekommen zu sein.

    Wie sehen Ihre weiterenberulichen Plne aus?

    GMEINER: Noch steht nichtfest, was ich nach meinerLehre machen werde. Dieswird sich die nchsten Monateherausstellen.

    Interview: Veronika Krull

    Gertrud Gmeiner an ihrem Arbeitsplatz.Foto: Kleinwalsertaler Bergbahnen

    impressumKleinwalsertalaktuellPlanung und verantwortlichfr Anzeigen:Peter Fuchs, Verlagsleiter

    Redaktion:Veronika Krull, Katja Voigt

    Layout & Gestaltung:EBERL MEDIENGmbH & Co. KG

    Verlag, S