Sprüche, Spiele und Lieder der Kinderby Anton Hofer

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    15-Jan-2017

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<ul><li><p>Deutsches Volksliedarchiv</p><p>Sprche, Spiele und Lieder der Kinder by Anton HoferReview by: Dagmar HeldLied und populre Kultur / Song and Popular Culture, 49. Jahrg. (2004), pp. 270-271Published by: Deutsches VolksliedarchivStable URL: http://www.jstor.org/stable/30043749 .Accessed: 12/06/2014 23:29</p><p>Your use of the JSTOR archive indicates your acceptance of the Terms &amp; Conditions of Use, available at .http://www.jstor.org/page/info/about/policies/terms.jsp</p><p> .JSTOR is a not-for-profit service that helps scholars, researchers, and students discover, use, and build upon a wide range ofcontent in a trusted digital archive. We use information technology and tools to increase productivity and facilitate new formsof scholarship. 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Hditten Sie 's gewusst? Mit der Herausgabe des </p><p>Bandes 16 des Grofgprojekts Corpus Musicae Popularis Austriacae er6ffnet sich die vielfarbige und phantasievolle Welt des Kinderliedes in Nieder6sterreich in seiner ganzen Bandbreite. Nach Lektiire dieses umfangreichen Bandes kann man wirklich nicht in das allgemeine Lamento pessimistischer Kulturkritiker einstimmen, durch die fortschreitende Technisierung sei neben traditionellen Gitern auch das Kinderlied und Kinderspiel in seinem Lebensnerv bedroht. Eher gilt es zu fragen, inwieweit der Aufgenstehende, d.h. der Erwachsene, der den Spielen der Kinder entfremdet ist, die kindliche Spielkultur in ihrem ganzen Umfang zu erkennen vermag, oder deutlicher gesagt: inwieweit er fiberhaupt gewillt ist, sie als solche zu sehen und anzuerkennen. </p><p>Das in diesem Band verdffentlichte Material umfasst das geschichtlich wie gegen- wiirtig fassbare Spruch-, Spiel- und Liedgut der Kinder in Nieder6stereich vom Beginn des 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, das als repraisentativ auch fur ganz Oster- reich angesehen werden kann. Die in vielen Quellen verstreuten und daher auch nur schwer zuginglichen Aufzeichnungen des musikalischen Kinderlebens wurden in diesem Band akribisch zusammengetragen, systematisch aufgeschliisselt und geordnet. Angefangen bei den frdihesten Aufzeichnungen in den Volksliedersammlungen aus Nieder6sterreich aus dem Jahr 1819 von Franz Ziska und Max Schottky, diber die handschriftlichen Sammlungen des ehemaligen ,Volksliedarchivs ffir Wien und Nieder- bsterreicho, das die Ergebnisse einer Sammeltdtigkeit aus beinahe 100 Jahren darstellt, spannt sich der Bogen bis in die Neuzeit. Aktuell durchgeftihrte Feldforschungen in Kindergarten und Schulen, die Benutzung privater Sammlungen von Kindergairtne- rinnen und Volksschullehrer(inne)n, vor allem aber die persanlichen Erinnerungen des Autors Anton Hofer (*1935) erweitern das Material und den Blick auf die zum Teil auch heute noch von Kindern verwendeten Sprfiche, Spiele und Lieder und machen klar, dass das musikalische Leben nicht verschwindet, sondern sich lediglich durch die diufleren LebenseinflUsse wie Elternhaus, Lebensraum und natirlich Medien iindert. Ober welch sch6pferische Krifte gerade die Kinder verffigen, spiegelt sich in den Lie- dern, Sprichen