unterwegs 10/2011

  • View
    217

  • Download
    0

Embed Size (px)

DESCRIPTION

Das Magazin der Evangelisch-methodistischen Kirche

Text of unterwegs 10/2011

  • Die Jhrlichen Konferenzen: Wo alle zusammenkommen

    8. Mai 2011ISSN 1436-607X

    Magazin der Evangelisch-methodistischen Kirche 10/2011Magazin der Evangelisch-methodistischen Kirche

    Zukunft der Kirchen Warum Kinder eineeigene Konferenz haben. Seite 12

    Mahner der Kirchen Zum Tod vonWilfried Bolay. Seite 14

    Grnder der Kirchen Wie ein katholischer AdligerJohn Wesley beeinflusst hat. Seite 24

  • unterwegs 10/2011 ::: 8. Mai 2011

    ::: Editorial2

    kurz gesagt

    So ErrEichEn SiE unS:Redaktion unterwegs Telefon 069 242521-150 E-Mail: unterwegs@emk.deAboservice: 0711 83000-0

    unterwegs 10/2011 ::: 8. Mai 2011

    TITE

    l: ABSc

    hlu

    SS dEr

    SJK

    201

    0 IN

    SIN

    dEl

    fINgEN

    foTo

    : vo

    lKEr

    KIEMlE

    , MEd

    IENWEr

    K dEr

    EMK

    AnSGAr hrStinG ist neuer Prsident der Vereinigung

    Evangelischer Freikirchen (VEF). Er wur-de zum Nach-folger von Bi-schfin Rose-marie Wenner

    gewhlt, die nicht mehr fr dieses Amt kandidiert hat. Hrsting ist seit 2008 Pr-ses des Bundes Freier evan-gelischer Gemeinden (FeG) und Mitglied im Vorstand der VEF. Er wurde 1965 geboren und hat nach einer Ausbildung zum Alten-pfleger Theologie am FeG-Seminar studiert. Von 1993 bis 1997 war er Pastor in der FeG Siegen-Geisweid und von 1998 bis 2007 Leiter der Allianz-Mission.

    DiE VErShnunG frDErn will die EmK nach dem Ende der Schlacht um die Prsi-dentschaft in der Elfenbein-kste. Whrend der jngs-ten Auseinandersetzung hatte die Bevlkerung des afrikanischen Landes sehr zu leiden. Bischof Benjamin Boni musste mit seiner Familie aus seinem Haus fliehen, das in der Nhe des fters bombardierten Prsi-dentenpalastes liegt. Einem Beschftigten der EmK flog eine Gewehrkugel ins Bett, nachdem sie von der Wand abgeprallt war. Im Haus eines weiteren Mitarbeiters schlug eine Rakete ein, die zwei Wohnungen in Brand setzte. Verletzt wurde niemand.

    frEunDSchAftS-EVAnGEli-SAtion ist nach Ansicht eines evangelikalen Medien-

    fachmanns ein Unwort. Der Begriff gehre abgeschafft, sagte der Vorsitzende der Stiftung Marburger Medien, Jrgen Mette, bei einem Kongress in Schwbisch Gmnd. Mette kritisierte, dass manche Missions-experten dazu rieten, Ver-trauen zu Menschen mit dem Hintergedanken auf - zu bauen, sie spter zu einer religisen Veranstaltung ein zuladen. Strategische Methoden seien kein Ersatz fr echte Liebe.

    DEr MlhEiMEr VErbAnD Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden (MV) ist jetzt Vollmitglied der Arbeits-gemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Baden-Wrttemberg. Der MV war beratendes Mitglied in Baden-Wrttemberg und ist seit 2009 Vollmitglied auf ACK-Bundesebene. Der MV ist eine 101 Jahre alte Frei-kirche. Er gehrt auch der Vereinigung Evangelischer Freikirchen an.

