Unterwegs 23

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Unterwegs 23

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  • unterwegs0510Die Mitarbeiter- & Kundenzeitschrift von Brggli, Ausgabe Nummer 23, Mai 2010

    Brggli fhrt VeloDie Aktion Bike to Work bewegt. Klar, dass Brggli da mitmacht.

    Wie alles begannDie Geschichte von Brggli:Ein amsanter Blick ins Archiv.

    Chance Praktikum Ein Praktikum: Die Chance, um in der freien Wirtschaft Fuss zu fassen.08 16 20

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    Brggli-Geschichte

    Wie alles begannBald sind seit der Grndung von Brggli 25

    Jahre vergangen. Es ist

    fast unglaublich und grenzt an ein Wunder, wie Brggli in dieser Zeit zur

    grssten sozialen Institution in der Ostschweiz herangewachsen ist.

    Man beachte im Inserat die Bank fr Aussenhandel der UDSSR, die am meisten Geld spendete.

    Damals hat die Leiterschaft noch alles selber gezgelt.

    Gemtliches Beisammensein beim Znni. Die ganze Firma an einem Tisch versammelt

    Wie alles begannDie ersten Gehversuche mit den Medien im Mai 1987

    1986 Die Grnd

    ungsmitglieder (

    im Gegenuhrzeig

    ersinn rechts un

    ten beginnend):

    Kurt Fischer, Alo

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    Urs Buschor, Eri

    ch Messmer, Ma

    nfred Naef, Luig

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    Inhalt

    ImpressumRedaktion: Michael Haller, Daniel KppelSatz, Bild: Nathalie Schmidt, Printagentur by BrggliTitelbild: David Hauser, Fotostudio am SeeDruck, Auflage: Printagentur by Brggli, 1500 Ex.Herausgeber: Brggli, 8590 Romanshorn, www.brueggli.ch

    Bike to WorkBrggli beteiligt sich an der schweizweiten Aktion. Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt, kann nur gewinnen. Es geht nicht um verbissenes Leistungsstreben, sondern um die Freude an der sanften Fortbewegung.

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    Editorial: Unterwegs mit dem Velo

    Wie das Gehirn uns beim Lernen hilft

    Nachgefragt: Wie lernen Sie am besten?

    Operation Riz Cazimir

    Natrlich, Brggli fhrt Velo

    Velofahren ist fast wie Meditieren

    Leggero Vento berzeugt in Qualitt und Preis

    Jeder Rappen zhlt: Mit 2010 Franken nach Bern

    Selbst ist der Mann: Stanzwerkzeug aus eigener Fertigung

    Wie alles begann: Die Brggli-Geschichte

    Die Chance: Ein Praktikum im ersten Arbeitsmarkt

    Facebook: Ach, du schne virtuelle Welt

    Vom Problemschler zum Problemlser

    Impressionen: Unterwegs mit 0,0027 km/h

    21 Kilometer qulender Spass

    Zehn Fragen an ...

    Freunde im Exil: Das Fotostudio am See

    Krimi: Die Mozartkugel

    Dies & Das

    Bilderrtsel: Wer findet die fnf Unterschiede?

    Unser Partner: Die Firma L+S AG, Design+Technics

    Jubilarinnen und Jubilare

    16 Wie alles begann

    20 Chance Praktikum

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    Editorial

    Fr viele im Brggli eine klare Sache, dass sie an dieser Aktion dabei sind. Heinz List, zum Beispiel, kommt bei jeder Gelegenheit mit dem Velo zur Arbeit. Lesen Sie in diesem Unterwegs, was ihn bewegt, und er-fahren Sie mehr ber die Aktion Bike to Work (ab Seite 8). Die sanfte Mobilitt, das Vorwrtskommen mit Muskelkraft, ist ja gerade im Brggli ein immerwhrendes Thema, besonders durch den Leggero, dessen jngste Modell-Generation Vento rasch Freunde gefun-den hat sogar bei den Prfexperten vom TV (Seite 12).

