Sonderbeilage - Westallgäuer Zeitung vom Freitag, 2. Januar

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Text of Sonderbeilage - Westallgäuer Zeitung vom Freitag, 2. Januar

  • Das regionale MonatsmagazinWestallguPlus

    2. bis 31. Januar 2015

    Von den Tckender Raunchte

    Das Minischwein Emmahat vor nichts Angst

    Hausmittel gegen Erkltungaus der Speisekammer

    Januar

    Chapeau,MisterHutmuseum!

    WestallguPlus

    Zu Besuchim FrstentumSeborga

    Zur Mimosenbltean dieCte dAzur

    Foto: Buckskin Gulchvon Olaf Winkler

    Vorfreude aufden Frhlingam Gardasee

    In dieMetropolen derSuperlative

    Reisen und Freizeit

    Durch denSdwestender USA

    Mit Reiseunternehmen aus der Region die Welt erleben

    Reisebeilage zum

    Herausnehmen

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    Verlag und HerausgeberHolzer Druck und Medien88171 Weiler im AllguVerantwortlich fr denAnzeigen- und Redaktionsteil:Claus Helmbrecht, Weiler.Redaktion: Armin Dorner (Leitung),Manfred Sendlinger (sen), Maria-Luise Stbner (hip), Angela Feler(fee), Andreas Kreyer (kr), OlafWinkler (owi), Erika Nerb (erb),Vera Stiller (vst), Joe RichterLayout und Satz: Tanja StraubCopyright fr Text, Fotos undvon uns gestaltete Anzeigen.Nachdruck, Vervielfltigung undelektronische Speicherung nur mitschriftlicher Genehmigung.Kontakt: anzeigen@westallgaeuer-zeitung.de, Tel. (08387) 399-13

    WestallguPlus

    Nchste Ausgabe:Freitag, 30. Januar

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    SPORT ROMAN

    Rtsel-Ausung

  • THEMA DES MONATSWestallguPlus HEIMAT-RATESPIEL

    Bilderrtsel:Welchen Ortziert dieserTurm? S. 39

    KULTUR

    StartrompeterScholz lobtjunge Musiker

    S. 28

    Fotografenffnen Augenfr das Schne

    S. 9

    Lindenberg

    HeimenkirchOpfenbachHergensweiler

    Niederstaufen

    Sigmarszell Mggers

    Scheidegg Weiler

    Simmerberg

    Scheffau

    Langen Sulzberg

    Oberstaufen

    Stiefenhofen

    Oberreute

    Ellhofen

    Rthenbach

    Maierhfen

    Gestratz

    Maria-Thann

    Eglofs

    HergatzWohmbrechts

    Wangen Isny

    Lindau

    Grnenbach

    WestallguPlus Das regionale Monatsmagazin

    NEU: Jahresabonnement

    fr 20 Euro

    Bestellbar unter

    (08387) 399-20 oder

    brauchle@azv.de

    MULTIMEDIA

    KompakteKamerasgefragterdenn je S. 14

    WIRTSCHAFT

    Volksbank ehrtengagierteSportvereinemit Oscar S. 30

    Das sind alles unsere KinderLebenstraum des Ehepaars Manfred und Edeltraud Rhrl erfllt sich

    Titelfoto: Manfred Rhrl, der Vater des Deut-schen Hutmuseums, vor einem Plakat zurErffnung, fotograert von Jochen Richter

    Lindenbergnach dergroenHutzeit S. 4

    Feuer und Eisauf demKirchplatz inWeiler S. 6

    LED-Geschenkhilft beimSparen inScheidgg S. 7

    AUS DER REGION

    Vollverteilungber 300 Auslege-

    stellen in Lindau, Wangen,Isny und Vorarlberg

    auch im Internet: www.westallgaeuer-zeitung.de/westallgaeuplus

    Auage23000

    Die Vitrine im Deutschen Hutmuseum zu Ehren des Ehepaars Rhrl. Fotos: Jochen Richter