    SEinEn Job VErlorEn hat ein Student, der als Call-Center-Mitarbeiter des Fernsehver-sandhandels QVC seine Ge-sprchspartner stets mit den Worten Jesus hat Sie lieb. Vielen Dank fr Ihren Ein-kauf bei QVC und einen schnen Tag verabschiedet hat. Er wollte auf den Zusatz Jesus hat Sie lieb nicht verzichten. Das Lan-desarbeitsgericht Hamm hat nun in letzter Instanz entschieden, dass die Kn-digung rechtmig war.

    kie / UMNS / idea / pm bersetzung: Reinhold Parrinello

    50 Millionen Euro sind eine Menge Geld. Es kann aber auch eine ange-messene Summe sein je nach Stand-punkt. Einer schweizerischen Gro-bank jedenfalls war es das Geld wert, um damit ein mgliches Verfahren wegen unversteuerter Kundengelder abzuwenden. Deutsche Steuerfahnder hatten nmlich den Verdacht, dass die Bank bei Steuerhinterziehungen betei-ligt gewesen sein knnte. Von entspre-chenden Ermittlungen hat sich die Bank nun freigekauft, wie die Welt online berichtet.Ich verstehe, dass mit der Einigung den Steuerermittlern viel Arbeit erspart wird. Und vielleicht fllt die Bilanz unterm Strich sogar positiv aus. Aber die Bot-schaft, die davon ausgeht, ist fatal: Je hher die Summe, um die es geht, um-so grer ist die Chance, bei Steuerver-gehen straffrei auszugehen. Whrend die Finanzmter bei kleinen Ausstnden rasch mit Klage drohen, kann sich ein vermgendes Bankhaus freikaufen. Natrlich ist das alles nicht neu. Ver-mutlich hat es auch deswegen keine ffentliche Emprung gegeben wie weiland beim Streit darber, ob der Staat geklaute Daten von Steuersn-dern kaufen darf. Aber wir drfen als Staatsbrger und noch viel mehr als Christen einen solchen Kuhhandel nicht unkommentiert lassen. Zumin-dest unseren Kindern sind wir es schul-dig, dass wir Unrecht auch Unrecht nennen. Und wer Steuern hinterzieht, vergeht sich am Gesetz und an seinen Mitmenschen. Das Geld fehlt uns nmlich dann allen.

    Ihr Volker Kiemle Redaktionsleiter

  • unterwegs 10/2011 ::: 8. Mai 2011

    Titelthema: ostern bringt neues leben::: 3Wort auf den Weg ::: 3

    Neulich sah ich wieder einmal einen Schfer mit seiner Herde. Sie sind rar geworden, die Men-schen, die sich Wind und Wetter aussetzen, um sich um ihre Tiere zu kmmern. Heute leistet man sich diese Form der Tierhaltung nur selten. Trotzdem behlt das biblische Motiv des Guten Hirten seine Aussagekraft. Wie ein Hirte fr seine Herde sorgt, setzt sich Gott fr uns ein. Jesus bezeichnete sich selbst als Guten Hirten, der sogar sein Leben fr die Scha-fe gibt (Johannes 10,11). Wer sich Jesus anvertraut, findet Leben und volle Genge (Johannes 10,10): Halt in der Not, Sinn im Auf und Ab des Lebens und Hoffnung im Sterben. Das hrt sich wunderbar an.

    und wie sieht unser Alltag aus? Da fhlen wir uns oftmals dem verlorenen Schaf nher als den Tieren, die gut gehegt auf einer fetten grnen Wiese grasen. Es ist schwer, unter den vielen sich bietenden Mg-lichkeiten den richtigen Weg zu fin-den. Richtig bedrngend wird das Leben fr Menschen, die keine guten Wege mehr entdecken. Nicht nur in persnlichen Fragen verliert manch einer den Mut. Ich kenne viele Men-schen, die sich Sorgen um die Zukunft der EmK in Deutschland machen. Wir klagen ber mancherlei Mangel. Bei den Tagungen der Jhrlichen Konferen-zen, die in den nchsten Wochen stattfinden, fragen wir: Reichen die Mittel, um Gemeinden zu bauen und missionarisch zu arbeiten?