und Spielen, die in der zweiten Hilfte des 20. Jahrhunderts entstanden sind. Traditionelles und Aktuelles wird in der Welt der Kinder unreflektiert vereint und wiedergegeben. So tummelt sich der Hansl mit seinen Ochsn neben dem Gummi- zwerg im Garten oder der Nagerlstock neben der Kaffeebohne aus Amerika. Mundart, Hochsprache und Umgangssprache werden selbstverstdindlich nebeneinander ver- wendet. Es gibt keine Wertigkeit aufger der nach Praxistauglichkeit und Funktionalitit in der momentanen Situation. </p><p>Die Gliederung des Materials erfolgte in sechs Gruppen: &gt;&gt;Kinder und Erwachseneo, &gt;&gt;Kind und Natur, &gt;Kinder miteinandero, ,Kinderspieleo, &gt;,Gesellschafts-, Stuben- und Partyspiele&lt; und )Lieder und Briiuche des Jahreslaufso. Diese Gruppen wurden wie- </p><p>270 </p><p>This content downloaded from 62.122.76.99 on Thu, 12 Jun 2014 23:29:05 PMAll use subject to JSTOR Terms and Conditions</p><p>http://www.jstor.org/page/info/about/policies/terms.jsp</p></li><li><p>Rezensionen </p><p>derum in zahreiche Untergruppen aufgeschliisselt, um einen leichteren Zugang zu </p><p>erm6glichen. Besonders hilfreich zur wissenschaftlichen Verwendung der Publikation sind die verschiedenen Register: alphabetisch zu den Spriichen und Liedern, zu den </p><p>Spielen und Spielgerditen und zu den Melodien. Aufgerdem ist eine umfangreiche Literaturliste beigegeben. - Walter Deutsch, der zusammen mit Eva Maria Hois diese Ausgabe redigiert und ergd.nzt hat, gibt in der Einfiihrung einen kurzen historischen Abriss zur Forschungsgeschichte des Kinderliedes in Osterreich, womit die Bedeutung und Notwendigkeit dieses Werkes deutlich gemacht wird. </p><p>Der Autor und Sammler Anton Hofer bedauert den durch die Verinderung des sozialen Umfeldes des Kindes in einer technisierten und medienbeeinflussten Welt </p><p>bedingten Verlust der Spielriiume und -mdglichkeiten und damit der traditionellen </p><p>Spiele und Sprdiche. Mit dieser Sammlung dokumentiert er das reiche musische Leben der Kinder einer fast vergangenen bdiuerlichen Welt und dffnet zugleich den Blick ffir die Veriinderungen dieses Spielschatzes in der Neuzeit. </p><p>Diese Sammlung verdeutlicht auch auf Grund ihrer grofen Materialfiille die </p><p>Variationsbreite und Wandelbarkeit der musikalischen Auflerungen der Kinder. Hier- in liegt die eigentliche Kraft: im stdindigen Sich-Erneuern, Umformen, Spielerisch- und-eigensch6perisch-damit-Umgehen, so wie es den Bediirfnissen oder der Not- </p><p>wendigkeit des Augenblicks entspricht, denn Innovationen und Veriinderungen sind nicht nur unvermeidbar, sondern durchaus wiinschenswert. Kinder selbst sind meist die gewieftesten Konstrukteure und kritischsten Juroren, wenn es darum geht, dem </p><p>Singen, Tanzen, Spielen und Hiipfen das Prdidikat &gt;kindgerecht&lt; und p&gt;idagogisch wertvollb&lt; zu verleihen. Was Qualitait hat und obendrein auch noch Spaf macht, bleibt von selbst und braucht bestenfalls kompetente Begleitung. Dies zeugt nicht von kultu- rellem Werteverlust, sondern von lebendiger Volkskultur. </p><p>Dies ist sicherlich auch ein wichtiges Hauptanliegen der volksmusikalischen Enzy- klopaidie Corpus Musicae Popularis Austriacae: zum einen Grundlage ffir vergleichende Studien zur Erfassung der Strukturen und Formbedingungen im Reim und im Lied zu sein, zum anderen aber auch praktisches Arbeitsmaterial und Anregung ffir Eltern und Erzieher, Oma und Opa und ffir alle, die gern mit Kindern spielen oder die das Kind in sich noch nicht ganz vergessen haben. </p><p>Dagmar Held, Krumbach </p><p>Stangl, Burkhard: Ethnologie im Ohr. Die Wirkungsgeschichte des Phonographen. Wien: WUV, 2000. 