Topische Anwendung von Capsaicin in der Dermatologie zur Therapie von Juckreiz und Schmerz

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    10-Jul-2016

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<ul><li><p>Der Hautarzt 32000164</p><p>Zusammenfassung</p><p>Hintergrund und Fragestellung. Juckreiz ist ei-ne schwer therapierbare Begleiterscheinungzahlreicher Dermatosen und innerer Erkran-kungen. In den letzten Jahren wurde Capsai-cin, ein Alkaloid aus der Paprikapflanze, alsalternative Behandlungsmglichkeit emp-fohlen. Capsaicin blockiert bei topischer Ap-plikation nach einer initialen Phase der neu-rogenen Entzndung unmyelinisierte, poly-modale C- und Ad- Nervenfasern und unter-drckt dadurch selektiv Juckreiz undSchmerz.Patienten/Methodik. Es wurden 40 Patientenmit verschiedenen juckenden und schmerz-haften Erkrankungen mit Capsaicin behan-delt. Im Folgenden wird ber Mglichkeiten,Nebenwirkungen und Grenzen der Capsai-cintherapie berichtet.Ergebnisse. Die topische Capsaicintherapiefhrte in smtlichen Fllen zum vollstndi-gen Sistieren des Juckreizes.Schlussfolgerungen.Neben seiner ausgezeich-neten symptomatischen antipruritischenund analgetischen Wirkung greift Capsaicinin pathophysiologische Mechanismen be-stimmter Dermatosen, v. a. der Prurigo nodu-laris und Psoriasis ein und untersttzt ihreAbheilung.</p><p>Schlsselwrter</p><p>Capsaicin Juckreiz Schmerz PolymodaleNervenfasern Neuropeptide Substanz P</p><p>Juckreiz ist eine schwer therapierbareBegleiterscheinung zahlreicher Derma-tosen und innerer Erkrankungen.Wenn eine kausale Behandlung nichtmglich ist, gewinnt die symptomati-sche Therapie an Bedeutung. Obgleichder histaminabhngige Juckreiz leichtzu beeinflussen ist, stellen alle anderenJuckreizformen ein therapeutischesProblem dar. Zahlreiche Therapiemg-lichkeiten wie khlende Agenzien,harnstoffhaltige Prparate, topischeAnsthetika oder UV-Bestrahlungenerweisen sich hufig als unwirksam [4,26, 41].</p><p>In den letzten Jahren wurde Capsai-cin vereinzelt in der Dermatologie alsAntipruritikum,aber auch zur topischenanalgetischen Therapie erfolgreich ein-gesetzt [6, 7, 8, 9, 20, 29, 33, 39, 59, 67, 69].Capsaicin (trans-8-methyl-N-vanillyl-6-nonenamid) ist ein Alkaloid, das nebenanderen Capsaicinoiden in der Paprika-frucht gebildet wird [18] und erstmalsim 19. Jahrhundert von Thresh isoliertwurde (Abb. 1;.[48, 53, 61]). Die Paprika-pflanze (lat.: Capsicum annuum) produ-ziert zunchst giftige Alkaloidgemische,um sie whrend der Fruchtreife zu un-giftigen Metaboliten umzuwandeln, dieden charakteristischen Geschmack derPaprika hervorrufen. Schoten mit einerhohen Konzentrationen an Capsaicinoi-den werden getrocknet und gemahlenals Gewrze, wie z. B. Cayenne- und Chi-lipfeffer verwandt [53]. Bei Genuss cap-saicinreicher Gewrze tritt schnell ein</p><p>Brennen und Wrmegefhl an derSchleimhaut auf (griech.: Kapso = bei-en; [13, 48, 57]).