Sonderbeilage Bauen&Klima

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Bauen&Klima im Vinschgau: Vorstellung von Bauten

Text of Sonderbeilage Bauen&Klima

  • Bauen&Klima

    Nr. 8

    (149

    ) 21

    .04.11

    I.P

    . 7 J

    g.

    Bauen&KlimaSeite 4Paolo Orr: energieeffizientes Bauen

    Seite 6Adlerhorst in Stilfs

    Seite 8Prads Genius loci erhalten

    Seite 12Gute Energiebilanz in Morter

    Seite 14Viertelkreisiges Juvel in Kastelbell

    20112011

  • Das Glck, sich mit Telser-Tren zu schmcken

    Schmuck ist der Ausdruck persnlichen Lebensstils und in allen Zeiten und bei allen Menschen seit jeher tiefestes Anliegen. Genauso ist es mit Tren. Innentren sind die Schmuckstcke in Ihrem Haus, Ihrer Wohnung, Ihrem Betrieb.

    Neue Dienstleistung: Unsere Kunden aus dem Vinschgau und Burggrafenamt werden jetzt direkt von unseren Mitar-beitern bei uns im Betrieb beraten und betreut.

    Tischlerei Telser OHG Handwerkerzone 191 39024 Mals/BurgeisTel. 0473 836811 Fax 0473 836888 www.telser.it info@telser.it

    Kristall TI -10 Kristall TI -23 Bernstein TI -33 Rubin TI -7-6 Dolomit TM-31

  • KlimaHaus. Splitter.Zahlen. Die Zahlen der KlimaHaus-Zertifizie-rungen in Sdtirol steigen stetig an. In Sdtirol tragen 71 Gebude die KlimaHaus-Gold-Pla-kette, 640 die KlimaHaus-A-Plakette und 1.980 jene des KlimaHaus-Standards-B. (Stand: 15. April 2011 - laut www.klimahausagentur.it)

    Awards. Ein KlimaHaus-Oscar, der jedes Jahr vergeben wird, ging 2010 in den Vinschgau: Das Haus Tibolla in Prad ist KlimaHaus-Cube prmiert und hat die Jury mit seiner raumsparenden und generations-bergreifenden Sanierung, verbunden mit Energieeffizienz und Wohnkomfort berzeugt.

    Bauen & Klima; Beilage zum Wind Nr. 8/11Dantestrae 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196info@vinschgerwind.itSekretariat: Edwina OberthalerChefredakteur: Erwin BernhartGrafik: Hartwig SpechtenhauserKoordination: Angelika Ploner; Mitarbeit: Elke Wasmund, Magdalena Dietl-Sapelza, Renate Eberhfer; Werbung: Esther Stricker Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstrae 57; Eigentmer und Herausge-ber: Info-Media GmbH. Ermchtigung des Landesge-richtes Bozen Nr. 6/2005

    Impressum:

    Bauen&Klima 2011

    KlimaHaus. Aktuelles.Die Regelung gilt ab 13. Juni: Das KlimaHaus B wird zum Mindeststandard fr Neubauten. Jene, die ihre Projekte nach diesem Termin einreichen, mssen den Heizwrmebedarf ihres Gebudes demnach auf unter fnf Liter Heizl pro Quadratme-ter oder 50 Kilowattstunden bringen. Den Wohnbau, den Han-del, den Dienstleistungsbereich und das Gastgewerbe schliet die neue Regelung ein, landwirtschaftliche Gebude, Industrie-, Grohandels- und Handwerksgebude hingegen aus. Letztere mssen wie bisher den KlimaHaus-Standard C erfllen. Mit der Anhebung des energetischen Mindeststandards ndert sich auch der Kubaturbonus. Fr ein KlimaHaus B fllt der fnf-Pro-zent-Kubaturbonus weg, fr ein KlimaHaus A hingegen gibt es weiterhin zehn zustzliche Prozent an Kubatur. Aufrecht bleibt auch die Regelung bei Sanierungen bestehender Bausubstanz: Wer ein altes Gebude mindestens auf KlimaHaus-Standard C bringt, kann 200 Kubikmeter zustzlich verbauen.