    Von Armin Dorner

    Lindenberg. Wenn langgehegteTrume tatschlich Wirklichkeitwerden, kann man es zunchstnicht fassen. Es fehlen einem dieWorte. Beim (ungestrten) Rund-gang durch das gerade erffneteDeutsche Hutmuseum bewe-gen sich Manfred und EdeltraudRhrl zuerst behutsam, als mss-ten sie Rcksicht nehmen aufall die Pretiosen, die ausgestelltsind. Dabei kennen beide jedenWinkel der ehemaligen Hutfab-rik Reich, schon vor 50 Jahrender Arbeitsplatz des Laufbur-schen Manfred, der sich unver-sehens, vor einem Huttragebrettstehend, an eine Ohrfeige erin-nert, die er damals bekam, weiler nicht schnell genug war.Und dann bermannt den Lin-

    denberger die Freude: Das sindalles meine Kinder, notiert erder Museumsleiterin AngelikaSchreiber ins Stammbuch. Und

    frwahr dieses wunderbareMuseum ist ohne Vater undMutter Rhrl - sowie demverstorbenen Stadtrat Hans Stie-fenhofer - undenkbar. Heimat-kundler, deren Liebe zum Hutmit abgttisch nur annhendumschrieben ist.Die meisten Ausstellungsst-

    cke haben beide ber Jahrzehnte(auf Flohmrkten)unbeirrbar ge-sammelt, vertrauensvoll erwor-ben, listig erbettelt und genaues-tens verwaltet. Fr manches edleStck wurden hartnckig die Be-sitzer umschmeichelt, bis sie esnach Jahren endlich zu ihrenSchtzen legen konnten.Zu nahezu jedem noch so

    unscheinbarem Stck kann dasEhepaar eine Anekdote erzh-len. Ob Dampfpresse, Handwa-gen, Reisetasche, Stempeluhr,Koffer, Krawatte, Puppenkpfe,Radhaube oder Urkunde.

    Fortsetzung auf Seite 5

    Der Matrosenhut aus Weizen-stroh mit schwarzem Ripsband,fr die kaiserliche Marine aufder Jacht Hohenzollern, hates Manfred Rhrl besonders an-getan. 300 Exemplare wurdendavon jhrlich in Lindenberggefertigt.

  • 4Lindenberg

    WestallguPlus

    Lindenberg. Nicht immer neh-men Ortsentwicklungen einenvorhersehbaren Verlauf. So ht-te Lindenberg, heute der unbe-strittene Mittelpunkt des oberenLandkreises Lindau fr alle Zeitein armes, unbedeutendes Dorfbleiben mssen. Das Klima warrau, die Lage abseitig, die poli-tisch-sozialen Bedingungen un-gnstig.Seit dem 17. Jahrhundert aber

    geschah dann doch das schein-bar Unmgliche: Der Ort ingzu wachsen an, LindenbergerBauernshne kamen in die Welthinaus und erzhlten bei ihrerHeimkehr vom Leben in an-deren Lndern. Grnde warender Pferdehandel und die Stroh-hutherstellung, die den Einwoh-nern einen gewissen Wohlstandbescherten.Die Marktgemeinde war auf

    den Zug der industriellen Revo-lution aufgesprungen. Arbeitstei-lung, der Einsatz von Maschinenund neue Antriebskrfte wie derelektrische Strom ermglichtenim letzten Quartal des 19. Jahr-hunderts eine nie geahnte Pro-duktion von Hten. Die groenFabrikbauten des spten 19. undbeginnenden 20. Jahrhundertsdrckten dann auch im Ortsbildaus, was Lindenberg in wirt-schaftlicher Hinsicht geworden

    war: Ein industrielles Zentrum,in dem um 1900 ber vier Milli-onen Hte genht wurden.Angesichts dieser rasanten

    Entwicklung lieen sich vieleauswrtige Arbeitssuchende inLindenberg nieder. Htte man ei-nen Blick in die Kirche, die Ver-eine und Gasthuser geworfen,man htte sehr schnell gesehen,wie uneinheitlich das sozialeGefge inzwischen gewordenwar. Neben den Geschftsleu-ten und ihren Angestellten gabes zahlreiche Fabrikarbeiter undHandwerksgesellen.

    Eisenbahn herbeigewnschtDiese zunehmend stdtische

    Entwicklung mit ihrer rasant an-wachsenden Einwohnerzahl (imJahre 1864 noch 1484, 1900schon 2500 und 1914 bereitsber 5000 Einwohner) machtezahlreiche Baumanahmen undVersorgungseinrichtungen ntig.Schon lange herbeigewnscht

    und als Zeichen des Fortschrittsgefeiert, wurde 1901 die Eisen-bahnstrecke Rthenbach Lin-denberg Scheidegg. Auswr-tige Arbeiter fuhren damit indie Hutfabriken, Heimarbeiteraus den umliegenden Gemein-den lieferten so die zu Hausegefertigten Hte in sperrigenSchachteln nach