</p><p>Capsaicin wirkt in der Haut selek-tiv auf peptiderge, markarme Ad-Ner-venfasern und eine Subpopulation un-myelinisierter, polymodaler C-Nerven-fasern, die fr dumpfen Schmerz undJuckreiz sensibel sind. Die Perzeptionvon Klte und mechanischen Empfin-dungen bleibt dagegen unbeeinflusst[14, 31, 32, 60]. In den letzten Jahrenkonnte mittels eines ultrapotenten Cap-saicinanalogums, dem Diterpen Resini-feratoxin (RTX) sowie der kompetitivenCapsaicinantagonisten Capsazepin undRuthenium Red ein capsaicinspezifi-scher Rezeptor isoliert werden [27, 68].Es fanden sich dabei 2 verschiedene Re-zeptorsubtypen, ein 58-kD-Vanilloidre-zeptor (VN1) und ein 42-kD-Vanilloid-rezeptor (VN2), die mit hnlicher Wirk-samkeit unterschiedlich in den sensori-schen Ganglien, peripheren Nerven,dem Rckenmark und in verschiedenenRegionen im Zentralnervensystem ex-primiert werden [3, 12, 14,27, 34, 37, 38,49,55, 58, 68]. Trotz der Expression von cap-saicinsensiblen Rezeptoren konnten bis-</p><p>OriginalienHautarzt2000 51:164 172 Springer-Verlag 2000</p><p>Sonja Reimann Thomas Luger Dieter MetzeUniversitts-Hautklinik der Westflischen Wilhelms-Universitt Mnster</p><p>Topische Anwendung von Capsaicin in der Dermatologiezur Therapie von Juckreiz und Schmerz</p><p>Dr. S. ReimannUniversitts-Hautklinik,von-Esmarch-Strae 56,48149 Mnster,E-Mail: reimaso@uni-muenster.de</p></li><li><p>her keine endogenen Capsaicinoidenachgewiesen werden.</p><p>Topisch angewandt, diffundiertCapsaicin schnell zu den Vanilloidrezep-toren, die auf der Oberflche der freienNervenendigungen lokalisiert sind, undffnet selektiv kalziumspezifische Io-nenkanle. Der nachfolgende intrazellu-lre Ca2+-Anstieg fhrt neben einer De-polarisation der Nervenfaser zu einerExozytose intrazellulrer sekretorischerVesikel, die Neuropeptide enthalten [12,14, 15, 22, 23, 30, 71]. Dabei werden vor-wiegend Substanz P (SP),vasoaktives in-testinales Peptid (VIP),Calcitonin-gene-related-Peptid (CGRP) und Neurokini-n A (NKA) freigesetzt und nach Abdif-fusion enzymatisch gespalten [45, 54].Des Weiteren hemmt Capsaicin ber ei-ne Unterdrckung des nerve growthfactor (NGF) den axonalen Transportsneu gebildeter Neurotransmitter vonSpinalganglionnhe zur Peripherie hin,was die Wiederauffllung der Depotsverzgert [22, 23, 47].</p><p>Die depletierten Neurotransmitter,insbesondere Substanz P, setzen Hist-amin aus den dermalen Mastzellen frei,besitzen aber auch zahlreiche histamin-unabhngige Wirkungen [5, 10, 17, 23, 28,32, 45, 51, 54, 66]. In der initialen Phaseder topischen Anwendung von Capsai-cin kommt es durch Vasodilatation zueiner Rtung, gesteigerten Wrmeemp-findung oder Brennen der Haut, v. a.aber verstrken sich Schmerz- und Juck-reizempfindungen. Diese sog. neuroge-ne Entzndung (causalgia) setzt1020 min nach topischer Capsaicinan-wendung ein und hlt fr 3060 min an[32, 56, 66]. Bei kontinuierlicher Capsai-cinanwendung ist nach 2472 h keineneurogene Entzndung mehr auslsbar[5, 64, 66, 71]. Die vollstndige Depletionder Neurotransmitter verursacht eineUnterbrechung der Schmerz- und Juck-reizempfindungen. Wird die Capsaicin-zufuhr unterbrochen, fllen sich dieNeurotransmitterdepots innerhalb von1018 Tagen wieder auf [39]. Dabei sinddie Nervenfasern gegenber nozizepti-ven und pruritogenen Stimuli zunchstnoch refraktr, spter werden aber wie-der alle sensorischen Reize wahrgenom-men [5, 34].