    Das Klimahaus 3

  • Konstante Raumtemperatur. Um eine kon-stante Raumtemperatur zu erhalten und um ein Abkhlen des Hauses zu verhindern, muss bei einer herkmmlichen, wenig en-ergieeffizienten Bauweise, stndig geheizt werden. Umhllen wir das Haus jedoch mit einer Dmmung und statten es mit guten Fenstern aus, khlt sich das Haus nur sehr langsam ab. Stndiges Heizen ist nicht mehr notwendig. Auenwnde und Fenster blei-ben warm. Eine Innentemperatur von 20C ist dabei ausreichend.

    Frischluft. Frische Innenluft ist nur dann gewhrleistet, wenn alle 3 bis 4 Stunden mindestens 5 Minuten gelftet wird. Wh-rend der Nachtruhe ist dies im Normalfall nicht mglich und wir atmen dicke, ver-brauchte Luft ein. Abhilfe kann durch eine mechanische Wohnraumlftung mit Wr-merckgewinnung geschaffen werden: Die verbrauchte und warme Innenluft wird ab-gesaugt und reine Luft konstant zugefhrt. Gleichzeitig gibt dabei die Innenluft 90% ih-rer Wrme an die frische und kalte Luft mit-tels eines passiven Wrmetauschers ab, ohne dass sich dabei die beiden Luftstrmungen vermischen. Das Haus atmet und wir ge-nieen stndig frische und warme Luft, auch nachts, whrend wir schlafen, so dass sich der Krper viel besser und schneller erholen kann. Das lstige Lften bleibt uns erspart, und unser Haus ist von jeglichem Schmutz, Staub und Schimmel befreit. Wichtig ist da-bei jedoch, dass die Filter regelmig hei gewaschen bzw. ersetzt und die Kanle ge-reinigt werden, damit die Belftungsanlage nicht zu einer Brutsttte fr Bakterien und Pilze wird.

    Heizen. Die Heizung sollte erst dann in Funktion treten, wenn die durch die Fenster

    Bauen mit System Innovative Lsungen mit Betonfertigteilen

    Industriell vorgefertigte Betonfertigteile bieten fast grenzen lose Gestaltungsfreiheit fr den Architekten und Planer, haben nichts mit vorgegebenen Einheits lsungen zu tun und ermglichen eine ungeahnte Symbiose aus Moderne, Individualitt sowie schnellem Baufortschritt. Progress ist regionaler Marktfhrer in der Produk-tion von Betonfertigteilen sowie in der Errichtung von Objekten in Betonbauweise im Gewerbebau, Wohnbau, Hotelbau, Landwirt-schaftsbau und Tiefbau.

    Vision wird Realitt

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    wel

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    PROGRESS Julius Durst Strae 100, I-39042 Brixen (BZ),Tel. +39 0472 823 111, info@progress.cc, www.progress.cc

    Energieeffizientes Bauen Was steckt dahinter?Hinter dem Begriff energieeffizientes Bauen verbirgt sich nichts anderes als hohe Wohnqualitt mit geringem und umweltscho-nendem Energieverbrauch. Dieser Wohnkomfort wird erstens durch eine gleichbleibende Raumtemperatur und zweitens durch frische und angenehm feuchte Luft erzielt.

    Paolo Orr, IngenieurKlimaHaus- und Passivhaus-Planer, Energieberater, KlimaHaus-Zertifi-zierer, Techniker fr Luftdichtheitstests (BlowerDoor-Mes-sung)www.energie.bz.it

  • eindringenden Sonnenstrahlen nicht mehr ausreichen, um das Haus warm zu halten. Bei energieeffizienten Gebuden hat sich der Heizbedarf um ein Vielfaches verkleinert, so dass wir statt der bisher 2000 bis 3000 Liter Heizl nur mehr 0 bis 700 Liter zum Heizen bentigen. Dabei spielt es keine Rolle fr welches Heizsystem wir uns entscheiden: l, Gas, Holz, Pellets, Strom, Fernheizung, bzw. Boden-, Wandheizung oder Heizkrper. Ent-scheidend ist, dass das System gut funktio-niert und effizient arbeitet. Bewhrt haben sich eine temperaturgesteuerte Regelung der Wrmeabgabe und der Einsatz einer Solar-anlage fr die Erwrmung des Trinkwassers. Eine sehr lohnende und billige Lsung ergibt sich zum Beispiel aus der Kombination Pho-tovoltaik und Stromheizung, bei der der Ge-brauch von jeglichen Rohstoffen nicht mehr notwendig ist.

