Trialog 02.2016 Wenns in der Beziehung hapert

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Text of Trialog 02.2016 Wenns in der Beziehung hapert

  • hei lsarmee.ch

    von Mensch zu Mensch zu Gott zu Mensch 6 | 2015

    Mitten im Sturm einer Beziehungskrise findet Jessica zum Glauben an Gott. Da-durch erfhrt sie eine riesige, befreiende Kraft. Sie kann neu anfangen, ihr Leben wieder aufbauen und vergeben: Wenn man nicht bitter werden will, muss man schon sich selbst zuliebe mit Vergange-nem abschliessen und vergeben. (Seite 5).

    Beziehungen knnen beglcken, ermu-tigen und beflgeln. Sie knnen aber auch belasten, schmerzen und zerstren. So geht es in Beziehungen immer wie-der darum, einander zu vergeben. Jesus Christus hat den Weg freigemacht fr Vergebung, die zur Vershnung fhrt Vershnung mit sich selbst und der ei-genen Geschichte, Vershnung mit den

    3berraschungen aus dem Koffer

    10Das Sunnemtteli entlastet Eltern

    Wenns in der Beziehung hapert

    In Beziehungen gilt es Sorge zu tragen, Frieden zu suchen und manchmal loszulassen.

    Mitmenschen und Vershnung mit Gott: Vershnung als Bahnbrecher, der den Weg in eine neue Freiheit ebnet. Men-schen, die in einer Beziehung gescheitert sind, knnen Schmerzvolles hinter sich lassen und zu neuem Lebensglck finden (Seite 6 und 7).

    Auch in der Arbeit der Heilsarmee luft alles ber Beziehungen. Dort wo die Heilsarmee hilft, will sie den Hilfesu-chenden auf Augenhhe begegnen, statt Beziehungsabhngigkeiten zu schaffen. Dahinter steht die berzeugung, dass jeder Mensch sogar wenn er mal schei-tert seine Wrde behalten soll.

    Magazin fr ein Leben voll Hoffnung 1/2 2006 121. Jahrgang

    Gesellschaft

    9Die KulturLegi machtW mglich

    Mal anders

    Am Werk

    Von Mensch zu Mensch zu Gott zu Mensch 2 | 2016

    heilsarmee.ch

  • DIALOG

    2

    ImpressumGrnder: William Booth General: Andr Cox Leiter fr die Schweiz, sterreich, Ungarn: Kommissr Massimo Paone

    Leiter Marketing:Philipp SteinerRedaktionsleiterin:Florina GermanHeilsarmee Hauptquartier, Postfach, Laupenstrasse 5, 3001 BernTelefon: 031 388 05 91, Fax 031 382 05 91, redaktion@heilsarmee.chheilsarmee.ch

    Redaktionsteam TRIALOG:Elsbeth Cachelin, Redaktorin, (elsbeth_cachelin@heilsarmee.ch), Thomas Martin, Regula Trummer (Gast)

    Layout: HQ, BernDruck: Ast & Fischer AG, WabernAuflage: 12'000

    Jahresabonnement TRIALOG (erscheint siebenmal jhrlich)Preis: Franken 24. / 44.* / 49.***Ausland / **Luftpost

    Bildnachweis:S. 1: garryknight, Flickr.com/KulturLegi/ZVG; S. 2, 3, 4: ZVG; S. 5: Lorenz Spring; S. 6: AstridWest-vang, Flickr.com/ZVG; S. 7: Joshua Zakary, Flickr. com/ZVG; S. 9: KulturLegi; S. 10: ZVG; S. 11: Paul Mori/Heilsarmee Mission; S. 12:Jone Vasaitis, Flickr.com

    Umfrage Seite 2: Dora Rufener

    Editorial: Elsbeth Cachelin, Redaktorin

    Verschnaufen und Kraft schpfen

    Liebe Leserin, lieber Leser

    In der Bibel, Jesaja 66,13, verspricht Gott, uns so zu trsten, wie eine Mutter trstet. Dieses Versprechen mchte ich ber diese