</p><p>Aufgrund seiner spezifischen Wir-kung auf periphere Nervenendigungenfindet topisch appliziertes CapsaicinVerwendung als Analgetikum bei Er-krankungen aus dem rheumatischen</p><p>Der Hautarzt 32000 165</p><p>S. Reimann T. Luger D. Metze</p><p>Topical capsaicin for the treatment ofitch and pain in dermatological patients</p><p>Abstract</p><p>Background and Objectives. Treatment of pru-ritus as observed in many dermatologicaland internal diseases may be very often dis-appointing.There are many reports describ-ing the topical use of capsaicin, the pungentagent in red pepper. Long term administra-tion of capsaicin depletes neuropeptides inunmyelinated, polymodal C-type and smallmyelinated Ad-type cutaneous nerves thatconduct pruritus and pain.Patients/Methods. The aim of this study wasto evaluate the efficacy, safety and practica-bility of capsaicin in the treatment of pruri-tus and pain of different origin in a total of40 patients.Results. Capsaicin suppressed completelyitch in all patients.Conclusions. In addition to its excellent anti-pruritic and analgetic effect, capsaicin sig-nificantly contributed to healing of somedermatoses, such as prurigo nodularis andpsoriasis.</p><p>Keywords</p><p>Capsaicin Itch Pain Polymodal nerve fi-bres Neuropeptides Substance P</p><p>Formenkreis oder bei neuropathischenund anderen neurologischen Schmerz-formen [13, 21, 49, 69], wird aber auchzur Therapie bei der hyperreflektori-schen, vasomotorischen Rhinopathieeingesetzt [16, 49, 50, 53, 70]. Da Sub-stanz P an der Freisetzung von Histaminaus dermalen Mastzellen beteiligt ist,sprechen bestimmte Formen der Urti-karia auf eine Capsaicinbehandlung an[17, 28, 54, 62]. Des Weiteren liegen in derLiteratur Einzelberichte ber die Mg-lichkeit einer Juckreiztherapie mit Cap-saicin vor [6, 7, 8, 9, 20, 29, 33, 39, 59, 67,69].</p><p>Ziel dieser Studie war es, in einemumfassenden, dermatologischen Kollek-tiv die Wirksamkeit und Sicherheit voncapsaicinhaltigen Externa in der Thera-pie von Juckreiz und Schmerz zu ber-prfen.Darber hinaus wurde der In-vi-vo-Wirkmechanismus von Capsaicinimmunfluoreszenzoptisch mittels kon-fokaler Laserscanmikroskopie studiert.Elektronenmikroskopische Untersu-chungen von Hautbiopsien dienten zumAusschluss von Nervenschdigungenwhrend der Langzeitanwendung vonCapsaicin.</p><p>Patienten und Methodik</p><p>Patienten</p><p>Im Rahmen der klinischen Prfungwurden insgesamt 40 Patienten mit cap-saicinhaltigen Externa behandelt (Ta-belle 1). Therapieindikationen warenJuckreiz im Rahmen von entzndlichenDermatosen (Prurigo nodularis unter-schiedlichen Schweregrades bei Diabe-tes mellitus, n=3; bei atopischer Derma-titis, Xerosis cutis, postskabis, bei psy-chischer Genese, Polycythaemia vera, jen=1; sowie unklarer Ursache, n=13; Li-</p><p>Abb. 1 m Capsaicin, chemische Formel (aus: [49])</p><p>Hautarzt2000 51:164 172 Springer-Verlag 2000</p></li><li><p>Originalien</p><p>Der Hautarzt 32000166</p><p>chen simplex bei atopischer Dermatitis,n=3; Psoriasis vulgaris, n=2; nummul-res Ekzem, n=2; Exsikkationsekzem,n=1; einer Mycosis fungoides, n=1) so-wie Juckreiz auf nichtentzndlicherHaut (HES-induzierter