267 S., Abb., ISBN 3-85114-542-9. </p><p>Die Publikation des Wiener Musikethnologen und Musikers Burkhard Stangl wurde 1999 als Dissertation am Institut ffir Vdlkerkunde der Universitait Wien eingereicht. Ihr urspriinglicher Titel lautete: Ethnologie im Ohr. Die Wirkungsgeschichte des Phono- graphen unter besonderer Beriicksichtigung der Griindungs- und formativen Phase des Wiener Phonogrammarchivs im Zeitraum von 1899-1921. Mit einer Bearbeitung der </p><p>Rezeption von Rudolf Pichs Nachlass. Ein Staick Wissenschaftsgeschichte. </p><p>271 </p><p>This content downloaded from 62.122.76.99 on Thu, 12 Jun 2014 23:29:05 PMAll use subject to JSTOR Terms and Conditions</p><p>http://www.jstor.org/page/info/about/policies/terms.jsp</p><p>Article Contentsp. 270p. 271</p><p>Issue Table of ContentsLied und populre Kultur / Song and Popular Culture, 49. Jahrg. (2004), pp. 1-321Front Matter"Amer, non amer". Frottola und Volkslied Hfische Spiele auf Nhe und Distanz im Italien des frhen 16. Jahrhunderts [pp. 11-47]"Werther" im Volkslied [pp. 49-79]Zur Rezeption mittelalterlicher Lieddichtung in "Des Knaben Wunderhorn". Medivistische Spurensuche in einem romantischen Meisterwerk [pp. 81-101]"Deutsch ist die Saar". Vom Fahrtenlied einer Reformschule zum rituellen "Trutzgesang" der Saar-Rckgliederungsfront: Stationen einer Liedkarriere 1920/21-1935 [pp. 103-151]Das "Volkslied: wie er mit ihm verwachsen war". Kontrastierende historiografische Perspektiven zu Bachs Volksliedintegration [pp. 153-179]Summaries [pp. 181-182]RezensionenReview: untitled [pp. 185-187]Review: untitled [pp. 187-193]Review: untitled [p. 193-193]Review: untitled [pp. 194-195]Review: untitled [pp. 195-198]Review: untitled [pp. 198-199]Review: untitled [pp. 199-200]Review: untitled [pp. 201-203]Review: untitled [pp. 203-204]Review: untitled [pp. 205-206]Review: untitled [pp. 207-208]Review: untitled [pp. 208-209]Review: untitled [pp. 209-212]Review: untitled [pp. 212-213]Review: untitled [pp. 213-215]Review: untitled [p. 216-216]Review: untitled [pp. 216-217]Review: untitled [p. 218-218]Review: untitled [pp. 218-220]Review: untitled [pp. 220-221]Review: untitled [pp. 221-223]Review: untitled [pp. 223-228]Review: untitled [pp. 228-230]Review: untitled [pp. 230-234]Review: untitled [pp. 234-236]Review: untitled [pp. 236-240]Review: untitled [pp. 240-241]Review: untitled [pp. 242-245]Review: untitled [p. 245-245]Review: untitled [p. 246-246]Review: untitled [pp. 246-249]Review: untitled [pp. 249-251]Review: untitled [pp. 252-253]Review: untitled [pp. 253-256]Review: untitled [pp. 256-258]Review: untitled [pp. 258-261]Review: untitled [pp. 261-263]Review: untitled [pp. 263-264]Review: untitled [pp. 264-266]Review: untitled [pp. 266-269]Review: untitled [pp. 270-271]Review: untitled [pp. 271-273]Review: untitled [pp. 273-278]Review: untitled [pp. 278-281]Review: untitled [pp. 281-282]Review: untitled [pp. 282-284]Review: untitled [pp. 285-321]</p><p>Back Matter</p></li></ul>