    TRIALOG-Ausgabe stellen, die von Beziehungen handelt. Dabei geht es wie knnte es anders sein auch um Beziehungen, die belasten und schmerzen. Eine betroffene Frau und ein betroffener Mann kommen zu Wort (Seite 5 und 6). Und sie besttigen, wie Gott sie getrstet hat. Dieser Trost gab ihnen einerseits Geborgenheit fr ihre verletzten Seelen, aber auch Elan, um einen neuen Weg einzuschlagen. Vielleicht stehen Sie selbst in einer schmerzenden und belastenden Beziehung: Gott bietet Ihnen seinen Trost und damit die Kraft an, die Probleme anzugehen! Ebenfalls ums Kraftschpfen geht es auf Seite 10: Das Sunnemtteli der Heilsarmee nimmt behinderte Kinder vorbergehend auf, um deren Eltern zu entlasten. Paul Mori besuchte das Sunnemtteli fr den TRI-ALOG. Er gibt Einblick in diese Kraft-Oase, erzhlt aber auch von einer Begegnung ohne Worte. Die KulturLegi, ein Angebot der Caritas, verschafft Menschen in engen finanziellen Verhltnissen den Zugang zu Kultur, Sport und Bildung. Auch hier geht es letztlich darum, die Menschen zu strken, und zwar in ihrem Selbstvertrauen und ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (Seite 9).

    Es bleibt mir, Ihnen eine gute Lektre zu wnschen!

    Gott prfte mich auf Herz und Nieren. Resultat: er-schreckend und hoffnungs-los. Doch Gott erbarmte sich ber mir. Er befreite mich von Alkohol- und Haschischsucht, verbannte meine Suizidgedanken und heilte mich an Leib, Seele und Geist. Er vergab mir meine Snden und den Ungehorsam. Gott gehrt alle Ehre!

    Jakob Wampfler

    Mein Herz als Antriebs- und Motivationsbasis, die Nieren als Klranlage, berprfe ich beidesregelmssig? Was treibtmich an, woher bezieheich Begeisterung und En-ergie? Bade ich meineGedanken und Gefhle insauberem Wasser mit auf-bauenden Zustzen odereher in einem Gifttmpel?

    Susanne Caradonna

    Dass Gott Menschen auf Herz und Nieren prft, finde ich befreiend. Ich muss mein Recht nicht ein-fordern, nein, Gott kmpft fr mich! Das habe ich selbst schon erlebt: Als ich mal auf perfide Weise ffentlich angegriffen wurde, erwies sich Gott als sichere Zuflucht. Er ver-half mir zu meinem Recht.

    Florian Wthrich

    Auf Herz und Nieren prfen In der Alltagssprache gibt es Redewendungen und Ausdr-cke, die aus der Bibel stammen. Wir stellen sie Ihnen vor:

    Fr die Bibelschreiber ist das Herz das Zentralorgan des leiblichen Lebens. Die Nieren sind Sitz und Zentrum des Lebens, stehen fr das Innere des Men-schen. Wenn also Gott Herz und Nieren prft, Jeremia 20,12, dann geht es um die innersten Beweggrnde fr unser Reden und Handeln. Gott, dem Schpfer allen Lebens, kann ich nichts vormachen; er kennt mich durch und durch (Psalm 139). Das gilt sowohl fr das Gute und Gelungene wie auch fr das Missratene und Schlechte. Trotzdem liebt Gott mich unendlich durch Jesus Christus, meinen Erlser. Dieses Wissen macht mich frei, mein ganzes Leben Gott und seiner Fh-rung anzuvertrauen.

    Bruno FreiHeilsarmeeoffizier im Ruhestand

    2|2016

  • HEILSARMEE MAL ANDERS

    3

    Als Leiterin des Quartiertreffs Eidmatt-egge Zrich bin ich im Kontakt mit vielen kreativ ttigen Frauen, die ihre Produkte auch mal an Koffer- und an-deren Mrkten verkaufen. So kam der Gedanke auf: Warum nicht einen Kof-fermarkt im Quartiertreff organisieren?

    bers Internet informierte ich mich, wie man einen solchen Anlass aufzieht und bekanntmacht. Schon bald kamen die ersten Anmeldungen und am Schluss waren es 28 Verkufer und Verkufe-rinnen, die sich an unserem ersten Kof-fermarkt beteiligen wollten. Im Herbst 2015 war es dann soweit, ein koffer-mssig dekorierter Saal wartete auf die Ausstellenden. Deren Eintreffen brachte emsige Bahnhofstimmung: Koffer h-ben und drben, die nun auf den Tischen platziert und geffnet wurden und die wunderschn arrangierten Inhalte zum Vorschein brachten.