Pruritus, n=3; M.Hodgkin, n=1; aquagener Pruritus beiPolycythaemia vera,n=1).Alle Patientenmit Prurigo nodularis waren erfolglosvorbehandelt worden. Dabei kamen teilskombiniert sedierende und nicht sedie-rende Antihistaminika (n=13), topischeSteroide unterschiedlicher Potenz(n=15), teerhaltige Prparate (n=8), to-pische Ansthetika (n=1), Lindan (n=1),intralsional injiziertes Steroid (n=2),aber auch UV-Bestrahlung (n=7) undsystemisch Cyclosporin A (n=1) oderHydroxychloroquin (n=1) zur Anwen-dung.Bei 2 Patienten mit Lichen simplexerfolgte eine Vorbehandlung der akut-ekzematsen Komponente der atopi-schen Dermatitis mit externen Steroi-den (67 Tage), bei einem dritten mitUVA1-Therapie (3 Wochen). Der Capsai-cinbehandlung der nummulren Ekze-me ging eine Therapie mit steroidhalti-gen Externa (2 Wochen) bzw.Teerprpa-raten (3 Wochen) voraus. Eine Therapieder Mycosis fungoides mit Interferon-al-pha in einer Dosierung von 3 3 106</p><p>IE/Woche hatte auf den Juckreiz keinenEinfluss.Ebenso wenig zeigten sedieren-de und nicht sedierende Antihistamini-</p><p>ka eine Wirkung auf den Juckreiz beinichtentzndlicher Haut. Die Wirksam-keit von Capsaicin bei Schmerzen bzw.Parsthesien wurde anhand von Notal-gia paraesthetica (n=2), Leiomyomen(n=1) sowie herpetischer Neuralgie(n=2) geprft.</p><p>Durchfhrung der Capsaicintherapie</p><p>Als Extrakt ist Capsaicin in Form einer1%igen alkoholischen Lsung (Rp. Ex-tractum Capsici 1%) gut in unterschied-liche Grundlagen einzubringen und so-mit einfach anzuwenden. Im Gegensatzzu dem reinen, als weies Pulver vorlie-genden Capsaicin ist die Lsung zudemsehr kostengnstig. Zur Anwendung ka-men verschiedene Creme- bzw. Salben-gundlagen wie Unguentum leniens, Un-guentum Cordes, Neribas Creme undandere, individuell auf den Hautzustandabgestimmte topische Zubereitungen.Die fertig gestellten Prparate zeigten ei-nen orangenen Farbton.</p><p>Zunchst wurde mit der niedrigstenKonzentration von 0,025% (z. B. Extrac-tum Capsici 1% 2,5 g in Unguentum leni-ens ad 100,0 g) begonnen und je nachVertrglichkeit und Abklingen der in-itialen neurogenen Entzndungssym-ptome alle 35 Tage um 0,025% gestei-gert. Die hchste Endkonzentration warin der Regel 0,1%. Nur in 5 Fllen kamen</p><p>Konzentrationen zwischen 0,2% und0,5% zur Anwendung (s. Tabelle 1). Diecapsaicinhaltigen Externa wurden 4- bis6-mal tglich appliziert. Zehn Patientenmit Prurigo nodularis erhielten Capsai-cin an den ersten 3 Behandlungstagen 1-bis 2-mal Mal tglich unter Okklusion.Erosive Hautareale wurden bis zur Re-epithelialisierung mit einer Polyvidon-jodlsung und in 4 Fllen okklusiv mitSteroiden vorbehandelt.Wegen einer zuerwartenden starken Reizung waren dasGesicht, die Schleimhute und der Geni-talbereich von der Behandlung ausge-spart.