    Wussten Sie, dass ausgerechnet die Russische Handelsbank 1987 den grosszgigsten finanzi-ellen Beitrag zur Grndung von Brggli geleistet hat? Redaktionsmitglied Daniel Kppel hat im Archiv gewhlt und im Gesprch mit vier Grn-dervtern allerlei Amsantes zutage gebracht (Seite 16). Eine spannende Geschichte hat auch Dr. Michael Bohne. Wre es damals, als er zur Schule ging, nach den Lehrern gegangen, wre aus ihm alles andere als ein heute internatio-nal anerkannter Facharzt fr Psychologie und Psychotherapie geworden. Lesen Sie seinen Werdegang Vom Problemschler zum Pro-blemlser auf Seite 24.

    Unterwegs mit dem VeloWenn im Juni die Blechlawine auf unseren Strassen etwas besser rollt, hat Brggli womglich dazu beigetragen. Denn Brggli macht an der Aktion Bike to Work mit mit dem Velo zur Arbeit.

    Erstaunlich, wie viel man ber einen Menschen erfhrt, wenn man ihm zehn ganz banale Fragen stellt (Seite 30). Faszinierend, wie unser Hirn nach Wissen giert (Seite 4). Und einfach hbsch, was

    entsteht, wenn ein an-gehender Berufsfoto-graf ein Fotomodell zur Schnecke macht (Seite 26). Viele verschiedene Beitrge also wieder, darunter sogar ein Kurz-

    krimi einer Brggli-Mitarbeiterin (Seite 32), getreu dem Motto: Vielfalt statt Einfalt.

    Unterwegs geht wie immer zu lieben und wich-tigen Leuten (wobei uns die lieben fast wichtiger sind). Alles Gute Ihnen, auf welchem Weg auch immer. Und hoffentlich viel Freude mit diesem Unterwegs.

    Michael Haller

    Kommunikations verantwortlicher

    Die sanfte Mobilitt ist im Brggli

    immer ein Thema.

  • Im menschlichen Gehirn gibts mehrere Milliarden Nervenzellen. Das Bild stellt zwei Synapsen dar, die der Impuls-bertragung von der einen auf die andere Nervenzelle dienen.

    Unser Hirn kann nichts besser und tut nichts

    lieber als lernen.

    Das Gehirn des Menschen wiegt etwa 1,4 Kilo-gramm und macht damit rund 2 Prozent des Kr-pergewichtes aus. Es verbraucht jedoch mehr als 20 Prozent der Energie des gesamten Krpers. Von jeglicher Nahrung, welche wir zu uns nehmen, geht also ein Fnftel direkt in das Gehirn (also nicht nur auf die Hften). Unser Gehirn enthlt einige Milliarden Nervenzellen (Neuronen). Dies ermglicht dem Menschen, Dinge zu tun, die an-dere Lebewesen nicht knnen. So ist unser Gehirn fr das Lernen optimiert. Es lernt also nicht irgend-wie, sondern kann nichts besser und tut nichts lieber! Wer mit Blick auf die Schule nun skeptisch reagiert, der lese einfach weiter.

    Das Gehirn erinnert sichWie erwhnt, wurde unser Gehirn mit mehreren Milliarden Nervenzellen ausgestattet. Nervenzel-len sind Zellen, welche auf die Speicherung und Verarbeitung von Informationen spezialisiert sind. Die bertragung eines Nervenimpulses von einer Nervenzelle auf die andere erfolgt ber Kontakt-stellen (Synapsen). Der Impuls wird durch das Ein-treffen von kleinsten Blschen erkannt. Die Blschen enthalten ei-nen bertragungsstoff, der nach Eintreffen an der Kontaktstelle frei-gesetzt wird. Dieser Vorgang erregt dann wieder die nchste Nerven-zelle usw. Das Lernen (z. B. von neuem Schulstoff, von Arbeitsablufen oder krperlichen Bewegun-gen) verstrkt die synaptische Verbindung. Da-durch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Verbindung bei der nchsten Aktivierung zur Er-regung des zweiten Neurons fhrt. Dann nmlich wird das Gelernte erneut abgerufen das Gehirn