    KlimaHaus. Wenn wir bedenken, dass neben Verkehr, Industrie und Landwirt-schaft, die Heizung den Groteil der Energie schluckt, haben wir mit dem Senken des Heizbedarfs einen groen Schritt in Richtung Klimaschutz gemacht. Doch freiwillig htten wir dies wahrscheinlich nie gewagt, wenn uns nicht eine ausgeklgelte Strategie dazu verleitet htte: das KlimaHaus. Das Klima-Haus beschreibt mit bunten gekennzeichne-ten Balken, die gewhnlich auf Waschma-schinen oder Khlschrnken zu finden sind, wie effizient ein Gebude ist. Beim Neubau muss dabei mindestens die Effizienzklasse B, sprich KlimaHaus B, A oder Gold erreicht

    werden. Wer sich hingegen fr eine ener-gieeffiziente Sanierung entscheidet, der wird mit Frderungen, Steuerermigungen und Kubaturbonussen belohnt. Sdtirol zielt hin zur Energieunabhngigkeit, was ausschlie-lich KlimaHaus Gold - maximal 100 Liter Heizlbedarf bei 100 m Wohnflche - und maximale Ausschpfung von erneuerbaren Energien bedeutet.

    Fragen und Vorurteile. Durch meinen Beruf als Planer, Energieberater und KlimaHaus Zertifizierer von ber 100 Gebuden, werde ich immer wieder mit folgenden Fragen und Vorurteilen konfrontiert:

    Kann ein gedmmtes Haus noch at-men? Das Haus atmet und regelt den Gro-teil seiner Feuchtigkeit durch das ffnen der Fenster oder mittels einer Belftungsanlage. Die restliche Feuchtigkeit tritt durch die Au-enwnde aus, wobei die Dmmung keines-wegs hinderlich ist. Jedes Dmmmaterial lsst mehr Feuchtigkeit durch als Holz, Zie-gel, Stein oder Beton.

    Die Luftdichtheit der Fenster frdert die Schimmelbildung! Mit den neuen Fens-tern wird das Problem der Luftundichtheit, welche groe Wrmeverluste, unangenehme Luftzge und Schallbrcken bedeutet, zum Groteil gelst. Wenn es nicht mehr zieht, wird zwar die Feuchtigkeitsabgabe nach auen geringer, dafr sind aber die Wnde wrmer, was das Bilden von Schimmel er-schwert. Werden alte Fenster jedoch ersetzt,

    Bauen&Klima 2011ohne auch die Hlle zu dmmen, ist zwar Luftdichtheit, jedoch kein Schutz vor Schim-mel gewhrleistet, da sich auf kalten Wn-den Kondensat bildet.

    Mit einer Lftungsanlage drfen die Fenster nicht mehr geffnet werden. Die Fenster werden prinzipiell geffnet, um zu lften. Bei einer Lftungsanlage besteht diese Notwendigkeit zwar nicht mehr, kann aber trotzdem jederzeit erfolgen. Dies beein-trchtigt in keiner Weise weder die Belf-tungsanlage noch den Energieverbrauch. Im Sommer ist es sogar erwnscht, nachts die Fenster offen zu lassen, damit sich das Haus abkhlen kann.

    Wrmebrcken, na und? Wrmebr-cken entstehen durch Unterbrechungen der Dmmschicht, z.B. bei Balkonen. Diese verhalten sich wie Khlrippen und vermin-dern die Oberflchentemperatur im angren-zenden Innenbereich. An den kalten Innen-flchen knnen Kondensstellen bis hin zu Schimmelflecken entstehen. Deshalb sollten Wrmebrcken bereits whrend der Pla-nungsphase mglichst vermieden werden.

    Die ideale Lsung fr energieeffizientes Bauen gibt es noch nicht. Mit dem Senken des Heizbedarfs haben wir jedoch bereits, wie schon erwhnt, einen groen Schritt ge-tan. Es werden weitere Energiesparmanah-men folgen, und es wichtig, dass wir dieser Entwicklung gengend Platz schaffen, vor allem in u