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SZ-Extra treff. · PDF filenischen Pianisten Enrico Pieranunzi bezeichnen, der jüngst mit dem „Jazzecho 2014 International“ ausge-zeichnet wurde. Der gebürti

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  • Veranstaltungsmagazin der

    Telefon (06 81) 50 20www.saarbruecker-zeitung.de

    SZ-Extra treff.regionD A S S A A R L A N D U N D D I E P F A L Z 1 1 . B I S 1 7 . S E P T E M B E R 2 0 1 4

    Kino

    Maps To The StarsJohn Cusack spielt in DavidCronenbergs Drama denPsycho-Guru Dr. Weiss. Seite 18

    Musik

    InterpolDie New Yorker Band legt mitEl Pintor ein starkes neuesAlbum vor. Seite 16

    Essen & Trinken

    Wein des Monats Von Domenicos in Bous kommtein leckerer Lacrima, ein Rot-wein aus den Marken. Seite 21

    Wnd JazzWnd JazzVom Orient zum Okzident so lautet das Motto der 24. Internationalen St. Wendeler Jazztage. Vom 12. bis21. September treten Weltstars auf, ist Jazz for Kids"angesagt und es steigt eine Bigband-Gala. Seite 2

    Vom Orient zum Okzident so lautet das Motto der 24. Internationalen St. Wendeler Jazztage. Vom 12. bis21. September treten Weltstars auf, ist Jazz for Kids"angesagt und es steigt eine Bigband-Gala. Seite 2

    Vorschau

    Rock in SaarbrckenJudith Holofernes, Frontfrau derBand Wir sind Helden, stelltihr Soloalbum vor. Seite 12

  • 2 treff.region toptreff

    das ist drinSeit Montag sind die Som-merferien vorbei und dieSchule hat wieder angefan-gen. Doch nicht nur frSchler ist die Sommerpau-se zu Ende: Das Saarbr-cker Kulturzentrum Breite63 meldet sich gleich mitzwei Konzerten zurck. AmFreitag fhrt das Duo Gra-celand mit Hits von Simon& Garfunkel in die neue Sai-son, gefolgt von der saar-lndischen Rockband GerdSchneider Band, die amSamstag Rock und Bluesaus den 70er Jahren spielt.Simlpy Unplugged stelltzum Saisonauftakt der BlEtage in der SaarbrckerSpielbank ihr neues Pro-gramm vor und auch dasSaarbrcker Staatstheatererklrt die Saison fr erff-net. Spielzeitauftakt ist amSamstag ab 15 Uhr, wo in ei-nem PromenadenkonzertAusschnitte neuer Musik-theaterstcke gespielt wer-den und verschiedene Ma-tines mit Ballet- undSchauspielauffhrungen lo-cken. Doch neben den vielen Neu-starts findet man diese Wo-che auch Traditionelles undAltbewhrtes: von Donners-tag bis Dienstag knnen In-teressierte in Lebach dieGrne Woche mit einemder ltesten Mrkte in Sd-westdeutschland besuchenund in Merzig ldt die Ad-dams Family auch dieseWoche wieder zu ihrer Gru-selvorstellung in den Zeltpa-last ein. Mit Mrchen undKlassik geht es mit der Rei-he Saarbrcker Sommer-musik mit vier Konzerten,von Donnerstag bis Sams-tag, weiter und auch dasKindertheater im Schloss-keller fhrt in eine Zauber-welt. Wem bei den ganzenVeranstaltungen die Zeitzum Einkaufen fehlt, derkann am Samstag beimMoonlight-Shopping bisMitternacht durch St. Wen-del schlendern. lc

    Der italienische Pianist Enrico Pieranunzi erffnet mit seinem Trio den Reigen am Freitag im Saalbau. Fotos: Wnd Jazz

    Erquickendes fr die Oh-ren, wohlvertraute Atmo-sphre, erschwinglich Er-gtzliches der besonderenArt da spielt die Musik!Wenn Ernst Ernesto Ur-metzer solche Stze formu-liert, dann ist es wieder so-weit: Wnd Jazz steht vor derTr. In diesem Jahr heit dasMotto Vom Orient zum Ok-zident, und das soll sichnicht allein auf die Musik be-schrnken. Der Diwan stehtparat, ein besonderer Duftzieht durch das Foyer, derGaumen kitzelt und der Saal-bau kennt sich selbst nichtwieder, verspricht Urmet-zer den Besuchern.

