Über die Glykämische Reaktion des Kaninchens Nach Intravenöser Injektion Verschiedener Hexosen

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    13-Aug-2016

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<ul><li><p>~oo g /z 100 0e~ </p><p>73o </p><p>/fo </p><p>/#o </p><p>7~o </p><p>12o </p><p>~o0 </p><p>~o </p><p>gO </p><p>70 </p><p>80 </p><p>~o </p><p>30 </p><p>Io </p><p>o </p><p>KL INtSCHE WOCHENSCHRIFT . 15 . JAHRGANG. Nr. 44 ~6o7 fluBzeit unter den gew~htten Bedingungen, die ftir Wasser 154 Sekunden betrug, stieg bei einzelnen PrXparaten bis auf 265 Sekunden. Am geringsten beeinflugte die Viscosit~t der Extrakt aus Liquibarin, der dieselbe Ausfluggeschwindigkeit wie reines Wasser zeigte und in geringem Abstand der aus Bariumrapid, Lactobaryt und Neobar. </p><p>3 I. OKTOBER I936 </p><p>Abb. I. Gramme BaSQ und Zusatzstoffe in IOO ccm noch gut flfisslger Suspeusionen. </p><p>Die Geschwindigleei~ der Sedimen~a~io~ wird mehr oder weniger stark ill allen F~Ilen abgebremst. Die geringste Sedimentation zeigen R6ntyum, Liquibarin und Neobar, w~hrend Lactobaryt, Roebaryt und besonders Citobaryum eine solche Sedimentmenge unter den gew~hlten Bedingungen absetzen lassen, die schon fast an die des reinen Bariumsulfats </p><p>heranreicht. Dabei ist zu beachten, dab sich reines Barium~ sulfat mit einer scharfen Grenzfl~che yore Wasser abscheidet, so dab die fiberstehende L6sung vollkommen klar ist, w~hrend bei den Spezialpr~paratert die Grenzschicht difius verschwimm t und die fiberstehende LSsung voll Bariumsulfatteilchen meist auBerordentlich stark getriibt ist. </p><p>St~rkerer Sehaum, der sich auch noch nach 6o. Minuten stabil erh~lt, finder sich nut bei 3 Pr~paraten. Die dabei:iff der Suspension selbst auftretenden Luftblasen konnten ~i# bei diesen Praparaten in den R6ntgenbildern deutlich wahr- nehmen, was sich mit dell Angaben ADAHS (1. C.) deckt. Die objektive Prfifnng der Haftffi.higkeit, f~r die wegen der wechselnden Milienbedingungen sich schwer reproduzierbare physikalisch-chemische Methoden finden lassen, ebenso wie die Beurteilung der eventuellen Reizwirkung auf die Sekretioi1 der Magen- oder Darmdrtisen wollen wir den zustgndigen R6ntgenologen iiberlassen. </p><p>Zusammenfassung: Es wird ein neues Prinzip kurz mit- geteilt, welches ffir die Herstellung eines RSntgenkontrast- mittels Ifir die Darstellung der Schleimhaut des Digestions- traktes Verwendung land, Dieses I~ontrastmittel - - Liqui- barin -- wird an Hand der beschriebenen Untersuchungs- methodik mit einigen Handelspr~paraten verglichen und seine Brauchbarkeit vom physikalisch-chemischen Standpunkt aus diskutiert, Es wird die besondere Bedeutung der Absorptions- kraft vor dem RSntgenschirm hervorgehoben, die der Menge an Bariumsulfat proportional ist, welche in eine w~sserige, leichtbewegliche Suspension maximal eingebracht werden kann. Diese Menge schwankt bei den einzelnen Produktem zwischen dem W'ert yon 4 ~ g in IOO ccm, der auch mit reinem Bariumsulfat erzielbar ist und der fast 5 real