    Alte und neue GesichterDann strmten die Besucherinnen und Besucher herbei: Zum einen regelms-sige Quartiertreffleute, die den Mittags-

    Kreativitt aus dem KofferHeidi Studer*

    Vielseitig, berraschend und kreativ das Angebot am Koffermarkt im Heilsarmee Eidmattegge lockt handwerklich Interessierte und Sammlerinnen an. Die Organisatorin berichtet.

    tisch, das Turnen oder die Bibelstunden besuchen. Zum anderen Interessierte, die noch nie einen Fuss in die Heilsarmee gesetzt hatten. Die Cafeteria mit Kuchen und Getrnken fand ebenfalls grosses Interesse und so entstanden neben dem Fachsimpeln ber die Kofferinhalte auch Gesprche ber die Heilsarmee und de-ren Arbeit.

    Sich kennenlernenSchn war auch zu beobachten, wie sich die Verkuferinnen untereinander ken-nenlernten und Gesprche fhrten. Ei-nige sagten mir, dass sie es noch nie so gut untereinander gehabt htten.Eine farbige Vielfalt an schnen hand-gefertigten Sachen stand zum Verkauf: Genhtes, Getpfertes, Gestricktes, Kleinigkeiten aus Fimo, Leckereien, Schmuck, Schreibkarten, Kinderkleider und viele weitere Schtze.

    Tausendfach lohnendUnser Organisationsaufwand Mails verschicken, vorbereiten und aufru-men hat sich tausendfach gelohnt und uns mit vielen guten Begegnungen und

    *Heidi Studer leitetden Quartiertreff Eidmattegge

    Es entstehen wertvolle Kontakte am Koffermarkt.

    Genht, getpfert, gestrickt.

    Gesprchen, glcklichen Gesichtern und einem super Ambiente entschdigt. Es gab Verkuferinnen, die sehr viel verkauft haben und andere wenig oder auch gar nichts. Was mich aber gefreut hat ist, dass auch diese ganz glcklich nach Hause gingen und sogar sagten: Es macht gar nichts, es war so einmalig schn bei euch und deshalb trotzdem ein gelungener Tag!

    Auftrag der Heilsarmee?In Heilsarmee-Rumen einen Markt or-ganisieren? Ist das unsere Aufgabe? Fr mich gibt es da ein klares Ja: Wir kamen mit vielen Leuten in Kontakt, welche die Heilsarmee bisher nicht kannten. Wir ha-ben sie mit Freundlichkeit und Interesse aufgenommen. Sie haben gesprt, dass sie uns wertvoll sind, und vielleicht auch etwas von Gottes Gegenwart erahnt. Das Fundament fr weitere Begegnungen mit diesen Menschen ist gelegt! Der Termin fr den Koffermarkt 2016 steht fest. Das ermglicht uns hoffentlich, die Erstkon-takte weiterzufhren und neue Koffer-markt-Begeisterte zu finden. Wir freuen uns!

    2|2016

  • PEOPLE

    4

    Herausgepickt. TRIALOG stellt Ihnen vor:

    Rita Balmer hat mit einmaliger

    Klientel zu tun

    Seit ich als Volunteer fr Operation Rescue nach thiopien gegangen bin, habe ich dort mein Herz verloren und dafr eine Familie gewonnen. Familie heisst immer auch Generationen und mir ist wichtig geworden, dass wir Zeit freinander nehmen, Brcken bauen, Respekt vor den verschiedenen Altern haben. Dies gilt auch fr meine Aufgabe am Heilsarmee Haupt-quartier: Wir untersttzen die lokalen Heilsarmeegemeinden in der Kinder- und Jugendarbeit. Zudem helfe ich in der Praxisausbildung von Lernenden mit.

    Es ist fr mich ein Vorrecht, in meiner jetzigen Aufgabe Gott und den Mit-menschen zu dienen: Seit 2014 schtze ich als Bereichsleite