    Wie das Gehirn uns beim Lernen hilftSchon faszinierend, das menschliche Gehirn. Es lernt und lernt und lernt. Und es ist tatschlich so: Je frher wir anfangen und je mehr wir ben, umso leichter und nachhaltiger verankern sich die Lerneffekte in unserem Kopf.

    Lernen

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    Eine Vertiefung des Lern-stoffes trgt dazu bei, dass unser Hirn etwas behlt.

    erinnert sich. Wenn dieser Prozess in den gleichen Nervenzellen innerhalb eines Tages und den da-rauffolgenden Tagen abluft, fhrt dies zu einer Verstrkung der Kontaktstellen zwischen betrof-fenen, hintereinander geschalteten Nervenzellen, mit der Folge, dass diese Nervenbahnen und Ver-bindungen knftig immer einfacher und am Ende wie geschmiert anspringen, wenn es um gleiche oder hnliche Lerninhalte geht. Verstrkend wirkt also die wiederholende Beschftigung mit densel-ben oder hnlichen Lerngegenstnden.

    bung macht den MeisterAlso stimmt das Sprichwort doch: Je frher wir anfangen und je mehr wir ben, desto deut-licher verankern sich die Lerneffekte in unserem Gehirn. Er-innern ist somit das Wieder-Aktivieren des Netzwerkes, welches beim Lernen aktiv war. Das gelernte Wissen zu testen und somit die Erinne-rung zu aktivieren, ist ein mchtigerer Lernfaktor als das eigentliche Lernen. Dadurch kann auch der Sinn von Prfungen erklrt werden.

    Glckshormone zur BelohnungEin Beispiel: Eine neue Telefonnummer, die uns wichtig ist, weil wir bereits wissen, dass wir sie ab sofort immer wieder bentigen, behalten wir schnell und erinnern uns besser an sie. Andere, von denen wir von vornherein wissen, dass wir sie knftig nicht mehr bentigen, geraten unwillkrlich sofort wieder in Vergessenheit sie gelangen erst gar nicht ins Langzeitgedchtnis. Hundertprozen-tig und auf Anhieb klappt die Langzeitspeicherung bei Informationen mit zustzlicher herausragender emotionaler, also gefhlsmssiger Bedeutung niemand vergisst die nur einmal gehrte, gerade eben erfahrene Telefonnummer seiner neuen Lie-be. Neurobiologische Prioritt haben also neue Lerninhalte und Informationen besonders dann, wenn deren Bedeutung zur Erlangung von Vortei-

    len oder zur Vermeidung von Nachteilen klar ist. Dies geschieht dadurch, dass wir alle in unserem Gehirn einen internen Belohnungsmechanismus haben. Dieser Mechanismus schttet als Beloh-nung im Gehirn ganz bestimmte Stoffe und Sub-stanzen aus, die ein extremes Wohlgefhl ja, einen Kick bewirken. Dieses Gefhl kennen zum Beispiel Sportler, die einen Wettkampf gewinnen oder Schler, die eine entscheidende Mathematik-arbeit geschafft haben.

    Die Abspeicherung von Informationen, also das Lernen, funktioniert langfristig dann besonders gut, wenn dabei der hirninterne Belohnungsmechanis-

    mus anspringt. Jedes Gehirn belohnt sich durch die Ausschttung von Stoffen, auch be-kannt als Glckshormo-ne mit dem Namen Do-pamin. Dopamin frdert

    die Abspeicherung neuer Lerninhalte.

    Aufnehmen und behaltenDies ist der Zusammenhang zwischen Lernen und