so groBen Menge von 193,4 g in lOO ccm, die nut dutch Aufschwemmung des Liquibarin erreicht wird, \~Teiter wurden die Zusatzstoffe ir~ bezug anf ihre Quantit~{, ihre chemisehe und physikalische Natur untersucht. Dabei wurde gefunden, dab die Menge der ffir die Beurteilung der Absorptionskraft werflosen Ballaststoife zwischen 1,2 % und 1, 4 % beim Lactobaryt bzw. Liquibarin und 19,2% bzw. 2o,7% beim Unibaryt bzw. Bariumrapid schwankt. </p><p>L igeratur: * YgI. z. ]3, H. FREIJXDLICH, Kapillarchemie. 4- Anti., a, I66; A. v. BUZs KolIoid-Beih. 3a, II4. -- e C. \VITT- KOWSKY, Med. Klin. I924, Io86. -- a R. A. FELDHOFr, Pharmaz. Ztg 74, 980. -- 4 A. ADAM, Fortschr. RSntgenstr, 45, 385 (I932). 5 L FRImL Med. Klin. I936, 69. -- " V. gvs Praktick39 14ka} I935, 552, </p><p>KURZE WISSENSCHAFTL ICHE MITTE ILUNGEN. </p><p>0BER DIE GLYK.4MISCHE REAKTION DES KANINCHENS NACH INTRAVENISSER INJEKTION </p><p>VERSCHIEDENER HEXOSEN. Von </p><p>RICHARD W. J. MfILLER. </p><p>Experimentel le Untersuchungen, die ich auf Veranlassung yon Prof. ]3. K ISCH ausftihrte und in meiner Doktordisserta- tion* ausffihrlich beschreibe, ergaben folgendes: </p><p>I. Der Blutzuckernfichternwert yon 4 Kan inchen schwank- te in der Beobachtungszei t yon 11/~ Jahren zwischen 88 bis 133 mg%; der Gesamtdurchschnitt betrug I14 rag%. </p><p>Der Blutzuckerspiegel unterliegt beim normalen, ntichter- hen Kaninchen normalerweise Schwankungen innerhalb der Grenze yon 15--2o mg%. </p><p>2. Bei Kaninchen ruff die Einffihrung des Magenschlauches groBe Erregung und damit Blutzuckersteigerung hervor. Die Magenschlauchmethode ist fiir Blutzuckerversuche bei Kaninchen ungeeignet. </p><p>3. Die intraven6se Injektion yon RingerlSsung und yon molarer und 2 molarer Kochsalzl6sung in Mengen yon 5 und io ccm ruff beim Kaninchen keine Ver~nderung des Blut- zuckergehaltes hervor. </p><p>4. Nach Einspritzung yon Glykosel6sung in die Ohrvene des nfichternen Kaninchens sinkt die dadurch hervorgerufene Hyperglyk~mie ab: nach 5 ccm der molaren L6sung (= o,9 g Glykose) in 75--9o t~iinnten; nach IO ecm der motaren L6sung (= 1,8 g Glykose) in 9o-- io5 Minuten; nach Io ccm der a mo- laren L6sung (= 3,6 g Glykose) in 15o Minuten. </p><p>5. Nach Einspritzung yon L~vulosel6sung in die Ohrvene des nfichternen Kaninchens sinkt die dadurch hervorgerufene Hyperglyk~mie ab: nach 5 ecm der molaren L6sung (= 0,9 g L~vulose) in 15--9o Minuten; nach io ccnl der molaren L6sung (I,8 g L~vulose) in 6o--75 Minuten; nach Io ecm der 2 molaren LSsung (~ 3,6 g L~ivulose) in 6o--75 Mi- nuten). </p><p>6. Nach Einspritzung yon Galaktosel6sung in die Ohr- vene des nfichternen Kaninchens sinkt die dadurch hervor- gerufene Hyperglyk~mie ab: nach 5 ccm der molaren L6sung (= 0,9 g Galaktose) in 45--9o Minuten; nach Io ccm der molaren L6sung (= 1,8 g Galaktose) in 15o Minuten; nach IO ccm der 2 molaren L6sung (= 3,6 g Galaktose) in 21o bis 240 Minuten. ( Aus der Chemischen Abteilung des Physiotogi- schen Instituts der Universitdt KSln.) </p><p>* K61n i936, </p></li></ul>