</p><p>Zur Validierung des Therapieer-folgs kam Capsaicin ausschlielich alsMonotherapeutikum zur Anwendung;andere antipruritische systemische undtopische Vortherapien wurden abge-setzt. In 8 Fllen einer schweren Prurigonodularis wurde eine additive Medika-tion mit sedierenden Antihistaminikabis zum Einsetzen des vollen antipruri-tischen Effektes fr maximal 10 Tageweitergefhrt. Die spezifische Behand-lung der Mycosis fungoides mit Interfe-ron-alpha bzw. der Polycythaemia veramit Hydroxycarbamid wurde fortge-setzt. Die Capsaicintherapie wurde beismtlichen Patienten stationr eingelei-tet, um die fachgerechte Anwendung,das Auftreten von Nebenwirkungen unddas therapeutische Ansprechen zu kon-</p><p>Tabelle 1Topische Capsaicintherapie</p><p>Indikation Dauer der Symptomatik Patienten Konzentration Dauer der vor Therapiebeginn (Anzahl, Geschlecht, Alter) (minimal und Capsaicinanwendung</p><p>maximal) </p><p>Pruritus auf entzndlicher HautPrurigo nodularis 5 Monate bis 42 Jahre 21 (6 m, 15 w); 2385 Jahre 0,0250,3% 2 Wochen bis 33 MonatenLichen simplex 2 Woche bis 5 Jahre 3 (1 m, 2 w); 2326 Jahre 0,0250,1% 48 Wochen Psoriasis 8 Monate 2 (w); 50 Jahre, 53 Jahre 0,0250,1% 4 Wochen, 10 MonateNummulres Ekzem 10 Monate, 17 Monate 2 (1 m, 1 w); 20 Jahre, 66 J 0,050,1% 4 Wochen, 9 MonateExsikkationsekzem 5 Monate 1 (w); 73 Jahre 0,075% 2 MonateMycosis fungoides 3 Monate 1 (m); 60 Jahre 0,3% 4 Wochen</p><p>Pruritus auf nichtentzndlicher HautHES-induziert 4 Wochen bis 21 Monate 3 (1 m, 2 w); 2167 Jahre 0,0250,5% 5 Wochen bis 6 MonateMorbus Hodgkin 28 Monate 1 (w); 60 Jahre 0,05% 2 MonateAquagener Pruritus 4 Jahre 1 (m); 75 Jahre 0,025% 3 Wochen</p><p>Parsthesien, SchmerzenNotalgia paraesthetica 2 Jahre, 10 Jahre 2 (w); 31 Jahre, 46 Jahre 0,0250,5% 2 MonateLeiomyome 41 Jahre 1 (m); 58 Jahre 0,1% 2 MonateHerpetische Neuralgien 7 Tage, 9 Tage 2 (w); 36 Jahre, 54 Jahre 0,0250,05% 1 Woche, 4 Wochen</p></li><li><p>Der Hautarzt 32000 167</p><p>trollieren. Der Behandlungserfolg wur-de anhand der Besserung der subjekti-ven Symptome bzw. des Hautzustandsbewertet. Die Dauer der Therapie rich-tete sich nach dem therapeutischem An-sprechen und dem Auftreten von Ne-benwirkungen.</p><p>Entnahme von Biopsien</p><p>Bei 7 Patienten mit Prurigo nodulariswurden vor und whrend der Capsaicin-therapie (am 15. Tag, n=1; am 24. Tag,n=2; im 3. Monat, n=2; im 8. Monat, n=1;im 33. Monat, n=1), bei 2 Patienten aucheinen Monat nach Absetzen einer 2- bzw.10-monatigen Behandlung Stanzbiopsi-en entnommen. Die Biopsien wurden in4% Glutaraldehyd fixiert, mit Osmium-tetroxid nachfixiert, in Epon eingebet-tet, ultradnn geschnitten und nachUranylacetat und Bleicitratkontrastie-rung elektronenmikroskopisch unter-sucht (Philips EM10). Zustzlich wurdevon einem Patienten vor und am 24. Tagder Capsaicintherapie eine Biopsie auseiner Prurigo nodularis entnommen,mit 15% Pikrinsure fixiert und in flssi-gem Stickstoff tiefgefroren. Kryoschnit-te wurden mit einem Antikrper gegenSubstanz P (Firma Sera-Lab, Verdn-nung 1:200) und anschlieend einem se-kundren FITC-konjugierten Antikr-per (Firma Dako, Verdnnung 1:30) im-munfluoreszenzoptisch markiert undmit einem konfokalen Laserscanmikro-skop (Leitz, Heidelberg) untersucht.</p><p>Klinische Ergebnisse</p><p>Die topische Capsaicintherapie fhrte insmtlichen 35 Fllen eines Juckreizes aufentzndlicher und nichtentzndlicher</p><p>Haut zu einem vollstndigen Sistierender Symptomatik. Der anti...</p></li></ul>

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