    in Jesu Spur Erfllung findenLeben und volle Genge verspricht Jesus. Kein Schlaraffenland. Keine Sicherheit vor allen Widrigkei-ten. Aber genug, um in Jesu Spur Erfllung zu finden. Es geht uns der voraus, der sich ans Kreuz schlagen lie aus Liebe zur Welt. Was wie der Untergang eines Idealisten aussah, war der Beginn eines Hoffnungs-

    weges. Denn Jesus wurde auferweckt. Gottes Liebe erwies ihre Kraft. Deshalb knnen wir immer wieder aufs Neue Vertrauen wagen. Einer beginnt, Mitmen-schen wahrzunehmen, denen es schlechter geht als ihm. Sein offenes Ohr ist gefragt oder die helfende Hand. Er ist zu etwas ntze. Das ist eine gute Erfahrung. Eine ent-deckt Gaben, die bisher in ihrem Leben brachlagen. Sie steckt andere mit ihrer Initiative an. Der Offene Treff, den sie miteinander organisieren, wird fr einige Men-schen zum Eingangstor in die Gemeinde.

    Bei den Tagungen der drei Jhrlichen Konferenzen rechnen wir Konferenzmitglieder hoffentlich damit, dass Christus Leben und volle Genge fr uns be-reithlt. Dann verwalten wir nicht den Mangel, son-dern heben die Schtze, die Gott uns in den Gemeinden und Werken anvertraut. Die Konferenzthemen 2011 weisen darauf hin, dass wir Groes von Gott erbitten

    und uns ihm erwartungsvoll zur Ver-fgung stellen: Die Sddeutsche Jhr-liche Konferenz erinnert sich an die Mittel, durch die wir Gottes Gnade erfahren, sodass Himmel und Erde sich berhren. In der Ostdeutschen Konferenz werden wir uns einstim-men lassen auf neue Tne: Gott sin-

    ge mich, ich will dein Lied sein. Die Norddeutsche Jhrliche Konferenz erwartet viele Menschen zu einer Glaubenskonferenz. Entdecke, was geht! dieses Motto lockt, neue Wege zu beschreiten. Damit aus guten Themen hilfreiche Beschlsse und am Ende mu-tige Taten werden, braucht es Menschen, die sich dem Guten Hirten anvertrauen. Gehren Sie dazu?

    Wort auf den Weg ::: 3foTo: Yo

    rK Sch

    N

    roSEMArIE WENNErist Bischfin der Evangelisch-methodistischen Kirche.

    Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genge haben sollen. Johannes 10,11

    Heben wir die Schtze auf, die Gott uns in den Gemeinden und Werken anvertraut.

    leben mit gottes Schtzenleben mit gottes Schtzen

  • unterwegs 10/2011 ::: 8. Mai 2011

    4 ::: Sddeutsche Jhrliche Konferenz

    WillKoMMEn Zur SJK: VErAnStAltunGStippS

    Mittwoch, 18. Mai, 19.30 uhr Stiftskirche hringen, Marktplatz 23

    n ErffnungsgottesdienstWo himmel und Erde sich berhren macht gott uns geschenkePredigt: Superintendent Siegfried reissing

    freitag, 20. Mai, 19.30 uhr Stadthalle Neuenstein, lindenstrae 7

    n fest der Jubilare vom himmel berhrt Zwischen Sternschnuppen und geistesblitzen Moderation: Pastor volker Kempf

    www.emk-sjk.de

    Sonntag, 22. Mai, 10 uhr Intersport-Messezentrum (Messehalle B), heilbronn, Wannenckerstrae 50

    n ordinationsgottesdienst reden wir zu herzen Predigt: Bischfin rosemarie Wenner

    1012 uhr und 13.4515.30 uhrn miniKIKo fr 4- bis 6-Jhrige

    1015.30 uhrn KIKo fr 7- bis 13-Jhrige

    Sonntag, 22. Mai, 14 uhr Intersport-Messezentrum (Messehalle B), heilbronn, Wannenckerstrae 50

    n Konferenznachmittag setzen wir Zeichen der hoffnunggestaltet durch den Konferenzausschuss fr gerechtigkeit, frieden und Bewahrung der Schpfung.

    Im vergangenen Jahr kam die SJK in Esslingen zusammen. dabei waren auch gste aus der kumene, wie der evangelische landesbischof frank otfried July (links).

    foTo

    : vo

    lKEr

    KIEMlE

    / M

    EdIENWEr

    K dEr

    EMK

  • unterwegs 10/2011 ::: 8. Mai 2011

    5Sddeutsche Jhrliche Konferenz :::

    DiE GAStGEbEr