    Die 24. InternationalenJazztage beginnen am Frei-tag, 12. September, 20 Uhr,mit einem Konzert im Kul-turzentrum Alsfassen. Dortgastiert das Transorient Or-chestra, eine interkulturellbesetzte Weltmusik-Big-band aus dem Ruhrgebiet.Sie pflegt, so kndigt derFestivalleiter an, den Um-gang mit den diversen musi-kalischen Sprachen rund umdas Mittelmeer.

    Die drei Hauptfestivaltagevom 19. bis 21. September imSaalbau bieten jeweils zweiKonzerte, von der Schler-Band bis zum Weltstar. Alssolchen kann man den italie-

    nischen Pianisten EnricoPieranunzi bezeichnen, derjngst mit dem Jazzecho2014 International ausge-zeichnet wurde. Der gebrti-ge Rmer spielt am Freitag,20 Uhr, in St. Wendel zusam-men mit Gabriele Mirabassi(Klarinette) und Luca Bulga-relli (Kontrabass). Anschlie-end gehrt die Bhne derfnfkpfigen FormationLHijzCar aus Frankreich.Kammermusikalische Kron-juwelen sind angekndigt,Ernesto Urmetzer: Oud-Spieler Grgory Dargentformt aus traditionellen St-cken unverwechselbar, de-tailliert und punktgenau ge-heimnisvolles Neues - mallyrisch, mal rauer, dissonant,asymmetrisch, spannend al-lemal. Zuletzt gewann dasQuintett den Preis derDeutschen Schallplattenkri-tik.

    Samstag, 20. September,20 Uhr, geht es weiter mitdem franzsisch-deutschenEric Sva Quartett. Kelti-sche, andalusische und nah-stliche Folklore, Tango undPariser Musette stehen aufdem Programm, der Festi-valleiter gert ins Schwr-men: Seine Toolbox ist rie-sig, kosmopolitisch, melo-dienreich, atmosphrisch,polyvalent, imaginativ, groo-vig - behutsam bis draufgn-gerisch, basso bis soprani-

    no. Neben Eric Seva spielen:William Lecomte (Piano),Jens Loh (Bass) und AntoineFillon (Schlagzeug). Danachdrfen sich die Musikfreun-de auf eine lebende Legendefreuen, Rabih Abou-Khalil,den berhmten Oud-Spielerund Vermittler der Musikvon Okzident und Orient.Mit 21 Jahren verschlug esden Libanesen whrend desBrgerkriegs aus Beirutnach Mnchen. Mit drei Mu-sikwelten im Rcken - Ara-bien, Europa, USA - entwi-ckelte der Improvisations-knstler moderne Konzepte,sowohl folklore- als auch jaz-zaffin. Mit dabei sind Lucia-no Biondini aus Italien amAkkordeon und der US-Amerikaner Jarrod Cagwinam Schlagwerk.

    Am Sonntag, 20. Septem-ber, heit es um 11 Uhr imSaalbau Jazz for Kids abvier Jahren. Das Panama-Ensemble bringt das Lum-penkasperle von MichaelEnde auf die Bhne und er-zhlen die Geschichte DasBombardon. Um 18 Uhr be-schliet der Jazz Train, dieLandes-Schler-Bigband desSaarlandes mit Gsten dasFestival, Leitung: MatthiasErnst, Frank Hahnhauen.

    >> Tickets: www.ticket-regional.de/wndjazz; Tel. (06 51) 9 79 07 77

    12. September und 19. bis 21. September: St. Wendel, 24. Internationale Jazztage mit etlichen Stars der Szene

    Der Diwan steht parat

    Out-Legende Rabih Abou-Khalil spielt am Samstag.

    Aus Frankreich kommt dieFormation LHijzCar.

    Gabriele Mirabassi (Klari-nette) aus Italien.

    Von Thomas Reinhardt

  • 16 treff.region musik

    Die drei Musiker von Interpol waren dieses Jahr beim Rock-A-Field-Open Air in Luxemburg dabei. Foto: PIAS Cooperative

    Interpol sind zurck undwie! Schon ihr Auftritt beimdiesjhrigen Open Air Kon-zert Rock-A-Field warberragend.

    Aber zuerst ein Blick zu-rck ins Jahr 2010: Damalsstieg Bassist Carlos Dengleraus. Zwar gaben die NewYorker in der Folge zahlrei-che Konzerte, um ihr kurzzuvor erschienenes AlbumInterpol zu bewerben. Da-nach aber verordneten siesich eine Pause. In der gingjedes Mitglied Snger/Gi-tarrist Paul Banks, Schlag-zeuger Sam Fogarino und Gi-tarrist Alexander Kessler seines Weges.

    Im August 2012 wurde die

    Band langsam re-aktiviert, wie sichKessler erinnert:Paul und ich ha-ben uns wieder-getroffen, wasauch der ersteSchritt war, umzu sehen, ob wiretwas machen sollten. Wirhaben nur Musik gespielt,um zu sehen, ob dort etwasist. Da war tatschlich nochwas. Im Proberaum der be-freundeten Band Battlessetzten die beiden die erstenPuzzleteile zusammen, ausdenen sich das Comeback-Album El Pintor (Soft Li-mit/[PIAS] Cooperative/Rough Trade) entwickelte.

    Neu war, dass Denglerfehlte und Banks die Aufgabe

    bernahm, dieBassparts zu kom-ponieren und ein-zuspielen.

    El Pintor be-ginnt mit den b-lichen melancho-lischen Indierock-Klngen, die seit

    jeher Interpol ausmachen.Aber schon nach wenigenSekunden ist Schluss damitund der frhere Post-Punk-Einfluss kommt wieder zumVorschein. Banks, Kesslerund Fogarino, der erst spt indie Albumproduktion ein-stieg, strotzen vor Energie.Das ist das groe Plus diesesAlbums. Das andere ist, dasssie unberechenbarer gewor-den sind: sie experimentie-ren mit verschiedenen Tem-

    pi und Stimmungen. Dasgroovige, kurzzeitig insElektronische abdriftendeMy Desire mit seinen filig-ranen Gitarren und seinemleichtfigen Schlagzeug-und Bassspiel ist ein Beispielhierfr. Weitere wren dastreibende Ancient Ways,das tanzbare Same TownNew Story und das aufge-whlte Breaker 1. TidalWave greift erneut denPost-Punk auf und verbindetihn mit 80er-Jahre-Wave.Abgerundet wird es mitmehrstimmigem Gesangund viel Keyboard. Twice AsHard ist der Abschluss die-ses beeindruckenden Al-bums, mit dem Interpol zei-gen, dass mit ihnen noch zurechnen ist.

    El Pintor von Interpol Nach dem Ausstieg des Bassisten verffentlicht die Band ein starkes Album

    Da war doch noch was Von Kai Florian Becker

    Welche Art von Musik htteIgor Strawinsky wohl ge-schrieben, wre er seinerzeitein Pendler zwi-schen Orientund Okzidentgewesen? DieStraburgerGruppeLHijzCar hatauf ihrer gleich-namigen Debt-CD (Buda) denVersuch einer Antwort aufdie Frage geliefert. Wie in ih-rem Stck Igor Noir Bass-klarinette und Kontrabassmit messerscharfen, abge-hackten Staccati die Stra-

    winsky-typischen ruppigenStreicher-Attacken simulie-ren, whrend die Kurzhals-laute Oud mit verspielten Li-nien orientalischen Duft

    verstrmt, istebenso eindrck-lich wie einzigar-tig. LHijzCar, dieam Freitag, 19.September bei denSt. Wendeler Jazz-tagen zu Gast sind(siehe S. 2), neh-men ihre Hrer

    mit auf eine wilde musikali-sche Reise durch die Lnderdes Mittelmeers. Mit erfri-schender Respektlosigkeitmischen die fnf Stile,Rhythmen und Klangfarben

    zusammen und lassen so einmusikalisches Gemlde vonarchaisch-rauer Schnheitentstehen. Eine Entdeckung.

    Ein Altmeister des Cross-over dagegen istRabih Abou-Kha-lil. In St. Wendelwird der im Liba-non geboreneOud-Virtuose imTrio auf der Bh-ne stehen, seinaktuelles AlbumHungry people(WorldVillage/HarmoniaMundi) hat er im Quintettaufgenommen mit GavinoMurgia (Sopransaxofon),Luciano Biondini (Akkorde-on), Jarrod Cagwin (Schlag-

    zeug) und dem groartigenMichel Godard, der m